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Kundenrezension

780 von 829 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kindle für Anfänger - FAQ, 24. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle, 15 cm (6 Zoll) E Ink-Display, WLAN (Vorgängermodell - 5. Generation) (Elektronik)
Nun gibt es also den einfachen Kindle im neuem Gewand, leicht technisch überarbeitet und für einen sehr günstigen Kurs... aber da ich auch hier schon wieder Fragen lese, die es beim Vorgänger-Modell auch schon gab, setze ich einfach mal meine alte Rezension vom "alten" Kindle (leicht überarbeitet) rein:

Hier gibt es schon einige sehr gute Rezensionen um sich ein Bild von dem Kindle zu machen. Nach wie vor bin ich mit dem Kindle zufrieden und möchte ihn nicht mehr hergeben. Ich hatte mich damals (vor dem Kauf) auch lange mit der Thematik eBook-Reader befasst, und bin auch immer wieder beim Kindle gelandet. Da ich vermehrt in letzter Zeit Kommentare von Rezensionen gelesen und teilweise beantwortet habe, bin ich immer mehr ins Kindle-Thema eingestiegen. Allerdings treten in den Kommentaren zu anderen Rezensionen immer wieder dieselben Fragen auf.

Hier mal eine kleine Zusammenstellung der Themen, welche immer mal wieder in den Kommentaren zu anderen Rezensionen auftauchen...

1. Im Kindle wird ein eInk-Display verwendet:
Es bildet nur Graustufen ab und hat KEINE Hintergrundbeleuchtung. Dies empfinden einige wenige Zeitgenossen als Nachteil, allerdings soll ein eInk-Display Papier und dessen Leseeigenschaften imitieren. Papier ist deshalb stundenlang angenehm zu lesen, weil es nun mal nicht leuchtet, flimmerfrei und blickwinkelunabhängig ist. Dies alles ist beim eInk-Display auch der Fall. Zusätzlich kann man am Kindle die Schriftgröße ändern, was bei Papier natürlich nicht möglich ist.
Papierbücher kann man außerdem mehr oder weniger gut in der Sonne lesen, da Papier nicht spiegelt... aber allerdings (je nach Papier) kann es in der Sonne auch so stark reflektieren, das es unangenehm wird. Auch hier bietet der Kindle einen Vorteil gegenüber dem klassischen Buch, da er problemlos jedem Sonnenstrahl trotzt. Am Sandstrand würde ich mir trotzdem gut überlegen, ob ich einen Kindle mitnehme... Sand und Wasser in einem normalen Buch sind weitaus weniger tragisch, als im Kindle ;-)

2. Vergleich Kindle und Tablets:
Gerne vergleichen einige Menschen Äpfel mit Birnen.
Man kann nicht allgemeingültig sagen, ob ein Tablet oder Kindle besser ist. Es kommt schlichtweg auf den Anwendungszweck an. Wenn ich viel mit PDF-Dateien zu tun habe, würde ich diese eher mit einem 10 Zoll-Tablet betrachten. Das Display von Kindle ist für die meistens PDFs zu klein, sodass man viel scrollen muss, was ohne Touch-Funktion doch schon sehr mühsam ist. Die Inhalte der PDF-Dateien sind fixiert, also man kann die Schriftgröße nicht ändern, und es wird auch kein automatischer Zeilenumbruch durchgeführt. Das ist bei richtigen eBooks (AZW, MoBI, ePub) schon der Fall und deren entscheidender Vorteil.
Wenn ich jetzt hauptsächlich eBooks lese und nur ab und zu mal eine PDF-Datei betrachten möchte, greife ich natürlich besser zum Kindle.

