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Kundenrezension

34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich eine sinnvolle Ergänzung zu D7100, 11. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Nachdem die Herren Mansurov von photographylife und Cicala von lensrentals der D610 die Absolution in Sachen Sensordreck erteilt haben, entschied ich mich endlich zum Kauf einer Vollformat-Nikon um 'the FX experience' am eigenen Leib zu erfahren und der vorhandenen Objektivsammlung eine Erweiterung nach unten zu geben. Außerdem wollte ich endlich an eigenen Bildern ausprobieren, wieviel Freistellpotential und Schärfeanmutung mir das Vollformat im Vergleich zu DX denn wirklich bietet.

Für einen attraktiven Preis kaufte ich im November 2013 eine D610 bei einem regionalen Fotogeschäft und, Überraschung!, die erste D610 hatte einen systematischen Backfokus mit allen meinen Objektiven. Umtausch, zweites Exemplar akzetpabel, minimale Abweichungen. Ich dachte, Nikon hätte mit der D610 nunmehr alle bekannten Fertigungsprobleme der Vorgänger ausgemerzt. Bis auf die Fokusjustierung, wie es scheint. Aus der thailändischen Fertigung kommt anscheinend nicht optimal konsistente Produktqualität. Man mag es für pingelig halten, aber mein Standpunkt ist, daß eine Kamera von immerhin knapp 2000€ Listenpreis bitteschön auch mit einem auf den Punkt sitzendem Autofokus versehen sein sollte, ansonsten der 24 Megapixel Chip sich nicht großartig von den Schwärmen der hochauflösenden Smartphoneknipskisten absetzen kann, überspitzt formuliert.

Der erste Bildervergleich D610 <-> D7100 brachte gleich zwei Aha-Erlebnisse:
1) im direkten Vergleich, d.h. gleiche Perspektive, gleiche Schärfentiefe, etc. ist das D610-Bild plastischer und besser durchzeichnet, erscheint schärfer. Das hat mich insofern überrascht als beide Kameras 24 MP Sensorauflösung besitzen und die D7100 den Vorteil des fehlenden AA-Filters auf ihrer Seite hat. Die D610 liefert auf Anhieb mit Werkseinstellungen bereits ein mindestens gleich scharfes Bild; wende ich diegleichen Optimierungen an wie in D7100 und D7000 entstehen in der D610 im Vergleich deutlich bessere Ergebnisse. Auch das Tamron 24-70 VC liefert, ganz gegen die Befürchtung, an der D610 merklich bessere Ergebnisse als zuvor an D7100.
2) obwohl in der D7100 das eigentlich bessere AF-Modul (der D4) verbaut wurde, liefert das mit Naserümpfen empfangene Multi-Cam 4800 der D610 mit seinen recht mittig sitzenden Af-Sensorfeldern bei Schummerlicht die bessere Treffsicherheit! Das war für mich eine ebenso faustdicke wie angenehme Überraschung, denn die D610 soll mir vorrangig für Innenräume und schwieriges Licht herhalten. Gut, das beherrscht sie, und meine Probeaufnahmen mit der altbewährten Methode "Fokussieren mit Zentralsensor und auf Bildauschnitt schwenken" zeigten keine nennenswerten Schärfeabweichungen bei Tamron sowie 35 und 85er Nikkore.

