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Kundenrezension

37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP-Empfehlung (Billig-Ausgabe) neben Gulda, 5. November 2010
Rezension bezieht sich auf: J.S.Bach: das Wohltemperierte Klavier (Audio CD)
Ich besitze und höre zahlreiche Einspielungen des Wohltemperierten Klaviers, eingespielt auf dem modernen Piano:

- Gulda
- Tureck (DG mono = die hier besprochene Fab Four Billig-Ausgabe)
- Tureck (BBC)
- Edwin Fischer
- Gould
- Schiff
- Sv. Richter
- Hewitt (1990er)
- Roberts

und daneben auch einige auf Cembalo und Clavichord:

- Kirkpatrick (Clavichord)
- Helmut Walcha
- Wanda Landowska
- Kenneth Gilbert
- Bob van Asperen
- Egarr
- Leonhardt

Die vorstehende Liste dürfte die wesentlichen Einspielungen auf dem Markt umfassen (zudem etwa: Ashkenazy; Koroliov; Barenboim; Suzuki; Hewitt 2009; der junge Deutsche Martin Stadtfeld).

Der klangliche Unterschied zwischen Piano einerseits und Cembalo (oder gar Clavichord) andererseits ist so deutlich, daß man beide Gruppen von Einspielungen strikt trennen muß; in der jeweiligen Hörsituation erfolgt dann die Auswahl zunächst zwischen den beiden Instrumentengruppen (auf welchen instrumentalen Klangcharakter ist die Seele/das Ohr eingestellt?) und erst in zweiter Linie zwischen einzelnen Interpreten und ihren Interpretationen sowie ihrer Anschlagskultur.

Daraus folgt, daß man möglichst aus beiden Gruppen (mindestens) eine Einspielung haben sollte. Mit dem Clavichord gibt es wohl nur eine Einspielung (Kirkpatrick), zudem sollte man noch eine mit dem Cembalo haben (die Klassiker sind Landowska und Leonhardt, primär empfehle ich Gilbert oder den großen deutschen Organisten Helmut Walcha).

Bei den Einspielungen mit dem Piano gilt es zu unterscheiden zwischen jenen, die - als Laie gesprochen - einem eher romantisierend-melodiösen Klang huldigen (etwa durch verstärkten Pedaleinsatz), und jenen, die dies vermeiden und eher analytisch/klar/hart/strukturbezogen klingen. Letzteres erscheint mir für Barockmusik geeigneter; wenn ich etwas "wie Chopin" hören will, höre ich Chopin (und nicht Bach).

Damit fallen nach meinem Empfinden Sv. Richter und auch die vielgepriesene Angela Hewitt (die nicht so romantisierend wie Richter oder der große Wilhelm Kempff spielt, aber immer wieder Eigenwilligkeiten präsentiert, die mich nicht ansprechen - "nicht Fisch, nicht Fleisch") weg; immer wenn ich eine dieser Einspielungen höre, frage ich mich nach kurzer Zeit, weshalb ich nicht eine andere einlege. Auch Schiff berührt mich nicht besonders (weshalb, kann ich nicht erklären, denn schlecht spielt er nicht ... ein Bauchgefühl: weshalb soll ich Schiff hören, wenn ich Gulda, Gould, Tureck oder Fischer hören kann?).

Ein Sonderfall ist die legendäre Einspielung des großen Edwin Fischer, die auch nicht allzu "barock" wirkt, aber eine Aura hat, die sie hörenswert macht - da sieht man wieder, daß es durchaus auf die Persönlichkeit des jeweiligen Solisten ankommt, wobei mir einer der "großen Alten" insoweit mehr sagt als irgendeine medial hochgejubelte Erscheinung wie Angela Hewitt oder gar Martin Stadtfeld ... "jung" ist sicher nicht per se interessant (ich selbst bin 43, also nicht parteiisch), und auch das Argument, bei neuen Aufnahmen sei die Tonqualität besser, ist nicht zwingend, weil die meisten jener älteren Aufnahmen wunderbar für die CD aufbereitet wurden.

Damit bleiben vor allem Gulda, Tureck und Gould. Alle drei finde ich großartig, wobei Gould der schnellste ist (auch läßt er manche Wiederholungen aus; manchen - mich nicht - mag auch sein Gesumme im Hintergrund stören), während "die Hohepriesterin Bachs" Tureck am langsamsten spielt; Gulda hält bezüglich der Geschwindigkeit die Mitte, sein Anschlag ist härter als der der Tureck. Man sollte ohne wenn und aber Gulda und Tureck haben, möglichst zudem auch Gould (und Fischer).

Von Rosalyn Tureck sind zwei Aufnahmen auf dem Markt, nämlich eine Mono-Einspielung vom Anfang der 1950er Jahre (in zwei Ausgaben: DG und - billiger - "Membran" sowie jetzt die hier besprochene von Fab Four, die ich nicht vorliegen habe) und eine Stereo-Einspielung von Mitte der 1970er Jahre (BBC Legends). Die Ausgaben der DG und der BBC sind Hochpreis-Ausgaben, wobei die DG eine sehr ausführliche Dokumentation (überwiegend aus der Feder von Tureck selbst, die auch eine bedeutende Wissenschaftlerin war und die Bach-Forschung entscheidend befruchtet hat) beigelegt hat, während eine Besonderheit der BBC-Ausgabe (auf CD 5) ein Kurzinterview (gut sechs Minuten) mit der Tureck ist - in gewähltem (Oxford-)Englisch ein Genuß und zudem inhaltlich interessant. Der Mono-Klang bei der DG-Ausgabe stört nicht (ist bei einem Solo-Instrument völlig unerheblich), allerdings rauscht die ältere Aufnahme vernehmbar (bei DG, sicher auch bei den Billig-Ausgaben), immerhin aber gleichförmig (keine Schwankungen beim Rauschen, was mehr stören würde). Der Klang der BBC-Aufnahme ist also besser, außerdem ist die Interpretation - obwohl die Interpretin deutlich älter war - wohl (? ich bin mir selbst nicht sicher) etwas "lebhafter". Andererseits ist die DG-Aufnahme ein echter Klassiker. Da fällt die Wahl schwer ...
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