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Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Musik genial - Texte schwachsinnig, 30. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blood of the Nations (Audio CD)
Was für ein sensationelles Brett - das ist meine erste Assoziation, als ich im August 2010 zum ersten Mal in die lang ersehnte zwölfte LP von Accept reinhöre. Die Gitarren sägen so gnadenlos, dass man sofort heftigst mitbangen muss. Andy Sneap hat einen überragend voluminösen Sound gezaubert, die Songideen sind frisch und unglaublich spritzig. Man könnte also meinen "Blood of the Nations" ist ein absoluter Oberkracher. Auf musikalischer Ebene ist er das auch tatsächlich. Aber als ich dann das Booklet öffne und mir die Texte zu Gemüte führe, werde ich richtig sauer. Mark Tornillo, der neue Sänger, zeichnet für gehirnamputierten Krampf wie "Blood of the Nations" oder "Teutonic Terror" verantwortlich. Unterhaltung hin oder her - sowas darf nicht sein! Meine Helden plötzlich in der gleichen Lyrik-Liga wie Manowar?

Aber der Reihe nach. Als Peter Baltes und Wolf Hoffmann den Entschluss fassen, Accept nach 14 Jahren Studioabstinenz wiederzubeleben, denken sie natürlich darüber nach, Ex-Sänger Udo Dirkschneider zurück zu holen. Der war 2005 bereits bei einer Live-Tour dabei. Doch dessen eigene Band U.D.O. ist ihm mittlerweile so wichtig, dass er sie nicht für Accept aufgeben will - es sei denn, Hoffmann und Baltes treten ihm die Rechte am Bandnamen ab, dass er, falls das Comeback scheitert, unter dem Accept-Banner auftreten kann. Als Peter und der Wolf ablehnen, schmollt Udo und es entbrennt ein heftiger Streit, der sich durch die einschlägigen Fachmagazine zieht. Eines wird dabei schnell klar: Sowohl für Udo als auch Ex-Drummer Stefan Kaufmann bleibt künftig bei Accept die Türe verschlossen. Angesichts der gemeinsamen Erfolge ist das für alle Fans sehr schade. Doch Accept lassen sich nicht beirren und engagieren kurzerhand einen neuen Frontmann. Nachdem der erste Versuch ohne Udo 1989 mit dem Album "Eat the Heat" floppt, sind Kritiker und Fans gleichermaßen skeptisch, ob es was werden kann mit dem neuen Mann namens Mark Tornillo. Der war früher bei TT Quick und ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Als 2009 die ersten Demos der gemeinsamen Zusammenarbeit erscheinen, ahnt so mancher schlimmes. Doch das Endprodukt "Blood of the Nations" überrascht schließlich alle.

Nach dem eher durchschnittlichen letzten Album "Predator" (1996) zeigen Accept endlich wieder ihre Stärken. Die Riffs drücken kraftvoll, der Bass brummelt böse und das Schlagzeug peitscht die ganze Angelegenheit druckvoll nach vorne. Mark Tornillo präsentiert sich als würdevoller Udo-Ersatz. Zwar ist seine Stimme nicht ganz in den teils schwindelerregenden Höhen von Dirkschneider beheimatet, schreien kann er aber trotzdem ordentlich. Gesanglich bewegt er sich eher auf der Basis des Blues und das mit einer gehörigen Portion Schmackes. Der Sound der Platte ist zudem herrlich oldschoolig. Ganz so schnell wie in "Fast as a shark" oder "TV War" geht es zwar nicht zu. Trotzdem sind Accept auch im neuen Jahrtausend ein richtiges Metal-Monster.

Den Auftakt zum Comeback macht mit "Beat the Bastards" gleich einer dieser textlichen Rohrkrepierer. Die Matte flattert, doch wenn man das erste Mal über die Lyrics nachzudenken beginnt, schämt man sich fast. Klar gehören zum Metal ernste, düstere oder auch mal makabere Texte. Kriegs- und Gewaltverherrlichung allerdings geht gar nicht.

Auf die Spitze treiben es Accept diesbezüglich mit der ersten Single "Teutonic Terror". Das Riff kracht herrlich brachial, aber beim Text kann man sich entscheiden ob man lachend den Kopf schütteln, oder empört sein soll. Ich entscheide mich für eine Mischung aus beidem. Sicherlich ist im Metal vieles Show, aber man darf es auch nicht übertreiben. So einen Text will ich einfach nicht lesen. Jammerschade angesichts dieser GEILEN Musik. Da hilft auch Hoffmann's Ausrede nicht, es sei doch alles nur Show und man habe einfach nach einem geilen Titel gesucht. Ein bisschen differenzieren muss man schon.

