Kundenrezension

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider typisches USA-Kino, 21. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Million Dollar Baby (Einzel-DVD) (DVD)
Der Film macht eigentlich alles richtig und dennoch git es meines erachtens Stellen, die harte Punktabzüge verdienen. So liefert auch dieser Film keine glaubwürdig choreografierten Boxkämpfe. Die kleine Boxerin schlägt einfach direkt alles dauerhaft in der ersten Runde KO - mit mustergültigen Kombinationen. An diesen Stellen vermisse ich die Differenziertheit - so ein Aufstieg in der Boxwelt wirkt einfach unglaubwürdig. Den Höhepunkt erreicht diese Unglaubwürdigkeit der Boxkampfdarstellung im Schlusskampf. Da wird mit Ellenbogen geschlagen, geworfen, das Steißbein bearbeitet, der Gegner am Boden nochmal getroffen und zu guter letzt in der Pause nochmal hart zugeschlagen. Ein sauber choreografierter Kampf mit einer starken und fairen Gegnerin, bei der schließlich der entscheidende Unfall passiert wäre sehr wünschenswert gewesen (Zumal es durchaus tragischer gewesen wäre, hätte die Gegnerin den Unfall selbst bereut und nicht direkt provoziert!). Eastwood bedient sich lieber eine deutschen Ex-Prostituierten (wie kommt man auf so einen quatsch?) und schafft somit ein klares Feindbild - typisch für USA-Kino. Die Darstellung der Familie selbst ist ebenfalls ins Extreme verlagert worden. Scheint so, als wolle man den Zuschauer nicht aus dem Kino gehen lassen, bevor er nicht genau weiß wer gut und wer böse ist. Zu der entscheidenden Szene am Schluss (zB dass keine Krankenschwester kommt) sag` ich an dieser Stelle mal nichts.

Letztlich wiegen diese Ungereimtheiten so schwer, dass der Film bei mir nicht seine volle Atmosphäre aufbauen konnte. Wer sich allerdings weniger kritisch zeigt und auch mal ein Auge zudrück wenn Uncle Sam auftaucht bekommt ein gutes Drama mit guten Schauspielern (Naja, Morgan Freeman ist mal wieder er selbst. Er spielt seine Rollen gar nicht, er ist halt einfach er selbst ... weshalb er nun eben nicht mit SCHAUspielerischer Leistung überrascht).

Mich hat der Film jedenfalls relativ kalt gelassen. Zu plump versucht Eastwood Emotionen zu wecken, zu undifferenziert das Gesamtbild (gute Dramen bieten Spielraum für Interpretationen).

Wirklich gut gelungen sind übrigens die Besuche in der Kirche, die sind noch das pfiffigste im Film :-)
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.07.2009 17:41:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2009 17:43:42 GMT+02:00
Jolly Joker meint:
zu ihren so genannten "unglaubwürdigkeiten"; 1. Mike tyson und sugar ray robinson waren alle beide ebenfalls boxer die fast all ihre gegner innerhalb von zwei minuten ko boxten, und sugar ray wird hier sogar von morgan freeman erwähnt und mit ihr verglichen, 2. mit dem endkampf zeigt uns eastwood was für unterschiedöliche boxer es gibt; unfaire und ultraharte die sich einen "dreck" um den gegner scheeren und das boxen als eine schlacht sehen bei den es nur ums gewinnen und verlieren geht und gentlemen-boxer (oder in dem fall lady) die es als reinen sport ansehen und die sich sogar wenn sie gewonnen haben und den gegner ausgenockt haben sich nach dem kampf um den gegner erkundigen ob es ihm auch gut geht usw. diese ideen von eastwood waren einfach meisterlich und 3. wegen MORGAN FREEMAN; der spielt hier so einen seelischen krüppel (wie alle drei protagonisten eigentlich) wie in keinem seiner filme zuvor, entweder spielt er eigentlich immer einen optimistischen, weisen mann oder halt genau das gegenteil, ein pessimistischer mann der genug hat vom leben wie in david fincher`s " sieben " oder so. Aber geschmäcker gehen ja bekannterweise ausseinander, Gruß!

Veröffentlicht am 07.02.2010 21:19:03 GMT+01:00
ganymed75 meint:
Liebe(r) A. Scholz, danke, Sie haben meine Gedanken zu dem Film in die passenden Worte gefasst. Zu Erwähnen wäre noch der Vergleich mit dem Deutschen Schäferhund "Axel", den Maggie anbringt, als sie Frankie bittet, sie zu erlösen. Ein ausgezeichneter und wirklich ergreifender Film zur gleichen Thematik ist übrigens der zu Recht oscarprämierte Film "Das Meer in mir".

Veröffentlicht am 10.03.2010 21:45:02 GMT+01:00
dem kann ich mich nur anschließen. plump, kitschig und unrealistisch fallen mir zu diesem film ein.

Veröffentlicht am 22.04.2011 20:39:30 GMT+02:00
Ilia Riano meint:
@A. Scholz: 30.04.1993 - Monika Seles, Messer im Rücken, Günter Parche, 2 Jahre auf Bewährung, bei Wikipedia nachzulesen.
Bitte eine Runde schön nachdenken und verstehen, dass es hier nicht darum geht ein Feindbild aufzubauen, sondern zu zeigen, dass egal wie gut man ist, man letztendlich mit primitiver Brutalität zerstört werden kann. In anderen Filmen wie z.B. Fletchers Visionen wird genau erläutert, wie unliebsame Personen durch das Anheuern von psychisch labilen, programmierten Menschen liquidiert werden. Das sind alte Methoden in neuem Gewandt. Ach ja, IIRC war die fiese Boxerin im Finale eine Ex-DDR-Agentin und keine Prostituierte?
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A. Scholz
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