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Kundenrezension

97 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte wiederholt sich, 16. Juni 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Recovery [+1 Bonus] (Audio CD)
Eminem ist objektiv betrachtet der weltbeste Rapper. Auf die Frage, ob nicht Jay-Z der Titel zusteht, gibt's eine Antwort: "Renegade". Dennoch schuf Eminem im Gegensatz zu Jay-Z nicht so oft die weltbeste Rapmusik. Hauptgrund war seine auf Dr. Dre und sich selbst beschränkte Produzentenwahl. Em's Eigenproduktionen waren während der Zusammenarbeit mit dem Funky Bass Team auf den ersten Alben amtlich, mit Luis Resto als Co-Produzent ging's kontinuerlich bergab und fand nach "Encore" seinen Tiefpunkt im katastrophalen "The Re-Up". Die kreative Krise begleitete eine persönliche, Eminem verschwand in der Versenkung und hielt Fans lange um seine Lage in Ungewissheit. Dann, nach jahrelangem Kampf gegen Tablettensucht und Schreibblockaden setzte der Elvis des 21. Jahrhunderts mit zwei Alben im Gepäck 2009 zum Comeback an. Mit "Relapse" kehrte sein zwischenzeitlich zum Serienkiller avanciertes Alter-Ego Slim Shady zurück und lieferte ein überragendes Style-Massaker auf einer toxischen Soundmixtur aus Dr. Dre's Labor.
Zumindest reichte die Musik wieder qualitativ an Eminem's Skills heran, die Kohärenz des Albums erinnerte entfernt an das Kaliber eines "Purple Tape". Em präsentierte erneut eine beeindruckende Pallette an Flows und Reimtechniken und liess in Sachen Hooks selbst einen Mann vom Fach wie 50 Cent alt aussehen. Trotzdem beschwerten sich Fans wie Kritiker massiv über die inhaltliche Leere; ausser BTM, altbekanntem Promi-Bashing und fabelhaft erzählten, aber etwas übertriebenen Mordszenarien ging da nicht wirklich viel. Den berüchtigten schwedischen Akzent abgelegt, versprach Em mit dem symbolisch von "Relapse 2" zu "Recovery" umbenannten Nachfolger wieder Songs mit emotionalem Tiefgang und, festhalten... auch noch von verschiedenen Produzenten! Diese einzig logische künstlerische Weiterentwicklung war längst überfällig, denn bisher schaffte es von ausserhalb lediglich Mark The 45 King einen Beat auf Eminem's Alben zu platzieren. Die neue musikalische Richtung für "Recovery" dagegen weist neben Executive Producer Dr. Dre ein Team aus zehn renommierten und aufstrebenden Rhythmusarchitekten. Sieht aus, als wär's die Richtige.

Ich war nach dem ersten Durchskippen dennoch ein wenig geschockt. Den stampfenden Hardcoresound auf "Relapse" gewohnt, irritierte es mich, zwischen straighten Rap-Nummern ein wildes Gemisch aus clubbigen Shynties, Black Sabbath- und Haddaway(!)-Samples und radiofreundlichen SingSang-Hooks vorzufinden, gegen die selbst "We Made You" klingt wie Motown Soul. Man ahnt erst nichts Verdächtiges, wenn die ersten Takte des Openers "Cold Wind Blows" erklingen und Em sein altbekanntes "Dededum-dum-dadum" dahinsummt. Ohne vorliegende Credits vermutet man sogar eher den Doc an den Boards anstatt Just Blaze, der sich mit klatschenden Snares und düsteren Pianoklängen sehr vom Dre'schen Sound inspiriert zeigt. Eminem wärmt sich auf mit Beschimpfungen und Provokationen wie "Might aswell let my lips pucker/Like Elton John, cause I'm just a mean c**ks*cker" oder "Won't stop til the world stop spinnin'/And Michael J. Fox come to a stand still during an earthquake". In-House Producer DJ Khalil lacet für "Talkin' 2 Myself" die obligatorische Kobe-Hook auf einem epischen Instrumental, das fast zur Nebensache wird bei dem, was Em da vom Stapel lässt: "I almost made a song dissin' Lil Wayne/I was jealous of him 'cause the attention he was gettin'/I felt horrible about myself, he was spittin' and I wasn't" und "You start dissin' people for no reason?/Especially when you can't write a decent punchline even?/You're lyin' to yourself, you're slowly dyin', you're denyin'/Your health is declinin' with your self esteem, you're cryin' out for help". Puh. So viel Ehrlichkeit ist der Rapkonsument von heute gar nicht mehr gewohnt, unfassbar.