Jetzt gehe ich mal ein wenig ins Detail. EInk-Displays sollte man nicht mit bunten LC-Displays von Tablet-PCs (iPad, Galaxy Tab usw.) vergleichen. Tablets sind mehr für multimediale Anwendungen gedacht. Jedes Display, welches eine permanente Hintergrundbeleuchtung besitzt, ist nicht gerade optimal zum stundenlangen Lesen. Diese Displays ermüden wesentlich schneller die Augen, als eInk-Displays. EInk-Displays verbrauchen sehr wenig Energie, da sie nur beim ändern des Bildschirminhaltes kurz Strom benötigen. Ist das Bild neu aufgebaut, wird erst beim nächsten Seitenwechsel das Akku belastet. Da keine Hintergrundbeleuchtung existiert, wird dadurch kein permanenter Strom aus dem Akku verbraucht. Deswegen hält der Akku vom Kindle im Vergleich zu den Tablet-PCs auch solange durch. Das "Fehlen" der Hintergrundbeleuchtung stellt für mich gerade abends im Bett einen Vorteil dar. Dadurch dass ich nicht wie ein Musiker auf der Bühne angestrahlt werde, leiden einerseits meine Augen nicht so sehr und andererseits werde ich nicht künstlich wach gehalten. Ich selber habe mit einem Tablet im Bett das Gefühl, dass ich nicht so schnell einschlafen kann... aber das mag rein subjektiv so sein.
Wer allerdings ein paar Euro zusätzlich in eine ansteckbare Leselampe, oder sogar in die Kindle-Hülle mit integrierter Leselampe investiert, kann auch im Dunkeln mit dem Kindle lesen. Die Kindle-Hülle mit integrierter Leselampe bietet außerdem den Vorteil, dass die Leselampe den Strom aus dem Kindle-Akku bezieht, und nicht auf zusätzliche Batterien angewiesen ist. Da diese Leselampen nur aus ein paar LEDs bestehen, verbrauchen diese nicht annähernd den Strom eines LC-Displays. Also hält der Kindle mit einer Akku-Ladung dann trotzdem noch um ein vielfaches länger durch als ein Tablet-PC.
Alternativ kann man natürlich die gute alte Nachttischlampe verwenden, insofern der Bettnachbar nicht dadurch gestört wird :-)
In der Sonne spielt der Kindle natürlich seinen klaren Vorteil aus... er spiegelt nicht und ist angenehm zu lesen. Ein Tablet im Sonnenschein ist meistens nur als Spiegel zu gebrauchen.

Eine Ausnahme bildet der neue Paperwhite. Dieser hat zwar eine integrierte Beleuchtung, ist aber keine Hintergrundbeleuchtung und wird mit stromsparenden LEDs umgesetzt. Die Leuchtschicht sitzt über dem eInk-Display, also ist es eine Vordergrundbeleuchtung. Außerdem kann man die Beleuchtung so fein einstellen, dass diese noch im Dunkeln angenehm zu lesen ist. Hat auch den Vorteil, dass man generell die Beleuchtung regulieren kann, was z.B. bei der Hülle mit integrierter Leselampe nicht möglich ist. Da gibt es nur an/aus, ohne eine Einstellmöglickeit der Helligkeit.

Die Nachteile von eInk sind mit Sicherheit die fehlende Farbe und der "langsame" Bildaufbau. Zum Lesen von Büchern ist der "langsame" Bildaufbau überhaupt nicht störend, allerdings durchaus bei Animationen (Videos). Der Kindle ist aber nun mal ein ebook-Reader, also ein Lesegerät für elektronische Bücher, und dadurch kann man die Trägheit des Displays sicherlich vernachlässigen. Der Seitenwechsel ist hierbei auf jeden Fall immer noch um einiges schneller als bei einem gewöhnlichen Buch.
Die fehlende Farbe bei eInk ist sicherlich der größte Kritikpunkt. Es gibt einige Fachliteratur und Kinderbücher, die in Graustufen entweder schlecht oder gar nicht zu gebrauchen sind. Auch Magazine und Comics wirken in Farbe besser. Da sind momentan die Tablets natürlich im Vorteil.
Allerdings sind die Tablet auch in der Regel um einiges schwerer als ein Kindle, und der Akku hält nur ein paar Stunden. Im Bett kann man den Kindle bequem mit einer Hand halten. Dies ist bei vielen Tablets problematisch.
Wenn ich allerdings vielleicht nur 20-30 Minuten am Tag lese, vermehrt Multimedia-Inhalte anschaue, viele PDF-Dateien betrachte und/oder auf ein Farb-Display angewiesen bin, kann man auf einen Kindle verzichten. Wenn ich allerdings mehr als eine halbe Stunde am Tag Bücher lesen möchte, ist ein Kindle lohnenswert. Im Zweifelsfall greift man zu Tablet und Kindle :-)

