Kundenrezension

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Konzeptionell veraltet und überbewertet, 16. März 2011
Von 
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: StarCraft II: Wings of Liberty (Computerspiel)
Starcraft 2 verdankt seinen Erfolg im wesentlichen dem riesigen Hype, der um seinen Vorgänger entstanden ist.

Um von diesem Hype so gut wie möglich zu profitieren, wurde das Starcraft-Erfolgsrezept des ersten Teils weitestgehend unverändert übernommen.

Das Problem dabei ist, dass das Starcraft-Konzept schon 1998 nicht mehr das frischeste gewesen ist, es basiert auf dem Rezept von Dune 2 aus dem Jahr 1992.

Die Zeit im RTS-Genre ist nicht stehen geblieben, auch wenn SC2 nun grafisch auf der Höhe der Zeit ist, so hat es doch viele Schwäche von seinem Vorgänger übernommen, die einfach nicht mehr so ganz zeitgemäss sind.

Das wäre beispielsweise der immer noch immens hohe Zeitaufwand für das Ressourcensammeln und den Bau von Gebäuden und Einheiten. Bei SC2 verwendet man im Laufe eines Spiels mehr als 90% der Zeit dafür, was den Spieler davon abhält, sich auf die eigentlich wichtigen Aspekte wie Strategie und Taktik zu konzentrieren. Bei modernen RTS-Spielen wurden diese Aufgaben erheblich verschlankt, so daß mehr Zeit für wichtige Entscheidungen und taktische Steuerung von Kämpfen bleibt.

Eine andere Schwäche von SC2 ist die hohe Anfälligkeit gegenüber billigen Rush-Taktiken ("Cheese"). Mittlerweile wurde bei den meisten Spielen dieses Problem gelöst, indem die Basis einfache Verteidigungsanlagen besitzt, die sie vor einem frühen Rush schützen. Bei SC2 wurde darauf verzichtet, so dass Cheesen im Alltag immer noch eine grosse Rolle spielt.

Da bei SC2 die Basis sehr verwundbar ist und die Kontrolle von Gebiet nur dann wirklichen Nutzen bringt, wenn man weitere Basen baut, die wiederum auch sehr teuer und schwierig zu verteidigen sind, spielt die Gebietskontrolle in SC2 leider nur eine vergleichsweise geringe Rolle, was die strategische Tiefe des Spiels nicht gerade fördert. Die eigenen Einheiten sind fast immer entweder bei der eigenen Basis zur Verteidigung oder bei der gegnerischen Basis zum Angriff.

Bei neueren Spielen ist die Kontrolle von Gebiet ohne hohe Investitionen gewinnbringend, und daher ergeben sich ein dynamische Kämpfe mit wechselnden Fronten, die sich wesentlich interessanter und anspruchsvoller gestalten, als die tumben Schlagabtäusche in Starcraft 2.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.03.2011 23:16:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2011 23:18:18 GMT+01:00
Florian Pio meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 06:14:11 GMT+02:00
Jedi-Master meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 12:36:20 GMT+02:00
s.p. meint:
Dass Fanbois von dieser Rezension nicht begeistert sind, ist keine Überraschung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 15:06:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.03.2011 16:15:36 GMT+02:00
Jedi-Master meint:
Das Hatern von mein Post nicht begeistert sind, ist keine Überraschung........was ist den das für eine dumme Argumentation? so kann ich auch kommen. Ich habe da oben was geschrieben, also müssen sie dementsprechend antworten. Oder haben sie keine Argumenten mehr? Lächerlicher post, ein zusätzlicher beweis ihrer Inkompetenz in sachen BASHEN.....nicht mal das können sie.

JM,
over

Veröffentlicht am 21.04.2011 09:19:02 GMT+02:00
P.A. meint:
Der Rezensent gibt die Gameplay-Schwächen des Spiels schon richtig wieder, er gewichtet sie nur schwerer als z.B. ich das machen würde.

