Kundenrezension

45 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ,Beschämend', 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Dead Ever After: A True Blood Novel (Taschenbuch)
...ist hier das Schlagwort.

Vor vierzehn Jahren erschuf Harris einen Hauptcharakter & eine Story, aufrufend zur Toleranz, Selbstverwirklichung und Grenzüberschreitung. Doch nein: Sookies Odyssee ist eine einzige Farce! Und genauso lieblos wird das gesamte Konzept, mitsamt der Protagonisten & der Botschaft, diskrediert u. deformiert. Ein lahmer, bequemer u. emotionsloser Abschluß, der uns an den Ausgangspunkt zurückbringt. Wozu hat die Telepatin sich überhaupt auf diese Reise begeben? Warum fanden Charakterwandlungen statt, wenn jene letztlich für null und nichtig erklärt werden? Nicht nur für Hardcorefans eine bittere Pille, die Sookies Weg (und die der anderen) von Anfang an, über ein Jahrzehnt, mitverfolgten - gleichkommend einem Verrat an den Figuren, der Leserschaft & am Leben.

Der Ursprungsbuchtitel lautete 'Dead End' - lakonisch, aber korrekt. Jüngst wird dieser Abschlußband schmerzlich 'Titanic ever After' betitelt. Bereits die Vorgänger sackten ab, drifteten in seltsame Gefilde. Wiedererkennung gleich null.

Wie sicher bekannt, gab es einen Eklat hinsichtlich verfrühter Spoiler. Die Resonanz war entsprechend... groß & vernichtend. Vor Entrüstung detonierend, standen Geprellte da. Entsprechend rüde fiel der Widerhall aus. Harsch & Unfair? Vielleicht. Doch die Tür schwingt in beide Richtungen.

Stagnierend hält Frau Harris an ihrem seriellen Grundkonzept fest, beweist keine Weiterentwicklung als Schriftsteller und verrät ihre eigene Kreation. Hinzukommend dürfte auch die jahrelange Bekundung sein, wie sie fortlaufend Lustlosigkeit zu ihrer eigenen SVM-Buchreihe verspürte. Hier folgt das Resultat. Ein unglaubwürdiges u. Esprit armes Ende, was -nach Harris' Aussage- vor zwölf Jahren in seinen Grundfesten zurecht gezimmert wurde. Folgend der Lemming-Manie, hüpfen dreizehn Bände über die Klippe.

Gerade durch den Erfolgsdruck & potentiellen Verlust, hoffte man auf einen anderen Werdegang der vorliegenden Reihe. Traurig, die Autorin rückt nicht ab. Schlecht für einen Autor, der am Stillstand krallt. Will man bestehen, sollte nicht nur Schreibtalent, Diktion u. Persönlichkeitsschöpfung ausschlaggebend sein. Gemeinsam gehen Autor & Leser eine Verbindung ein. Glaubhaft muß der Wachstumsprozess fortfahren, sich nicht an Bestehenden oder Altbewährten klammernd. Deplaziert ist Borniertheit & Hybris.

Zitat: ,, Writers of modern, character-driven literature listen to their characters, try to see through their eyes and feel what they feel. Good writers understand their characters' motivations and let those determine the characters' actions and choices. Usually that requires many, many drafts, and often, the characters end up surprising the writer and going in a much different direction than originally envisioned. CH clearly didn't understand or take the time to listen to her creations. Who knew these books were so complicated that so many people misunderstood them.''

Über die Jahre gab es zahlreich widersprüchliche Interviews, Homepage-Statements u. Buchtouren; ein ganzes Sammelsurium, auf d. sich nun Fr. Harris' PR Abteilung stützt. Präventive Versuche das Fiasko zu unterbinden. Dabei wäre die Pleite abwendbar gewesen, hätten Editoren, Management u. der Verlag nur umsichtiger reagiert.