3. Kindle gegen günstige Tablets (Weltbild Trekstor Reader / Archos 70b)
Manch einer propagiert gerne, dass es ja für 60€ einen bunten "eBook-Reader" von der Konkurrenz gibt. Abgesehen davon, dass diese Geräte meiner Meinung nach keine "richtigen" ebook-Reader sind, sondern eher enorm abgespeckte Tablet-PCs, stimmt diese Aussage allerdings. Aber es ist auch Fakt, dass z.B. dieser Weltbild-Reader ein LC-Display mit einer schlechten (grobkörnigen) Auflösung verbaut hat, welches auch noch zum Flackern neigt. Zumal die Touchbedienung nicht immer zuverlässig reagiert und das Gerät kein W-LAN bietet. Alle Bücher müssen über den PC auf das Gerät kopiert werden. Das Gerät hält im Optimalfall drei bis vier Stunden mit einer Akkuladung durch. Beim Archos 70b sieht das auch nicht viel besser aus.
Also wenn man aus irgendeinem Grund lieber ein Farbdisplay nutzen möchte, sollte man besser zu einem höherwertigen (teureren) Tablet greifen, anstatt zu diesen billigen "ebook-Readern". Bei häufiger PDF-Nutzung sollte es auch ein 10 Zoll Gerät sein.
Mittlerweile haben aber auch Weltbild und Co. erkannt, dass ein eInk-Display besser für das Lesen geeignet ist, als ein LCD. Deswegen gibt es dort jetzt auch günstige eInk-Reader, welche aber immer noch von der Qualität und Komfort dem Kindle hinterher hinken. Dies wurde zumindest Ende 2012 in einem Testbericht der c't bestätigt.

4. eInk hat nicht denselben Kontrast wie Papier:
Stimmt... der hellgraue Hintergrund vom Kindle-Display, bietet nicht denselben Kontrast, wie eine gedruckte Papierseite. Ich benötige für den Kindle schneller eine zusätzliche Lichtquelle, als beim gedruckten Buch. Bei normalem Tageslicht kann man allerdings sehr gut auf dem Display lesen. In der Sonne sogar besser als auf Papier. Für mich persönlich spielt das allerdings keine große Rolle, da ich eh meistens abends lese, und somit immer schon (wie bei gedruckten Büchern) auf Lampen angewiesen war.

5. Amazon nutzt ein eigenes Format für eBooks:
Ja auch das stimmt. In deutschen Online-Shops sind eBooks im "ePub"-Format Standard. Nur Amazon nutzt ein eigenes Format namens AZW. Zusätzlich kann ich ebooks im ungeschützten MOBI-Format auf dem Kindle nutzen. Ich kann also keine Bücher aus anderen Online-Shops auf dem Kindle öffnen. Bei Amazon gekaufte Bücher kann ich allerdings mit Apps auf jedem richtigen Tablet-PC (Android/iOS) oder normalem PC/Mac lesen. Nur auf anderen eBook-Readern (Sony PRS-T1, Thalia OYO) können keine Amazon Kindle-Bücher geöffnet werden. Das ist momentan leider der Stand der Dinge. Durch die Buchpreisbindung in Deutschland ist es mir erst mal egal, da alle eBooks überall dasselbe kosten.
Allerdings kann man bei dem Kindle nicht die Angebote der digitalen Bibliotheken nutzen, was mir persönlich allerdings egal ist. Nur der eine oder andere wird dies vielleicht als kritisch betrachten. Es gibt zwar für Prime-Mitglieder die Möglichkeit Bücher auszuleihen, allerdings ist das schon etwas anderes als die "Onleihe".