Veröffentlicht am 25.04.2011 14:17:44 GMT+02:00
Zeitgeist meint:
Hm meiner Meinung nach werden in dieser Rezension diverse Gameplayaspekte (zB Basenbau zur Gebietskontrolle etc.) deutlich FEHLinterpretiert und das von einem, mit Verlaub aber so klingt das Ganze für mich, Genre-Laien.
Es ist von essenzieller Bedeutung, zu wissen wann man expandieren muss und in welchem Ausmaß man dies tut. Klar, das Spiel erfordert viel taktisches Feingefühl, was auf den ersten Blick gar nicht mal so ersichtlich scheint. ABER Fachpresse, E-Sport Veranstaltungen und Community sind sich nunmal einig: SC2 ist der neue Genre-König, weil es einfach so viele Dinge besser macht als andere Genre-Vertreter. Die unglaubliche taktische Vielfalt der diversen Einheitenkombinationen, Techtrees, Defense etc. sei nur ein Beispiel dafür. Außerdem darf man ein RTS-Spiel der Neuzeit wie SC2 nicht mit Dune vergleichen, als das Genre noch in den Kinderschuhen steckte. Ich gehe sogar soweit zu sagen dass SC1 damals schon keinen Vergleich zuließ, da es damals bereits seiner Zeit voraus war. Nicht umsonst wird es noch immer viel und gern gespielt, UND nicht umsonst ist das Spielgefühl von damals auch in SC2 erhalten geblieben. Welche andere RTS Reihe, außer Warcraft kann das von sich behaupten? C&C ganz sicher nicht, jeder Fan wird mir Recht geben dass C&C im Laufe der Jahre immer schlechter wurde. Nicht einmal die meiner Meinung nach GROßARTIGE Dawn of War Reihe kommt an die Vielfalt und den Tiefgang eines SC2 heran.

Bevor irgendwelche Anmerkungen zu meinen Lobpreisungen kommen.. JA ich bin SC Fan, und das seit vielen Jahren. Nicht weil ich mich nicht an Alternativen gewagt habe, sondern weil es das F'N BESTE Echtzeitstrategiespiel der Welt ist. Also an alle Skeptiker: Schenkt dieser oberflächlichen Rezension keine Beachtung. Genre Fans kommen an diesem Game nicht vorbei.

P.S.: (Kleiner Tease von mir, nicht böse gemeint :-D ) Wer mit schnellen Rushs oder cheesen nicht fertig wird, kann auch weiter Playstation spielen...

Veröffentlicht am 08.05.2011 10:34:38 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.05.2011 10:35:03 GMT+02:00
FantasyFan meint:
"Starcraft 2 verdankt seinen Erfolg im wesentlichen dem riesigen Hype, der um seinen Vorgänger entstanden ist.

Woran machen sie diese Aussage fest? Nur weil sie enttäuscht sind? Fachpresse und die Mehrheit der Spielerschaft sind da anderer Meinung.

"Um von diesem Hype so gut wie möglich zu profitieren, wurde das Starcraft-Erfolgsrezept des ersten Teils weitestgehend unverändert übernommen. "

SC hat vor allem in der Esport-Szene den Ruf des perfekten Balancings. Zu große Veränderungen am Erfolgskonzept hätten den Erfolg von SC2 massiv gefährdet.

"Das wäre beispielsweise der immer noch immens hohe Zeitaufwand für das Ressourcensammeln und den Bau von Gebäuden und Einheiten. Bei SC2 verwendet man im Laufe eines Spiels mehr als 90% der Zeit dafür, was den Spieler davon abhält, sich auf die eigentlich wichtigen Aspekte wie Strategie und Taktik zu konzentrieren. Bei modernen RTS-Spielen wurden diese Aufgaben erheblich verschlankt, so daß mehr Zeit für wichtige Entscheidungen und taktische Steuerung von Kämpfen bleibt. "

Sind ihnen die Begriffe Macro- und Micromanagment ein Begriff? Anscheind sind sie 90% des Spiels mit Macromanagement beschäftigt. Dann sollten sie vielleicht mal was an ihren Multitasking-Fähigkeiten ändern, denn eigentlich ist es andersherum: 10% Basisbau und Ressourcen und 90% Einheiten befehligen. Nutzen sie Hotkeys? Wenn nicht wundert mich gar nichts mehr...

"Eine andere Schwäche von SC2 ist die hohe Anfälligkeit gegenüber billigen Rush-Taktiken ("Cheese"). Mittlerweile wurde bei den meisten Spielen dieses Problem gelöst, indem die Basis einfache Verteidigungsanlagen besitzt, die sie vor einem frühen Rush schützen. Bei SC2 wurde darauf verzichtet, so dass Cheesen im Alltag immer noch eine grosse Rolle spielt."

