Kundenrezension

47 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen polemisch, teilweise mit großen Fehlern, 11. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden (Kindle Edition)
Ich arbeite mich derzeit durch dieses Buch. Habe aber zumindest schon einen eklatanten Fehler entdeckt und nehme hier Vorschläge auseinander, die unfreiwillig komisch/merkwürdig sind. Diese Rezension habe ich auf meinem Blog verfasst. Es wird aber hier wahrscheinlich auf ein breiteres Interesse stossen: (da das Buch ziemlich polemisch ist, habe ich mir wenig Mühe gegeben weniger sarkastisch zu kommentieren)

Ich zitiere jeweils und hänge dann einen Abschnitt Kommentar an:
ca an der Position 2500 im e-book liest man:
"- ein Verbot von komplexen und schwer durchschaubaren Finanzprodukten."

Kommentar: Warum? Nur weil es die Autoren offenbar nicht verstehen soll etwas verboten werden? Frage ist auch wer legt fest was komplex und schwer durchschaubar ist? Erste Grundfehler in dem Buch: Mehr Regulierung = bessere Sicherheit. Das ist schlicht Blödsinn.

"Banker und Aufsichtsräte müssen für den von Ihnen angerichteten Schaden mit ihrem Privatvermögen haften".

Kommentar: Das kann man ruhig so fordern, denn eines der Problem von Banken sind nun mal Manager und nicht Eigentümer. Es handelt sich hier um eine Grundforderung der "Österrreicher". Oder auch von Erhardt. Das alles ist aber wertlos ohne eine Geld als Wert.

"Einführung einer Finanztransaktionssteuer"

Kommentar: Also Diebstahl soll etwas besser machen. Mit welchem Recht fordern die Autoren diese Steuer? Nur weil es Ihnen so gefällt? Warum sollte man dem größten Verschwender weltweit mehr Geld zu gestehen. Es läuft doch wohl darauf hinaus, daß Staaten doch "retten" sollen/müssen/dürfen. Es geht aber noch schlimmer:

"eine Steuer, die mit der Größe der Bank steigt. Dies fördert kleine Banken"

Kommentar: Also Enteignung für die großen Banken, Eigentum ist wohl nicht so wichtig. Warum sollen dann die Banker selber noch haften? Die Autoren meinen also auch, jeder Eingriff der ein Ihnen vorschwebendes Zielt erreicht ist zulässig. Wo ist der Unterschied zur aktuellen Politik?

"Konsequentes Vorgehen gegen Finanzinstitute, die Eigenkapital-Auflagen umgehen"

Kommentar: Und wieder der Glaube an die Regulierung. Wenn alles nur gut genug reguliert ist, wird alles gut.. Schlicht Blödsinn. Fakt ist Staaten haben ja die EK-Regeln aufgestellt und eine Mindestreservesystem zugelassen/gefördert. Banken können mit soviel oder wenig EK wie Sie meinen wirtschaften, aber haben die Finger von den Einlagen der Kunden zu lassen. Und vor allem, die Konsequenzen Ihres tuns selber auszubaden. Hier kann man schon fast einen Widerspruch zur der Haftung sehen. Wer selber haftet wird den Teufel tun hier beliebig Hebel aufeinander los zu lassen.

Die nächsten Punkte sind aufgeteilt in 2 Unterpunkte die aber dasgleiche "Fordern"

"Verbot von Leerverkäufen".

Kommentar: Man darf nicht etwas verkaufen was man noch nicht hat. Nun vergleichen wir das mit einem Geschäft. Im Katalog wird etwas beworben auf das man zugreifen kann, es aber noch nicht selber hat. Also darf man es im Katalog nicht aufführen? Bauern die Ihre Ernte für das nächste Jahr zu einem heute festgelegten Preis verkaufen wollen, das ist auch verboten.

Es geht immer in die gleiche Richtung, verbieten regulieren und zwar ohne viel wirtschaftlichen Sachverstand.

Es geht auch munter mit den Verboten weiter:
"Verbot, lang laufende Kredite mit kurzfristig rückzahlbarem Geld zu finanzieren."

Kommentar: Das versteht sich eigentlich von selbst, dafür braucht es aber sicher kein Verbot sondern einfach die Option, den Schaden eben selber begleichen zu müssen. Wofür braucht man Verboten wenn man doch die Banker mit Ihrem ganzen Vermögen belangen könnte. Auch lustig diejenigen die diese Regel nicht berücksichtigten hatten Politiker im Aufsichtsrat....

