Kundenrezension

23 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen großartige Wagner-Interpretation, 27. Januar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner (Audio CD)
Was Klaus-Florian Vogt mit dieser Aufnahme gelingt, ist nicht nur modern und richtungweisend, sondern erfüllt nach langer Zeit auch die Vorstellung, die Richard Wagner selbst vom Singen seiner Partien hatte: eben nicht jene schwülstige Stimmgebung, bei der man stets die große Anstrengung hörte, die ein Sänger beim Singen haben musste, sondern eine höchst kunstvolle, ausbalancierte Singweise, die trotz aller scheinbaren Leichtigkeit mühelos über jedes Orchester trägt und die Wagner-Sänger alten Schlages Lügen straft. Wer an die Singweise von Wagner gewöhnt ist, wie sie über Jahrzehnte leider vorherrschte, die nicht ohne forcierte Stimmgebung und einen aufgesetzt "baritonalen" Klang auch bei den Tenören üblich war, der wird überrascht sein, dass man Wagner auch anders singen kann. Wer mit offenen Ohren diese Aufnahme anhört, wird in die Begeisterung der meisten Rezensenten einstimmen und sich an einer Interpretation erfreuen, die freundlich daher kommt, einen durchweg durchsichtigen, aber zugleich kraftvollen Ton von großer Faszination präsentiert. Endlich hört man wieder auf die Musik, anstatt mit zu leiden, wie sich die armen Sänger quälen müssen . . .
Eine großartige Aufnahme, und ein Musikerlebnis ersten Ranges für Musikliebhaber, die nicht in alten, überkommenen Vorstellungen verhaftet sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 28 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.02.2013 17:59:32 GMT+01:00
opernfan meint:
Ich frage mich, woher der Schreiber so genau wissen will, wie Wagner seine Partien gestaltet hören wollte?
Und eine "freundliche" Interpretation mag ja bei einem Stolzing noch angehen, aber weder in der Walküre, noch im Tristan oder im Parsifal werden "freundliche" Themen verhandelt - es geht um Sehnsucht, Verzweiflung, existenzielle Not. Wenn man auf Text und Musik hören würde.
Nichts davon bei Herrn Vogt - hier wird alles nivelliert, was auch nur annähernd "emotional" sein könnte...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2013 10:33:37 GMT+01:00
J. Fromholzer meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2013 11:33:06 GMT+01:00
Sultan meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2013 13:45:52 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.02.2013 14:01:02 GMT+01:00
opernfan meint:
@sultan
Beim Lohengrin kann man eine Interpretationshaltung vermuten, dieser "sonnambule" Stil geht da womöglich an, auch wenn es nicht meine Interpretation ist.
Aber wenn man alte Wagner-Tenöre hört, die noch sehr nahe an der Wagner-Zeit dran waren, so kann man festhalten, dass die alle samt nicht (!) wie Herr Vogt sangen, sondern mit deutlich mehr "Volumen" und Dramatik. Der Begriff des Heldentenor kommt ja nicht von ungefähr. Da gibt es inzwischen genug Tondokumente.
Und es ist richtig, dass Parsifal zu Beginn (!) der reine Tor ist, aber im zweiten Akt wird er wissend (welthellsichtig!) - er ist erschüttert, als er begreift, wie es um Amfortas steht - bei Herrn Vogt ist genau diese Verwandlung nicht spürbar.
Im übrigen ist es meiner Ansicht nach nicht statthaft, einen Live-Eindruck mit der Bewertung einer CD zu vermengen. Live ist manches anders, die CD zeigt viel "gnadenloser" Defizite auf. Und Domingo wäre nun definitiv auch nicht mein Lohengrin - nur so nebenbei. Allein schon idiomatisch nicht.