Zitat: ,,Your work must stand on its own. Any work that an author must explain in anyway is a piece of unadulterated crap without exception. The writer is irrelevant. Only the work matters in the end. If no one can read and understand your writing, you have failed. It's that simple.''

Den größte Leserstab trifft es besonders hart: Eric = Money Train
Natürlich war dies abzusehen. Aber betrachtet man vorliegende Wende, versieht Frau Harris ihre Zielgruppe mit besonders seichten Charaktergrundzügen u. opfert zeitgleich ihre Autorenintegrität. Wahrlich eine Verkennung.

Zusätzlich abträglich, ist die Degradierung des Zielpublikums. Dies zu kritisieren u. mentalen Mangel/ Desillusion zu unterstellen, zeugt keineswegs v. besseren Verhalten wie erboste Fans mittels zweifelhaften Predigens quittieren. Aber von eben diesen Leuten hängt Erfolg & Mißerfolg ab; zwar sind es keine hochgestochenen Kritiker, ABER Konsumenten. Anhaltender Erfolg besteht darin, daß man Fähigkeit & Nachfrage abdeckt und den Standpunkt anderer versteht.

Erstmals (!) füge ich einer Southern Vampire Mystery-Rezi keine Buchinhaltsangabenübersicht hinzu. (Rezensent @Beaches gibt Überblick.) Es ist ein Potpourri alter Bekannter, gequetscht in ein konfuses u. unglaubwürdiges Buch. Widersprüche bzw plötzliche Aufhebungen von Gesetzmäßigkeiten sind Teil dieses Pamphlets. Eine Hommage an die Absurdität. Seicht & bequem dürfte das Spiel zum Cluvier Dor sein. Wer die korrekten Rückschlüsse zieht, ist sicherlich entsetzt über Fr.Harris Abbiegung. Konkrete Punkte sind ab dem 07.05. in der Diskussionsecke (siehe Seite unten) auffindbar. Eine Option zur Kaufentscheidung.

Sookies gewandelte Charakterhaltung dürfte vielen Lesern bereits vor einigen Jahren aufgestoßen sein: vom Naivchen zur egoman exzentrischen und ausgebrannten Schreckschraube. Unbeirrt & destruktiv erfolgt die Darstellung; eine, die einer Ohrfeige entspricht. Selbstbewußte Frauen dieser Welt schreien auf. Opfer physischer & psychischer Gewalt sind empört. Minderheiten, Randgruppen oder Andersgeartete finden sich im Staub wieder. Toleranz? Was auch immer Frau Harris darunter versteht, es findet sich sicherlich nicht hier.

Masochisten dürfen sich freuen: im Herbst folgt ein Sequelband der abgeschlossenen SVM-Reihe und trägt den Titel AFTER DEAD. Natürlich muß jeder Leser selbst -ausgehend von Erfahrungen mit Harris' Büchern - entscheiden.

Ausgelotet u. gedeichselt wurden McPeople with McMoney.
Kurzum: Mensch muß total abgestumpft sein, vorm Leben resignieren, um sich mit Frau Harris' Art ''gütlich'' abzugeben. Die Schriftstellerin verliert nicht nur Leser, nein, auch an Respekt.

Traurig. Null von null Sternen.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.05.2013 16:22:55 GMT+02:00
Kittekat meint:
Kann ich mich nur anschließen, hat mich stark an die Anne Rice Vampir Chronik erinnert, stark gestartet und am Ende lieblos abgeschlossen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.05.2013 17:04:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.05.2013 11:24:07 GMT+02:00
Christiane meint:
Oh ja. Der Grund, wieso ich damals eigentlich d. Genres abschwor - bis ich die SVM Reihe entdeckte. Sookies POV war herrlich sarkastisch, gepaart mit den Interaktionen von Pam & Eric, eine absolute Ausnahme auf diesem Gebiet. Letzlich auch in meinem Bücherschrank.

