Kundenrezension

147 von 192 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rotstift zu dick angesetzt, 17. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 1100D SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, HD-Ready, Live-View) Kit II inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II schwarz (Elektronik)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Als Freund und langjähriger Nutzer von Kompaktkameras mit leichten Ambitionen nach "oben" rechne ich mich zur direkten Zielgruppe der 1100D. Gut Zwei Jahre nachdem Canon mit der 1000D die vierstellige Einsteigerserie unter den DSLR-Kameras aufgemacht hat kommt mit der 1100D der Nachfolger auf den Markt. Für einen direkten Nachfolger erscheint diese Zeit ganz schön lang, zumal die Verbesserungen gegenüber dem beliebten Vorgänger auf dem Papier eher überschaubar wirken.
Der erste Eindruck ist zwiespältig, zum Einen liegt die Kamera angenehm und überraschend leicht in der Hand, andererseits ist sie durch die fehlende Gummierung etwas "rutschig" in der Hand zu halten und durch das viele Plastik wirkt das Gehäuse nicht gerade wertig. Ein weiterer Kritikpunkt fällt sofort mit dem mickrigen Display mit gerade mal 230.000 Bildpunkten ins Auge. Bei immer größer werdenden Display im Kompaktbereich verwundert dieser Sparkurs doch erheblich. Dafür erfreut es, dass die Kamera wirklich augenblicklich nach dem Einschalten betriebsbereit ist, ob das nun wie auf dem Umkarton versprochen 0,1 Sekunden sind oder etwas mehr ist egal.

Die Basisausstattung fürs leicht ambitionierte Fotografieren ist aber zum Glück vollständig: Manuelle, halbmanuelle (Blendenvorwahl, Verschlusszeitvorwahl und Programmautomatik) sowie und automatische Motivprogramme sind vorhanden. Der Automatik-Modus "Scene Intelligent Auto" der mir bei der Lektüre der Beschreibung der 600D das Wasser im Munde (bzw Auge ;-) ) zusammenlaufen ließ wurde bei der 1100D allerdings eingespart. Erfreulich für mich als Einsteiger sind die informativen Kurztexte zu jeder Einstellung die einen schnellen Einstieg auch ohne vorherige Lektüre der Bedienungsanleitung ermöglichen.
Beim Durchtesten der Belichtungsmodi fiel mir die fehlende Spot-Belichtungsmessung unangenehm auf die bisher ALLE Spiegelreflexkameras, die ich in der Hand hatte aufwiesen. Unverständlich gerade im Hinblick darauf, dass Canon mit dem semiprofessionellen Belichtungsmesssystem iFCL in der Kamera wirbt.

Durch den DIGIC-4-Prozessor mit 14-Bit-Signalverarbeitung wurde die maximale Lichtempfindlichkeit auf ISO6400 gesteigert und bei schwachem Licht hat die 1100D auch ihre stärksten Momente. Das liegt zum einen am wirklich hochwertigen Belichtungsmesssystem iFCL (intelligent Focus Colour Luminance), das sonst in der einstelligen semiprofessionellen Serie seinen Dienst versieht. Zum anderen überzeugt die Kamera durch sehr geringes Rauschen Klar, bei ISO6400 sind die Bilder schon ordentlich rauschig aber bei den in der Praxis sicher viel häufiger eingesetzten 800 bzw. 1600 wirken die Bilder erfreulich ruhig. Von der Rauscharmut dürfte die 1100D eindeutig eine Klasse höher spielen.

Noch ein Wort zum Prozessor: Die 3 Bilder/Sekunde die durch den Prozessor ermöglicht werden sollen klappen nur bei JPEGs, im RAW-Modus kommt die Kamera mit dem Schreiben nicht hinterher und man kann maximal 1 Bild/sek schiessen.

Filmen im HD-Modus ist solide gelöst, allerdings wurde auch hier unverständlicherweise gespart: Die maximale Auflösung liegt bei 1.280 x 720 Pixel und ist damit aktuellen Kompaktkameras aus dem eigenen Hause unterlegen. Auch der Autofokus scheint bei sich flott bewegenden Motiven im Live-Modus nicht der Schnellste zu sein.

