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Fantastisches Kino im Serienformat, 18. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Game of Thrones - Die komplette erste Staffel (inkl. Fotobuch) [Blu-ray] [Limited Edition] (Blu-ray)
Es war eine mutige Entscheidung von dem US-Cable-Sender HBO, die Fantasy-Reihe "Ein Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin auf die Fernsehbildschirme zu bringen. Das hat mehrere Gründe: der Sender hatte bis dato eher wenige Fantasyserien im Programm, die Buchreihe war zu diesem Zeitpunkt (und ist es noch immer lange nicht) nicht beendet, das Figurenarsenal ist geradezu episch breit - und die Umsetzung unter anderem deswegen als nicht gerade preiswert einzustufen. Dennoch wagte sich der Sender an den Stoff - und landete damit nicht nur einen moderaten Hit, sondern legte damit eine wirklich fabelhafte Serie hin. Handlungsort ist der Kontinent Westeros, der durchzogen ist von feindlichen Adelshäusern und einem ständigen Kampf um den Thron. Eine ganze Reihe an Figuren wird begleitet; Eddard "Ned" Stark (gespielt von Sean Bean), der vom König (Mark Addy) gebeten wird, seine rechte Hand zu werden, woraufhin Ned zustimmt. Nicht nur Neds Familie; unter anderem die rebellische und wenig damenhafte Arya (fantastisch verkörpert von dem Nachwuchstalent Maisie Williams) oder der Bastardsohn Jon Snow (in der deutschen Fassung "Jon Schnee"), stehen im Mittelpunkt, sondern auch der familiäre Anhang rund um den König; seine machthungrige Frau Cersei und deren Brüder Jaime und Tyrion, der Königssohn Joffrey und schließlich ein paar undurchsichtige Berater. Während in Westeros eifrig um den Thron gestritten und intrigiert wird, während niemandes Leben sicher ist, plant Daenerys Targeryen, deren Familie vor einiger Zeit vom Thron gestürzt und vertrieben wurde, ihre Rückkehr in die Heimat. Und auf den Thron. Schon in der Pilotfolge deutet sich dem Zuschauer an, was ihn erwartet; monumentale Bilder, die man sonst nur aus dem Kino gewohnt ist, viele Handlungsstränge und noch mehr Figuren und einen Epos, der in seiner Breite selbst "Der Herr der Ringe" übertrifft. Das führt stellenweise auch dazu, dass Nichtbuchkenner besonders in den ersten Episoden überfordert sein dürften; zu viele Gesichter, zu viele Namen und angedeutete Vorgeschichten werden ins Spiel gebracht, um nur bald wieder zu verschwinden und erst einige Folgen später wieder aufzutauchen. Wenn der Zuschauer jedoch aufmerksam bei der Sache ist, dürfte dies kein allzu großes Problem sein. Wenn man sich auf die Serie einlässt, wird man reich belohnt - mit interessanten Figuren, eindrucksvollen Landschaften und Effekten (die meistens gar nicht als solche erkennbar sind, eben weil sie so perfekt sind), erstklassigen Darstellern - hierbei sei vor allem Peter Dinklage als kleinwüchsiger Tyrion Lannister erwähnt, der für sein Schauspiel einen Emmy gewann-, einem eindrucksvollen Score, einem ebenso bewundernswerten Intro, und einigen unerwarteten Wendungen im Handlungsverlauf - und niemals bewegt man sich auch nur ansatzweise von der Buchvorlage weg. Besonders erfreulich ist dabei, dass HBO die Senderheimat der Serie ist; schließlich darf hemmungslos geblutet, geflucht und geliebt werden. Bei einer Serie, die in einer fiktiven Mittelalterwelt spielt, kann dies nur von Vorteil sein. Bei all den Stärken ist beinahe darüber hinwegzusehen, dass die Aufteilung in Gut und Böse mitunter doch noch etwas zu deutlich ist und besonders in der ersten Hälfte die eine oder andere Länge nicht zu leugnen ist. Der größte Wermutstropfen ist jedoch zweifellos, das der Zuschauer nur 10 Folgen des Meisterstücks genießen kann. Noch eine Sache zur Synchronisierung: natürlich ist es für Fans ungewöhnlich, Eindeutschungen wie "Königsmund" für "King's Landing" und "Jon Schnee" für Jon Snow zu hören, auch ist sicherlich die Sinnhaftigkeit der ein oder anderen Übersetzung anzuzweifeln, aber nichtdestotrotz: der positive Eindruck sollte dadurch nicht geschmälert werden. Und die Punktewertung erst recht nicht - wen's stört, kann sich ja einfach die Originalfassung anschauen.