6. Kann ich ein Amazon-Konto permanent auf zwei Kindle betreiben:
Ja das geht. Wenn man keine Geheimnisse voreinander hat ;-)
Wenn sie also zu zweit hauptsächlich dieselben Bücher lesen, kann man diese über ein gemeinsames Konto kaufen, welches bei beiden Kindle hinterlegt ist. Dann können beide Kindle auf dieselben gekauften Bücher zugreifen. Sie können aber den Kindle auch später bei Bedarf auf ein anderes Konto problemlos ummelden. Allerdings haben sie dann keinen Zugriff mehr auf die Bücher vom gemeinsamen Konto.

7. Kann ich selber eBooks schreiben und veröffentlichen:
Ja bei Amazon geht das recht einfach. Zu diesem Thema gibt es wiederum einige eBooks und Internetseiten. Insgesamt gesehen ist das bei Amazon schon recht einfach. Also man benötigt nicht unbedingt einen Verlag um ein eBook zu veröffentlichen. Dazu würde ich aber die diversen Ratgeber zurate ziehen.

8. PDF auf dem Kindle ist ein Graus:
Wer viele PDF-Dateien lesen muss, sollte eher zu einem 10-Zoll Tablet greifen. Der Kindle ist dafür meiner Meinung nach zu klein. PDF-Dateien können an sich an jedem Endgerät (PC, Tablet, Reader) nur vergrößert, verkleinert und gescrollt werden. PDF-Dateien, welche aus einfachem Fließtext bestehen, kann man mithilfe der kostenlosen Software "Calibre" relativ einfach in ein eBook umwandeln. Dieses eBook kann dann über USB auf den Kindle kopiert werden bietet dann wiederum die üblichen Vorteile, z.B. Schriftgröße anpassen, Zeilenumbruch am Display-Rand usw..
Alternativ kann man natürlich auch den Amazon Konvertierungsservice nutzen. Dazu schickt man eine E-Mail mit der zu konvertierenden PDF an "Name@free.kindle.com" (kostenfrei, Zustellung auf das Gerät nur über W-LAN) oder an "Name@kindle.com" (kostenpflichtig, Zustellung über W-LAN oder USB). Der Betreff muss nur "convert" lauten. Damit kann man auch weitere Dateiformate, wie z.B. Word-Dokumente konvertieren lassen.
Die persönliche Kindle-Mail-Adresse kann man z.B. über folgende Schritte finden und ändern:
Amazon-Seite --> Mein Konto --> Mein Kindle (bei Einstellungen) --> Persönliche Dokumente-Einstellungen

Weitere Infos unter dazu findet man hier:
http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html/ref=kinw_myk_pd_ln?ie=UTF8&nodeId=200767380

9. Kindle Speicher erweitern:
Den Speicherplatz im Kindle kann man nicht erweitern. Es gibt keinen SD-Slot oder dergleichen. Dadurch dass man aber die Bücher bei Amazon kauft, hat man auch den Vorteil, dass diese Bücher bei Amazon gespeichert werden. Geht der Kindle verloren oder geht defekt, kann man sich alle Bücher auf einen neuen Kindle (oder Tablet,PC,Mac,Smartphone) laden. Wenn man ein Buch vom Kindle löscht, bleibt es auch noch bei Amazon gespeichert, und man kann es jederzeit wieder auf den Kindle laden. Dazu gibt es im Kindle den Ordner "Archiv", welcher alle gekauften, aber noch nicht auf dem aktuellen Kindle heruntergeladenen Inhalte anzeigt.
Deswegen ist eine Speichererweiterung beim Kindle normalerweise gar nicht notwendig.

