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163 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: La Pavoni Europiccola-Lusso Espressomaschine (Haushaltswaren)
Wer dieses Gerät kaufen sollte:Puristen, die daran interessiert sind die Espressozubereitung von der Pike auf zu lernen, Vollautomatenbesitzer, die endlich wissen wollen, wie Espresso schmecken kann, vorausgesetzt die Zeit und der Wille zur Einarbeitung sind vorhanden. Wer dieses Gerät nicht kaufen sollte: Leute, die Wert darauf legen, mal eben schnell einen Espresso zuzubereiten, Leute die Ihre Maschinen wenig pflegen wollen oder können (nein für ein Großraumbüro oder Familien mit kleinen Kindern sind sie nicht geeignet), Leute, die viele Espressi oder Cappucino auf einmal zubereiten wollen. La Pavoni, die "Pfauen"dame ist eine Legende. 1961 zum ersten mal als Haushaltsmaschine mit einfacher Hebelmechanik hergestellt, wurde sie bis heute immer weiter verändert, im wesentlichen aber in Ihrer Konstruktion belassen. An ihr ist nichts überflüssiges (vom Cappucinatore mal abgesehen) und das klassische Design entsteht im wesentlichen durch die puristische unverkleidete Technik. Die drei wesentlichen Merkmale einer Espressomaschine - Boiler - Pumpe - Brühgruppe - sind für den Benutzer deutlich erkennbar und auf Anhieb wird verständlich, wie die Zubereitung funktioniert: Wasser wird im Boiler erhitzt, nach ein paar Sekunden Preinfusion mit Pumpendruck von Hand durch das (natürlich mit einer guten Mühle frisch gemahlene und per Tamper verdichteten) Kaffeemehl in der Brühgruppe gepresst. Ist der Mahlgrad richtig gewählt entsteht nach ein wenig Übung ein sehr guter Espresso, selbstverständlich auch mit guter Crema. auch das aufschäumen funktioniert wunderbar, allerdings besser ohne Cappucinatore. Ein paar Grundregeln sollten Sie allerdings von Anfang an beherzigen: - Immer frisch gemahlenen Espresso nehmen. Haben Sie dazu keine Zeit, lassen Sie es bleiben! Die Frische auch der Bohnen (nach der Röstung) ist wichtiger als die Marke. Anstatt sinnlos mit 1 Jahr altem Supermarktkaffee herumzuprobieren kaufen sie lieber sehr frischen Kaffee von einem Kleinröster vor Ort oder aus dem Versand! Der Druck: - Lässt sich der Kaffe kaum oder gar nicht durchdrücken/ist der Espresso zu bitter: etwas gröber mahlen, fliesst er sofort durch/ist der Espresso zu sauer/sehr helle Crema: feiner mahlen. Richtig ist er, wenn die Crema haselnussbraun ist. Tendenziell eher so, daß er sich gerade noch durchdrücken lässt. Bewährt hat sich, nur das Zweiersieb zu verwenden, es bis oben mit Pulver locker zu befüllen, abzustreichen und dann eher leicht mit dem Tamper anzupressen. Die Temperatur: - Brühgruppe vor dem ersten Bezug mit Kaffee durch etwas Wasser aus der Maschine vorwärmen - wärmt auch die Tasse auf. Ist sie zu kalt, wird der Espresso sauer. - Spätestens nach dem zweiten Bezug die Brühgruppe kühlen. dazu eine Tasse kaltes Wasser durch Hebel anheben ansaugen und wieder zurückfliessen lassen. Ist sie zu heiß, wird der Espresso bitter. - Reinigung: Nach dem Bezug den Siebträger nicht sofort herausnehmen. Langsam öffnen, erst weiterdrehen, wenn kein Zischen mehr hörbar. Besonders vorsichtig sein, wenn der Hebel sich nicht herunterdrücken ließ. Maschine vollkommen abkühlen lassen und sehr vorsichtig Siebträger herausdrehen. - Nach dem Bezug die Brühgruppe gründlich reinigen durch Ansaugen von Wasser und ausputzen mit einem Pinsel. Alte Kaffeereste in der Brühgruppe schmecken ranzig und führen zum Festbacken von wartungsintensiven Verstopfungen. Kaffee enthält Fett, Wasser mehr oder weniger Kalk. Beides zusammen kann Ablagerungen hervor rufen, die regelmäßig entfernt werden müssen. Die entkalkung der machine ist allerdings bedingt durch die einfache Konstruktion (davon kann jeder Vollautomatenbesitzer nur träumen) fast genau so einfach wie bei einem Wasserkocher. Das alles hört sich schwieriger an als es ist. Nach etwas Einarbeitung ist die kleine "Pfauen"dame eine altagstaugliche Maschine. Maschinen, die 10, 20 oder sogar 30 Jahre in Betrieb sind, sind keine Seltenheit -gute Wartung voraus gesetzt, jedes Einzelteil kann auch nach Jahrzehnten noch nachgekauft und ersetzt werden. Dazu sind sie sehr schnell: Keine 10 Minuten dauert es, bis ein perfekter Espresso oder ein Cappuccino oder meinetwegen auch eine "Latte" auf dem Tisch steht. Bella Figura inclusive. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 1 Kunden verfolgt
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
15.06.2010 13:23:17 GMT+02:00
PePe meint:
Vielen Dank für diese sehr gute Rezension und die kleinen Tipps zwischendurch! Vollautomat - nein danke!
Veröffentlicht am
08.12.2011 13:00:48 GMT+01:00
U. Quach meint:
Da kann ich mich nur anschließen, vielen Dank für diese Bewertung.
Schon in anderen Bewertungen hatte ich gelesen, dass auch mit Vollautomaten kein wirklich vergleichbarer Espresso zu bekommen sei und sich eine echte Espressomaschine (ab ca. 1600¤) mehr bringen würde. Jetzt kann ich Geld sparen und guten Espresso trinken. Nochmals vielen Dank für dIhre Rezension und die guten Tipps.
Veröffentlicht am
16.03.2012 20:16:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.03.2012 20:20:02 GMT+01:00
Frankfurterin meint:
Diese ausführliche Bewertung mit so vielen guten Tipps, bei denen uns schon das Wasser im Mund zusammenläuft, hat uns tatsächlich davon überzeugt, dass es am sinnvollsten ist, lieber mal ordentlich viel Geld hinzulegen und dafür einen soliden Dauerbrenner zu kriegen, bei dem es nicht nach 6 Jahren schon keine Ersatzteile mehr gibt (wie bei unserer Krups FNC1). Es bleibt nur noch eine Frage übrig: Weiß jemand, wie hoch der Platz unterm Ablasshahn ist? Wir trinken nämlich lieber Capuccino als Espresso.
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EUR 505,00 EUR 483,00
Rezensentin / Rezensent
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