Kundenrezension

1.932 von 2.071 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Es scheint, dass alle von mehreren Ticks geplagt sind, 6. November 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
So, ich habe endgültig aufgegeben. Ich hoffe ich habe noch rechtzeitig aufgehört zu lesen und werde keinen bleibenden Schaden davon tragen. Ich konnte schon spüren wie meine IQ Punkte schrumpfen und wie ich meine Gehirnzellen verliere.
Viel mehr Spaß hat mir die Auswertung folgender Statistik beschert:

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Lieblingsfarbe unserer Heldin rot ist. Sie trägt sie besonders gerne in ihrem Gesicht. Für meinen Geschmack viel zu oft, sage und schreibe 85 Mal. Und zwar in allen Facetten, von tiefrot und knallrot, über feuerrot und schamrot bis zu puterrot. Alleine der Satz „Ich werde rot.“ kommt 32 Mal vor.

Der Adjektiv „köstlich“ ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Dabei geht es keinesfalls nur um so profane Sachen wie das Essen oder Trinken, sondern sie findet, dass auch die Wunde, die Folter, der Schmerz sogar der elektrische Schlag insgesamt 44 Mal köstlich sein können. Der Höhepunkt sind aber eindeutig die Muskeln in ihrem Unterleib, die sich 27 Mal auf köstliche Weise zusammengezogen haben.

Wann immer sie kann, widmet sie sich ihrer präferierten Beschäftigung: Unterlippe kauen. Das hat sie genüsslich 34 Male gemacht. Sie hat auch versucht ihre Lippen zu schürzen, leider nur 6 Mal. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man dabei die Lippen nach außen stülpt und man strengt sich zum Denken an, was ihr mit ihren fünf Gehirnzellen unmöglich gelingen kann.

Sie hat zwei unzertrennliche und treue Begleiter. Ihr Unterbewusstsein steht ihr mit Rat und Tat mehr schlecht als recht 81 Mal zur Seite. Sie ist so dumm, dass ihr ihre unübertroffene und geniale innere Göttin mit ihrem dämlichem Gequassel auch keine Schäden mehr anrichten kann. Obwohl sie das 52 Mal versucht hat.

Auf verschiedenste Art stöhnen die beide 94 Mal: mit rauer Stimme, in verzweifeltem Staunen, kaum hörbar, erregt, atemlos.

Wenn sie ihre Lippen nicht kaut und ziellos mit „köstlich“ durch die Gegend schießt, dann starrt sie ganz gerne. Hauptsächlich auf ihre Hände, Finger und Füße. Aber auch das Fester, der Bildschirm und die Zimmerdecke waren 35 Mal nicht sicher vor ihr.

Die Kinnlade fällt auch 16 Mal herunter. Aber nicht nur ihr, sondern auch ihr Unterbewusstsein und ihre innere Göttin verlieren oft die Kontrolle über diesen Körperteil.

Seine graue Augen können alles: funkeln, strahlen, leuchten, glühen, frostig sein. Nach Lust und Laune haben sie sich 41 Mal verändert und dabei immer atemberaubend ausgesehen. Sogar 5 Mal haben sie wie flüssiges Silber geschimmert.

Apropos Augen: es scheint, dass alle von mehreren Ticks geplagt sind. Sie verdrehen die Augen 18 Mal und heben wahlweise nur eine oder beide Augenbrauen 37 Mal. Um nicht eintönig zu wirken, bedienen sie sich dabei an einem ganzem Repertoire an Gefühlen: genervt, stöhnend, erstaunt, viel sagend, amüsiert, interessiert und drohend.

Der Leser macht sich zunehmend Sorgen um das gesundheitliche Wohlbefinden der Akteure. Sie zucken nämlich ganze 72 Mal und zwar mit Wimmern, Achseln, Schulter, sogar mit ganzem Körper. Das Highlight liefert wieder mal die innere Göttin: sie zückt die Pompons, weil sie sich für eine Cheerleaderin hält! Besorgniserregend ist ebenfalls das ewige Pressen: nicht nur die Lippen werden gepresst, sondern auch die Hüften, Schenkel, Zähne, Beine, die Brust und der Mund.

Er ist zweifellos der attraktivste Mann auf diesem Planeten, unfassbar cool und gelassen, reicher als Krösus, unverschämt selbstherrlich, der Inbegriff männlicher Schönheit und unglaublich mächtig. Man würde mit Sicherheit von ihm erwarten, dass er ihr einen außergewöhnlichen Kosenamen verpasst. Denkste! Macht nichts, er selber findet „Baby“ so gut, dass er das 50 Mal verwenden muss. Ich finde origineller geht’s wirklich nicht.