Ging es nach Frau Harris, dürften wir alle gleich das Geld auf ihr Bankkonto transferieren, ohne je das Buch zwischen die Finger zu kriegen. Schon schade, keine kollektive Hypnosetherapie durchführen zu können.

Doch abgesehen vom vorliegenden Erguß, stoße ich mich entsetzlich an der Haltung der Autorin (und einige, zur Verteidigung angetretenen, charmanten Kollegen). Mit Selbstlosigkeit oder Sympathiebezeugung hat dies aber wenig gemein, sondern es ist Berufsethik, Stolz & Eigenschutz. JEDEN hätte es treffen können.
Selbsterhaltungstrieb. Nicht mehr und nicht weniger.

Sicher mögen wüste, unter der Gürtellinie verlaufende, Leserreaktionen nicht politisch korrekt sein. Doch nur allzu bewußt war sich die Autorin dieses Preises, trägt nun Rechnung für jene Entscheidung - ganz zu schweigen d. Jahre anhaltender Prätention.

EDIT: Ich nahm eine sachliche, aber minimale Rezensionsüberarbeitung vor. Der emotionale Aspekt war mir zu hoch, da ich um neutrale Beiträge bemüht bin. Ob die Variante übers Wochenende online freigeschalten wird, bleibt offen.

Ach ja. Ein Hinweis von einem User auf Amazon.com, der sich ernsthaft einmal angesehen werden sollte:

http://www.forbes.com/sites/suwcharmananderson/2012/08/28/fake-reviews-amazons-rotten-core/

http://www.huffingtonpost.com/paul-larosa/fake-reviews_b_932131.html

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.05.2013 16:17:48 GMT+02:00
Kittekat meint:
Kann man nur hoffen das die TV-Serie sich dafür wieder steigert und ggf. ein "logischeres" Ende nimmt...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.05.2013 19:27:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.05.2013 16:52:56 GMT+02:00
Christiane meint:
Hab's schon mit anderen beredet. Vor dem Buch glaubte ich auch ganz fest an eine Fakeinfo (= pot. Verlust von Eric), es wäre ein Marketing-Gag. Doch mittlerweile bin ich da nicht mehr vollends überzeugt, zumal die Serie sicher mit dieser kommenden sechsten Staffel endet. (Gut, ich selbst verlor beizeiten mein Interesse an TB; A. Balls Darstellung war mir zu abwegig.)

Jetzt verfolge ich aus Neugier die Nachrichten zur TV Serie. Bin gespannt ob auch hier ein Massengrab geschaufelt wird.

Veröffentlicht am 08.05.2013 11:38:50 GMT+02:00
Leseratte73 meint:
Ich denke, dass speziell in diesem Genre Autor und Leser eine Symbiose bilden und gerade Serien, die sich über Jahre hinziehen, deren Charaktere vor allem auch dem Leser ans Herz wachsen, mit denen man mitfiebert, mit leidet, sich mit freut, lacht und weint, gehören irgendwann nicht mehr nur dem Autor allein, sondern in großem Maße auch den Fans. Harris scheint uns mit den letzten Büchern sagen zu wollen, 'Ätsche, es ist doch meins und ich kann mit meinen Charakteren machen was ich will'.
Ich kann dazu nur sagen , ' Mach doch, aber mein Geld ist mir dafür zu schade! Ich muss es mir ja nicht kaufen und das wird wohl auch alle zukünftigen Bücher der Autorin betreffen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2013 17:45:30 GMT+02:00
Kittekat meint:
Mhm, bleibt wohl nichts anderes übrig als abzuwarten... Um Frau Harris Bücher mache ich jedenfalls jetzt einen Bogen, wenn sie Geschichten nur für sich schreibt braucht sie auch nicht mein Geld.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2013 17:50:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.01.2014 10:32:56 GMT+01:00
Christiane meint:
Es ist einfach nur traurig wie vernagelt die Autorin mit all ihren Werken vorgeht. Auf Grund der Sookie-Reihe/SVM kaufte ich nebenher auch andere Serien von ihr.