10. Wie füttere ich den Kindle:
Entweder per W-LAN (oder auch "Wi-Fi" genannt) oder UMTS (nur beim "Kindle Keyboard 3G"). Zur Not geht es aber auch über USB, falls man kein W-LAN besitzt und nicht 160€ für den Kindle Keyboard 3G ausgeben möchte. Allerdings lohnt sich die zusätzliche Investition von max. 60€ für manche Leute ohne W-LAN durchaus. Man muss sich selber nicht mit der Thematik W-LAN rumschlagen und dort womöglich Zeit und Geld investieren, wenn es nicht für andere Geräte benötigt wird. Es gibt außerdem durchaus auch Standorte in Deutschland wo kein DSL zur Verfügung steht und UMTS die einzige Alternative darstellt.
Aber das ist sehr individuell und sprengt hier den Rahmen.
Mehr zum Thema W-LAN (= Wi-Fi) findet man im Internet... einfach mal danach suchen. (Ich darf hier keine Links auf fremde Internetseiten einfügen)
Mehr zum Thema UMTS (= 3G) findet man im Internet... einfach mal danach suchen. (Ich darf hier keine Links auf fremde Internetseiten einfügen)

11. eBooks verschenken:
EBooks kann man momentan noch nicht bei Amazon verschenken. Dafür gibt es aber Amazon Gutscheine, die man stattdessen seinen Liebsten zukommen lassen kann. Diese Gutscheine können auch für eBooks verwendet werden. Dazu muss der Empfänger zuerst den Gutschein einlösen und danach die Bücher kaufen. Beim Einlösen des Gutscheins wird der Betrag dem Amazon-Konto gutgeschrieben und man kann davon eBooks oder andere nette Dinge kaufen.

12. Der Kindle ist in USA viel billiger:
Das ist so nicht richtig. Es gibt den Kindle in USA auch mit Werbefinanzierung (billiger) und ohne. Außerdem zahlt man in USA für den Kindle keine Steuern, welche hier in Deutschland dazu kommen. Rechnet einfach selber nach.

13. Die Preise von eBooks sind zum Teil unverschämt:
Die Preise von eBooks bestimmt der Verlag nicht Amazon. Diese Preise sind dann durch die Buchpreisbindung auch in allen Online-Shops gleich. Meistens sind die eBooks ein wenig günstiger als die gedruckte Ausgabe. Da natürlich die Papierverarbeitung, Druck und Transport wegfällt, werden hier Kosten gespart. Die anderen Kosten für Marketing, Lektorat, Personal, Buchhaltung, Firmenautos, Weihnachtsfeier usw. bleiben natürlich bestehen.

14. Kindle, Kindle Paperwhite oder Kindle Paperwhite 3G - Welcher soll es werden:
Zum reinen Lesen reicht der kleine "Kindle". Wenn man nur ab und zu mal einen Suchbegriff oder das W-LAN Passwort eingibt, kann man auf einen Touchscreen verzichten. Wenn man aber häufiger Anmerkungen schreiben, oder häufig das integrierte Wörterbuch nutzen möchte ist der Kindle Paperwhite die bessere Wahl. Der Akku ist beim Kindle Paperwhite auch doppelt so leistungsfähig, als beim einfachen Kindle. Der kleine Kindle ist etwas leichter als, der Paperwhite, aber mit einer Hülle (inkl. Lampe) ist der normale Kindle auch nicht viel leichter und auch nicht wesentlich billiger als der Papaerwhite. Die Kindle "3G"-Modelle sind für Leute interessant, welche entweder viel unterwegs sind, oder aber kein W-LAN ihr Eigen nennen und keines einrichten möchten... oder natürlich wenn Sie überhaupt keinen Internetanschluss besitzen. Bei den 3G-Modellen werden die eBooks entweder über W-LAN oder über das Mobilfunknetz auf den Kindle geladen. Dabei entstehen aber KEINE Mobilfunkkosten, da diese beim Kauf abgegolten worden sind. Sie bezahlen also nur den Kaufpreis und es entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Mobilfunknutzung. Allerdings ist der Zugriff über UMTS auf den Amazon Kindle Shop und die Internetseite "Wikipedia" begrenzt.
Eine pauschale Empfehlung möchte ich mir sparen und wäre nicht sinnvoll. Manche bevorzugen die mechanischen Blätter tasten beim einfachen Kindle. Andere finden die Touch-Lösung besser. Insgesamt würde ich persönlich den Paperwhite vorne sehen, aber dass muss jeder für sich selbst ausmachen.