Mit Verlaub: wenn der Gegner durch "billige" Taktiken und Strategien gewinnt sind sie einfach zu schlecht. Jede dieser Rush-Taktiken ist konterbar wenn man sie rechtzeitig erkennt (scouten, scouten, scouten, ein MUSS auch in der realen Kriegsführung) und dann ist der eigene Sieg meist nicht mehr zu nehmen. Diese Rush-Taktiken sind meist All-Ins.

"Da bei SC2 die Basis sehr verwundbar ist und die Kontrolle von Gebiet nur dann wirklichen Nutzen bringt, wenn man weitere Basen baut, die wiederum auch sehr teuer und schwierig zu verteidigen sind, spielt die Gebietskontrolle in SC2 leider nur eine vergleichsweise geringe Rolle, was die strategische Tiefe des Spiels nicht gerade fördert. Die eigenen Einheiten sind fast immer entweder bei der eigenen Basis zur Verteidigung oder bei der gegnerischen Basis zum Angriff."

SC2 Basis sehr verwundbar? Ja wenn sie keine Einheiten zur Verteidigung vor Ort haben sicherlich. Aber in SC2 hat die eigene Basis auch nicht die Bedeutung wie in anderen Games. Wenn sie mal 3-4 Gebäude verlieren bevor sie den Angriff abgewehrt haben ist das kein Weltuntergang. Sie müssen lernen in Ressourcen zu denken. Schauen sie sich mal Replays von Pros an, die ziehen ne komplette Basis in 60 Sekunden notfalls an ner anderen Stelle wieder hoch, einfach weil die Zeit um die eigenen Truppen zurückzuziehen wesentlich mehr wert wär als die Basis an sich.
Gebietskontrolle spielt keine Rolle? Ähm ich weiss nicht welches Spiel sie meinen aber es kann nicht SC2 sein. In SC2 spielt Gebietskontrolle eine sehr große Rolle und diese findet natürlich an strategisch wichtigen Positionen statt.

"Bei neueren Spielen ist die Kontrolle von Gebiet ohne hohe Investitionen gewinnbringend, und daher ergeben sich ein dynamische Kämpfe mit wechselnden Fronten, die sich wesentlich interessanter und anspruchsvoller gestalten, als die tumben Schlagabtäusche in Starcraft 2."
Vielleicht sagen sie uns erstmal welche neueren Spiele dies sind? Und wenn sie die Kämpfe von SC2 nicht als dynamisch empfinden haben sie sich einfach kaum mit dem Spiel auseinander gesetzt. Klar wenn der Gegner nur Marines pumpt und sie einfach überrennt scheint das nicht sehr dynamisch, aber sobald beide Spieler den Anfängerstatus hinter sich gebracht haben erschliesst sich die unglaubliche Tiefe von SC2 von selbst.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.05.2011 21:18:06 GMT+02:00
Xela Lala meint:
@Eric Spyra: Persönlich finde ich, dass Dune (2000), heute noch eines der besten Strategiespiele ist. Starcraft hat mich nie so sehr begeistert wie Dune. Um mich nicht falsch zu verstehen, mir gefiel Starcraft eigentlich auch recht gut, nur ist es für mich nicht das Maß der Dinge.

@Topic (s.p.): Teilweise gebe ich dir recht, ein klein wenig war ich auch enttäuscht, dass sich kaum etwas verändert hat. Auch ich habe das Ganze ein wenig wie einen Hype empfunden. Auch die Grafik riss mich nicht wirklich vom Hocker. Deinen Einwand mit dem Basenbau möchte ich dagegen nicht teilen. Ich bin eher ein Fan von Basenbau und manch anderes neuere Strategiespiel versucht zwar diesen weit weniger umfangreich zu gestalten, persönlich finde ich dies aber die falsche Entwicklung. Deine Argumentation verstehe ich aber dennoch, und Meinungen sind ja verschieden. Selbst würde ich aber nur einen Stern abziehen (4 Sterne). Das Game ist schon ganz gut und wer Strategiespiele mag, kann getrost zugreifen.

(Selbst habe ich nur die Demo gespielt und warte noch darauf, dass der Preis langsam mal runtergeht :D)

Veröffentlicht am 06.06.2011 13:01:57 GMT+02:00
Macaw meint:
Starcraft 2 ist erfolgreich, weil Starcraft 1 schon ein gutes Spiel war und vieles uebernommen wurde. So ist das bei vielen Spielen, das muss man nicht zwangslaeufig erwaehnen.

