Kundenrezension

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I am the Crown of Gallia!" oder: Die längst überfällige Krönung der Könige des Pagan Metals!, 12. August 2014
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Rezension bezieht sich auf: Origins (Audio CD)
Seit dem Wochenende nenne ich das nun schon sechste Studioalbum der schweizerischen Pagan-Metaller Eluveitie mein Eigen und es ist - soviel sei schon mal gesagt - wieder über jeden Zweifel erhaben. Echt unfassbar, was dieses Oktett (bei dem mit Nicole Ansperger, die als Nachfolgerin für Meri Tadic einen tadellosen Einstand feierte, eine neue Violinistin mit von der Partie ist) auch dieses Mal wieder auf die Beine gestellt haben.
Bevor ich auf die einzelnen Songs eingehe, muss man auch bei "Origins" wieder das tolle Booklet loben, dieses Mal bei der DVD-Edition eingearbeitet in die Papphülle mit den beiden Disks, sodass man wirklich schon fast ein richtiges Buch in den Händen hält, während die Scheibe ihre ersten Umdrehungen im CD-Player macht. Hier besonders erwähnenswert sind die ausführlichen Stories und Hintergrundgeschichten zu jedem einzelnen Song.

Bewerten werde ich im Folgenden nur die vollwertigen Songs:

1. Origins
Schönes Intro, erinnert an das von "Helvetios". Tut seinen Zweck, indem es einen schnurstracks in die Welt der Helvetier zurückversetzt.

2. The Nameless
Fetziger Song zu Beginn. Zeigt sehr früh, dass der musikalische Weg aus "Helvetios" auch auf dieser Scheibe fortgesetzt wird. Harte Death Metal Riffs garniert mit Eluveite-typischen Folkmelodien.
8/10

3. From Darkness
Dieser Track wartet mit einem unheimlich gänsehautmäßigen Refrain auf! Auch er ist wieder sehr schnell gehalten und macht alles richtig.
9/10

4. Celtos
Das erste Mal, dass auf "Origins" die tolle Gesangskombination von Chrigel und Anna Murphy zu Tragen kommt. Auch das erste Lied des Albums, welches nicht auf Englisch geschrieben wurde.
Toller Song, könnte für mich auch auf "Ven" stehen. Hier bekennen sich Eluveitie auf jeden Fall zu ihren Wurzeln. Fans von "Evocation" dürften hier erstmals auch wieder voll auf ihre Kosten kommen!
10/10

5. Virunus
Nachdem "Celtos" eher im Midtempo gehalten war, drücken die Schweizer nun wieder ordentlich auf die Tube. "Virunus" ist wieder schnell, laut, hart. Wieder ein typischer Eluveitie-Song, allerdings ohne das gewisse Etwas.
8/10

6. Nothing (Intermezzo)
Das erste Intermezzo" des Albums, auf dem die Geschichte von Origins" weiter vorangebracht wird.

7. The Call Of The Mountains
Dieser Song war einer derer, die man schon lange vor ET des Albums im Internet anhören konnte. Er wurde auf allen, in der heutigen Schweiz geläufigen Sprachen aufgenommen und ist damit ein Unikum. Hier ist er in der englischen Version enthalten und dürfte durchaus die Geister scheiden. Definitiv ist "The Call Of The Mountains" der poppigste Eluveite-Song, doch er hat eine schöne Melodie, die den Song trägt, außerdem wird auch er von der fabelhaften Stimme von Anna Murphy bereichert. Ich höre ihn sehr gerne. Mal was anderes.
9/10

8. Sucellos
"Sucellos" löst dann auch sogleich alle Zweifel in Luft auf, dass Eluveitie softer werden würden. Im Stile eines "Havoc" oder "The Siege" wird einem hier ordentlich der Gehörgang entrümpelt. Absolute Moshpit-Gefahr ergibt sich aus dem Intro mit nachfolgendem Doppelbass-Gewitter. Dürfte auf Konzerten für Furore sorgen!
10/10

9. Inception
Nicht weniger hart, dafür um einiges düsterer kommt "Inception" daher. Dieser Song ist der wohl am schwersten Zugängliche des Albums. Entfaltet aber nach mehrmaligem Hören eine anziehende Faszination - auch so hat man diese Band bislang sehr selten gehört.
8/10

