Kundenrezension

77 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum - Endlich alles richtig gemacht und nichts "verschlimmbessert". Top!, 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-E2 Systemkamera (16 Megapixel APS-C X-Trans CMOS II Sensor, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, Full HD, HDMI, USB) nur Gehäuse schwarz (Camera)
Seit Erscheinen fotografiere ich mit der X-E1 und war sehr sehr gespannt auf die X-E2. Hier kann man den Fuji-Ingenieuren einfach nur gratulieren. Es sind viele viele Kritikpunkte der X-E1 ausgeräumt worden.
Allem voran der Autofokus, der bei der X-E1 wirklich manchmal Probleme in kontrastarmen oder lichtschwachen Verhältnissen hatte. Der AF der X-E2 ist wirklich richtig schnell und treffsicher. Laut Fuji sollen es 0.08 Sec sein (im Menü den Hochleistungsmodus bitte einschalten, ist ab Werk aus). Gemessen hab ich es als Fotoamateur natürlich nicht, aber subjektiv ist er hervorragend. Der Phasen-AF ist eben eine andere Hausnummer, als der Kontrast-AF.
Der neue Sensor ist offensichtlich sehr gut gelungen. (Noch gibt's die X-E2 hier nur als Body bei Amazon, das Kit-Objektiv 18-55 mm der X-E1 ist aber das gleiche, was im Kit mit der X-E2 erscheinen wird). Die ersten Testaufnahmen (18-55mm Obj. meiner X-E1) können wirklich begeistern; wirklich knackscharf und der Focus sitzt perfekt. Die Farben sind sehr naturgetreu (Standard-Filmeinstellung) und dabei aber auch schön lebendig. Die Dynamik lässt auch nichts zu wünschen übrig.
Auch die kleinen Verbesserungen am Handling sind super gelungen. Die beiden Räder (Verschlusszeit und Belichtungskorrektur) rasten deutlich knackiger und verstellen sich so nicht mehr so leicht. Das Belichtungskorrekturrad geht jetzt von -3 bis +3 EV in Drittelschritten - sehr fein.
Neu ist auch die WiFi-Funktion - nice to have, ich nutze sie praktisch nie (hatte das auch schon mal mit der NX300 von Samsung). Auch einen Touchscreen vermisse ich gar nicht, da ja alles was man so braucht direkt an der Kamera zu erreichen ist.
Der Sucher wurde auch verbessert. Er ist jetzt wirklich aufgeräumter, vor allem dieses untere Band zur Vorschau der Verteilung der Schärfentiefe ist filigraner geworden und verbaut einem nicht mehr soviel vom eigentlichen Blick auf das Motiv. Auch muss ich nochmal auf den manchem vielleicht fehlenden Hybridsucher der X100 S oder der X-Pro1 eingehen. Ich hatte lange Zeit die X100 und hab den optischen Sucher auch sehr schön empfunden, hab allerdings, wenn es "ernst" wurde, immer wieder den elektronischen Sucher eingeschaltet, da ich meine 100% Bildabdeckung brauche und den gewählten Bildausschnitt wirklich exakt sehen will, dass meine Bildaufteilung auch so wird, wie ich das im Sucher wollte.
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, sind die angeblichen 60 FPS Bildwiederholrate des Suchers. Das ist sicher nicht so, flüssige Schwenks sehen anders aus. Vielleicht muss die Firmware da nochmals aktualisiert werden, das hab ich bis jetzt noch nicht geprüft.
Da soll erstmal der Ersteindruck sein. Ich denke man merkt es, ich bin begeistert von der Kamera, vor allem wegen der sensationellen Bildqualität. Meine Suche nach DER Kamera ist jetzt erstmal beendet ;-)

Erster Nachtrag. Die Kamerafirmware ist 1.0 und es gibt auch noch keine andere. Erwähnenswert ist, dass das 18-55 Kit ein Firmwareupdate auf Version 3.1 benötigt, dass der Phasen-AF der X-E2 unterstützt wird (hatte ich bereits installiert)

Habe eben 4 Fotos hochgeladen. Jeweils das gesamte Foto und einen Ausschnitt dazu im fokussierten Bereich. Ich denke, da gibt's rein gar nichts zu meckern. Besonders das Foto meines Großen Schweizers ist bei ISO 1600, mit Rauschminderung auf -2 eingestellt, fotografiert. Für mein Empfinden ist das ein sehr sehr gutes Ergebnis. Die Details sind auf beiden Fotos sehr gut abgebildet (man schaue sich das Fell des Hundes und die Strukturen und den Tau auf den Blättern des roten Baumes an).