Man kann ja die Geräte testen und auch wieder zurückschicken!

15. Der Kindle fesselt mich an Amazon:
Man ist bezüglich der kommerziellen Bücher an Amazon gefesselt. Kostenfreie Bücher können entweder auch über den Kindle-Shop bezogen oder aber per USB auf den Kindle kopiert werden. Wenn man also von irgendeiner anderen (legalen) Quelle DRM-freie Bücher heruntergeladen hat (z.B. [...]) kann man diese Bücher auf den Kindle kopieren. Liegen diese kostenfreien (ungeschützten) Bücher als ePub-Datei vor, können diese relativ einfach mithilfe der kostenfreien Software "Calibre" in das MOBI-Format umgewandelt werden, welche der Kindle öffnen kann.
Der Vorteil von der Bindung an Amazon ist, dass man sich nicht um die Datensicherung der gekauften Bücher sorgen machen muss, weil sich Amazon komplett darum kümmert. Wenn ihr Kindle den Geist aufgibt, sind alle Bücher, welche über Amazon bezogen wurden, auf einen neuen Kindle verfügbar. Man benötigt dann einen neuen Kindle (oder Tablet, PC, Mac mit der entsprechenden Kindle-App) und kann über das Archiv auf die gekauften Bücher zurückgreifen. Sie können auch Bücher auf mehreren Kindle, Tablet, PCs gleichzeitig lesen. Bei allen anderen Anbieter von eBooks müssen Sie sich um die Datensicherung der Bücher übrigens selber kümmern. Diese Anbieter halten allerdings auch die gekauften Bücher vor, man muss halt nur von jedem einzelnen Anbieter die Bücher herunterladen, falls Sie keine Datensicherung durchgeführt haben. Der Aufwand reduziert sich allerdings, wenn man auch nur bei ein oder zwei Händlern kauft. Da diese Anbieter auf das DRM von Adobe setzen, kann man in der Regel ohne PC überhaupt keine Bücher kaufen. Diese müssen erstmal am heimischen PC über eine Adobe-Software ihrem Adobe-Konto und dann dem autorisiertem Lesegerät zugeordnet werden. Also man kauft effektiv bei einem Händler das Buch und muss es dann noch mit der Adobe-Software autorisieren, damit es dann auf das Lesegerät kopiert werden kann. Meiner Meinung nach umständlicher als bei Amazon, wo das Buch über USB, WLAN oder (bei 3G-Mobellen) über Mobilfunk automatisch auf dem Kindle landen. Dies ist bei Amazon definitiv besser gelöst. Es gibt bisher keinen Anbieter, der eine vergleichbare Lösung bieten kann. Beim Kindle braucht man definitiv keinen PC um Bücher zu kaufen... das funktioniert auch direkt vom Kindle problemlos. Mein Vater (über 70) hat z.B. keinen PC, keinen Internetanschluss und auch überhaupt kein Interesse an dem ganzen "Gedöns". Aber mit seinem "Kindle Keyboard 3G" (älteres Modell) kann er trotzdem Bücher oder Leseproben herunterladen und muss sich nicht mit dem ganzen Kram auseinandersetzen. Er hatte natürlich den Vorteil, dass sein Sohn ihm alles genau erklärt hat :-)