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Sean Bean
Warner Home Video - DVD
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Fantastisches Kino im Serienformat
Es war eine mutige Entscheidung von dem US-Cable-Sender HBO, die Fantasy-Reihe "Ein Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin auf die Fernsehbildschirme zu bringen. Das hat mehrere Gründe: der Sender hatte bis dato eher wenige Fantasyserien im Programm, die Buchreihe war zu diesem Zeitpunkt (und ist es noch immer lange nicht) nicht beendet, das Figurenarsenal ist geradezu episch breit - und die Umsetzung unter anderem deswegen als nicht gerade preiswert einzustufen. Dennoch wagte sich der Sender an den Stoff - und landete damit nicht nur einen moderaten Hit, sondern legte damit eine wirklich fabelhafte Serie hin.
Handlungsort ist der Kontinent Westeros, der durchzogen ist von feindlichen Adelshäusern und einem ständigen Kampf um den Thron. Eine ganze Reihe an Figuren wird begleitet; Eddard "Ned" Stark (gespielt von Sean Bean), der vom König (Mark Addy) gebeten wird, seine rechte Hand zu werden, woraufhin Ned zustimmt. Nicht nur Neds Familie; unter anderem die rebellische und wenig damenhafte Arya (fantastisch verkörpert von dem Nachwuchstalent Maisie Williams) oder der Bastardsohn Jon Snow (in der deutschen Fassung "Jon Schnee"), stehen im Mittelpunkt, sondern auch der familiäre Anhang rund um den König; seine machthungrige Frau Cersei und deren Brüder Jaime und Tyrion, der Königssohn Joffrey und schließlich ein paar undurchsichtige Berater. Während in Westeros eifrig um den Thron gestritten und intrigiert wird, während niemandes Leben sicher ist, plant Daenerys Targeryen, deren Familie vor einiger Zeit vom Thron gestürzt und vertrieben wurde, ihre Rückkehr in die Heimat. Und auf den Thron.
Schon in der Pilotfolge deutet sich dem Zuschauer an, was ihn erwartet; monumentale Bilder, die man sonst nur aus dem Kino gewohnt ist, viele Handlungsstränge und noch mehr Figuren und einen Epos, der in seiner Breite selbst "Der Herr der Ringe" übertrifft. Das führt stellenweise auch dazu, dass Nichtbuchkenner besonders in den ersten Episoden überfordert sein dürften; zu viele Gesichter, zu viele Namen und angedeutete Vorgeschichten werden ins Spiel gebracht, um nur bald wieder zu verschwinden und erst einige Folgen später wieder aufzutauchen. Wenn der Zuschauer jedoch aufmerksam bei der Sache ist, dürfte dies kein allzu großes Problem sein. Wenn man sich auf die Serie einlässt, wird man reich belohnt - mit interessanten Figuren, eindrucksvollen Landschaften und Effekten (die meistens gar nicht als solche erkennbar sind, eben weil sie so perfekt sind), erstklassigen Darstellern - hierbei sei vor allem Peter Dinklage als kleinwüchsiger Tyrion Lannister erwähnt, der für sein Schauspiel einen Emmy gewann-, einem eindrucksvollen Score, einem ebenso bewundernswerten Intro, und einigen unerwarteten Wendungen im Handlungsverlauf - und niemals bewegt man sich auch nur ansatzweise von der Buchvorlage weg. Besonders erfreulich ist dabei, dass HBO die Senderheimat der Serie ist; schließlich darf hemmungslos geblutet, geflucht und geliebt werden. Bei einer Serie, die in einer fiktiven Mittelalterwelt spielt, kann dies nur von Vorteil sein. Bei all den Stärken ist beinahe darüber hinwegzusehen, dass die Aufteilung in Gut und Böse mitunter doch noch etwas zu deutlich ist und besonders in der ersten Hälfte die eine oder andere Länge nicht zu leugnen ist. Der größte Wermutstropfen ist jedoch zweifellos, das der Zuschauer nur 10 Folgen des Meisterstücks genießen kann.
Noch eine Sache zur Synchronisierung: natürlich ist es für Fans ungewöhnlich, Eindeutschungen wie "Königsmund" für "King's Landing" und "Jon Schnee" für Jon Snow zu hören, auch ist sicherlich die Sinnhaftigkeit der ein oder anderen Übersetzung anzuzweifeln, aber nichtdestotrotz: der positive Eindruck sollte dadurch nicht geschmälert werden. Und die Punktewertung erst recht nicht - wen's stört, kann sich ja einfach die Originalfassung anschauen.
AsterLundgren
18. November 2011
- Insgesamt:
5

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