Das Einzige was einen Spieler davon abhaelt sich neben der Economy auf Einheitsmanagement, Taktiken und Kaempfe zu konzentrieren ist die ungenuegende Faehigkeit zum Multitasken. Man kann das Spiel doch nicht in Ressourcesnsammeln - Basenbau - und Kampf aufsplitten.. Das sind alles Teilkonzepte die parallel ablaufen. Nichts kommt da zu kurz, wenn man mit seinen Hotkeys richtig umgeht. Man muss entscheiden welcher Aktivitaet man mehr Micromanagement zukommen laesst. Beispiel: Ein Kampf findet statt und es gilt zum Ende hin zu differenzieren ob man die uebrigen Einheiten so bewegt, dass man sie hoechstmoeglichen Schaden machen laesst, oder ob man sich in dieser Zeit auf seine Basis konzentriert und neue Einheiten baut oder gar die Taktik aendert.

Cheeses sind auch Taktiken und diese duerfen nicht unterschaetzt werden. Wenn ein Spieler viele Ressourcen in einen Cheese investiert, der dann nicht funktioniert, so wirft ihn das weit zurueck. Wei erwaehnt ist jeder Cheese konterbar. Und richtig, Cheesen spielt immer noch eine grosse Rolle. Deshalb ist jeder Spieler bestrebt genau zu wissen was in seiner Basis vor sich geht und was der gegner plant. Das macht das Anfangsstadium des Spiels interessanter.

Gebietskontrolle in SC2 / Map control spielt eine sehr grosse Rolle! Sei es der Creepspread des Zerg, gesiegte Tanks vom Terran oder Warpinpylons vom Protoss oder einfach die Kontrolle der Watchtowers. Scouting ist Teil der Gebietskontrolle und unerlaesslich. Besteht keine Gebietskontrolle ist voellig unklar wann der gegner pusht oder dropt.

"Vergleichsweise geringe Rolle" evtl. verglichen mit Company of Heroes. Da wuerde ich zustimmen. Dafuer spielt sie eine wesentlich groessere Rolle als in AoE oder CC.

Die eigenen Einheiten koennen als Summe in der Tat hauptsaechlich fuer Verteidigung oder Angriff eingesetzt werden. Jedoch sind Truppenteile auch nuetzlich in Drops Schaden anzurichten oder Expansionen zu scouten oder die Mapcontrol zu halten. Ich finde da ist durchaus Abwechslung.

Vllt. sprechen Sie doch nicht von Company of Heroes, denn ein neueres Spiel ist dieses ja nicht gerade. Mh.
Es gibt bei Starcraft wirklich statische angriffe. Z.B. Terran vs Terran. Doch auch hier ist mittels erwaehnter Drops Abwechslung moeglich. Die anderen Rassen sind da jedoch wesentlich flexibler.
Ich bezweifle, dass Sie die SC2 gefechte wirklich anspruchslos finden, zumindest was das Einheitenmanagement angeht.

Veröffentlicht am 25.08.2011 11:48:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.08.2011 11:54:11 GMT+02:00
ralle32 meint:
das Problem, das hier besteht, ist, dass die Rezension aus Sicht einer Person geschrieben ist, die sehr viel Wert auf den Singleplayer legt. Nimmt man darauf Rücksicht, sind die meisten Kritikpunkte wohl durchaus verständlich, denn der Singleplayer ist nichts neues, auch wenn er toll inszeniert ist.
Vermutlich hat sich der Großteil der Käufer das Spiel aber wohl aus anderen Gründen zugelegt, nämlich weil der Multiplayer vor allem wegen des anhaltenden Supports perfekt ausbalanciert ist und somit auf höheren Spielniveau das beste Spiel für competitive gaming ist. Davon weiß der Rezensent nun einmal offensichtlich wenig. Ich kann jedenfalls gut verstehen, dass das Spiel enttäuscht, wenn man es für Singleplayer und ein paar wenige Multiplayer Matches gekauft hat.

Auf den ersten Blick wurde selbst am Multiplayer nicht viel geändert, jeder einigermaßen passionierte SC2 Spieler wird aber bestätigen, dass es sich gaaanz anders spielt als SC1.

Über angeblich fehlenden taktischen Tiefgang zu sprechen, wenn man den Multiplayer offensichtlich nicht besonders oft gespielt hat, finde ich etwas anmaßend.
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3.9 von 5 Sternen (861 Kundenrezensionen)
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