Weiter geht es mit Verboten:
"Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln"

Kommentar: Siehe Beispiel mit dem Bauern. Es braucht für ein Geschäft 2. Wenn der Bauer mit einer festen Einnahme pro Tonne Getreide rechnen möchte, wird ihm das mit einem solchen Verbot untersagt. Die Autoren zeigen eine bemerkenswerte Ignoranz über Eigentumsfragen.

Jetzt wird es fast satirisch:
"Konsequente strafrechtliche Verfolgung von kriminellen Bankern und Politikern - keine Verjährung"

Kommentar: Ha ha ha. Das würde unser Parlamente auf einen Schlag um eine Menge von "Regulierern" reduzieren. Ganz bestimmt wäre ein gewisser Herr Steinbrück wohl kaum noch dabei. Auch hier stellt sich die "nebensächliche" Frage. Was ist kriminell? Wenn Die Banken den Rahmen der Ihnen vorgegeben ist ausschöpfen kann man kaum von Kriminalität sprechen.

"Begrenzung des Boniwahnsinns und der exorbitanten Grundgehälter"

Kommentar: Polemik pur. Alles erreichbar mit "Eigentümern" und Haftung der Manager. Nirgendwo ein Wort über die Aktionäre und deren Eigentumsrechte. Warum bin ich nicht überrascht?

Und nun kommt der negative Höhepunkt:
"Kompetente Politiker zumindest auf relevanten Positionen. Schluss mit Amtsanmassung."

Kommentar: Erübrigt sich einfach. In dem Buch selber wird der Wahnsinn der Landesbanken detailliert aufgeführt. Dort hatten speziell Politiker das Sagen und wollten die große Nummer drehen. Der letzte Satz ist an Lächerlichkeit schwerlich zu überbieten.. Also Politiker, ohne Risiko, staatlich alimentiert und DIE GRÖSSTEN SCHULDENMACHER überhaupt sollen bei Banken auf einmal kompetent sein?

Alleine diese paar "Vorschläge", zeigen, diese Autoren haben keine Ahnung wollen aber auf einer Empörungswelle mitreiten und dabei ein wenig "abkassieren"

Die Rezepte sind mehr Regulierung und weniger Eigentumsrechte. Da fragt man sich warum fordern die Autoren ein Endes des leichten Geldes? Ihre Lösung für Bankeprobleme sind doch genau dasgleiche. Mehr Regulierung soll etwas "beheben" was durch falsche Regulierung erst entstand....

Extra Kommentar: Es steht den Autoren selbstverständlich frei Ihre Meinung zu äußern. Es wirft aber ein ganz schlechtes Licht auf Sie wenn Sie einerseits fordern etwas sein zu lassen was beweisbar nicht funktioniert (Im Buch: Probleme mit "billigem" Geld mit noch mehr billigem Geld zu beheben: dazu auch der Kommentar für Kapitel 17: "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert". Die Lösung der Autoren sind mehr "Regulierung", "mehr Aufsicht", "mehr Politiker". Man lese dazu auch die Kapitel 12 - 15.

Der eklatante Fehler befindet sich auf S 187, wo Futures falsch erklärt werden.

Ich bin noch nicht durch mit dem Buch, aber alleine dies oben genannten Vorschläge reichen aus diese Buch als Ritt auf der Empörungswelle zu beschreiben. Der Titel legt auch nahe um was es geht, um die "Erbsünde" Reichtum

Selbstverständlich sind einige Punkte korrekt aufgeführt, die Lösung des Problems ist aber einer Fortschreibung der Probleme die in diese Krise geführt haben. Die FED wird als Problem dargestellt aber es wird darauf abgehoben, daß die FED eine "private" Institution ist (mit Hoheitsaufgaben). Die Konsequenz die FED aufzulösen wird von den Autoren nicht gezogen. Also bleibt das Problem der Fiat-Währung bestehen....

Nachdem ich mich auch durch den Rest des Buches gearbeitet habe. Kann ich in einigen Kapiteln etwas Besseres finden. Die Kapitel 25 - 31 sind lesenswert (daher auch meine Verbesserung auf 2 Sterne) Nur müssen Sie sich mit der angeblichen Besserwisserei der Autoren abfinden. Der eklatanteste Fehler im ganzen Buch befindet sich im Kapitel EUREX, die Autoren zeigen, daß Sie Termingeschäfte nicht verstanden haben. Dafür aber eine feste Meinung wie schlecht diese doch sind.