Der über die Jahre zum Starproducer mutierte D12-Buddy Kon Artis versorgt seinen Boss mit einem zu Lyricists wie ihm am Besten passenden Soundteppich: Erdiges Vocalsample, brettharte Drums, ein wenig Detroit-Vibe und Em's mit rauer Stimme eindringlich vorgetragene Punchlines in übermenschlich komplexen Reimschemata machen "On Fire" zu einem Highlight. Khalil Nr. 2, die fetzige Rocknummer "Won't Back Down" wartet auf mit P!nk, die ruhig ein Bisschen mehr Gas hätte geben können, Eminem stiehlt ihr ein wenig die Show. Während sie auf dem aggressiv vorwärts preschenden Bassmonster etwas untergeht, zerlegt Em das Vieh mit virtuoser Leichtigkeit in noch nie gehörten Rhymepatterns und schreit nach mehr. Seine Darbietung auf dem Song kann durchaus als Manifest dieses ewig seinesgleichen suchenden Ausnahmetalents betrachtet und jeden um die Ohren gekloppt werden, der meint Rap sei nicht so kunstvoll wie Gesang. Nach dem etwas merkwüdigen, aber okayen Spasstrack "W.T.P." von Supa Dups und Ozzy auf Emile's "Going Through Changes" gibt der kanadische Senkrechtstarter Boi-1nda zwei Kostproben seiner Kunst: Als erste Single trifft die Wahl perfekt auf die rebellische Hymne "Not Afraid", in der ein von sphärischen Synthies begleiteter Eminem sich ergreifend persönlich an seine Fans wendet und u.a. für "Relapse" entschuldigt. Mit "Seduction" liefert Boi-1nda ein weiteres Albumhighlight, auf dem Em andere Leute Freundinnen Groupie-Dienste verrichten lässt. Das Instrumental klingt jedoch wie eine Offenbarung: Nachschallende Snares, hypnotische Streicher, verspieltes Piano und ein magisch über dem Beat schwebender Em machen aus dem Song ein Hörgenuss.
Bei Just Blaze' zweitem Beitrag wird's kritisch. Hat er sich denn nicht genug blamiert, als er für T.I. allen Ernstes O-Zone's unsägliches "Dragostea Din Tei" samplete? "What Is Love" ist zwar nicht ganz so peinlich, aber manche Sachen müssen einfach nicht sein. Gerade für "Nobody listen to Techno"-Eminem trashigen Eurodance zu verwerten zeugt nicht gerade von musikalischem Feingefühl. Schade eigentlich, denn "No Love" ist ansonsten ziemlich Bombe. Weezy krächzt sich einen ab, wird von Em mitsamt Evisu und Bandana verspeist, das elektrisierende Synthiegerät zeigt auch Wirkung. Neben wirbelsturmartiger Flowabfahrt haut Em Sprüche raus wie: "Get these wack c**ks*ckers off stage/Where the f**k is Kanye when you need him?". Trotzdem ist die Hook für mich unhörbar, ich verabscheue Kirmestechno. Die Amis sollen bitte weiter Soul, Jazz und Funk samplen, von guter elektronischer Tanzmusik haben die, bis auf Ausnahmen in Detroit und LA, absolut keine Ahnung. Ich kenne kaum Produzenten, die sich derart zum Negativen wandelten wie Just Blaze, der mit Kanye West fast als Einziger während des jahrelangen Dirty South-Booms regelmässig mit souligen Sample-Granaten Hits landete. Jetzt baut er Beats aus Eurodance, der mit Abstand abscheulichsten Musik des Universums. Was kommt als Nächstes? Samplet er Scooter für's neue Jay-Z-Album? Geht nicht, sowas! Im Grunde ist Just Blaze die einzige wirkliche Enttäuschung auf "Recovery". Von den fünf angekündigten Beiträgen sind drei übrig geblieben, zwei davon fahren einen komischen Style, der Dritte ist zwar gut, klingt aber wie Dre. Wie ein Kind hatte ich mich darauf gefreut, Eminem Just Blaze' energische NeoBoomBap-Bretter wie "Exhibit C" oder "Return Of The Real" killen zu hören, und wat is? "You're Never Over" ist zwar kein skandalöser Fehlschlag, kommt aber auch in diesem käsigen Soundgewand, wobei Em's schief gesungene Hook etwas von seinem verlorenen jugendlichen Charme beherbergt.