So, nach einigen weiteren Testaufnahmen unter allen möglichen Lichtbedingen, kann ich nur wiederholen, die Bildqualität ist herausragend. Offenbar gibt das 18-55 Fujinon optisch eine ausgezeichnete Auflösung, da die Fotos im Vergleich zur X-E1 noch besser geworden sind, in Sachen Abbildungsschärfe, Detailwiedergabe (Texturen auf Objekten, zb Strukturen von Ziegeln oder Fußböden getestet) und einer sehr getreuen und lebendigen Farbwiedergabe. Der Sensor ist ein echter Meilenstein und die Systemkamera-Konkurrenz dürfte sich warm anziehen dürfen, auch und besonders was die Low Light Abbildungsleistung angeht. Hier zeigt auch der neue AF, was er kann. Selbst auf graue Bodenfliesen gerichtet, mittig auf eine der Fliesen, nicht auf die Fuge, bei wenig Licht - sofort UND richtig scharf gestellt. Respekt!

Noch einige Anmerkungen zu den Änderungen gegenüber der X-E1 in den Menü's:

Die ISO-Automatik lässt nun eine Standardempfindlichkeit, eine maximale Empfindlichkeit und eine minimale (eigentlich längste) Verschlusszeit zu.
Beim Punkt eins der dritten Kameraregisterkarte taucht nun der "LMO" auf. Der Menüpunkt heißt sehr kryptisch "Objektivmod.-Opt.". Dahinter verbirgt sich der "Lens Modulation Optimizer". Wen AN, optimiert die JPG-Engine abhängig von der vorgeschnallten Linse, der Blende und Brennweite die Abbildung bezüglich Beugungsunschärfe von der Mitte bis zum Bildrand.
Es gibt jetzt eine Gesichtserkennung.
Neu ist auch die Funktion "Pre-AF". Die Kamera stellt praktisch schon auf den gewählten Fokuspunkt scharf, bevor der Auslöser halb durchgedrückt wird. Klingt für mich nach Continous AF. Hab ich abgeschaltet, auch wegen der Akkubelastung.
Der Assistent zum manuellen Focus (5. Kameraregisterkarte, letzter Punkt) bietet neben der Standardlupenfunktion, dem per Firmware schon an der X-E1 nachgereichten Focuspeaking (scharf focussierte Bereiche werden farblich (weiß) hervorgehoben) nun auch einen digitalen Schnittbildindikator. Bekannt ist das von analogen Spiegelreflexkameras, als zwei aneinander stehende Schnittbilder beim manuellen Focusieren in eine Linie gebracht werden mussten. Genau das funktioniert hier genau so. Es wird in der Bildmitte in Schwarzweiß ein Schnittbild angezeigt, dass seine Daten aus den Phasen-AF-Sensoren bezieht. Funktioniert super, dauert aber, logisch.
Es gibt nun unter "Fn Funktionen" 4 belegbare Tasten (Fn1, Fn2, AE-L und AF-L).
Unter "Powermanagement" kann man jetzt einen sog. "Hochleistungsmodus" einschalten, was einen schnelleren AF und eine kürzere Einschaltzeit bewirkt, auf Kosten der Akkudurchhaltezeit.
In der letzten Setup-Registerkarte gibt's nun die "Funkeinstellungen" fürs WLAN, "PC-Autospeicher" (Fotos werden per WLAN auf den PC gebeamt) und das Geotaggingsetup.