Daher auch meine Anklage sie würde als Schriftstellerin keinerlei Fortschritt aufweisen. Leser sollte somit generell bei Autoren abwägen, wenn diese sich letztlich nur festfahren.

Aber wie heißt es doch: auch schlechte Publicity, ist (gute) Publicity. Tja.

Veröffentlicht am 10.05.2013 15:27:00 GMT+02:00
E. Klein meint:
Ich möchte mich herzlich für diese Review bedanken. Auch ich bin einer der Leserinnen, die diese Serie über Jahre hinweg regelrecht verschlungen hat. Die Charaktere wuchsen mir ans Herz; ich fieberte mit ihnen und fühlte mich während des Lesens regelrecht nach Bon Temps versetzt. Sogar den Sookie Stackhouse Companion legte ich mir zu. Über das letzte Jahr hinweg besuchte ich mehrere Male die Homepage der Autorin und las regelmäßig ihren Blog. Vor einigen Monaten stieß ich dabei auf einen sehr angriffslustigen Eintrag den Fans/Lesern gegenüber, und schon zu diesem Augenblick ahnte ich, dass wir jetzt eine herbe Enttäuschung erleben würden. Dies ist wohl auch nun eingetreten. Glücklicherweise, habe ich die Spoiler und Kritiken gelesen, und mich entschlossen, den letzten Band NICHT zu lesen. Nicht, weil es nicht Eric oder Bill geworden sind, sondern weil Mrs Harris es anscheinend nicht für notwendig hielt, genug Anstrengung in den letzten Band zu stecken, um ein "plausibles" Ende zu Papier zu bringen. Ebenfalls lasse ich mich nur ungern als "minderwertiges mentales Exemplar" bezeichnen, denn das bin ich nicht. Ich werde die ersten 12 Bände in guter Erinnerung behalten - OHNE Ende. Ein weiteres Buch dieser Autorin werde ich mir nicht zulegen. Sie schreibt ja "für sich selbst". Ich behalte dann mein Geld für mich selbst, oder investiere es in einen Autor, der sich nicht für intelligenter hält als seine Leserschaft.
Ich danke allen Lesern, die sich durch das Buch gequält haben, und die leider jetzt mit einem bitteren Geschmack im Mund da sitzen. Ich weiß, für Euch ist das eine herbe Enttäuschung. Aber Eure Warnungen haben mir wenigstens 12 Euro und einige Stunden meines Lebens gespart, die ich sonst verschwendet hätte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2013 18:37:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.06.2014 19:07:04 GMT+02:00
Christiane meint:
Bitte, bitte!
Während @beaches Rezi schön auf wesentliche Fakten zum Buch selbst eingeht, blieb ich oberflächlich sachlich. Außerdem war die Chance sehr hoch - trotz bestehender Internetspoiler - die Beiträge schnell gelöscht zu sehen. Unmöglich schien es den Inhalt wiederzugeben, ohne dabei im Prinzip das Buch gleich aufzudecken.

Bei dem Buch alle Mängel aufzuzählen ähnelt einer schier langen Liste. In den Raum geworfene hiesige & unsinnige Fragen, alte angerissene Plots verpuffen und ein Stelldichein unnötig zahlreicher Figuren, der Funktion mehr als fragwürdig ist.

Der Alltagsablauf v. Fräulein Stackhouse könnte ein ganzes Tagebuch eines depressiven Menschen ausfüllen. Der reinste Zynismus. Scheinheiligkeit in ganz neuer Form. Diese Sookie lernt man als (Durchschnitts)Mensch hassen. Mitleid wäre aber sicher angebrachter.

Mehr Desinteresse an Sookie kann man mit dem Ausklang gar nicht mehr entwickeln.
Sookies Abschlußworte hinterließen einen Pfahl im Herzen. Recht zweifelhaft, sie lange über DEA hinweg ''leben'' zu sehen. (Obwohl die Telepathin in anstehender Buchreihe einen kleinen Besuch abstartet - u. damit weiterhin auf SVM Licht wirft. Hinzukkommende Leser dürfen sich also ''freuen'', sollte Interesse in diese Richtung schwenken.)