An "Space Bound" will ich mich gar nicht lange aufhalten, ich reagiere allergisch auf Jim Jonsin, er versaute das Cypress-Album und wegen ihm geht mir selbst T.I. mittlerweile auf'n S*ck. Auch der dritte Khalil-Track "25 To Life" sagt mir wenig zu. Beide Songs haben einen leicht hippiehaften "Gittarre-am-Lagerfeuer"-Vibe, der im Rap nicht klar geht. Allerdings kann auch niemand ausser Em solche Tracks machen ohne sich zu blamieren, was nur für seine enorme Vielseitigkeit spricht. Im Grunde sind diese Songs nicht objektiv wack, sondern Geschmacksache, daher möchte ich ihnen ihr Hitpotenzial nicht absprechen. Richtig angenehm ist die positive Energie auf dem bizzar betitelten "Cinderella Man", zu dem Script Shepherd aus dem Just Blaze-Umfeld Beat und Vocals beisteuert. Eminem's übersprudelne Brillanz wird diesmal von melodischen E-Gitarrenriffs auf an "'Til I Collapse" erinnernden Stomps und Claps im Queen-Style begleitet. Die Rihanna-Kollabo ist bei Weitem nicht so schlimm, wie befürchtet und wird wahrscheinlich monatelang weltweit die Charts toppen und auf einschlägigen Sendern totgespielt werden. Zum Schluss wird der ohnehin schon von Eindrücken überwältigte Hörer noch mit drei alles wegfetzenden Granaten beschmissen: Der einzige Dre-Beat auf "Recovery", das elegante "So Bad" besticht durch eine eingängige Melodie aus königlichen Horns, Piano und Strings und ist die erste Dr. Dre-Produktion mit einem gepitchten Vocalsample. Em geht drauf völlig auf und veredelt das Teil mit exzellenten Versen, Hook, Bridge und Scratchgeräuschen. Das Beste hat DJ Khalil zum Schluss aufgehoben und bringt auf "Almost Famous" genau den brachialen Brecher, den ich sonst von Just Blaze erwartet hatte. Ein alles niederwalzendes Monstrum von Beat, eine sehr nice gesungene Hook von Liz Rodrigues und ein wahnsinniger Eminem, der die immense Energie noch übertrumpft. Und als wäre das nicht genug, kommt auf einem titellosen Bonustrack Mobb Deep's Havoc mit einem phänomenalen, wie individuell für Em maßgeschneidertem Uptempobrett um die Ecke, welches der Protagonist dann mit einem High Speed-Amok-Flow zerreisst und damit das Album mehr als würdevoll abschliesst.

