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Kundenrezension

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu detailliert, 7. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: 127 Hours - Im Canyon: Fünf Tage und Nächte bis zur schwierigsten Entscheidung meines Lebens (Taschenbuch)
Man mag sich fragen, wie man über 5 Tage Gefangenschaft in einer Felsspalte über 370 Buchseiten füllen kann. Tatsächlich machen diese Erlebnisse nur etwa ein Drittel des Buches aus. Sie sind sehr detailliert geschildert. Ralston beschreibt eindringlich jedes Gefühl und jeden Gedanken, der ihm in dieser Zeit durch den Kopf geht. Er zeigt jeden Handschritt und jede Bewegung auf. Hier funktionieren die Details. Schließlich wartet der Leser doch das ganze Buch hindurch auf den Zeitpunkt, an dem er sich endlich seine Hand abschneidet.

Man merkt auch deutlich, dass ein professioneller Autor an diesem Buch mitgearbeitet hat. Viele schöne Formulierungen, die Beschreibung dramatischer Situationen, alles durchaus auf einem hohen Niveau. Ralston ist ein Egozentriker, der angeblich vieles super gut kann. Doch kann er auch "einfach so" ein solches Buch schreiben? Obwohl sein Lebenswandel ihm gar keine Zeit ließ, so etwas vorher schon mal zu probieren? Letztlich ist es egal. Mittlerweile lebt Ralston von seiner Geschichte und verlangt 20.000 Dollar für Vorträge über seine Zeit im Canyon. Was niemanden wundert, der dieses Buch gelesen hat.

Meine Kritik bezieht sich darauf, dass der Autor nicht wusste, wann die detaillierte Sprache passend war und wann nicht. Natürlich will der Leser genau wissen, wie die Adern und Sehnen in seinem Arm aussehen, und wie er sie durchtrennt, was er dabei fühlt. Aber will der Leser auch wissen, wo genau seine Mutter in Arons Zimmer nach irgendwelchen Unterlagen gesucht hat, um eine Telefonnummer zu finden? Wie genau jedes einzelne Telefongespräch verlaufen ist? Wie viele Tränen seine Mama vergossen hat? Wie viele Meter genau er auf einer Felsplatte umher rutscht, bevor er sich festhalten kann? Und wann genau er auf seinen Touren einen Burrito futtert?

Ein guter Autor sollte wissen, wann der Leser von langen, ausführlichen Beschreibungen gelangweilt wird, und wann sie notwendig sind, um die Spannung zu erhalten. Genau das funktioniert nicht in diesem Buch, weshalb man manchmal beim Lesen darüber stöhnt, dass nun schon wieder eine Rückblende kommt, obwohl man ja eigentlich nur wissen will, wie er seine Zeit im Canyon erlebt hat.

Alle anderen Passagen über seine krassen Bergtouren würden in einem Film besser wirken als im Buch. Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber ich kann mir vorstellen, dass der Film dort gewinnt, wo das Buch seine Schwächen zeigt.

Dennoch: Alles in allem eine lesenswerte Lektüre. Man weiß hinterher ziemlich gut, was für ein Kerl Aron Ralston ist, wie er tickt und wie er lebt. Hundert Seiten weniger, und das Buch hätte perfekt sein können.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.04.2013 10:33:48 GMT+02:00
Fritz18 meint:
Nein der Leser wartet nicht nur ständig darauf, dass endlich die Szene beschrieben wird, wie sich Aron endlich die Hand abhakt, sondern man will erfahren, was für ein Mensch Aron Ralston ist, der dazu in der Lage war, sich aus dieser Lage befreien zu können. Darum geht es in dem Buch und genau dieses Hintergrundwissen vermittelt das Buch. Ohne den Background seiner Bergsteigerkarriere und seiner technischen Ausbildung wäre überhaupt nicht verständlich, wie er diese Leistung hat vollbringen können. Und deshalb brauche ich als Leser nicht nur die Beschreibung dieser einen Amputationsszene.

Es gibt keinen Co-Autor für dieses Buch. Er hat das Buch selbst geschrieben und auch die ungewöhnliche, laienhafte Dramaturgie für sein Buch mit vielen Rückblenden beim Verlag durchgesetzt. Dass er kein professioneller Autor ist, macht dieses Buch gerade so authentisch.

Und was soll immer dieser Vorwurf, er würde nun 20.000 $ für ein Vortrag nehmen. Das ist das übliche Salär für einen „motivation speaker“ in den USA und diskreditiert nicht den Charakter von Aron Ralston.

Und der Leser möchte auch genau wissen, wie seine Mutter bei der Rettung mitgewirkt hat. Ohne Sie wäre nämlich der Hubschrauber nicht rechtzeitig gekommen und er wäre in der Wüste verblutet. Dazu gehören auch Details, wo bestimmte Sachen gefunden wurden, weil ich so auch etwas über sein Elternhaus erfahre und damit unter welchen Bedingungen er aufgewachsen ist. Ich hätte mir eher gewünscht noch mehr über die Aktivitäten seiner Eltern und auch deren Befindlichkeiten zu erfahren.

Und seit wann sind ausführliche Beschreibung in einem Buch nur nur dann zulässig, wenn sie dem Aufbau von Spannung dienen? Diese Buch ist kein Krimi. Ich möchte Details erfahren und die liefert der Autor.

Man will eben nicht nur wissen, wie er die Zeit im Canyon verbracht hat, sondern ich will wissen, wer diese Person ist und wie er denkt und handelt, was sein Antrieb, seine Motivation war: Nämlich ein hochintelligenter Nerd, der seine physischen Beschränkungen durch Extremsport überwunden hat. Eine unschlagbare Kombination, die ihm in Canyon schließlich das Leben rettete - und Aron Ralston ist ein ungemein inspirierender, Respekt einflößender Mensch.
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