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Kundenrezension

55 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegner suchen sich die falschen Helfer, 25. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat (Gebundene Ausgabe)
Vielleicht wäre es besser, die Gegner der Evolutionstheorie würden endlich einmal die Werke von Charles Darwin lesen statt dieses Buch. Nicht weil sich die Lektüre von Dawkins neustem Wälzer nicht lohnen würde, sondern weil sich viele Einwände beim aufmerksamen Studieren der Quellen von alleine erledigen würden. Aber weil man Darwin weiterhin lieber in einem Zug mit Sozialdarwinismus nennt, haut Dawkins eben wieder auf die Tasten. Schade nur, dass der deutsche Verlag einen ziemlich irreführenden und dummen Titel wählte. Obwohl man unter "The Greatest Show On Earth" vieles verstehen kann, trifft er den Inhalt weit besser oder schränkt ihn zumindest nicht ungebührlich ein.

Angesichts der Bedeutung dieses ewigen Streits zwischen Kreationisten und ihren Feinden wäre es wünschenswert gewesen, Richard Dawkins hätte sich etwas kürzer gefasst. Denn es ist nun mal nicht jedermanns Sache, eine mit Abbildungen über 500 Seiten umfassende Argumentationsschrift zu lesen. Gerade sich auf populärwissenschaftliches Halbwissen stützende Zeitgenossen, werden das Angebot des bekannten Evolutionsbiologeb wohl kaum annehmen, ihnen verständlich aufbereitete Fakten zu präsentieren. Sogar die stilistisch einwandfreie Verpackung werden sie Dawkins zum Vorwurf machen.

Um dieses Buch weiterempfehlen zu können, muss ich nicht jede Meinung seines Autors teilen. Die unheilvolle Einführung eines "Gottes Gens" hat mehr Verwirrung als Klärung geschaffen. Und Vertreter eines evolutionären Altruismus' beklagen zu Recht, dass es schwierig ist, der Metapher vom egoistischen Gen etwas entgegenzusetzen. Aber wer mir einem Minimum an kritischem Denken ausgestattet ist, wird die Argumentationsketten von Richard Dawkins auch nicht unüberprüft und blind verinnerlichen.

Der Auftakt mit dem Vorwort und dem Kapitel "Nur eine Theorie?" ist dem Autor so gelungen, dass man ihn gerne als Essay breit verteilen möchte. In ähnlich rasanten Tempo wird danach die Frage beantwortet, warum es so lange gedauert hat, bis Darwin auf der Bildfläche erschien. Als Hauptschuldige nennt er religiöse Indoktrination, die Komplexität und den Geist Platons. Schnell wird klar, dass jede Kritik an Darwins Lehre nur ernst genommen werden darf, wenn ihre Verfasser auch etwas von Biologie verstehen. Und da dies häufig nicht der Fall ist, erhält der Leser eben auch Nachhilfeunterricht in diesem Fach. Und selbstverständlich wird auch der Begriff "Selektion" genauer erklärt.

Auf Seite 97 kommt der erste von vier Bildteilen, die mich zwar gestalterisch wenig überzeugen, aber zur Veranschaulichung des Textes beitragen. Der Leser wird sodann auch mit Zeitbegriffen bekannt gemacht, mit denen das Gehirn eines Normalsterblichen wenig anzufangen weiss, weil sie sich unserer eigenen Erfahrungswelten verschliessen. Und weil es um naturwissenschaftliche Beweisführungen geht, gibt es auch längere Exkurse in die Chemie. Beim Kapitel über fehlende Bindeglieder lernen wir, was evolutionsgeschichtlich zusammenhängt und welche Lücken Raum für wilde Spekulationen lassen. Bei Vergleichen von menschlichen Gehirnen mit denen der Primaten erfahren wir Aktuelles aus den Neurowissenschaften und bei den Betrachtungen über die embryonale Entwicklung viel über die ersten neune Monate unseres Lebens.

Besonders wichtig halte ich auch die Ausführungen über Enzyme, weil über die Macht der Gene noch immer viel Unfug erzählt wird. Die Kapitel "Die Arche der Kontinente", "Der Baum der Verwandtschaft" und "Geschichte in uns verewigt" lassen schliesslich kaum mehr Zweifel daran, dass Darwins Thesen mit kreationistischen Beweisführungen nicht so einfach widerlegt werden können. Ausser man stemme sich grundsätzlich gegen Erkenntnisse der Naturwissenschaften. Richard Dawkins behauptet so wenig wie Darwin, dass die Evolution perfekt arbeitet. Aber die beiden vergessen auch nie die schmerzliche Tatsache, dass sich die Evolution herzlich wenig um den Einzelnen kümmert, sondern ganz andere Ziele hat, als das persönliche Glück von Peter, Gustav, Vreni oder Susi. Aus dieser Verletzung heraus gleich die ganze Evolutionstheorie in Frage zu stellen, kann man niemandem verbieten. Aber mit pseudowissenschaftlichen Argumenten gestützten Glaubensvorstellungen darf man auch widersprechen. Und genau das macht Richard Dawkins gekonnt, manchmal vielleicht zu angriffig, aber selten unter der Gürtellinie.