"Recovery" ist objektiv betrachtet besser als "Relapse". Das Album ist geprägt von einem zeitgemäßen Sound, kreativen Konzepten und aussagekräftigem Inhalt, wobei "Relapse" in Sachen Hooks und Kohärenz punktet. Da ich den "Kill You"-Eminem allerdings immer mehr gefeiert habe, als den auf "Sing For The Moment" und mich nach wie vor vehement weigere, Musik vorrangig nach lyrischem Inhalt zu bewerten, kann ich als Hardcore Dre-Fan mit "Relapse" mehr anfangen. Ich kann das Ding an einem Stück durchhören, während bei "Recovery" hier und da mal die Skiptaste zum Einsatz kommt. Aber das bin nur ich, und ich finde das undemokratisch, eine objektive Bewertung zu stark vom persönlichen Geschmack abhängig zu machen. Andererseits verstehe ich nicht, warum "Relapse" von der Fangemeinschaft derart weggedisst wurde, während bei "Recovery" ein allumfassender Enthusiasmus herrscht, und nehme Eminem seine populistischen Aussagen diesbezüglich ein wenig übel. Sind denn nicht beide Alben auf ihre Art genial? Jetzt mal ehrlich, hat jemand schon mal so gut gemachten Horrorcore gehört, wie auf "Relapse"? Oder in letzter Zeit so anspruchsvolle Popmusik wie auf "Recovery"? Ist ein Künstler, der zu Beidem fähig und mit Beidem erfolgreich ist, nicht der derbste Mutterf**ker des Planeten?
Ich finde, beide Alben hätten bei einer besseren Industrielage auch ein wunderbares Doppelalbum ergeben, mit einer "Slim Shady-" und einer "Marshall Mathers Disc", oder was auch immer. Betrachtet man sie und ihre Vorgeschichte im historischen Kontext, zieht man unfreiwillig Parallelen zu Eminem's Karrierestart und stellt fest, dass seine Geschichte sich auf wundersame Weise genau zehn Jahre später wiederholt. Überaus bemerkenswert. Ich jedenfalls könnte als Endverbraucher zufriedener gar nicht sein, da mir Eminem alle jahrelangen Wünsche erfüllt hat, als hätte auf einem seiner Trips meine Stimme gehört: Ich wollte immer Slim Shady zurück auf mehr Dre-Beats, aber auch mal andere Produzenten und dass er auf seinen deepen Songs genau so ausserirdisch krass rappt, wie auf allem Anderen. Innerhalb eines Jahres schaffte er all das, besser geht's eigentlich kaum. Es sei denn, für's nächste Album gibt's für den straighten Stuff DJ Premier, Pete Rock und Alchemist und für den Pop-Kram Kanye, Pharrell und einen dreckigen 2003er Timbaland. Wenn's den nicht mehr gibt, darf's auch Swizz Beatz sein. Da kann er sich aber Zeit mit lassen, jetzt her mit diesem gottverdammten "Detox" Album!
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Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 17 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.06.2010 13:13:54 GMT+02:00
Tester meint:
DAS ist doch mal eine Rezension mit der man etwas anfangen kann. Besten Dank!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.06.2010 13:55:03 GMT+02:00
HansMeiser meint:
Dito! Echt top geschrieben!

Veröffentlicht am 20.06.2010 13:31:23 GMT+02:00
Claudia Lux meint:
Wenn man sonst nix zu tun hat,kann man so einen Roman schreiben!!!
Niemand will 50 Seiten lesen bevor er sich ne CD kauft,es sei denn diese Rezesion gibt es mittlerweile auch als Hörbuch!!!!
In der Kürze liegt die Würze!!!!!!!!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.06.2010 13:59:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.06.2010 14:11:32 GMT+02:00
Ivan187 meint:
So einen Roman zu schreiben ist immernoch eine sinnvollere und nützlichere Beschäftigung, als grundlos im Internet rumzuhaten. So viel Zeit hat das noch nicht mal gekostet, da mir das Schreiben lange nicht so schwer fällt, wie dir das Lesen.