Alles in Allem wurde in meinen Augen bei der 1100D zu sehr gespart. Sei es, um einen klaren Unterschied zu den höheren Klassen zu schaffen, im Speziellen zur neuen 600D, oder um das wirklich gute Belichtungsmesssystem zu "finanzieren" So wirkt die Kamera unausgegoren. Stark bei schwachem Licht, mäßig bis schwach in den restlichen Funktionen. Die 1100D ist keine Kamera, die den Einstieg ins DSLR-Fotografieren richtig schmackhaft macht. Im Zweifelsfall würde ich die 500D bevorzugen, wenn man etwas mehr anlegen möchte die 600D.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.05.2011 12:30:08 GMT+02:00
Castello30 meint:
Klingt irgendwie nach Chip.de ...

Veröffentlicht am 18.09.2011 09:32:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.10.2011 11:31:28 GMT+02:00
MN meint:
Wunderbare Technikbeschreibung einer DSLR- Für einen Einsteiger aber völlig unwichtig-und ein
Profi wird sich so ein Modell eh nicht kaufen
Eos 1100 - 399 Euro / Eos 500 - 600 Euro / Eos 600 - ca. 650 Euro

Ich finde der Vergleich hinkt doch ein wenig/sehr

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2011 21:48:45 GMT+01:00
Drheinert meint:
Es ist aber kaum zu übersehen, dass Canon selbst einige Merkmale der 1000D so mir nichts dir nichts wegstreicht (Staubentfernung, BG-Anschluss, Speicherkartenfach). Und wer kann mir erklären, warum jede 200¤-Kompakte ein besseres Display hat? Da die meisten Einsteiger sich noch nicht auf ein System festgelegt haben und daher freie Wahl haben, wird sich die Canon gegen eine Nikon D3100 nicht durchsetzen können. Das Fatale: wenn dann mal richtig Geld angelegt wird, bleiben die Leute bei Nikon und Canon geht leer aus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2012 18:09:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.02.2012 18:28:19 GMT+01:00
Crush meint:
Lieber Drheinert,
was sind das für Vergleiche. Eine Kompakte mit einer DSLR zu vergleichen. Mag sein, das Irgendeine ein besseres Display hat, aber dafür ist wahrscheinlich alles andere
schlechter, wahrscheinlich sogar die Fotos selber, das Wichtigste. Auch der Vergleich mit der Nikon D3100 hinkt: Canon EOS1100 = 399/419 ¤ / Nikon D3100 = 533 ¤ wobei
die gerade im Preis gesenkt wurde. Vorher sogar 599 ¤. Logisch, wenn ich nach Geld nicht schauen brauche, nehme ich auch eine Bessere = Teurere.

Veröffentlicht am 07.03.2012 20:28:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2012 20:29:22 GMT+01:00
Marcus meint:
Die Auswertung kann ich so nachvollziehen, und ist aber doch nicht wirklich sachlich. Da dieses Modell die Einsteiger class ist ist - wurde in dem Segment das "Rundumsorglospaket" geschaffen. ( Mein pers. Manko an der Kamera ist das es keine Spiegelreinigung hat ). Natürlich gibt es in dem Preissegment keinen Carbon Body. Aber ! Sie ist sehr leicht im Gegensatz zur 550D usw. was nutzt einem Full HD beim Filmen wenn mann sie aus der Hand nach 30 min nicht mehr halten kann. Und 720P sind docheigentlich auf einem 40 Zöller gut anschaubar.
Ich bin der Meinung das dieses Produkt seinen Preis Wert ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.04.2012 15:02:59 GMT+02:00
Trainhardt meint:
Als Ersatz für die fehlende Spotmessung lässt sich gut via Live-View arbeiten. Hier kann man den Bereich, in dem die Belichtung gemessen werden soll, per Auswahlfenster wählen und korrekt belichten lassen. Ersetzt zu 95% die klassische Spotmessung.

Veröffentlicht am 23.05.2012 23:30:04 GMT+02:00
Music Lover meint:
Endlich mal eine fundiert kritische Rezension mit Vergleichen zu anderen Klassen - genau das habe ich gesucht.
Prima - vielen Dank! :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2012 08:15:59 GMT+02:00
noch besser :-)

http://www.digitalkamera.de/Testbericht/Canon_EOS_1100D/7166.aspx
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