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Kundenrezension

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Härter und ruppiger als das Debut, Rick Rubin sei Dank, 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shangri La (Audio CD)
Shangri La! Was macht Jake Bugg? Wie geht er mit der Last des Nachfolgealbums um, bekommen wir eine Veränderung des Stiles aufgetischt, sind die Vorschusslorbeeren berechtigt? Das Erstlingwerk wurde frenetisch in der Kritik gefeiert, volle Konzerthallen stellten den gerechten Lohn einer guten Studioarbeit dar!

Jake huldigt und zitiert in seiner Musik nicht nur erklärten (amerikanischen und englischen) Vorbildern wie John Sebastian, Oasis oder Übervater Dylan sondern legt die Geschicke an den Studioreglern nun in die Hände von Rick Rubin, DER amerikanischen Studioikone. Ob ihm diesen Tip Ziehvater Noel Gallagher gab? Notiere ich flüchtig Rubins Arbeit der letzten Dekade: Dixie Chicks, Slayer, Adele, Kid Rock: Höchst erfolgreiche wie unterschiedliche Major Acts, die mit ihren Werken am Plattenmarkt sehr erfolgreich waren bzw. sind. Vom Verdienst der Revitalisierung eines Johnny Cash durch die bekannten Spätwerke einmal ganz zu schweigen.

Ist die Verpflichtung des „wichtigsten Produzenten der letzten 20 Jahre“ (MTV äußerte dies beiläufig) ein Garant für einen gelungenen Nachfolger?

Jake Bugg liefert uns 12 Kompositionen und übernimmt die Arbeit an Gitarre und Gesang, einige Gastmusiker ( Red Hot Chilli Peppers) kompletieren die Produktion. Ein erstes Abhören offenbart den Einfluss, den Rick Rubin bei dieser Produktion ausübt. Es gibt mehr E-Gitarren, weniger akustische Elemente und ganz klar die Zunahme verzerrter Töne. Muß man das verdeifeln? Keinesfalls! Ein gewisser Robert Zimmermann iritierte Fans wie Kritiker als er sich von der akustischen Gitarre lossagte und wurde sogar anfangs dafür abgestraft.

Direkt zu einigen Titeln vom neuen Album, die exemplarisch auf „Bewährtes“ und „Weiterentwickeltes“ eingehen sollen.

„Slumville Sunrise“ startet mit starken Anleihen an den Surfer-Sound eines Del Shannon und Dick Dale! Auch registriere ich, daß der gute Jake nicht nur bei einem Song der Akkordfolge von Iggy Pops „The passenger“ gelauscht hat.

„Me and you“ liefert bekanntes Strumming auf der Akustikgitarre, diese Melodie offenbart uns wirklich nichts neues, aber nun kommt diese spezielle, nasal und rotzig gesprägte Stimme von Jake Bugg und reisst den Song aus der Normalität. Hier erinnert mich Jake sehr an David Gray.

„All your reasons“ hat Bugg bereits auf der Tour 2013 öfters gespielt. Für mich eine Huldigung an das Vorbild Gallagher; wenn gleich Bugg die Soloeinwürfe des Vorbildes nicht spielt sondern sich auf die verzerrte Rhytmusgitarre beschränkt. Der Song ist von der Struktur und Komposition gut, es fehlt ein Soloinstrument.

„Kitchen Table“ und „Pine trees“ stehem wiederum für Singer / Songwriter Tradition eher amerikanischer Färbung. Schlichte Akkorde, einprägsamer Gesang, erzählte und gespielte Geschichten am Lagerfeuer.

„Storm passes away“ schließt dann den Kreis zu Johnny Cash. Spärlich instrumentiert mit Besen am Schlagzeug und Bass greift Bugg den (Country) Rhymtus auf, die Tiefe und das Volumen der Stimme des Vorbildes kann Jake nicht liefern.

(Kurz)fazit: Die lange Tour und die Zusammenarbeit mit Rubin haben Bugg geholfen, sich weiter zu entwickeln. Hier reift ein großartiger Musiker heran, der Mann ist knapp 20 Jahre alt. In der Gesamtbetrachtung wirkt das neue Werk nicht nach einer Verfestigung des Stiles des ersten Albums sondern nach einer Suche neuer Klangmöglichkeiten und einer größeren Variabilität. Die Suche hat Jake Bugg meiner Meinung nach noch nicht ganz abgeschlossen.

Er ist clever genug, den Stil des ersten Albums bei einigen Liedern aufzugreifen, in der Politik würde man von der „Stammwählerschaft“ sprechen. Die wird sicherlich zu Buggs Konzerten weiterhin strömen. Ich hoffe für den Musiker, daß das Publikum offen für die Ausweitung des Repertoires ist.

Ich meine, daß Jake Bugg gut daran täte, speziell bei den härteren Stücken die Formation um eine Sologitarre oder ein Piano zu erweitern. Der junge Bugg wurde ja mehrfach als Auferstehung des „Brit-Pops“ gefeiert. Der Mann spielt eine gute und sichere Rhytmusgitarre, hat jedoch keine Ambitionen nach einprägsamen Sololinien. So krame bereits nach der ersten Oasis Scheibe. Ich bin aber sicher und zuversichtlich: Von Jake Bugg hören wir noch viel in Zukunft.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.11.2013 11:34:07 GMT+01:00
Sehr gute Rezension , treffend formuliert....
aufjedenfall ein geiles Album !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.11.2013 16:35:26 GMT+01:00
M. Benz meint:
Tolles Album und sehr interessante Rezension ;)

Veröffentlicht am 19.11.2013 15:09:14 GMT+01:00
Daniela R. meint:
Vielen Dank für die aussagekräftige Rezension!!
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