Die Autoren wollen im Großen und Ganzen im Endeffekt die Banken bashen, wahrscheinlich weil das höhere Verkaufszahlen verspricht.
Den zweiten Teil meiner Besprechung erspare ich Ihnen hier. Wenn Sie möchten können Sie sie auf <a href=[...]>nachlesen </a>

Wer gerne liest wie über Banken hergezogen wird, wird mit diesem Buch nicht entäuscht. Wer den Charakter unseres Zahlungsmittels versteht, wird in diesem Buch zwar die Fehler aufgezeigt bekommen aber nicht die daraus folgenden Konsequenzen, nämlich der Abschaffung des Fiat-Geldes. Liberale/Libertäre werden diesem Buch nichts Gutes abgewinnen können. Die Lösungen hier sind "mehr Regulierung", "mehr Politker" was in gewisser Weise wieder mehr als ironisch ist. Den es sind ja gerade diese Akteure die sich auf "dem größten Raubzug der Geschichte befinden"
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.02.2013 16:33:00 GMT+01:00
Es ist ziemlich entäuschend, das niemand inhaltlich Stellung zur Kritik nimmt. Die Bewertungen mit hervorragend sind für mich nicht verständlich. Ein Buch das nicht einmal Futures richtig erklärt, kann kaum "gut" sein. Und nur auf Banken eindreschen ist aber so etwas von einfallslos.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2013 11:27:19 GMT+02:00
Max von Arnim meint:
Ich kann durchaus nachvollziehen, warum dieses Buch erfolgreich ist (ohne es gelesen zu haben). Die große Masse will das lesen, was sie bereits denken. Eine Art Bestätigung, wie bei Sarrazin.
Ihren Kommentar finde ich interessant, Sie scheinen sich auszukennen – welche Lektüre empfehlen Sie? Ich suche etwas weniger Polemisches.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.04.2013 07:38:30 GMT+02:00
Sie können alles von hier lesen:
http://mises.de/

oder die Variante in "englisch": http://mises.org/Literature

Suchen Sie nach Büchern mit österreichische Schule und Sie werden fündig.

Aktuelle Autoren sind von Prollius, Baader, Blankertz

Alles von Rothbard ist ebenfalls nur zu empfehlen.

Wenn Sie nicht wissen wo sie anfangen sollen. Schlage ich "Human Action" oder Nationalökonomie von von Mises vor...

Veröffentlicht am 15.04.2013 15:53:11 GMT+02:00
Markku meint:
FD, ein sehr zutreffender Kommentar; jedes Argument sticht.
Leider ist der ganze Text etwas lange geraten, sodass er etwas unhandlich und unstrukturiert geriet. Ihr letzter Absatz bringt es allerdings auf den Punkt!

Veröffentlicht am 06.05.2013 23:12:41 GMT+02:00
Eine sehr ausführliche und gut nachvollziehbare Buch-Rezension. Ich werde dieses Buch garantiert niemandem empfehlen. Können Sie bitte nochmal den Link zu Ihrem Blog nennen? Der Link wurde in Ihrer Rezension leider rausgenommen. Wahrscheinlich will Amazon keine Links direkt in einer Rezension haben. Vielen Dank!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.05.2013 08:17:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.05.2013 08:25:25 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 18.09.2013 08:58:08 GMT+02:00
Und nach einem Jahr immer noch niemand der sich inhaltlich mit der Kritik auseinandersetzt. Sondern immer mehr die dieses Buch über den grünen Klee loben. Warum bin ich nicht überrascht?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2013 15:24:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.12.2013 15:25:01 GMT+01:00
Jay meint:
@Friedrich Dominicus
Vielleicht weil Sie den Kern treffen und Recht haben.
Ich hatte mich neulich gewundert, dass das Buch bei Thalia bei den Bestsellern steht. Hatte dann mal ein wenig drin geblättert. Schon da fiel mir einiges auf, bzgl "Regulierungen" und Banken-Bashing.
Kein Wunder, dass es dort im Regal der Bestseller stand. Unsinn und Desinfo für die breite Masse.
Wer wirklich wissen will was los ist, soll Roland Baaders Bücher lesen!
Dazu noch die Bücher von Torsten Mann!
Dann wird das Bild klarer!

PS:
Banken, wie wir sie kennen, werden in Zukunft obsolet, geht es nach den Globalisten und deren Ziel "Global Government". Banken werden Teil der staatlich gelenkten globalen Konzerne und Kartelle. (VW-Bank, Post-Bank etc.)
Immer mehr Banker werden vor Gericht kommen. Das Volk wird jubeln. "Endlich sind sie weg die Bankster." "Danke liebe Politiker." "Danke für euren Change!"
Die Masse ist manipuliert. Dieses Buch trägt offenbar dazu bei!
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