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Kundenrezension

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DJ Khaled still rockin MIA 2 the fullest, 23. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: We the Best Forever (Audio CD)
Auch im Jahre 2011 lässt Khaled bin Abdul Khaled alias DJ Khaled eine neuen Longplayer auf die Black Music Hörerschaft los. Im Gegenteil zu seinen MIA Kollegen Flo Rida und Pitbull, bleibt der 35 jährige seinem Stile treu und versinkt nicht im kommerziellen Elektro-Black Einheitsbrei. Für das 12 Track starke Album "We the best forever" hat Herr Khaled mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut um ein Staraufgebot für seine Tracks zu verpflichten. Mit von der Partie sind natürlich seine Buddys aus dem Hause Cash Money/Young Money wie Drake, Weezy, Birdman oder Kevin Rudolf, aber natürlich auch sein Schützling Ace Hood, Rick Ross, Plies, T-Pain, Chris Brown, Keyshia Cole, Ne-Yo, Ludacris, Young Jeezy, Akon, B.O.B. und und und...da läuft einem beim besten Willen nur noch das Wasser im Mund zusammen. Jetzt nun aber mal hinein in das mit Instrumentale von u. a. Lex Luger, 40, T-Minus oder Danja ausgestattete Vergnügen.

Den Opener macht die 2. Singleauskopplung "I'm on one", vorgeführt von Drake, Weezy sowie Rick Ross. Dieser Track allein ist es schon Wert diese Platte in seine Sammlung aufzunehmen, denn das Instrumental gehört zweifelsohne zu den geilsten die man in den letzten Jahren aus MIA gehört hat. Drake kommt wie gewohnt übelst gelassen im Refrain sowie seinem Part zur Geltung und auch Rick Ross und Weezy komplettieren das Stück angemessen. Weiter gehts mit dem bangenden Anthem "Welcome to my hood" in Verbindung mit einem gut aufgelegten T-Pain für dessen typische Refrains und einer bissigen Auftrittsfolge von Rick Ross, Plies und Weezy, wobei ich sagen muss, dass mir Lil Wayne seitdem er damals in den Stimmbruch gekommen ist und die alten Cash Money Zeiten längst Geschichte sind, von seinen Skillz am Mic bei weitem nicht mehr so gefällt wie früher. Einen düsteren Ausritt liefert die Ludacris und Young Jeezy Kollabo "Money" mit einem kickenden Beat von Lex Luger, der wie angegossen zu den rauhen Performances der beiden passt. Genau in diesem Stile macht "I'm Thuggin" weiter und bietet ein gefundenes Fressen für Ace Hood und Wacka Flocka Flame, die sich diesem Stück angenommen haben. Nachdem der bisherige Teil des Albums sehr Down South dominant war, bekommen nun Fab, Jadakiss und Diva Mary J. Blige volle Aufmerksamkeit. "It ain't over til it's over" ist eine Mischung aus Eastcoast Style und RnB, geht schnell ins Ohr und ist für die Drei nach Maß geschmiedet. Einen RnB Versammlung der Extraklasse hat Khaled für "Legendary" zusammengebastelt. Niemand geringeres als Chris Brown, Ne-Yo und Keyshia Cole geben sich hier die Ehre und singen sich erstklassig die Seel aus dem Leib über ein feines, mit Synthes verziertes, smoothes Instrumental - Klasse! Das nächste aufhorchende Trio steht in den Startlöchern, gemeint ist hiermit The Game, Cee-Lo und Busta Rhymes die ihr Können über das chillige Instrumental von "Sleep when I'm gone" beweisen dürfen. Birdman und T-Pain bestreiten die Trackliste weiter voran mit ihrer gemeinsamen Kollabo "Can't stop", dessen Streicher und E-Orgel Melodien mir aber insgesamt mehr zusagen, als der etwas lahme Beat, aber T-Pain liefert natürlich in gewohnter Manier einen fehlerlosen Refrain ab. "Future" zieht nun ein langes Gäste Line-Up hinter sich her, wobei hier wohl Wale und Big Sean ein Ausrufezeichen setzen können, die anderen ihre Sache ordentlich machen, aber beim besten Willen nicht vollends überzeugen können. Akon und B.O.B. zelebrieren in Folge mit "My Life" ein traumhaftes Stück Musik mit vielen ruhigen Tönen und in Verbindung von gefühlvollen Drums und einer Gitarre...diese Song läd zweifelsohne zum Träumen und Nachdenken ein. Ebenso großer Andrang herrscht bei "A Million Lights" welches mit einem etwas temporeicheren Drum Beat und Elektro Melodien ausgestattet ist und vor allem Kevin Rudolf mit seinem toll gesungenen Refrain in seinem Element zeigt. Den Abschluss zu "We the best forever" macht der Remix zur Single "Welcome to my hood" und hier hat sich mit T-Pain, Ludacris, Busta Rhymes, Twista, Mavado, Birdman, Ace Hood, Fat Joe, Game, Jadakiss, Bun B sowie Waka Flocka Flame ein All-Star aufgebot versammelt, das mächtig Eindruck schürt. Kein Wunder das dieser Titel stolze 7 Minuten und 10 Sekunden des Albums in Anspruch nimmt und zwei ultrast starke Highspeed Rap Parts von Busta Rhymes und der schnellen Zunge Twista zu bieten hat, welche diesen Track regelrecht auseinandernehmen.

Man kann vor DJ Khaled mal wieder nur den Hut ziehen, denn was er auf "We the best forever" veranstaltet hat ist insbesondere was das Gäste Line-Up angeht einfach großartig...davon können manch andere Künstler nur Träumen. Alle Beteiligten machen im Großen und Ganzen einen konsequent guten Eindruck, auch wenn es die ein oder anderen Schwächen vorzuweisen gibt, was man auch bei dem ein oder anderen Instrumental nicht auser Acht lassen sollte. Somit reicht es logischerweise nicht zu einem 5 Sterne Meisterwerk, aber das wäre auch zu viel verlangt, obwohl man so etwas bei dieser hochrangigen Beteiligung an Artists durchaus erwarten könnte. Das Album macht auf jeden Fall jede Menge Spass, bietet auch ein wenig Abwechslung im Mittelteil mit den ehere RnB lastigeren Liedern, aber ein großes Lob gebe ich DJ Khaled noch, nicht dem Davi Guetta und Konsorten Wahn verfallen zu sein, denn diesen eintönigen Party- und Unterhaltungsmist kann langsam kein Mensch mehr hören.

PeAcE
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.08.2011 16:54:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.08.2011 16:55:14 GMT+02:00
JazzMatazz meint:
"versinkt nicht im kommerziellen Elektro-Black Einheitsbrei"

Dafür versinkt er im kommerziellen Pop-Rap Einheitsbrei. Nix für ungut ;)
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Rezensentin / Rezensent


Ort: ZDF, LK Fürth

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