Eines ist mir noch aufgefallen; die digitale Wasserwaage reagiert deutlich schneller als bei der X-E1. Leider immer noch nur in der Rollachse und nicht in der Kippachse, was für Architekturfotografie schön gewesen wäre, um stürzende Linien zu vermeiden. Das könnte Fuji gern per Firmware nachreichen, aber vielleicht gibt es dafür keinen Sensor im Body.

Ein weiteres neues Feature der X-E2 ist der alleinige automatische Gebrauch des elektronischen Suchers. In der zweiten Setup-Registerkarte unter dem letzten Punkt "EVF/LCD-Einst." kann man neben "LCD" (Anzeige nur auf LCD), "EVF" (Anzeige nur auf EVF) und Eye-Sensor (per Sensor neben dem EVF umschalten von Display zu EVF) noch etwas viertes: EVF+Sensor aktivieren. Erstmal etwas verwirrend, aber der Unterschied zu nur EVF ist, das der EVF nur, wenn man hineinschaut per Sensor aktiviert wird - bei Nur EVF ist er immer an. Hilft sicher Akku zu sparen. Mancher wird sich erschrecken, wenn er das aus Versehen aktiviert, weil dann das LCD aus ist und aus bleibt. Man muss erst in den Sucher schauen und kann dann auch nur während man da durch schaut, das ganze wieder umschalten. Da wäre eine Direktzugrifftaste recht sinnvoll.

Nachtrag vom 29.11.2013 Heute die WLAN AutoSpeicher Funktion eingerichtet. Funktioniert. Auf dem PC (Win7 bei mir) muss Fujifilm PCAutosave laufen (gibt's auf der FujifilmSupportseite zum Download). Dann müssen Kamera und PC noch "gepaart" werden. Nach der Installation des Programmes auf dem PC erscheint in der Tastleiste, unten rechts, ein grünes Symbol mit einer funkenden Kamera. Da draufklicken, dann auf PC-Autospeicher klicken und dem Setup folgen. Der PC wartet dann auf ein Signal der Kamera: In der Kamera auf PC-Autospeicher (letztes Setupmenü) gehen und dort einrichten. Ich habe das manuelle Setup gewählt, ist total einfach: Router suchen lassen von der Kamera, Router auswählen, WLAN Schlüssel in der Kamera eingeben und starten (Der PC sollte jetzt schon auf das Signal der Kamera warten, sonst hört sie nach ein paar Sekunden wieder auf.) Bei Erfolg geht das in Zukunft dann automatisch, muss also nur einmal eingerichtet werden. Selbstverständlich müssen Kamera (über WLAN) und PC auf den selben Router zugreifen.
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Kommentare

Von 5 Kunden verfolgt

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1-10 von 18 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.11.2013 12:56:11 GMT+01:00
Estimator meint:
Hallo,
ich habe die X-E1 und X-M1 getestet und bin mit der Bildqualität sehr zufrieden. Besonderes Augenmerk lege ich auf Low Light Qualität, da ich den Blitz ungern einsetze. Auch hier stimmt die Bildqualität, ISO 6400 zeigt noch kein sichtbares Rauschen. Nur der Autofokus hat bei dunkleren Szenen manchmal nicht vernünftig scharf gestellt. Mich hat bei beiden Kameras das Handling etwas gestört, nämlich dass man mit dem rechten Handballen durchaus versehentlich Knöpfe wie z.B. Weissabgleich oder ähnliches drückt. Von Spiegelreflexkameras ist man gewohnt, dass man einen griffigen Body hat und Objektivring und Auslöser sehr gut bedienen kann. Diese X-Kameras sind kleiner, die Knöpfe, Einstellringe usw. liegen dichter beisammen. Ein Fehlgriff passiert schneller. Auch der Auslöser könnte etwas größer sein.
Wie erleben Sie das Handling mit der neuen Kamera (auch im Vergleich zur E1)? Sollte man sich einen zusätzlichen Handgriff für die X-E2 kaufen?
Haben Sie den AF auch öfters unter low light Bedingungen getestet?
Viel Spaß weiterhin

