Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schade (Spoiler gekennzeichnet), 1. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Inheritance (The Inheritance Cycle) (Gebundene Ausgabe)
Als ich damals Eragon las, tat ich dies in kurzer Zeit und konnte das Buch nicht weglegen. Die Ideen Paolinis waren nicht neu (Held/Helden kämpfen gegen bösen Herrscher) und man konnte natürlich sehen, woher er viele der Ideen hatte (Tolkien etc.), aber es waren neue Sachen dabei und die Charaktere waren ebenfalls vielversprechend.

Eldest war schon etwas weniger gut und Brisingr war mir zu langatmig. Aber ich hoffte nun auf den letzten Teil. Mit 849 Seiten musste ja nun eine super Geschichte entstanden sein.

Ich war maßlos enttäuscht! Paolinis Stil hatte sich verschlechtert und ich denke, dass er sich maßlos übernommen hatte, all die losen Enden zusammenzuführen wobei mich viele Sachen dermaßen deprimierten, dass ich Paolini am liebsten während der Lektüre geschüttelt hätte.

---Spoilers!!!----

Erstmal ist all das Schlachtgetümmel mit Roran meiner Meinung nach absolut unnötig gewesen. Ich habe mich erwischt, dass ich von Absatz zu Absatz sprang und dann einfach die Seiten überflog. Das Kapitel um die Stadt Arroughs war viel zu lang und zu detailliert und das Schlimmste ist, dass es weder der Story noch den Charakteren irgendetwas gebracht hat. Da kann man sich nur fragen, ob irgendein Editor das Buch gelesen hat. Man hätte es auf 5 Seiten zusammenstreichen können. Ebenso die Geburt des Babys am Anfang. Die Geburt von Rorans Kind, passierte ja auch Off-Screen.

Es wurden wiedermal viele Fragen aufgeworfen, die aber absolut im Sand verliefen. Paolini sagt, dass er evtl. einmal nach Alagaësia zurückkehrt um mehr zu schreiben. Das klingt nicht sicher, also warum so viele mysteriöse Fragen aufwerfen? Einfach nur um evtl. noch Stränge zu haben um doch noch einmal etwas zu haben woran man anknüpfen kann? Wo ist der Gürtel von Beloth? Wieso wird er erwähnt und wieder erwähnt, aber dann ist er weg? Was für eine Frau ist nun Angela? Woher kommt sie? Warum respektieren die Elfen sie so dermaßen? Wer waren die seltsamen Leute in Vroengard? Ich dachte, dass sie Eragon angreifen würden, aber wir hören nichts mehr von ihnen. Wer war die Frau mit den Narben an den Armen, die Roran n Uru'baen rettet?

Die Beziehung zwischen Arya und Eragon war einfach lachhaft beschrieben, da muss Paolini nochmal ein bisschen Nachhilfeunterricht nehmen; zwar nicht so schlimm wie in den vorherigen Büchern, ist es doch irgendwie äußerst unbefriedigend, dass die beiden auf keinen gemeinsamen Nenner kommen können, sei es jetzt in einer Beziehung oder in Freundschaft. Ich hatte nicht erwartet, dass sie zusammen kommen, aber irgendwie wirkte ihr Miteinander sehr gezwungen.

Dieser Speer, der plötzlich irgendwie von irgendwoher auftaucht, und von dem niemals vorher die Rede war? Und der im Endeffekt Shruikan besiegt...es kam mir so vor, als hätte Paolini selber keinen Ausweg gewusst, da er von vornherein nie geplant hatte, wie seine Bücher enden und bringt nun diesen Speer ins Spiel um etwas zu haben, womit sie den großen, bösen Drachen töten können. Arya sticht ihm ins Auge und das war es. Der Kampf gegen Thorn war da ja anscheinend weitaus schwieriger.