Beim ersten Innenraum-Fotoshooting mit Modellen wurde mir dann schmerzlich vor Augen geführt, wie dünn die tatsächliche Schärfetiefe bei Vollformat doch ist - zwei Personen müssen noch bei Blende 4 in einer Ebene positioniert sein sonst sieht man schon daß nur eine von beiden kritisch scharf ist. Mit DX-Kameras ist das nicht so gravierend und meiner Empfindung nach fällt bei DX die Schärfezone auch nicht so steil nach Unscharf ab. Soviel ist klar: Vollformat stellt plastischer dar, verlangt für ausreichende Schärfentiefe aber auch kleinere Blenden als DX und somit auch mehr Blitzenergie von der Blitzanlage! Meine Ranger Quadra sind mit 400 Joule ohnehin keine Leistungswunder so daß jede Blendenstufe zählt; ich werde in Zukunft sehr genau überlegen müssen welche Kamera für welches Bildthema zu wählen ist. Ebenfalls fiel mir unangenehm auf wie leicht doch selbst bei 1/200 Belichtungszeit Bewegungsunschärfe eingefangen wird. Als DX-Nutzer hatte ich nie Probleme mit den langsam abbrennenden Elinchrom Quadra S-Köpfen oder Jinbei Chinablitzen und die Berichte im Netz nicht sonderlich ernst genommen, welche für scharfe Bilder schnelle A-Blitzköpfe empfehlen. Mit FX hat sich das anscheinend geändert und ich werde in Innenräumen demnächst mal den A-Kopf ausprobieren. Ich bin ziemlich sicher, daß es einen Unterschied gebe wird.
Kurz und knapp: Im "Fotostudio" und bei Makroaufnahmen kann DX mit systembedingten Vorteilen punkten, insbesondere durch die ausgedehntere Schärfe. Dagegen punktet die D610 stets mit dem "knackigeren" Bildeindruck. Für mich steht fest, ich fahre zweigleisig und verwende je nach Aufgabenstellung DX oder FX, denn beide ergänzen sich.

Was mir an der D610 nicht so gefällt ist der Sucher. Ich empfinde keinen Unterschied zum Sucher der D7100. Der Sucher der D800 ist dagegen eine Offenbarung, besonders für Brillenträger.
Ebensowenig gefallen mir die kastrierte Synchronzeit von 1/200 und die 1/4000 als kürzeste Zeit, das kann die D7100 besser.
Richtig ärgerlich wird es aber beim Layout und den Funktionen der rückseitigen Knöpfe - die OK-Taste ruft bei Wiedergabe lästigerweise das Bilbearbeitungsmenu auf statt auf 100%-Schnellansicht zu zoomen wie bei D7100 und D800 und ist nicht konfigurierbar, die Zoomtasten sind wieder wie bei der D7000 angebracht, jedoch in der Funktion vertauscht - wieso sind die Nikon-Designer eigentlich nicht in der Lage, diesen vielbenutzten Knöpfen einmal einen festen Platz zuzuweisen so daß man als Fotograf intuitiv tasten kann? Drei DSLR, drei Knöpfelayouts; rechts schaffen sie es einheitlich zu bleiben, links wird fleißig umorganisiert. Lästig.

Insgesamt bin ich recht zufrieden mit der D610. Die Dateien sind nicht zu groß, die Bildqualität ist sehr zufriedenstellend, Weitwinkel ist jetzt wieder Weitwinkel und die Bildgüteverluste zu den Ecken sind nicht so auffällig wie befürchtet. Für Telefotografie nehme ich natürlich weiterhin lieber die DX-Kameras aber für Innenräume und problematisches Licht ist FX grundsätzlich besser.

Eine Beobachtung aus der Testphase möchte ich noch nachschieben: der Q-Modus ist zwar nicht viel leiser als normal, der Spiegelschlag aber wesentlich weniger heftig und das führt bei mir zu geringerem Ausschuß bei Freihand-Belichtungszeiten die gemeinhin als kritisch gelten. Beispiel: 1/30s mit 35mm Optik wird im Q-Modus kritisch scharf, im S-Modus meist leicht verzittert. Einfach mal ausprobieren, mir hilft es und die Akustik des Q finde ich auch angenehmer. Klappt natürlich nicht wenn es schnell gehen muß.

Angesichts der mit D800 und D600 verbundenen Qualitätsprobleme habe ich gezielt auf sowas wie die D610 gewartet und bereue den Kauf nicht. Per Januar 2014 ist deren Preis auch bei Amazon auf attraktiven Niveau anglangt. Da hier die Relation von Preis, Qualität und gebotener fotografischer Leistung stimmen sehe ich allen Grund für fünf Punkte.
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