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2013 14:45:58 GMT+01:00
Sankara meint:
Der AF funktioniert in LOW Light genau so gut. Liegt wohl klar am neuen Phasen-AF. Das Handling passt mir hervorragend, fand ich schon bei der X-E1 so. Die beiden unterscheiden sich praktisch wenig. Die Größe ist ja gleich und ein Paar Buttons (zb. der Q-Button) sind versetzt worden. Einen Handgriff brauche ich nicht - und ich hab ziemlich große Hände. Das 18-55 hat da Anteil dran, da es der Kamera einen mir sehr angenehmen Schwerpunkt verleiht.

Veröffentlicht am 20.11.2013 16:16:35 GMT+01:00
maetilfreak meint:
Schöne Rezi!!! Danke!!! Ich muss leider noch ein wenig sparen :( Qualität hat eben ihren Preis!!!

Veröffentlicht am 21.11.2013 09:25:59 GMT+01:00
Hightower meint:
Hallo zusammen,
es kann der Really Right Stuff (RRS)-Handgriff (mit Batterie/SD-Zugriff) von der X-E1 weiterverwendet werden, allerdings muss der versierte Heimwerker zunächst ein wenig mit der Handfeile nachhelfen, da der Bildschirm ja etwas größer geworden ist - gestern abend die beiden Ecken hinten unten noch kurz abgefeilt und nun funzt's ...
Kamera selber muss ich noch mehr austesten - positiv fallen bisher der schnelle AF und vor allem die Whatyouseeiswhatyouget-Blenden-Belichtungssimulation im EVF vor Abdrücken auf - well done, Fuji !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2013 20:32:15 GMT+01:00
In der Rezension steht: AF auf Hochleistungsmodus im Menu umstellen. Wo finde ich das bitte im Menu?????
Ich freue mich auf eine hoffentlich baldige Antwort.
DANKE im voraus

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013 13:47:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.11.2013 13:48:44 GMT+01:00
Sankara meint:
Das ist bei Powermanagement zu finden. Zweite Setupregisterkarte (blauer Schraubenschlüssel 2), dann "Power Management (3. Punkt von oben) anklicken und im folgenden Menü den Hochleistungsmodus einschalten.
War etwas unpräzise in meiner Rezension ausgedrückt, hätte man bei AF suchen können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013 14:15:49 GMT+01:00
Vielen lieben Dank, Sie sind ein Schatz!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013 16:10:47 GMT+01:00
Sankara meint:
Immerwieder gern!

Veröffentlicht am 30.11.2013 14:49:21 GMT+01:00
Das meint:
Hallo,

danke für die vielen kleinen Tipps - das mit dem Hochleistungsmodus hätte ich im Leben nicht gefunden :-)

Ansonste kann ich nur 100%ig zustimmen, war ein paar Wochen mit der X-E1 unterwegs und die X-E2 hat genau die Punkte verbessert, die mir als negativ aufgefallen sind - vor allem das viel zu leichtgängige Rad für die Belichtungskorrektur, das bei jeder Berührung den Wert verstellt hat.

Beste Grüße

Veröffentlicht am 11.12.2013 17:51:43 GMT+01:00
Karin Schiel meint:
Vielen Dank für diese ausführliche Rezension. Ich bin gerade auch auf der Suche nach einer kleinen Immerdabei-Kamera (als Alternative zur Nikon D700). Erst gestern hatte ich die X-E2 bei einem Freund in der Hand und war (leider ;-))) begeistert. Als günstige Alternative habe ich die NX 300 ins Auge gefaßt, die gerade einen Preissturz nach unten hat (ca. 500 Euro). Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob man die beiden Kameras überhaupt vergleichen kann, aber da Sie schreiben, Sie hätten auch mit der NX300 fotografiert, wage ich trotzdem zu fragen: Meinen Sie, daß der Qualitätsunterschied und die "Freude/Begeisterung" so groß ist, daß es sich langfristig lohnt, besser in die X-E2 zu investieren?

Vielen Dank schon mal im voraus für Ihre Antwort.
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