3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
deep field, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Deep Field (Audio CD)
das album hat so viele schöne momente, dass man es ohne weiteres schon jetzt als kandidanten fürs album des jahres aufnehmen kann. die songs springen einen nicht an, aber sie arbeiten sich langsam und stetig durch den gehörgang ins herz. ein großteil, der song beginnt ganz harmlos mit einer nangenehmen, nicht allzu griffigen meldodie, tollen arrangements (super bass in "flash" und "human condition") und bauen sich dann zu wahnsinnigen ausklängen auf ("action man", "chemmie"), weswegen die 30 sek. hörbeispiele nur bedingt hilfreich sind. alles klingt sehr ausgefeilt, aber auch mal kantig und trotzig: warum sollte man soulige basslinien nicht mit indie gitarren verbinden können? warum nicht anspruchsvolle texte in einem geschmeidigen popsong unterbringen? wenn's zu nett zu werden droht, muss man eben noch mal etwas rauer zu werke gehen dürfen. so ein album braucht zeit (und genre auch gute boxen), man findet bei jedem durchlauf etwas neues. das album funktioniert als ganzes. auf dem sofa mit der sonntäglichen februarsonne im gesicht gibt's auf jeden fall nichts passenderes. vielleicht funktioniert dieses indie-soul crossover gerade mit nicht allzu ohrwurmverdächtigen midtempo stücken besonders gut. allerdings, könnte es, wie mein vorredner schon bemerkte doch noch so den einen oder anderen hook oder auch mal einen größeren tempowechsel vertragen. aus einer richtig guten komposition würde joan wasser vermutlich einen meilenstein zaubern können. mit diesen songs ist sie schon auf dem besten weg dahin. deep field bekommt von mir auf jeden fall eine dicke empfehlung. ausführliches reinhören auch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
The Deep Field B004DFJJQO
Joan As Police Woman
Pias Recordings (rough trade)
The Deep Field
Alle Produkte
deep field
das album hat so viele schöne momente, dass man es ohne weiteres schon jetzt als kandidanten fürs album des jahres aufnehmen kann. die songs springen einen nicht an, aber sie arbeiten sich langsam und stetig durch den gehörgang ins herz. ein großteil, der song beginnt ganz harmlos mit einer nangenehmen, nicht allzu griffigen meldodie, tollen arrangements (super bass in "flash" und "human condition") und bauen sich dann zu wahnsinnigen ausklängen auf ("action man", "chemmie"), weswegen die 30 sek. hörbeispiele nur bedingt hilfreich sind. alles klingt sehr ausgefeilt, aber auch mal kantig und trotzig: warum sollte man soulige basslinien nicht mit indie gitarren verbinden können? warum nicht anspruchsvolle texte in einem geschmeidigen popsong unterbringen? wenn's zu nett zu werden droht, muss man eben noch mal etwas rauer zu werke gehen dürfen. so ein album braucht zeit (und genre auch gute boxen), man findet bei jedem durchlauf etwas neues. das album funktioniert als ganzes. auf dem sofa mit der sonntäglichen februarsonne im gesicht gibt's auf jeden fall nichts passenderes.
vielleicht funktioniert dieses indie-soul crossover gerade mit nicht allzu ohrwurmverdächtigen midtempo stücken besonders gut. allerdings, könnte es, wie mein vorredner schon bemerkte doch noch so den einen oder anderen hook oder auch mal einen größeren tempowechsel vertragen. aus einer richtig guten komposition würde joan wasser vermutlich einen meilenstein zaubern können. mit diesen songs ist sie schon auf dem besten weg dahin.
deep field bekommt von mir auf jeden fall eine dicke empfehlung. ausführliches reinhören auch.
pixiedust
27. Februar 2011
- Insgesamt:
5

|
Details
Ort: Kiel
Top-Rezensenten Rang: 9.306
|