Kundenrezension

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was sagt ein alter Heep-Fan dazu?, 17. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wake The Sleeper (MP3-Download)
Ich werde nicht so detalliert wie andere auf diese CD eingehen. Ich habe die Heep-Entwicklung von Anfang an mitbekommen und war Fan der alten Heep-Formation, stand sogar einmal dank WDR für ein Stück mit der neuen Formation in Köln auf der Bühne. Wie bei so vielen Bands bestimmten auch bei Heep zwei Köpfe die Band, Hensley und Byron, anderswo Gilmour und Waters und wie sie alle heißen. Ging einer, war die Ganzheit der Band zerstört und nicht mehr das, was sie einmal war, und Solo konnte man die Künstler meistens vergessen, denn es funktionierte eben nur zusammen. Als Byron ging, hatte Heep mit Firefly noch einmal ein Comeback, aber die Scheiben ab diesem Zeitpunkt waren nur noch ein Schatten der einstigen Formation, uninspirierte Popsongs im Les-Humphries-Stil, von Rock war hier keine Rede mehr, kommerzieller Mist. Das muss in den Achtzigern gewesen sein, danach habe ich das Kapitel Heep zugemacht und sie nur noch einmal in der neuen Formation, wie gesagt dank eines WDR-Wettbewerbs (ich durfte bei Lady in Black im Hintergrund mitsingen, meine Frau betätigte aber nicht den Rcord-Knopf des Camcorders)life erlebt. Das fand ich ehrlich gesagt, nicht sonderlich prickelnd, von der Aura eines Hensley und Byron war nichts mehr zu spüren.

Gestern stieß ich auf die Kritiken der von 2008 stammenden CD, die mich neugierig machte. Ich spielte einige Stücke an, wurde dann noch neugierig und lud mir die Songs mit gemischten Gefühlen runter. Das Ergebnis, nein meine Einschätzung: 4,5 Sterne, Kompliment an diese Formation. Zwei Dinge haben mir bei dieser CD imponiert: Zum einen, dass es sich um eine Vollblutrockscheibe handelt, die inspiriert und frisch klingt, und 95 % der alten und mittlerweile müden Rockbands mühelos an die Wand spielt, und trotzdem noch die alten Hepp-Elemente (chor, Orgel) integriert sind. Zum anderen war ich über Mick Box erstaunt, der wohl im hohen Alter die Kunst des Gitarrenspiels entdeckt hat, früher war ich immer der Meinung, er kann überhaupt nicht spielen. Hier wächst er über sich hinaus, bringt Soli, die man früher nie von ihm hörte. Erstaunlich ist vor allem sein Stilwechsel, ich kann immer noch nicht rechtglauben, dass er diese Gitarre spielen soll. Für mich klingt der Stil fast nach Michael Schenker, treibender Rhytmus, gefühlvolle Soli, klasse! ein wirklich gute Scheibe, ich bin begeistert. Die Orgel, ich weiß gar nicht, wer die spielt, klingt klasse, voller dynamik, erinnert mich ein wenig an John Lord in seinen besten Tagen, frenetischer Sound, der unverwechselbar ist.

Misse ich die alten Helden? Ein wenig schon, ja, aber wenn man sich die letzten Alben von Hensley anhört oder frühere Soloprojekte von Byron, dann muss man einfach sagen, dass diese Formation in der form einfach besser ist. Hensley ist meines Erachtens ausgebrannt und kann von mir aus weiter als Wanderprediger seine mittlerweile dürftigen Songs an Mann und Frau (tschuldigung - Frau und Mann) bringen. Ich kann es auch nicht mehr hören bzw. lesen, "klingt nach Look at yourself oder dergleichen", lasst die Jungs doch ihren eigenen Stil machen ohne immer diese Vergleiche zu ziehen. David Byron ist tot, Ken Hensley, so glaube ich, muss man hier nicht mehr missen, es lebe diese Band!!!
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.10.2009 14:16:17 GMT+02:00
Mick Box spielte früher doch auch schon ganz gute Soli; denk' an das famose Schlagzeug - Gitarre - Duell auf "The Magicians Birthday... (oder Poet's Justice und vieles mehr...)
Übrigens: Die Orgel spielt Phil Lanzon, der, wie Bernie Shaw, mittlerweile 23 Jahre bei Heep Keyboarder ist.
Gruß von einem ebenso alten Heep-Fan

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.10.2009 22:54:38 GMT+01:00
G. Kiphard meint:
Mick hatte immer seinen eigenen Stil, aber solche Soli hat er meines Erachtens nie gespielt, zumindest hat er einen ganz anderen Stil entwickelt. Je öfter ich die Scheibe höre, um so grandioser finde ich sie. Tja, Phil Lanzon, 23 Jahre, mein Gott, wie schnell die Zeit vergeht. Er spielt großartig, einige Passagen sind herausragend, Orgelwirbel vom Feinsten. Einig Byron vermisse ich, stellte mir vor, er würde die Scheibe singen, aber was soll's. An Bernie Shaw kann ich mich nicht so recht gewöhnen, aber das ist Geschmackssache. Gibt es eigentlich ähnliche gute Alben dieser Formation?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2009 23:31:20 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.11.2009 13:03:19 GMT+01:00
Nach einigen US-Pop-Rock dominierten Alben in den frühen 80ern fand die Band mit Bernie Shaw und Phil Lanzon an den Keyboards ansatzweise mit "Raging Silence" 1989 wieder zum alten Heep-Sound zurück. Empfehlen kann ich uneingeschränkt "Sea Of Light" von 1995, die Live-Alben "Spellbinder",
"Acoustically Driven" und die grandiose Veröffentlichung "The Magicians Birthday Party" !!! Allesamt mit Bernie Shaw.
Sehr schöne Songs sind auch auf "Sonic Origami" von 1998 mit der Einschränkung, dass Phil Lanzon zuviel mit Synthesizer-Progammen arbeitet. Klingt teilweise zu keyboardlastig, hat aber mit Between Two Worlds
und der Songfolge In The Moment / Question /Change echte Heep-Perlen an Bord. Auch ein sehr schönes Album. Seit Wake the Sleeper hat wohl endlich auch Phil Lanzon
die Liebe zum "reinen" Hammond-Sound entdeckt und sich von den Synthesizer-Spielereien wohl endlich verabschiedet. So auch nachzuhören auf der neuen CD "Celebration". Auch hier lohnt es sich reinzuhören...
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