Berühmt berüchtigt ist auch sein Kontrollzwang. 42 Mal hat er sich als besessener Kontrollfreak benommen.

Ich finde es Jammerschade, dass ich diese herrliche Statistik nicht fortsetzen kann, weil ich nämlich nicht weiter lesen werde. Mein Unterbewusst ist der Meinung, ich sollte diesen schnulzigen Schund zum Fenster hinauswerfen, aber meine innere Göttin ist damit gar nicht einverstanden. Sie ist so unverbesserlich romantisch veranlagt und will, dass ich durchhalte, weil ich am Ende bestimmt belohnt werde. Und falls es keinen 4. Teil mehr gibt, so kann ich mir auf meinem E-book Reader die schönsten Stellen jederzeit nachlesen!
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Kommentare

Von 16 Kunden verfolgt

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61-70 von 147 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 02.01.2013 13:56:56 GMT+01:00
Nico1908 meint:
Angeblich war dieses "Werk" ursprünglich Fanfiction. Mehr braucht man wohl dazu nicht zu sagen.

Veröffentlicht am 02.01.2013 22:30:39 GMT+01:00
Yvonne meint:
Bitte, DU MUSST WEITERLESEN! Scheiß aus das bescheuerte Buch, die Kritik von dir ist nicht nur unglaublich witzig zu lesen, sondern auch schlicht und ergreifend: wahr. Vielen Dank dafür

Veröffentlicht am 02.01.2013 23:29:52 GMT+01:00
Ich habe NICHT darüber nachgedacht, dieses Buch zu kaufen. Werde aber ständig irgendwie damit belästigt...im Fernsehen, im Radio etc....Und nachdem ich heute festgestellt habe, dass an meiner Arbeit wahrscheinlich alle Frauen diesen Schund lesen, musste ich doch einmal informieren, was dahintersteckt. Danke für die Rezension....jetzt ist mir alles klar;-)

Veröffentlicht am 03.01.2013 20:06:41 GMT+01:00
Musicus meint:
Hahaha... sehr gut, kann dem nur zustimmen !

Veröffentlicht am 04.01.2013 16:53:22 GMT+01:00
Super Rezension!!! Ich habe mir immer gedacht, jetzt wenn sie noch EIN Mal von der "inneren Göttin" schreibt, kriege ich einen Schreikrampf!

Veröffentlicht am 04.01.2013 18:23:08 GMT+01:00
scrabbe meint:
sollte die Autorin der Rezension jemals ein Buch schreiben ...ich werde Schlange stehen, um ein Exemplar zu ergattern, herrlich, amüsant, treffend und umwerfend komisch, ach tut das guuuuut !!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2013 21:28:47 GMT+01:00
M. Helm meint:
Karin soll jedem seine Meinung lassen, aber Sie verbieten ihr die eigene? Rezensionen sind auch dazu da, Negatives zu schreiben. Ob Ihnen das nun gefällt oder nicht.

Veröffentlicht am 06.01.2013 22:08:07 GMT+01:00
M. Beyer meint:
Die Schwächen des Buches hast du ja jetzt in sehr amüsanter Weise schön durchleuchtet, Karin... :) Danke dafür.
Aber immerhin entstehen auch aus dem größten Schund gute Dinge... z. B. geniale Rezensionen wie diese. Ich hab selten so gelacht. ^__^

Veröffentlicht am 07.01.2013 12:39:40 GMT+01:00
cararea meint:
danke für diese treffende rezension!
ich frag mich ja, wieviel geld die 5-sterne geber hier so gezahlt bekommen?
ich mein, kann das echt wer gut finden?!?
eine 21jährige jungfrau wird zur nymphomanen sexsklavin eines jungen, überirdisch schönen milliardärs der blümchensex nicht mag, aber sowohl im job als auch im privatleben natürlich gerne den ton angeben möchte. dabei weiß doch jeder, dass mächtige, erfolgreiche männer privat lieber auf devot machen und sich mal gerne auspeitschen lassen ;-)
früher hat man pronos gesehen, jetzt liest man sie halt. viele feuchte hausfrauen werden es diesem buch danken ;-)

Veröffentlicht am 10.01.2013 15:12:37 GMT+01:00
Melia meint:
Großartige Rezension, vielen Dank dafür!

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3.6 von 5 Sternen (4.266 Kundenrezensionen)
5 Sterne:
 (2.099)
4 Sterne:
 (462)
3 Sterne:
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