Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Barkin' great!, 15. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Bark at the Moon (Audio CD)
Kaum ein Jahr ist nach dem tragischen Tod von Gitarrenmeister Randy Rhoads vergangen, da wartet Metal-Gott Ozzy Osbourne bereits mit seinem 3. Solowerk nach der Trennung von Black Sabbath auf. "Bark at the Moon" heißt der Longplayer und erscheint 1983. Als Nachfolger von Rhoads an der Gitarre präsentiert Ozzy den Amerikaner Jake "E" Lee. Dieser erweist sich Verbund mit Bob Daisley (Bass) und Tommy Aldridge (Schlagzeug) als perfekte Rhythmus Fraktion um des Meisters Fähigkeiten besonders zur Geltung zu bringen. Diese liegen auf "Bark at the Moon" nicht nur im Gesanglichen, sondern auch und besonders im Bereich des Songwriting, denn diese LP ist die Einzige seiner Karriere, auf der Ozzy alle Songs komplett alleine komponiert hat.
Bereits der Titeltrack zeigt deutlich, welche Klasse der Madman auch ohne fremde Hilfe als Songwriter besitzt. Ein ziemlich hartes Riff und ein dunkler Text über einen mysteriösen Untoten machen diesen Song aus und zum Single-Hit. Mit "You're no different" folgt direkt eine Ballade, die für heutige Verhältnisse vielleicht etwas altmodisch scheint, deren Melodie jedoch sofort hängen bleibt und einen nicht mehr loslässt. Seine erste Reminiszenz an die Beatles, die er einmal als seine Musikalischen Vorbilder nennt. "Now you see it (now you don't)" und "Rock'n'Roll Rebel" sind saftige Rock-Kracher mit eingängigen Refrains und guten Riffs. Düster beginnt "Centre of Eternity" mit einem etwas mehr als einminütigen Intro, das mit einem herrlichen, bombastischen Orgelvorspiel ausgestattet ist, dass einen glauben lässt man stünde direkt in einer Kirche. Das kernige Riff, dass sich direkt danach jedoch entädt erinnert wieder daran, dass man es hier eigentlich mit einer Rock-Größe erster Güte zu tun hat. Zusammen mit dem Titeltrack ist "Centre of Eternity" der härteste Song des Albums. Wer hier jedoch brutale Metal-Riffs erwartet, der ist fehl am Platze, denn Ozzy Osbourne steht seit jeher für hochwertigen, filigranen und melodiösen Metal der feineren Sorte. Es ist beruhigend in Zeiten des aufkommenden Thrash Metal (Metallica's furioses Debut "Kill 'em all" erscheint im selben Jahr) zu wissen, dass es auch noch verfechter der melodiöseren Sparte im Metal-Bereich gibt. So auch auf dem zweiten Single-Hit "So tired" zu hören. Der zweite Beatles-Verweis erinnert etwas an seinen 2003er Hit "Dreamer", ist eine wirklich liebliche Ballade mit absolutem Wiederhör-Charakter.
Mit "Slow down" geht es wieder etwas rockiger zur Sache, wenn der Song insgesamt vom Niveau her im Vergleich zu den anderen 7 Titeln etwas abfällt. Zum Abschluss entschädigt jedoch "Waiting for darkness" für alles. Dieser Song ist für mich mit das Beste was der Medman jemals veröffentlichte, ein gigantischer Refrain, eine wunderschöne Melodie und ein sehr schönes Solo runden den absolut besten Track der Platte ab.
Auf der Re-Editon von 2002 finden sich noch zwei Bonus-Tracks. Zum einen "Spiders", einen Song den Ozzy gern auf der regulären LP gehabt hätte, den die Plattenfirma jedoch als zu schwach ablehnte. Schlielich endete der Song als B-Seite der "Bark at the Moon" Single. Ich finde ihn insgesamt nicht überragend,a ber solide, genau wie "One up the B side", die B-Seite der "So tired" Single. Ein rockiges Stück zum Abschluss, dass jedoch für das hohe Album-Niveau auch etwas zu schwach gewesen wäre.
Ingesamt lässt sich sagen, dass "Bark at the Moon" nach den beiden überragenden Vorgängern "Blizzard of Ozz" (1980) und "Diary of a Madman" (1981) eine gekonnte Weiterführung des Erfolgsweges ist. Die im Nachfolger "The ultimate Sin" zu stark vertretenen Keyboard-Klänge werden auf Ozzy's drittem Longplayer noch gekonnt und nie störend in das Gesamtbild eingefügt und unterstreichen zusätzlich die Qualität der Songs.
"Bark at the Moon" ist zwar deutlich ruhiger und nicht so düster wie der Vorgänger "Diary of a Madman", zeigt den Engländer jedoch von seiner Melodiöseren Seite, die ihm ebenfalls sehr gut steht. Ein gut Produziertes 80er Metal-Album das erneut beweist, dass Ozzy Osbourne seinen weg als Solokünstler erfolgreich aus dem Schatten von Black Sabbath gemacht hat und sich auch weiterhin als Metal-Feingeist präsentiert. Ein starkes Album!
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