Kundenrezension

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Insgesamt interessante Einblicke, 13. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
"Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt": Auch nach Lektüre des Buches ist mir vollkommen unklar, wo dieser Untertitel herrührt. Denn wirklich gefährlich wird es nie bei "Inside WikiLeaks", vielmehr reiht Domscheit-Berg zahlreiche Anekdoten aus der Organisation aneinander - das jedoch auf interessante, spannende und gut lesbare Art und Weise.

Was er erzählt, erzählt er sehr ausführlich; teilweise tragen diese Details tatsächlich zu einem besseren Verständnis bei, teilweise lassen sie einen auch nur irritiert zurück. Und manchmal wird man auch den Eindruck nicht los, dass dieses oder jenes Detail nur erwähnt wird, um Julian Assange in ein schlechtes Licht zu rücken.
Vielerorts wurde im Vorfeld die angebliche Abrechnung mit Assange heraufbeschworen. Tatsächlich bemüht sich Domscheit-Berg durchaus um eine faire Darstellung; die Kränkung ist jedoch offensichtlich zu stark, um sie komplett auszublenden.

Die Handlung verpackt er in recht lose thematisch strukturierte Kapitel, die der Chronologie nicht immer strikt folgen. Das ergibt für die Handlung durchaus Sinn, führt jedoch zu einigen Ungenauigkeiten und Inkonsistenzen, die sich wahrscheinlich alle erklären ließen - einen schlechten Eindruck hinterlassen sie trotzdem.

Ebenfalls einen faden Beigeschmack verursacht die immer wieder durchklingende, ach so linksalternative und anarchistische Lebenseinstellung Domscheit-Bergs vor dem Hintergrund seines traditionell und kommerziell veröffentlichten Buches. Auch wenn er bedingt durch sein Engagement in den letzten zwei Jahren quasi nichts verdient hat und sein monetäres Interesse daher nur allzu verständlich erscheint - ginge es ihm wirklich um die Verbreitung der Geschichte, wäre das Buch auch frei im Netz.

Bei aller Kritik bleibt "Inside Wikileaks" ein lesenswertes Buch. Wer den ganz großen Knaller erwartet, wird enttäuscht werden, alle anderen werden ihren Gefallen an den zahlreichen Details finden. Man kann sich auch ohne dieses Buch eine fundierte Meinung zu WikiLeaks bilden; der komplett neue Blickwinkel hilft jedoch definitiv, die Organisation besser zu verstehen.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.02.2011 03:58:22 GMT+01:00
H. M. meint:
ich finde nicht, dass er das buch kostenlos ins web stellen sollte, zumindest nicht zu diesem zeitpunkt. jedoch sollte es billiger sein wenn man es als download version erwirbt. zum beispiel bei ibooks kann man die ersten 30 seiten kostenlos lesen (super), will man mehr downloaden, dann soll man 14,80 euro hinblättern, dies finde ich unverschämt und unverhältnismässig teuer wenn die hardware-buch ausgabe samt postversand bei amazon gerade 3 euro mehr kostet.

von einem autor, der sich in der onlinewelt auskennt sollte man ein intelligentes preissystem erwarten, vor allem deshalb weil ich denke, dass der gewinn bei einer onlineausgabe des buches bei einem preis von 7,90 oder höchsten 9,90 insgesamt höher ausfällt als bei unverschämten 14,80
ein preis bei dem man das preisgerechtigkeitsgefühl der käufer gegen das buch aufbringt.

so nicht!

neben das amazon hardware-buch angebot gehört ein button mit dem man zu einem fairen kindle preis kommt, mittlerweile haben genügend leute ein passendes ipad oder android pad

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2011 14:22:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.02.2011 16:36:02 GMT+01:00
F30 meint:
Auf dem 27. Chaos Communication Congress im Dezember 2010 wurde Domscheit-Berg die Frage gestellt, ob das Buch denn unter Creative-Commons-Lizenz stehen werde. Seine Antwort war sinngemäß, dass er sich mit der Verlagsbranche weder auskennt noch beschäftigen wolle und deshalb mit erfahrenen Leuten zusammenarbeite.

Deshalb hat er als Autor jetzt vermutlich auch wenig Einfluss auf die Details der Veröffentlichung und Vermarktung. Seine einzige Möglichkeit wäre gewesen, von Anfang an einen alternativen Weg einzuschlagen, ob nun mit oder ohne monetären Hintergrund.
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