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Eher was für Fans,
23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Zugegebenermaßen bin ich ein totaler Fan der Krimireihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein - aber der neue Neuhaus baut doch etwas ab. Die Handlung um den Bau eines Windparks, Klimakonferenzen und viele viele Tote kommt doch etwas sehr gestelzt daher. Und die Entwicklung von Oliver von Bodenstein von einem guten taffen Kriminalbeamten und Familienvater zu einem von Selbstzweifeln zerfressenen Wallander-Verschnitt ist doch arg heftig und für mich auch nicht sonderlich glaubhaft.
Zweifelsohne kann man auch diesen Taunus-Krimi gut lesen und er bietet schon alleine durch die Klimaproblematik gute Diskussionspunkte - wer verdient wie an so einem Windpark, ist der Umgang mit erneuerbarer Energie inzwischen auch nur ein hartes unfaires Businessgeschäft - aber die agierenden Protagonisten kommen doch etwas sehr überzogen daher: die verkleidete angeblich superintelligente Klimaforscherin, die sich versteckt, ihre überdrehte egozentrische Freundin, deren Lebensgefährte, der aus Eitelkeit und Rachsucht handelt, der missbrauchte Jugendliche; Neuhaus fährt hier ein buntes Sammelsurium extremer Charaktere auf, die in dieser Geballtheit irritieren und die Handlung unglaubwürdig machen.
Für mich das Fazit: als Fan war es o.k. das Buch zu lesen, alleine, um zu wissen, wie es mit dem K11 der Kripo Hofheim weitergeht, aber Einsteigern in die Serie seien die Vorgänger - insbesondere "Schneewittchen muss sterben" eher ans Herz gelegt.
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