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Ein starkes Thema... und eine schwache Hauptfigur!,
16. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Retribution (Taschenbuch)
Das Lob vorweg: Mrs. Hoffman schreibt äußerst spannend und mitreißend! Dazu hat sie sich ein eindrucksvolles Thema gewählt: Eine junge Studentin wird in ihrer eigenen Wohnung überfallen und brutalst vergewaltigt. Jahre später sieht sie sich vor Gericht - inzwischen arbeitet sie für die Staatanwaltschaft - ihrem damaligen Peiniger gegenüber, der nun beschuldigt wird, mehrere Frauen umgebracht zu haben.
Aus dieser Konstellation heraus entwickelt Mrs. Hoffman nun einige interessante Fragen, z.B. in wie weit ist es moralisch statthaft Beweise zu fälschen, um einen Täter für eine lange vergangene Tat ins Gefängnis (hier sogar in die Todeszelle!) zu bringen?
Der Ausgangspunkt für einen mitreißenden Thriller wäre also gelegt. So weit, so gut.
Was nun aber folgt, ist die Geschichte um eine Hauptfigur, die zum einen durch ihre damaligen schrecklichen Erlebnisse zutiefst traumatisiert ist, zum anderen aber zum Ende des Buches zu einer Heldin auftrumpft, der noch nicht einmal stärkste Drogen etwas anhaben können. Das wirkt äußerst unglaubwürdig!
Dazu kommt ihr oftmals sehr fragwürdiges Verhalten gegen ihre Mitmenschen, insbesondere des Gutmenschen, der sich in sie verlieben darf und darum durchleiden muss, was vermutlich kein realer Mann mitmachen würde...!
Ärgerlich ist auch das reißerische Ende... doch hier will ich nicht zu viel verraten.
Ein Punkt Abzug also für die schwache Hauptfigur mit all den mit ihr verbundenen Ärgernissen, sowie einer für das unsägliche Ende! Bleiben noch drei...
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