"The Abyss" ist meines Erachtens der Ausfall des Albums. Wieso man den Titel als Doppel-Single mit "Teutonic Terror" veröffentlicht hat, erschließt sich mir nicht. Klingt uninspiriert, wie eine bessere B-Seite.

Tja, und dann. Was soll ich sagen. Der Titelsong "Blood of the Nations" setzt dem Ganzen die Krone auf. In der letzten Textzeile heißt es zwar "War is hell", als Anti-Kriegs Statement aber kann und will ich das nicht akzeptieren. Erst recht nicht, wenn es vorher geheißen hat: "Together we fight/For the blood of the nations/Warriors on demand/We kill and we die/For the blood of the nations/It's a noble cause... and the blood is on their hands". Nee Freunde, so nicht! Das gibt mächtig Abzug bei der Bewertung.

"Shades of death" hingegen geht sowohl musikalisch als auch textlich in Ordnung. Düsteres Szenario, man kriegt "a strange chill on a ghostly lake" und sieht die Untoten um einen herum durchs Moor wandern. So muss das sein! Ist ja alles nur Spaß. Hauptsache es geht nicht um Krieg.

Dass Accept auf diesem Album "Locked and Loaded" sind, dürfte mittlerweile bemerkt worden sein. Trotz Doublebass und bösen Gangs-Shouts reg ich mich langsam echt auf.

Zum Glück kriegen sie mit der traurigen Ballade "Kill the pain" gerade noch die Kurve. Sehr melodisch und gefühlvoll inszeniert. Letztlich aber die einzige Verschnaufpause des Albums.

Denn danach geht es wieder volle Kanne nach vorne. Der "Rollin' Thunder" fegt übers Land und endlich kann ich auch nach mehrmaligem Hören unbeschwert mitbangen. Verdammt geil.

Noch fetter ist die zweite Single "Pandemic". Was für ein krachendes Riff. Herman Frank und Wolf Hoffmann duellieren sich was das Zeug hält und die gebellten Gang-Shouts lassen mich ausflippen. Richtig fette Midtempo Nummer, die auch für Hard Rock Freunde interessant sein dürfte.

"New World Comin'" bewegt sich in ähnlichen Gefilden, wirkt nur eine Spur schwächer. Dennoch solide.

Naja und dann triffts halt diesmal einen, der die Armen beraubt. In "No Shelter" wird dazu aufgerufen ihn gnadenlos fertig zu machen. Nein, nicht mit mir. Auch wenn die Nummer gewaltig abzischt.

Bei "Bucketful of hate" lässt sich textlich ähnliches vermuten, doch Accept belassen es bei der Beschreibung des Hasses. Das ist auch gut so, immerhin zieht hier keiner in den Krieg und kämpft für das Blut der Nationen. Und Spaß macht die Nummer allemal, besonders im arschgeilen Refrain. Hier wird gefälligst mitgegröhlt!

Wer sich die Limited Edition des Albums zulegt, kriegt als zusätzliches Schmankerl noch den Bonustrack "Time Machine", der ganz gewaltig in die 80er entführt. Atmosphärisch, dicht, irgendwo zwischen Halbballade und krachender Hymne. Richtig stark!

Was bleibt also als Fazit? 6 (wenn man den Bonussong mitzählt) der 13 Titel erfreuen das Metal-Herz. Bei den anderen sollten Hoffmann und Co. vielleicht künftig Joey DeMaio das Texten überlassen. Der würde das ähnlich hinkriegen. Es ist echt schade drum, denn musikalisch haben Accept in ihrer gesamten Karriere selten inspirierter geklungen als auf "Blood of the Nations". Selbst wenn ich es mir ganz fest vornehme, ich kann die Texte und das geschmacklose Cover einfach nicht ausblenden. Sorry Jungs, nix gegen euch, ihr könnt's ja eigentlich. In Zukunft nur ein bisschen seriöser. Und bitte bitte das nächste Album NICHT "Stalingrad" nennen. Dann werd ich richtig sauer!
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