10. Vianna
Und wieder ist es Anna Murphy, die ihren nächsten großen Auftritt hat. Hier wieder im Duett mit Chrigel in einem Song, der wohl den Part von "A Rose for Epona" übernehmen soll, wenngleich er demgegenüber ein bisschen abfällt. Dennoch sehr atmosphärisch und zerbrechlich. Gefällt mir.
9/10

11. The Silver Sister
Und wie es schon in den vorigen Songs auf "Origins" der Fall ist - nach einem eher langsameren Stück knallt es nun wieder richtig. Bei "The Silver Sister" holt mich Chrigel mit einem sehr verzweifelt und wehklagend klingenden Gesang in den Strophen ab, während der Refrain durch eine weiche Flötenmelodie eine sehr ungewöhnliche aber gleichzeitig für die Band auch wieder typische Note erfährt.
10/10

12. King
Und erstklassig geht es auch weiter. "King" ist eine Wucht. Kurzum. Für mich eines der Überlieder von Eluveitie albumübergreifend. Hier stimmt einfach alles. Ich kann das schwer an bestimmten Dingen festmachen, aber "King" vereint alles, was man an Eluveitie liebt (außer dass dieses Mal Anna als Sängerin nur sehr zurückhaltend am Ende ein paar Akzente beisteuert). Könnte ähnlichen Kult-Status erreichen wie seinerzeit ein "Inis Mona". Meines Erachtens das musikalische Highlight des Albums, trotz dem Umstand, dass es die erste Singleauskopplung war.
10/10

13. The Day Of Strife
Nach zwei so überragenden Tracks ist es natürlich für den darauffolgenden Song schwer, gut wegzukommen. "The Day Of Strife" ist schnell und macht im Endeffekt nichts falsch, ist aber auch nichts Besonderes. Am ehesten von allen Songs auf dem Album ein Skip-Kandidat, andere Bands würden sich für so einen Song allerdings trotzdem die Finger abschlecken.
7/10

14. Ogmios (Intermezzo)
Ein letztes Intermezzo leitet den abschließenden Song des Albums ein...

15. Carry The Torch
Auch "Carry The Torch" beschließt "Origins" jetzt nicht mit einem absoluten Feuerwerk, sondern ist ein solider Eluveitie-Song, hauptsächlich im Mid-Tempo, der ähnlich wie der Track davor, gegen die Wucht, die zuvor "King" erzeugte, etwas alt aussieht. Bei so einem langen Album mit erneut 12 vollwertigen Songs ist es meines Erachtens aber kein Beinbruch, wenn ein oder zwei davon keine Riesen-Hits sind, sondern eher nur das Gesamtkunstwerk abrunden.
7/10

16. Eternity (Outro)
Wo es ein Intro gibt, darf natürlich auch ein Outro nicht fehlen, in dem "Origins" durch ein paar abschließende Worte vor sanften, keltischen Klängen allmählich zu einem schönen Ende kommt.

Gesamtwertung (12 bewertete Songs): 105 von 120 Punkten!

Das würde streng genommen, auf Sterne umgemünzt 4,37 ergeben. Allerdings finde ich "Origins" als Gesamtwerk einfach wieder gnadenlos überzeugend, musikalisch abwechslungsreich und gleichzeitig auch als eine Ode an die eigenen Stärken der Band, die sich unterm Strich treu bleibt. Deshalb gebe ich gerne 5 Sterne für "Origins", wenngleich ich es möglicherweise einen ganz winzigen Ticken hinter "Helvetios" einordnen würde.

Fans, die Eluveitie hauptsächlich für Musik, wie sie auf "Evocation" dargeboten wird, lieben, sollten sich die Platte vor dem Kauf meines Erachtens zumindest einmal anhören. Denn "Origins" ist wieder ein sehr hartes, brachiales Album geworden, zwar garniert mit guten, auch ruhigen Zwischentönen, aber eben doch wie "Helvetios" sehr nah am Death Metal.
Allen, denen wie mir die musikalische Entwicklung, die die Band vor allem seit "Helvetios" gemacht hat, vollends zusagt, dürfen bedenkenlos zugreifen und sich über die beste Folk Metal-Scheibe des Jahres freuen!
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