Kundenrezension

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 2. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Alternative 4 (Audio CD)
Auf die Idee zu dieser Rezension kam ich angesichts der vor 3 Wochen erschienenen Live-DVD "Were you there", die Amazon erstaunlicherweise bis heute nicht anbietet. Und so geil diese DVD sich auch präsentiert, sie hat einen fatalen Fehler. Es ist nicht ein einziges Stück aus "Alternative 4" enthalten. Den Grund müssen wir nicht lange suchen. Bassist Duncan Patterson, der die Hälfte des Albums geschrieben hatte, stieg nämlich danach aus. Ebenso wie Drummer Shaun Stells, dessen überragender Einfluß auf dieses Album während der Promo überschwenglich gelobt wurde. Nun denn, auch wenn Meister Cavanagh dieses Album heute totschweigt, ist es unerreicht. Die Band, die seinerzeit mal in der Black Metal Schublade gesteckt hatte, schloss mit diesem keyboardintensiven Konzeptalbum ihre Wandlung zum floydbeeinflußten Giganten für theatralische Rockmusik ab. Das Konzept versteh ich zwar eher nicht, aber die Band gab als Initiator der thematik einen Roman des britischen Schriftstellers H.P.Lovecraft (oder so ähnlich) an. Und die 4. Alternativen, um die es geht, mutet eigentlich etwas durchgeknallt an. Aber auch das paßt irgendwie ins Programm. Allein das Intro ist eines der besten, die mir je begegnet sind (we are just a moment in time/blink of an eye/a dream for the blind/visions of a dying brain/i hope you don't understand), und es ragt direkt in die Übernummer "fragile dreams", in der einzigartige Streicher durch den Song jagen. Mit "Empty" folgt gleich der nächste hammersong, bevor es dann etwas besinnlicher und spährischer wird. Die Berg- und Talbahnfahrt gipfelt schließlich in der drittletzten Nummer "Regret" die nach einem spannungsvollen Aufbau schließlich platzt, und sich in einer Weise entlädt, daß der Hörer nur noch von einer Wand zur anderen läuft. Die Bonustracks passen übrigens nicht wirklich ins Bild, machen aber auch großen Spaß. Drei von ihnen sind nämlich Pink Floyd-Covers aus "The Wall" und "The final cut". Übrigens führte der Abgang von Duncan Patterson nach diesem Album nicht mal zum Kulturschock. Die folgende Anathema-Scheibe "Judgement" war ebenfalls von magischer Größe. Trotzdem ist es eigentlich eine strafbare handlung, die großartigen kompositionen aus "Alternative 4" einzumotten. Einige davon gehören einfach in jedes Anathema-Set. Und was auch immer damals vorgefallen sein mag: Dieses Problem sollte man dringend beseitigen.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.05.2009 23:00:30 GMT+02:00
Nur zur Vollständigkeit: "Better Off Dead" --> Coverversion eines Bad Religion Songs...

Veröffentlicht am 11.02.2011 16:47:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.02.2011 16:52:10 GMT+01:00
Monty Burns meint:
Hi Thofrock!
Interessante Rezi! Nur zur Richtigstellung: H. P. Lovecraft war kein Brite sondern Amerikaner (Providence, New England), bekannt durch seine überwiegend kurzen Erzählungen und Gedichte, die alle um ein von ihm ersonnenes Götter-Pantheon kreisen: allgemein bekannt als >Cthulhu-Mythos<. In diesem Rahmen hat er auch das >Necronomicon< erfunden, ein Buch von dem viele annehmen es existiere tatsächlich. Im Buchhandel vereinzelt erhältliche Ausgaben dieses Buches sind aber durchweg Fälschungen. Trotz seines dauerhaften wirtschaftlichen Misserfolgs muss man Lovecraft als einen der einflussreichsten Autoren fantastischer Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnen.

Übrigens: wirklich ein grandioses Scheibchen diese >Alternative 4<! Besonders angetan hatte und hat es mir das leider viel zu kurze >Inner Silence< und die auf meiner Version der Scheibe als Bonustrack enthaltene Akkustikversion von >The silent Enigma< (später auch auf der Best-of >Resonance< erschienen). Göttlich! >Better of dead< (ebenfalls auf >Resonance<) ist dafür auf meiner Scheibe nicht enthalten.
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