16. DRM = Kopierschutz:
Alle kommerziellen Bücher sind mit einem Kopierschutz versehen. Dieser soll sicherstellen, dass die Rechte der Verlage und Autoren geschützt werden.
Allerdings weiß ich nicht, wie das in 30 Jahren mit meinen Kindle-Büchern aussieht. Kann ich diese dann noch öffnen? Dieselbe Frage stellt sich allerdings bei allen anderen DRM-geschützten (kopiergeschützten) ebooks auch. Also auch bei kommerziellen ePub-ebooks gibt es einen Kopierschutz, welcher von der Firma Adobe entwickelt und verwaltet wird. Wenn man übrigens Bücher in Bibliotheken ausleihen möchte, muss der eBook-Reader ePub unterstützen, also kann man den Kindle dafür vergessen (wie oben schon beschrieben).
Abschließend kann man dazu sagen, dass nur eBooks OHNE DRM (Kopierschutz) und in einem OFFENEN Format (ePub) garantiert in 40, 50, 60 Jahren noch problemlos gelesen werden können. Ein digitales Wasserzeichen wäre vielleicht die bessere Lösung, welches den harten Kopierschutz (DRM) überflüssig machen würde. Zumindest bei gekauften Büchern, bei Bibliotheken müssten man natürlich DRM weiterhin verwenden um ein Buch nur für eine gewisse Zeit zur Verfügung zu stellen. Ich hoffe ja, dass sich in ein paar Jahren die Verlage und Händler darauf einigen können, auf DRM komplett zu verzichten... pro Buch würden die Händler ca. um die 0,20 € Lizenzkosten sparen!
Bis dahin kann man sich das kleinere (passendere) Übel aussuchen. Da Amazon zusätzlich zu der mittlerweile guten deutschen Auswahl, auch sehr viele englische Bücher im Angebot führen, habe ich mich hierfür entschieden. Aber das muss jeder für sich selber ausmachen.
Mehr zum Thema DRM findet man im Internet... einfach mal danach suchen.

17. Amazon stellt keine Rechnungen aus:
Für eBooks kann man bei Amazon keine Rechnungen herunterladen. Mittlerweile kann man auch die Bestelldetails zu jedem Buch ausdrucken, aber die MWST ist nicht ausgewiesen. Also ist dieser Beleg nicht unbedingt für das Finanzamt brauchbar. Man kann aber (umständlicher geht es kaum) über "kindle-mehrwertsteuer@amazon.de" (Betreff "Rechnungsanforderung") eine Rechnung NUR für Privatpersonen anfordern. Dazu muss man die Bestellnummern und die privat Adresse angeben. Was das soll ist mir ein Rätsel. So kann im Prinzip keine Firma eBooks bei Amazon kaufen und steuerlich absetzen. Und für Privatpersonen ist das auch nicht gerade benutzerfreundlich geregelt.

Beste Grüße
Mark
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Kommentare

Von 6 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 30 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.09.2012 12:19:56 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 25.09.2012 19:29:02 GMT+02:00
Angela meint:
Tolle Rezension. Ich habe den Touch und kann nur anmerken, dass das Umblättern mit einer Hand hervorragend geht - entweder tippen oder wischen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit Tasten so toll, wie mit dem Touch funktioniert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 10:06:14 GMT+02:00
Mark Renton meint:
Danke für das Kompliment (wenn ich das so auffassen darf).... aber nein, bin ich nicht. Das wissen habe ich mir im Zuge meiner eigenen Recherchen angeeignet.

Veröffentlicht am 02.10.2012 15:08:11 GMT+02:00
Anjolina meint:
Wirklich tolle Rezension - ich habe keine Fragen mehr - alle Pro und Kontras perfekt erfasst. Nun brauch die anderen 69 nicht mehr lese. Danke!