Mein Fazit: Wie Leser dieses Buch bewerten, hängt sicher auch von eigenen Glaubensvorstellungen ab. Und der Ansicht, wie stark man naturwissenschaftliche Erkenntnisse veranschaulichen und vereinfachen darf. Obwohl ich nicht jede Argumentation des Autors teile und mir einige Ausführungen kürzer gewünscht hätte, empfehle ich Richard Dawkins neustes Buch gerne weiter. Und sei es auch nur als Diskussionsgrundlage für die Suche nach Verlässlichem.
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Kommentare

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Von 5 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2014 09:37:30 GMT+02:00
Roman Nies meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.09.2014 20:57:45 GMT+02:00
RuhigBleiben meint:
Sehr geehrter Herr Nies,

>>Der Autor, dessen antichristliche, athetistischen, evolutionshuldigenden Bücher Millionenauflagen haben, hält Christen für geisteskrank.<<

Wenn Sie nur irgendwelche Unterstellungen hineinkopieren können, den gleichen Text findet man noch unter anderen Büchern, sind die sachlicVielleicht löscht Ron Keller wieder seine Rezension, weil er Kritik zu seinem Standpunkt nicht ertragen kann. Aber damit ist er nicht allein, Herr Nies.hen Gegenargumente wahrscheinlich sehr begrenzt.

>>erfährt man von Andrew Brown auf der Webseite von „The Spectator" folgendes zu seinem «bizarren» und «teuren» Kult: man bekäme über Dawkins Webseite für 210 Pfund im Monat- oder 5.000 Pfund im Jahr- «die Chance, an einer Veranstaltung teilzunehmen, wo er eine Rede halten wird<<

Warum erfahren Sie das nicht auf der Homepage von Richard Dawkins?
Ist das Einwerben von Spenden, die auf der Webseite keineswegs einen PFLICHTBETRAG beinhalten, nicht legitim? Wenn Sie Richard nicht persönlich hören wollen, dann reichen auch schon 85Pfund, um Mitglied in seiner Foundation zu sein. Im Vergleich zur Kirchensteuer ein richtiges Schnäppchen, liegt die in Deutschland bei 8% (in BW) und 9% in den anderen Bundesländern.
Wofür verwendet Dawkins Spenden?
Wovon leben die vielen evangelikalen Legendenerzähler? Lebt Brown als Eremit? Vom Anbau eigenen Getreides?
Niemand muss Dawkins spenden, aber wir ALLE zahlen im Jahr 19,2Mrd ¤ ALLGEMEINE Steuern an die christlichen Vereine, die sich zudem ein eigenes Arbeitsrecht gesetzlich absegnen lassen.
Ich frage mich ehrlich, wo sind Ihre sachlichen Argumente? Sie haben nur billige persönliche Angriffe geliefert, wer ein wenig Realitätssinn besitzt, wird feststellen, dass die amerikanischen Kirchengemeinden genau auf einem Spendensystem basieren, das staatlich gestützt ist.

>>Wir brauchen keinen Möchtegern-Zerstörer der Religionen, sondern einen Weltproblemlöser. <<

Wo steht im Gotteswahn, dass jemand Kirchen in die Luft sprengen soll?
Wo steht im Gotteswahn, dass jemand Pfarrer vor der Kirche erschießen soll?
Wo steht im Gotteswahn, dass jemand auf den Kreuzzug gehen soll?
Wo steht im Gotteswahn, dass jemand wieder Hexen auf dem Scheiterhaufen anzünden soll?

Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen für Ernährungsprobleme?
Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen gegen Krankheiten?
Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen für den Klimawandel?
Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen für die Rätsel der Natur?

Wo ist der Beitrag Ihrer Seelenverkäufer zu diesen Fragen?
Wo liefert Ihr Geisterglauben eine Lösung für die sozialen Probleme?
Wo liefert Ihr Geisterglauben eine Lösung für die ökonomischen Probleme?
Wo liefert Ihr Geisterglauben eine Lösung für die ökologischen Probleme?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Vielleicht löscht Ron Keller wieder seine Rezension, weil er Kritik zu seinem Standpunkt nicht ertragen kann. Aber damit ist er nicht allein, Herr Nies.