Was war mit Murtagh? Und vor allem mit Murtagh und Nasuada? Ich muss sagen, diese Kapitel waren die besten Kapitel im ganzen Buch. Sie waren gut geschrieben, zeigten Einblicke in die Charaktere, die Paolini sonst vernachlässigt hatte und da war ein echter Twist im Plot. Wer hätte erwartet, dass Nasuada und Murtagh sich näher kommen würden? Murtaghs war nicht zufrieden und überzeugt von Galbatorix wie man dachte. Doch was machte Paolini daraus? Nichts! Die Kapitel endeten und dann kam der Angriff auf Galbatorix, bei dem Nasuada plötzlich dastand. Murtagh verschwindet und abgesehen, von ein paar verstohlenen Blicken bleibt nichts. Das Schlimmste ist, dass Murtagh danach auch nie wieder wirklich erwähnt wird. Schade wie gesagt.

Das Ende, angefangen von der Szene im Thronraum bis zum Schluss war ein Schock für mich! Galbatorix wird als eigentlich unbesiegbar hingestellt, keiner weiß wie man jemand der so mächtig und auch gerissen ist, besiegen soll...und so starb er so schnell wie Sirius Black in Harry Potter. Einfach so und explodierte dann auch noch. Irrsinnig und vor allem unglaubwürdig! Was danach kam, war noch schlimmer, mag man ja noch nachvollziehen das Nasuada Königin wird, aber alles andere...war einfach schlecht, an den Haaren herbeigezogen und unstimmig. Eragon findet keinen Platz für die Dracheneier und so muss er auf dramatische Weise, alleine aus Alagaësia verschwinden. (erinnerte mich an das Ende von Herr der Ringe) Auch eher unglaubwürdig, denn die Rider hatten vorher auch in Alagaësia die Drachen aufgezogen. Und irgendwie war die Ausrede ja nur, dass die Drachen ja die Schafe der Zwerge fressen würden und das geht nicht...und natürlich darf er nie wieder kommen. Was mir einfach völlig unverständlich war. Hier wird die Pflichterfüllung über alles gestellt, sogar über die Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse aller Charaktere...

Den Part mit dem grünen Drachen hätte man entweder früher einfügen oder sich sparen können: Fírnen taucht für eine kurze Zeit auf, die Passage mit dem Drachensex lass ich mal aus, und dann war es das. Es wirkt reingerutscht und war auch noch vorhersehbar, dass Arya auch noch einen Drachen abbekommt. Dann wird sie auch noch mehr oder minder überredet Königin zu werden, obwohl sie immer gesagt hat, dass sie dies nicht tun will, aber es müssen sich ja alle trennen zum Schluss obwohl das ja alle nicht wollen. Ich dachte es würde noch gesagt, dass Saphira ein Ei legt, was den Sinn von der Balz mit Fírnen erklären würde, aber auch nicht. Vor allem wie kommt es, dass die beiden sich 3 min sehen und Saphira sich sofort auf ihn stürzt? Wo Fírnen noch viel zu jung und unerfahren ist? Da hätte Thorn mehr Sinn gemacht, da man durch Saphiras leichte Arroganz nicht erwartet, dass sie jeden als Partner akzeptieren würde, der sich auch nicht im Kampf bewährt hat.

Wir erfahren auch nicht, wer nun die Spione waren, die all die Informationen an Galbatorix weitergegeben hatten. Ich hatte ja Orrin in Verdacht, aber der war ja anscheinend dem Suff verfallen.

--Spoilers Ende --

Alles in allem hatte das Buch ein mehr als unwürdiges Ende und viele Sachen, die mich einfach frustriert haben. Paolini hat einfach aus all den Handlungssträngen, die er selber angefangen hat nichts gemacht. Auch die Charaktere, die am interessantesten (Murtagh, Nasuada, Angela) schienen hat er fallen lassen und nicht weiterverfolgt. Stattdessen verliert er sich in endlos langen Beschreibungen von Schlachten und Belagerungen. 849 Seiten, die man um min. 200 hätte kürzen können oder stattdessen mit sinnvolleren Sachen hätte füllen können. Auch eine kurze Beschreibung was nun geworden ist, nach ein paar Jahren. Was ist mit den Charakteren passiert? Dies sollte ja nun das Ende sein, aber Paolini schien sich irgendwie noch die Möglichkeit offen lassen zu wollen, doch noch weiterzuschreiben.

Da bleibt nur zu sagen:
Wirklich schade
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