Einfach unbeschreiblich! Nie war Frau Harris Unlust so deutlich wie hier.
Eine Abneigung gegen die Figuren, dem Leser u. einem erfüllten/schwungvollen Leben.
Fans meinen, Harris unterzog Sookie einer Lobotomie. Nice. Könnte man meinen.

Daher ein Kopfschütteln. Auch wenn andere Ansichten zum Buch vorhanden sind, kann man diese - jedenfalls ich! - nicht nachvollziehen. Mein inneres Weibchen & Leserate schreit bei dieser faulen & lieblosen Darbietung auf. Selbst Laien verfassen Besseres. Dies hat nichts mit der Buchreihe od. einer anständigen Arbeit zu tun. Dies ist lediglich ein Affront.

Durch das Debakel las man in den vergangen Tagen viel über ähnliche Vorfälle, indem Disputsituationen zw. Autoren & deren Leserschaft unschön kulminierten. Es beweißt, ein gewisser Prozentsatz Schriftsteller nutzt ,Schreiben' als Therapie (wogegen nichts auszusetzen ist) - doch nicht allen gelingt die Kettensprengung.

Leider distanzierte sich Frau Harris schon immer der ihr unliebsamen Meinungen. (Die, ihre, erwähnte Homepage dürfte Fans bestens bekannt sein.) Kein vorteilhafter Schachzug. Auch hier steckt sie weiterhin in einer Sackgasse.

Einerseits bereue ich diesen Abschlußband gelesen zu haben; doch war es für mich wichtig das ,Ende' als ,Ende' zu sehen - ungeachtet wie entsetzlich es ihn mir wütet. (Keine Ahnung ob ich mich aufgerafft hätte, wären mir die Spoiler vorher bekannt gewesen. Das Buch war schneller da.)

Und das tut es. EIN Buch! Nie hätte ich mir träumen lassen wie sehr es nachhallt bzw. überhaupt an meine Nerven geht. Eine Buchreihe, herje! Betrachtet man die Reaktion der Autorenpartei, die im Netz Zensur veranlassen, dann schüren jene Maßnahmen d. lodernde Feuer um so höher.

Die verschenkten DEA-Kosten sind dazu das kleinste Übel; die Negierung aller Bände & ihre Botschaft verlangen einen wesentlich höheren Preis.

Schön für Frau Harris es anders zu sehen. Ihre Karriere hat jedenfalls einen Knacks weg. Leugnen zwecklos. Dennoch wird sie - und da bin ich sicher - ausreichen Profit hierbei erzielen. Denn ja: selbst Verspoilerten wollen sich überzeugen. Die paar Tantiemen trösten sicher sehr schnell über ''lästige Stimmchen'' hinweg.

EDIT, 16 Mai: Wie schon vorhergesagt, und ausgehend der Verkaufsrate, ist DEA auf der Bestseller-Liste in den USA. ,,DEA is #1 on the USA Today best-seller list. ...''

Eine Rezi die ebenfalls den von mir aufgezeigten Störfaktor (Bigotterie & Rasismus) aufweist:

http://www.amazon.com/review/R1LS128ONOE8P6/ref=cm_cr_pr_cmt?ie=UTF8&ASIN=B009NY43NY&linkCode=&nodeID=&tag=#wasThisHelpful

Und neben zahlreichen Reviews im gesamten Netz (Fanboards), finden sich auch immer mehr Leute die jeglichen Widerspruch in DEA darlegen:

http://www.amazon.com/inconsistencies-world-broken-issues-unaddressed/forum/FxFTJOHVZX8HP4/Tx1AWJFVPD4DQ2M/1/ref=cm_cd_fp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&asin=193700788X
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