Hochachtungsvoll Ruhigbleiben

PS. Bei wie vielen positiven Kommentaren haben Sie Ihren sinnfreien Kommentar aus blindem religiösem Fanatismus noch daruntergesetzt? Hatten wohl Großkampftag mit copy & paste?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.04.2015 23:07:53 GMT+02:00
Jayanti meint:
Dawkins schrieb auch:

Wenn wir frieren, oder große Angst haben oder von der unvergleichlichen Kunst eines Shakespeare-Sonnets beeindruckt sind, bekommen wir eine Gänsehaut. Warum? Weil unsere Vorfahren normale, am ganzen Körper behaarte Säugetiere waren, und diese Haare sträubten und glätteten sich auf Geheiß empfindlicher Körperthermostate. Zu kalt? Schon richten die Haare sich auf und halten eine dickere isolierende Luftschicht fest. Zu warm? Der Pelz legt sich an, so dass die Körperwärme leichter entweichen kann. Im weiteren Verlauf der Evolution wurde das Haaraufrichtungssystem auch zur sozialen Kommunikation zurückentfremdet und beteiligte sich am Ausdruck der Gemütsbewegungen, wie Darwin in einem Buch mit diesem Titel als einer der Ersten erkannte. Hier läuft Darwin zur Höchstform auf, und deshalb kann ich der Versuchung nicht widerstehen, einige Zeilen aus dem Werk zu zitieren:

Mr. Sutton, der intelligente Wärter im zoologischen Garten, beobachtete für mich sorgfältig den Schimpansen und den Orang; er gibt an, dass, wenn sie plötzlich erschreckt werden, wie durch ein Gewitter, oder wenn sie zornig werden, wie durch Necken, ihr Haar aufgerichtet wird. Ich sah einen Schimpansen, der vom Anblick eines schwarzen Kohlenträgers beunruhigt war; sein Haar richtete sich am ganzen Körper in die Höhe...ich brachte eine ausgestopfte Schlange in der Affenhaus und im Augenblick sträubte sich bei mehreren Spezies das Haar in die Höhe....Als ich einem Peccari eine ausgestopfte Schlange zeigte, richtete sich das Haar auf dem Rücken entlang einer wunderbaren Art in die Höhe; dasselbe geschieht auch beim Eber, wenn er in Wut gerät

Die Nackenhaare sträuben sich vor Wut. Auch wenn ein Tier Angst hat, stellen sich die Haare auf, um den Körper größer erscheinen zu lassen und gefährliche oder natürliche Feinde abzuschrecken. Selbst wir als nackte Affen besitzen noch den Apparat, um die nicht (oder kaum) vorhandenen Haare aufzurichten. Das nennen wir Gänsehaut. Die Vorrichtung zum Aufrichten der Haare sind ein Überbleibsel, der funktionslose Rest von etwas, das bei unseren längst verstorbenen Vorfahren einen nützlichen Zweck erfüllte. Die spärliche Behaarung gehört zu den vielen Aspekten der in uns verewigten Geschichte. Sie sind ein überzeugender Beleg dafür, dass die Evolution stattgefunden hat, und wieder einmal stammt dieser beleg nicht von Fossilien, sondern von modernen Tieren.

HaHa...sie christlicher Fundamentalist: SIE SIND EIN AFFE. das kann man sogar naturwissenschaftlich beweisen, die fünf Bücher des Pentateuch dagegen beweisen rein gar nichts!

Darüber hinaus spiegelt sich die Entwicklung eines jeden neugeborenen Kindes in komprimierter Form die Abfolge der meisten Stadien seiner Vorfahren wieder, was es uns erlaubt, im alltäglichen Leben nach Zeugen unserer Evolution Ausschau zu halten. Die menschliche Sprache wird gemeinhin als jenes einzigartige Medium dargestellt, mithilfe dessen wir geistig miteinander kommunizieren können. Die Betrachtung der Evolution der Sprache zeigt jedoch, dass Sprache nichts mit einer Übertragung von Information zu tun hat, sondern vielmehr eine Form von Verhaltensabstimmung darstellt, die einen bestimmten Grad an Intelligenz und Selbstbewusstsein voraussetzt. Daraus folgt, dass auch Kultur nicht eine von der Biologie gänzlich unabhängige Tradition von rein geistigen Anschauungen, sondern ganz im Gegenteil direkter und unmittelbarer Ausdruck unserer genetischen Ausstattung ist. Woraus wiederum folgt, dass auch der überzeugteste Glaube an Gott nur als Konsequenz in unserer vielschichtigen Biologie verstanden werden kann.

Veröffentlicht am 29.12.2015 11:56:05 GMT+01:00
In der Tat der ungeeignetste Titel für ein Buch, dass nicht mit einer Verschwörungstheorie oder dem (Leugnen des) Holocaust befasst ist. Wer Dawkins nicht bereits kennt, wird von diesem Titel vermutlich abgeschreckt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2016 22:33:11 GMT+01:00
roman Nies,
doch doch, christen sind geisteskrank. ihr beitrag ist ist ein hervorragendes beispiel dafür.
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