Wenn du auf Kurzes stehst, kannst du dich ja 1-Satz-Rezensionen wie: "Toll! Supi Album, gleich morgen kaufen!" widmen. Von denen gibt's ja genug, da erfährt man zwar rein gar nichts über das Produkt, ist aber leicht zu lesen. Genau das Richtige für dich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2010 14:40:38 GMT+02:00
KillingJoke meint:
recht hast :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2010 11:06:27 GMT+02:00
EmCea meint:
Muahaha! Hast echt einen nicht von der Hand weisenden Intellekt Ivan187! Kommt Deiner wirklich gut formulierten Rezension und zudem Deinem direkten aber nicht beleidigenden Humor zugute! "So viel Zeit hat das noch nicht mal gekostet, da mir das Schreiben lange nicht so schwer fällt, wie dir das Lesen." Gut ausgedrückt! Ich finde es gut, dass Hip Hop auch "NOCH" von normal bis überdurchschnittlich denkenden gehört wird und nicht nur von der "Yo-Alter-voll-in-die-Fresse-Gangsta" Generation gehört und MISSVERSTANDEN wird!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2010 22:56:22 GMT+02:00
H. Mayer meint:
Super Rezension, da beweist jemand viel Rap Know-How. ;D

Allerdings muss ich (persönlich) in Sachen "No Love" widersprechen.
Für mich mit das Highlight auf dem Album.
Textlich ist Lil Wayne schon weit oben, aber was Eminem inhaltlich und geschwindigkeitstechnisch raushaut ist einfach on top!
klar ist das haddaway sample nicht jedermans Sache, mit der Hook stimme ich dir zu, aber ansonsten ist es ein genialer Beat.
Nicht zuletzt wegen einem Eurodance Sample wurden so manche schlechte Deutschrapper berühmt, wieso sollten es die Amis nicht auch mal versuchen?

Veröffentlicht am 19.10.2010 10:44:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.10.2010 10:45:39 GMT+02:00
October meint:
Sehr schöne Rezension. Und mir gehts so, wenn ich Recovery ein paarmal zu oft gehört hab, ist Relapse genau das Richtige und dann wieder umgekehrt :-)
Ist wie süß und salzig abwechselnd essen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2010 17:48:29 GMT+02:00
Sven Polleis meint:
Meiner Meinung nach ist die Rezension sehr umfangreich und sicher auch mit fundiertem Wissen gespickt, was allerdings für die wenigsten Kunden ausschlaggebend für den Kauf solch eines Albums ist. Ich höre Eminem wie viele anderen auch, weil seine Musik gut klingt. Gute Renzension also, jedenfalls für die, die ebenfalls aus einem ähnlichen Fundus schöpfen können. Ottonormalverbraucher können wenig damit anfangen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.12.2010 20:23:52 GMT+01:00
Ivan187 meint:
Danke für dein objektives Urteil, dennoch muss ich wieder ein wenig klugscheißen.
Das Ding ist: Wenn du und die vielen Anderen Eminem hören, weil seine Musik gut klingt, könntet ihr eventuell von dem völlig anders klingenden "Recovery" enttäuscht sein. Daher muss man als Rezensent unbedingt auf die neue Produzentenwahl eingehen.
Ich höre Eminem übrigens auch nur weil mir seine Musik gefällt, süss finde ich ihn bestimmt nicht. Aber als Rapfan muss man eben ein wenig über den sozialen Hintergrund des Künstlers, seine (echte oder gefakete) Privatsphäre oder Geschäftsbeziehungen bescheid wissen, um die Zusammenhänge zu begreifen. Gerade bei Eminem trifft das besonders zu.
Ich betone zwar immer wieder, dass bei jeder Musik Klang vor Inhalt steht, dennoch kann man bei einer auf Lyrik basierenden Musikrichtung wie Rap die Texte nicht komplett ignorieren. Da geht 'ne Menge guter Unterhaltung bei flöten.
Hinzu kommt, dass auch professionelle Rezensionen viel zu kurz und unaufschlussreich sind. Meistens bestehen sie zu zwei Dritteln aus einer Kurzbiographie des Künstlers, der Rest dreht sich ums Album, wobei oft nur ein bis zwei Tracks bei Namen genannt werden, manchmal sogar gar keiner. Das ist mir einfach zu wenig. Für ähnlich Denkende verfasse ich dann solch umpfangreiche Rezensionen.

An dieser Stelle ein fettes Dankeschön für all die positiven Reaktionen, da lohnt sich die Tipparbeit. Vielen herzlichsten Dank.
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