PS.
Wunder mich immer wieder über einige Kommentare.
Ist die Rezension sehr schlecht - wird öfter der Schreiber als völliger I... beschimpft.
Ist die Rezension sehr gut - wird öfter dem Schreiber Firmenzugehörigkeit unterstellt.
Ich bin froh, dass überhaupt Rezensionen geschrieben werden. Gute wie schlechte. Eine Meinung bleibt nun mal eine subjektive Angelegenheit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.10.2012 18:14:50 GMT+02:00
Mark Renton meint:
Danke für das Lob, aber schauen Sie bitte trotzdem nochmal in andere Rezensionen... ich selber verlasse mich auch nie auf eine Meinung/Erfahrung. Das hier ist mehr eine FAQ, aber aus andere Rezensionen habe ich auch viel gelernt.

Wünsche noch ein schönes WE

Gruß,
Mark

Veröffentlicht am 22.12.2012 14:36:33 GMT+01:00
Andreas I. meint:
Wow, tolle und ausführliche Rezension!

Eine Frage habe ich als noch nicht E-Book-Besitzer. Kann ich die Bücher auch auf den PC speichern und von dort an einen anderen Kindle (z.B. den meiner Frau) übertragen oder geht nur die Zwei-Konten-Lösung? Zwischen den Zeilen gelesen würde ich sagen ja. Aber eine klare Aussage dazu würde mich noch außerordentlich freuen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.01.2013 17:09:42 GMT+01:00
Mark Renton meint:
Auf legalem Weg kann man nur über die zwei Konten-Lösung bücher austauschen, oder man kauft generell mit einem Konto die Bücher und meldet auf zwei Kindles das selbe Konto permanent an. Es gibt bestimmt auch Wege das DRM von den ebooks zu entfernen, aber dies wäre illegal. Ich plädiere ja immer noch für einen weichen Kopierschutz (digitales Wasserzeichen), aber ich glaube da müssen noch Jahre vergehen, bis die Verlage das ernsthaft in Erwägung ziehen. Bei Pottermore (Harry Potter Bücher) und ein paar speziellen Verlagen, wird das digitale Wasserzeichen praktiziert. Es werden halt die Käuferdaten im Buch hinterlegt (Rückverfolgbarkeit gewährleistet), aber es ist nicht kopiergeschützt.

Veröffentlicht am 03.04.2013 20:41:17 GMT+02:00
alp meint:
Zum Lesen mit zwei geräten: wenn man ein Kindle ab- oder ummeldet, verschwinden die gespeicherten Daten und man muss die Bücher nach dem Wiederanmelden nochmal aus der Cloud herunterladen. Man kann also das Kindle nicht auf ein anderes Konto anmelden, ein Buch herunterladen, sich wieder auf seinem eigenen Konto anmelden und das Buch so in die eigene Sammlung intergrieren.
Leider verschwinden beim Ab-/Ummelden alle Sammlungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.04.2013 15:50:11 GMT+02:00
Mark Renton meint:
Danke für den Hinweis. Ich habe das in der Rezi geändert.

Veröffentlicht am 27.05.2013 15:57:34 GMT+02:00
Fenena meint:
Hallo Mark,
mittlerweile hast Du Dein neues Kindle ja schon eine Weile. Ich habe das allererste Modell und überlege, ob ich ein neues kaufe. Ich lese täglich bis zu 2 Stunden und das seit 1,5 Jahren. Ich würde gerne wissen, ob bei Dir auf dem neuen Modell auch folgendes Problem auftritt: Die eInk bleibt an meinem Display hängen. Das sieht dann so aus, dass nach einem Absatz zwischen den Zeilen graue Spuren sind und die Buchstaben immer undeutlicher werden. Ist die Seite mal fast leer, ist sie richtig fleckig mit kleinen eInk-Spuren. Das stört mich total, weil das Lesen für meine Augen immer anstrengender wird.
Ist das bei dem neuen Modell auch so? Ich würde mich über eine kurze Info freuen :)
LG
Birgit
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