Kundenrezension

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen in keinster Weise erfüllt und doch ein Meisterwerk, 19. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Time I (MP3-Download)
Tja mit der Bewertung dieses Albums tue ich mich persönlich sehr sehr schwer, war doch der 2004 erschienene Vorgänger (nicht nur) in meinen Augen eines der großartigsten Metal-Alben aller Zeiten.
Nun steht mit Time I endlich der lang ersehnte erste Teil des Nachfolgers (Time II wird ja im kommenden Jahr erscheinen) in den Händlerregalen und ist meiner Meinung nach unglaublich schwer einzuordnen.

Wer hier erwartet, dass Wintersun einfach die unendliche Genialität des Vorgängers (vor allem im Bezug auf die genialen Klänge gepaart mit dem enormen Tempo) aufgreifen und genau dort weitermachen, wo sie mit dem Erstling aufgehört haben, wird möglicherweise enttäuscht sein.
Nach dem ersten kurzen Durchhören des Albums, welches ich blind um 0:01 Uhr gekauft habe, habe ich den Kauf tatsächlich bereut, denn Time I hat nahezu garnichts mehr mit dem Vorgänger zu tun.
Mein Gedanke nach dem ersten Hören war: Fünf Lieder, eines davon ein Intro und eines eine Art Pause in der Mitte, 2 Lieder über 10 Minuten - was soll das bitte sein?

Nichtsdestotrotz reden wir bei Time I von nichts anderem, als einem weiteren Meisterwerk des melodischen Metal!

Das Album ist, was die melodische Untermalung angeht, ziemlich asiatisch angehaucht und präsentiert sich dadurch schon ganz anders, als der Vorgänger. Außerdem ist dies keine CD, von der man sich mal einzelne Titel auf eine Compilation zieht oder die Titel einfach mal wild durchmixt, denn von der 1. Sekunde bis zum Finale präsentiert sich Time I als Gesamtkunstwerk, bei dem jede einzelne Note exakt dort ist, wo Sie hingehört.

1. When Time fades away - hierbei handelt es sich um ein ruhiges und langsames Instrumental-Intro, welches durch seine mystische asiatsich/japanische Melodik einen hervorragenden Auftakt für alles bildet, was danach noch folgt. Ein rauschender Bach, starke Trommeln und eine herrliche Stimmung - Ein wirklich herrliches Stück, welches mit geschlossenen Augen zum Träumen einläd und nahtlos in das nächste Lied übergeht.

2. Sons of Winter and Stars - 13 Minuten und 31 Sekunden pure Epik, welche sich innerhalb des Liedes (!) in vier Akte unterteilt (Rain of Stars, Surrounded by Darkness, Journey Inside a Dream und Sons of Winter and Stars), welche sich komplett von einander unterscheiden und sich dennoch wunderbar in einem Titel vereinen. Von melodisch, über knallhart bis rasend schnell. Von klarem Gesang über erstklassige Screams bietet der Titel fast alles, was man sich vorstellen kann. Wirklich großartig!

3. Land of Snow and Sorrow - auf ein wirklich wunderschönes Intro (welches bei mir schon beim ersten Hören eine Gänsehaut verursacht hat) folgt ein kurzer, ruhiger Akustik-Part welcher dann in einen mit melodischem, unglaublich instensivem Gesang übergeht. Das Lied ist relativ langsam, weiß jedoch durch seine düstere und dennoch träumerische Atmosphäre zu gefallen - jede Sekunde der 8:22 Minuten ist wunderschön anzuhören.

4. Darkness and Frost - einer kurzer, instrumentaler Übergang zum nächsten Lied mit klarer Akustik-Gitarre, ein paar Effekten und starken Trommeln. Schön anzuhören und nahtloser Übergang ins nächste Lied

5. Time - Ähnlich wie bei Titel 2 des Album handelt es sich hier um ein sehr langes Lied, welches sich auch dafür geeignet hätte, 4-5 Lieder mit ca. 3 Minuten Laufzeit daraus zu machen. Das Lied beginnt melodisch und greift dabei die asiatische Thematik erneut auf, bis Jaris Gesang das nächste Kapitel und einen klaren, melodischen Refrain einläutet. Danach zieht das Tempo ordentlich an ohne dabei irgendwas von der Genialität einzubüßen. Das später folgende Gitarrensolo ist einfach nur herrlich. Das Outro driftet dann wieder in mystische, japanische Regionen ab und perfektioniert das Kunstwerk, wie es auch der letzte Pinselstrich eines Bildes vermag.

__________________________

Ich habe lange überlegt, ob ich dem Album 4 oder 5 Sterne geben soll - wie ja jeder wissen dürfte, sind 5 Sterne das Maximum, 4 Sterne werden dem Album aber absolut nicht gerecht. 5 Sind es allerdings eigentlich auch nicht, denn dann hätte das 2004er Erstlingswerk mindestens 7 Sterne verdient.
Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann dazu entschieden, Time I mit 5/5 Sternen zu bewerten, denn das Album zählt trotz seiner recht kurzen Laufzeit von knapp 44 Minuten und nur 5 Titeln zum dem Besten, was ich seit Jahren gehört habt.

Es hat, wie oben schon geschrieben, NICHTS mehr mit dem Vorgänger zu und ist etwas ganz eigenes und spezielles. Time I überzeugt mit einer selten erreichten Melodik und Schönheit, mal mit klaren und langsamen Passagen - mal mit Höllentempo und Brutalität und doch gibt es nie auch nur eine Sekunde, welche man überspringen wollen würde. Und das ist bei mir extrem selten.

Die Entscheidung, nur wenige aber dafür sehr lange Titel zu wählen gefällt mir besser, als ich vorher gedacht hätte. Oft hat man 2-3 gleichartige Strophen, hier entwickelt sich jedes Lied weiter, während es läuft.

Time I gehört in jede gut sortierte Metal-Sammlung.

Wer allerdings exakt das erwartet, was der Vorgänger geboten hat, KÖNNTE enttäuscht werden, denn das Album ist komplett anders. Aber nicht minder großartig.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.10.2012 16:22:40 GMT+02:00
Juliet Romeo meint:
Zuerst einmal - schön detaillierte Bewertung!

Ich als großer Wintersun-Fan, der seit dem ersten Album fieberhaft auf das zweite wartete und immer und immer wieder hingehalten wurde, finde, dass man Wintersun in diesem Album eindeutig wiedererkennt. Ich habe genau das gehört, das ich mir vorgestellt habe - und mehr. Das interessante Intro beispielsweise sehe ich nicht als Veränderung an. Es kommt mir eher bekannt vor. Im Debüt der Band befanden sich diese ruhigen Teile eben nicht am Anfang, sondern beispielsweise am Anfang des letzten Liedes.

Und zur Länge der Lieder... ich verstehe nicht, was der Unterschied ist zwischen einem langen und vielen gestückelten Liedern? Viele Metalbands bevorzugen lange Lieder, daran bin ich gewöhnt. Auch ist es mir nicht einmal aufgefallen, da ich wenn ich ein Album das erste Mal höre, nicht darauf achte, wann ein Lied zu Ende ist und das nächste anfängt. Meiner Meinung nach gibt es nur einen Pluspunkt für die langen Lieder: Keine Unterbrechungen an blöden Stellen auf MP3Playern, die diese Übergänge als Stille spielen!

Ich war nicht enttäuscht vom Album - im Gegenteil!
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