3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vielfältig, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Geist der Venus (Broschiert)
Das im Mohland Verlag erschienene Taschenbuch "Geist der Venus" beinhaltet 14 Kurzgeschichten des Hamburger Autors Wolfgang A. Gogolin. Es ist das sechste veröffentliche und für mich das erste Buch dieses Autors. Nach dem Klappentext, dem Titel "Geist der Venus" und dem Cover erwartete ich mit Speisen verbundene sinnliche Liebesgeschichten. Und in den veröffentlichen Stories geht es auch um Essen und Trinken, auf jeden Fall um die Gefühlswelt und dabei überwiegend um die Liebe. In den Stories begegneten mir Liebe und Romantik, Vertrautheit, Bindungsangst, Verlust, Begierde, Einsamkeit ... mitunter anders, als von mir erwartet, humorvoll, lebensfroh, tieftraurig,tröstlich, neu. Die Auswahl der Kurzgeschichten in "Geist der Venus" ist vielfältig, natürlich was den Inhalt angeht, aber auch hinsichtlich Erzählperspektive und Sprachstil. Interessant fand ich z.B. die Erzählform in "Das Schweigen des Lammes", sie vermittelte mir Gefangensein und ja auch Grundzüge der Panik. Die Geschichte endet aus meiner Sicht auch zu einem perfekten Zeitpunkt. In "Victors Paradies" erzählt der Autor traurig-schön von der Bekanntschaft der beiden Weinliebhaber Luise und Viktor. In "Nummer 83" und auch "Winterwende" verwirrte mich Gogolin mit den ersten zwei Sätzen und brachte mich dann während des Lesens zum Lachen. Daß ich die Geschichten teils nur erlesen und nicht erlebt (im Sinne von mitfiebern oder mitleiden) habe, ist für mich dabei kein wesentlicher Kritikpunkt. In Erzählungen der hier vorliegenden Art erwarte ich die Einführung von griffigen Charakteren, die in dem eng gesteckten Rahmen einer Kurzgeschichte nachvollziehbar agieren und deren Schicksale mich berühren, idealerweise erlebe ich sie mit. Auch wenn mich subjektiv nicht jeder Handlungsstrang (manchmal nur dessen konkrete Ausgestaltung ) überzeugte, wie z.B. das Ende von "Schlag eins" oder der weibliche unbenannte Part in "Geist der Venus", finde ich die Charakterentwicklungen überwiegend gelungen und nachvollziehbar. Und ich mag, was ich hier von Wolfgang A. Gogolins Humor gesehen habe. Der Streifzug durch diese Kurzgeschichtensammlung macht mir Appetit auf mehr.
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Geist der Venus 3866751176
Wolfgang A. Gogolin
Mohland Verlag
Geist der Venus
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Vielfältig
Das im Mohland Verlag erschienene Taschenbuch "Geist der Venus" beinhaltet 14 Kurzgeschichten des Hamburger Autors Wolfgang A. Gogolin. Es ist das sechste veröffentliche und für mich das erste Buch dieses Autors.
Nach dem Klappentext, dem Titel "Geist der Venus" und dem Cover erwartete ich mit Speisen verbundene sinnliche Liebesgeschichten. Und in den veröffentlichen Stories geht es auch um Essen und Trinken, auf jeden Fall um die Gefühlswelt und dabei überwiegend um die Liebe. In den Stories begegneten mir Liebe und Romantik, Vertrautheit, Bindungsangst, Verlust, Begierde, Einsamkeit ... mitunter anders, als von mir erwartet, humorvoll, lebensfroh, tieftraurig,tröstlich, neu.
Die Auswahl der Kurzgeschichten in "Geist der Venus" ist vielfältig, natürlich was den Inhalt angeht, aber auch hinsichtlich Erzählperspektive und Sprachstil. Interessant fand ich z.B. die Erzählform in "Das Schweigen des Lammes", sie vermittelte mir Gefangensein und ja auch Grundzüge der Panik. Die Geschichte endet aus meiner Sicht auch zu einem perfekten Zeitpunkt. In "Victors Paradies" erzählt der Autor traurig-schön von der Bekanntschaft der beiden Weinliebhaber Luise und Viktor. In "Nummer 83" und auch "Winterwende" verwirrte mich Gogolin mit den ersten zwei Sätzen und brachte mich dann während des Lesens zum Lachen.
Daß ich die Geschichten teils nur erlesen und nicht erlebt (im Sinne von mitfiebern oder mitleiden) habe, ist für mich dabei kein wesentlicher Kritikpunkt. In Erzählungen der hier vorliegenden Art erwarte ich die Einführung von griffigen Charakteren, die in dem eng gesteckten Rahmen einer Kurzgeschichte nachvollziehbar agieren und deren Schicksale mich berühren, idealerweise erlebe ich sie mit. Auch wenn mich subjektiv nicht jeder Handlungsstrang (manchmal nur dessen konkrete Ausgestaltung ) überzeugte, wie z.B. das Ende von "Schlag eins" oder der weibliche unbenannte Part in "Geist der Venus", finde ich die Charakterentwicklungen überwiegend gelungen und nachvollziehbar. Und ich mag, was ich hier von Wolfgang A. Gogolins Humor gesehen habe. Der Streifzug durch diese Kurzgeschichtensammlung macht mir Appetit auf mehr.
Natira "bloggende Leserin"
16. August 2010
- Insgesamt:
5

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Top-Rezensenten Rang: 492.506
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