Kundenrezension

22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung und verschenktes Potential..., 30. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Natürlich war ich wie jeder King-Fan unheimlich gespannt auf die angekündigte Fortsetzung von Shining. Würde es ihm gelingen, die Qualität dieses Klassikers zu halten oder sogar noch besser zu werden?
King ist oft gebeten worden, die Geschichte von Danny, dem kleinen hellsichtigen Jungen aus „Shining“ weiter zu erzählen und das hat er nun in reiferen Jahren getan. Fast spürt man, dass seine Motivation die Höflichkeit gegenüber den vielen Leserwünschen ist, denn er bringt lange nicht das, was er zu bringen imstande ist. Der Stil ist wie immer bei King – schon nach den ersten Seiten hat einen die Handlung eingefangen, doch was ist das? Der Genitiv wird vom Übersetzer konsequent ignoriert:

„Inzwischen war er acht Jahre alt und trotz diesem Horror zumindest einiger rationaler Gedanken fähig.“
Das hat mir einen ganz großen Teil der Lesefreude genommen, denn das geht das ganze Buch so weiter. Gibt es bei Heyne kein Lektorat mehr? Ist das eine persönliche Note des Übersetzers? Es kann doch nicht sein, dass solch ein Top-Titel in so schlechtes Deutsch übersetzt wird!

Zum Inhalt mag ich noch sagen, dass die Handlung wirklich lesenswert ist. Danny, der aufgrund der Ereignisse seiner Kindheit Alkoholiker geworden ist, kommt erst nach und nach bei sich selber an. Als er die Treffen der Anonymen Alkoholiker besucht, bekommt er seine Sucht in den Griff. Mit seiner Gabe hilft er in einem Hospiz den Sterbenden auf ihrem letzten Weg. Seine Gabe ist es aber auch, durch die er das Mädchen Abra kennenlernt, die ebenso wie er hellsichtig ist. „Steam“ nennen das die Mitglieder einer Sekte, die davon leben, diesen Steam den Menschen zu rauben. Abra ist in großer Gefahr und nur Danny kann ihr helfen…

Das ist ganz kurz umrissen der Inhalt des Buches und eigentlich ist es schade, dass King hier unglaublich viel Potential verschenkt. Denn man könnte so viel mehr schreiben. Die Geschichten drängen sich förmlich auf. Allein schon über die Sekte, die seit Jahrhunderten durch das Land reist, gäbe es sicher einiges zu schreiben, doch King konzentriert sich nur auf die „kurze“ Episode mit Danny und Abra und das ist wirklich bedauerlich, denn er kann so viel mehr.

Trotz der Kritik ist es kein schlechtes Buch, aber es ist eben auch kein richtig gutes King-Buch und so vergebe ich nur 3 Sterne. Wer kann, sollte aufgrund der schlechten Übersetzung zur Originalausgabe greifen.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.12.2013 16:16:26 GMT+01:00
Bezüglich der schlechten Übersetzung: Absolute Zustimmung! Das ist eine Zumutung. So etwas darf bei einem großen Verlag doch eigentlich nicht passieren. Das stört das Lesevergnügen doch sehr.
Aber nicht der Dativ wird konsequent ignoriert, sondern der Genitiv. Der Dativ wird stattdessen verwendet. :-)
Hinzu kommen ja diverse *kleinere* Fehler, wenn aus Jack Torrance John wird usw.
Das zieht sich wirklich durch das ganze Buch, besonders diese grauenvoll falsche Grammatik.
Beschämend für einen großen Verlag.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.12.2013 17:04:51 GMT+01:00
Cholina meint:
Ups, entschuldigung - ich habe mich so aufgeregt, dass ich total durcheinanderkam :) Danke für den Hinweis...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2013 23:04:51 GMT+01:00
adam davids meint:
Aus Jack Torrance wird nicht John Torrance! Jack ist John, denn sein vollständiger Name lautet: John Daniel "Jack" Torrance. Insofern ist das kein Fehler :)

Veröffentlicht am 10.12.2013 11:21:22 GMT+01:00
Christian77 meint:
Auch ich kann Ihnen nur zu 100 Prozent zustimmen. Neben dem konsequent fehlendem Genitiv sind mir aber auch andere Fehler (dass/das) oder einfach nur Tippfehler (Preversling) aufgefallen. Insgesamt jedenfalls eine sehr schwache Übersetzung und ein noch schlechteres Lektorat.

Veröffentlicht am 31.12.2013 02:39:06 GMT+01:00
SirT0by meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 25.01.2014 22:33:11 GMT+01:00
El Kassad meint:
Von wegen Übersetzung. Ich höre zur Zeit die Hörbuchversion. Wieder gekonnt gelesen von David Nathan. Nur leider spricht er Tiny Town immer wie Teeny Town aus. Das macht mich wahnsinnig ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.01.2014 23:33:46 GMT+01:00
KennyM meint:
Nathan hällt sich da an die deutsche Übersetzung (die ich gelesen habe). Da ist es eben Teeny Town. Von daher kann zumindest er nichts dafür ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 20:32:48 GMT+01:00
El Kassad meint:
Na, dann habe ich dem guten Mann Unrecht getan. Tiny Town erschien mir soviel plausibler.

Veröffentlicht am 17.02.2014 11:36:26 GMT+01:00
Manus meint:
Danke, Cholina und Brüder im Geiste. Durch eine Fehllieferung habe ich die deutsche Version bekommen und habe auf den ersten 25 Seiten solche Wutanfälle bekommen, dass ich an den Heyne-Verlag geschrieben habe, ob die keine Lektoren mehr anstellen oder ob die keinen höheren Schulabschluss mehr benötigen. Ich habe von denen natürlich keine Antwort erhalten. "Trotz diesem", "dank seinem", "wegen dem".... AAAAARGH! Schrecklich.
Ich habe schon lange keine King-Übersetzung mehr gelesen, aber dieses Niveau ist wirklich peinlich. Und nicht nur das Deutsch ist schlecht, auch die Übersetzung an sich weist einige Heuler auf. So spielt Dan zum Beispiel Billard und - Zitat - "kratzt über den Tisch". KREISCH!!! "To scratch" bedeutet im Billardsport, dass man die weiße Spielkugel in einer Tasche (= Loch) versenkt und damit ein Foul begeht. Ja, man kann nicht alles wissen, aber wenn man schon wortwörtlich übersetzt, muss man sich doch fragen, a) was der Autor wohl zum Ausdruck bringen wollte und b) wie man es schön und passend auf deutsch sagt.

Aber Redewendungen scheinen ohnehin nicht der Übersetzer Steckenpferd zu sein, ansonsten hätte Stephen Hawkings Buch sicherlich nicht die körperliche Schmerzen verursachende Übersetzung "Das Universum in der Nussschale" bekommen. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2014 15:11:03 GMT+01:00
Es ist aber nun einmal "Teenytown"!
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