@ J. Fromholzer: zu ihrem Kommentar fällt mir nichts ein - auf polemische Kommentare antworte ich auch nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2013 16:56:03 GMT+01:00
Sultan meint:
Nun kommen wir schon eher zusammen: Ich bewundere auch alte Heldentenöre wie Lauritz Melchior und andere sehr, aber seien wir ehrlich: der Lohengrin von einem Lauritz Melchior http://www.youtube.com/watch?v=JWZ9bR7wd1w oder http://www.youtube.com/watch?v=C9wwA5ldjM8 ist heute kaum mehr akzeptabel - offensichtliche stimmliche Unzulänglichkeiten, Detonationen, Vokalverfärbungen, extrem (!) kurzer Atem usw. Dagegen ist sein Preislied http://www.youtube.com/watch?v=EXmNxLy4C3o von großartiger Strahlkraft usw. Auch Stimmklang ist einem Zeitgeschmack unterworfen, ebenso wie die Interpretationen von Regisseuren. Solange niemand von sich glaubt, sein persönlicher Geschmack sei der allein selig machende, ist das sehr in Ordnung. Aber mittlerweile bin ich neugierig: Welche Lohengrin- Aufnahme gefällt Ihnen besonders gut? Ich gebe Ihnen recht, dass man einen Live-Eindruck nicht mit einer CD- Aufnahme vergleichen kann. Nur: Defizite zeigen sich in einer Aufführung ohne Schminke: da kann man nichts wiederholen, was schief gegangen ist. Jedes Metier hat da so seine Tücken.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2013 19:40:40 GMT+01:00
opernfan meint:
@sultan
Hm, also dem Ideal des Lohengrin nahe kämen vielleicht Völker, oder auch Piccaver, aber eben nur in Auszügen, Gesamtaufnahmen gibt es ja nicht.
J. Thomas macht seine Sache gut und Konya ist eigen, aber auch nicht schlecht.
Von den neueren Sängern würde ich Kaufmann die Krone geben, wobei Botha eine Alternative ist - zumindest stimmlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2013 22:19:46 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.02.2013 22:23:11 GMT+01:00
U. Harbott meint:
@Sultan
Sie haben Domingo in Bayreuth als Lohengrin gesehen? Respekt. Das hat vor Ihnen und nach Ihnen noch keiner. Nicht Wolfgang Wagner selig, nicht der Schlingensief selig und nicht mal der Thielemann, der Christian (noch nicht ganz selig).
Aber warum denn nicht?
Ja, weil der Domingo, oder wie man in Wien sagt, der Domiiiingo, den Lohengrin nie in Bayreuth gesungen hat.
Ach, nee?
Nee.
Das ist ja ein Ding.
Ja. Das ist es.

Veröffentlicht am 10.02.2013 10:35:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.02.2013 10:39:07 GMT+01:00
Elsa Vier meint:
Beim Hören der CD und nach analogen Eindrücken bei bislang 2 erlebten Opern mit Herrn Vogt 2012 (Puccini & Wagner) kann ich zwar zustimmen, dass ein kunstvolles, ausbalanciertes Singen und eine -sagen wir mal: lyrische- Leichtigkeit bei Wagner möglich sind (sie sind aber nicht neu, wie schon ganz frühe Schellack-Aufnahmen z.B. mit Italienern beweisen) - aber: wo Sie eine mühelose Leichtigkeit bei H. Vogt ausmachen, bleibt schleierhaft - ich habe jeweils die ganze Zeit auch auf der CD mit ihm gelitten, dass seine Stimme auch das überhaupt aushält. Es war eigentlich ein Trauerspiel, dass sich der arme Sänger so quälen mußte (auf seiner ersten Live-CD ist das noch nicht so deutlich, aber ebenfalls schon zu hören). Aber wer den Hype mag........

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.02.2013 11:15:08 GMT+01:00
U. Harbott meint:
Was ihr immer am Flori, dem Vogti, dem Unvergleichlichen herumzumotzen habt - ich kann es nicht begreifen. Damit auch Sie es verstehen, Elsa Halbvier: er ist der Messias, des Messias des Wagnergesangs. Stopft euch doch alle eure Vickers, Melchiors, Heppners und Lorenzos sonst wo hin. Hier ist ein MENSCH, der will zu dir: der Flori Vogt, der Klaus Maria unter den Opernsängern. Der Heilsbringer. Der Schnarchnasige. Der Wunderbare. Der wunderbare Vogt. Unser Vogti. Der Flori. Der Flori in uns allen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.02.2013 12:28:43 GMT+01:00
Sultan meint:
Hier irrt der Schreiber. Domingo hat den Lohengrin durchaus in Bayreuth gesungen. Nicht in einer Premiere, und ohne großen Bahnhof, von der Presse nicht angekündigt. Das hat mit seiner Erfahrung mit der Partie zu tun. Schon als relativ junger Sänger hatte er an der Hamburgischen Staatsoper den Lohengrin gesungen, sang sich während der Vorstellung dabei so fest, dass die Vorstellung abgebrochen werden musste. Da Domingo ein kluger Sänger ist, hat er sich dieses Erlebnis sehr zu Herzen genommen, es hat Jahrzehnte gedauert, bis er sich an den Lohengrin überhaupt wieder herangetraut hat. Und wenn ich nicht mit dem damaligen Kapellmeister Theo Gress (schon seit Jahren verstorben) befreundet gewesen wäre, hätte auch ich nicht davon erfahren, dass Domingo besetzt war.
Also lieber U. Harbott: Gern mal in Bayreuth beim Betriebsbüro nachfragen, wann Domingo den Lohengrin gesungen hat, ich will mich jetzt nicht auf ein bestimmtes Jahr festlegen, müsste erst genauer recherchieren, es ist doch schon etliche Jahre her.
Das ist ein Ding! (Da, das ist es wirklich)
‹ Zurück 1 2 3 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 36.225