Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen The Third Strike By The Croatian Nightmare, 5. März 2011
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Rezension bezieht sich auf: Magnum Opus (MP3-Download)
Antoni Jur'i' alias Cronite verbindet schon eine sehr lange Zeit seines Lebens mit der Musik. Angefangen als Breakdancer, über diverse Battles gegen amerikanische GI's bishin zu seinem überragenden Debut Album "Cronite" im Jahre 2003 unter Universal Records ging der Weg, der ihn in der Musikszene festsetze und einen Namen verschaffte. Nach dem Mixtape "Independence Day" in Kooperation mit Kumpel DJ Polique 2005 und seinem zweiten Meisterwerk "Pariah" (welches u. a. ein Feature von Juice-Crew Legende Masta Ace beinhaltet) nur ein Jahr später, wurde es allmählich immer ruhiger um seine Person. Doch 2011 soll anscheinend das Jahr der totgeglaubten Alben-Veröffentlichungen werden, denn nachdem bereits Saigon sein langerwartetes Debut Album "Greatest Story Never Told" vor guten 2 Wochen das Licht der Welt erblickte, Dr. Dre's seit fast 10 Jahren angekündigtes neues Album "Detox" nun endgültig im Frühjahr erscheinen soll, legt auch Cronite seinen 3. Studiolongplayer namens "Magnum Opus" vor. Vollgepackt mit einer 16 Song starken Tracklist und einem durchaus sehenswerten Gäste Line-Up in Form von John Davis, Addis (ehemals Raptile), Viper, Jay Del Alma, Joshua Patrik, Ras Kass, Daniel Ivory, Supastition a.k.a. Kam Moye, The Burrougs Juniors, Dolt All von The Lords Of The Underground und Pacha Man. Jetzt aber genug mit den Vorab-Informationen und rein in "Magnum Opus".

Bereits das Intro verdient das Prädikat "Großartig". Eine aufwühlende Atmosphäre wird durch die tollen Melodien sowie den Chorgesängen aufgebaut und dazu gibt es noch ein paar nachdenkliche Worte, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte. In "Many Men" begrüßt uns Cronite zu seinem dritten Album und rhymt was das Zeug hält über ein recht lockeres Instrumental, mit dem man sich sofort verbunden fühlt. Teile des Refrain Textes mit "Many men rhyme but not like me...many men shine but not like me..." sollte man nicht falsch verstehen, denn Cro will hiermit keineswegs protzen oder dissen sondern einfach klarstellen, dass er einer der "realesten cats" im Game ist und sein eigenes Ding durchzieht. "Still Here" wird durch seinen coolen Beat in Begleitung von passender Melodien richtig dick nach vorne gepusht und Sänger John Davis verleiht dem ganzen Song durch seine butterweiche Stimme soulige Akzente. Weiter gehts mit "Push Hard", wobei Addis und Viper hier Cronite tatkräftige Unterstützung leisten. Ein netter Synthe Beat gibt hier den Ton an und Addis sowie Viper teilen sich den Refrain zu einem Song der sicher sehr radiotauglich ist und auch die Clubs zum brennen bringen kann. Cronite vollendet das Teil hervorragend mit seinen giftigen Skillz am Mic. Jetzt schwebt "Magnum Opus" so ein wenig in relaxtere Phasen denn mit dem gefühlvollen "Baby Girl" in Verbindung mit einem Gala-Auftritt von Jay Del Alma sowie dem von einer prachtvollen Klaviermelodie geprägten "Your Way" bietet Cronite zwei weitere Stück die wahrlich unter die Haut gehen. Ras Kass gibt sich auf "Dem Boyz" die Ehre und verwüstet das bumpende Instrumental lyrisch zusammen mit Cronite in bester Manier. "Greater Later" weißt ähnlich wie "Push Hard" einen krachenden Synthe Beat auf und darf im Refrain durch Daniel Ivorys mitreisenden Gesang auch chillige Momente vorweisen. Nach einem bisher sehr mit Gastauftritten verzierten Werk kommt der zweite Solo-Track "All my life" daher. Ein pompöses Instrumental mit bunten Melodien und drückenden E-Gitarren bieten die perfekte Grundlage um Cro mächtig Feuer spitten zu lassen. Ein wenig softer driftet dann "Madness" wieder herab und schenkt dem Longplayer weiterhin einen guten Ausgleich. Zwar dröhnt der Beat kraftvoll aus den Boxen, dennoch wird diese Härte von der traumhaft kombinierten Melodie aus Streichern und Klavier, Michael Marshalls entzückenden, emotionalen Gesang und Cronites umwerfenden Songwritings aufs Abstellgleis verwiesen. "Warriors of love" erinnert von seinem Stil her sehr an Eastcoast Rap der 90er Jahre, wie ihn heutzutage in Zeiten der RnB und Electro influenced Black Music wohl nur noch eine Minderheit an Musikern benutzen (man nehme als Beispiel z. B. Jedi Mind Tricks, Cormega, Talib Kweli usw.). Das Instrumental läuft richtig heiß, dazu bekommt man noch die bekannte Piepstimme zu hören (welche ja auch von u. a. den Diplomats breits oft verwendet wurde) und Cronite sowie Supastition treiben sich gegenseitig energisch an die Spitze. Als nächstes präsentiert sich die Street Single "Time will show" in Zusammenarbeit mit DoItAll, wofür auch bereits ein Musikvideo abgedreht wurde. Ein sehr entspannter Track, der besonders durch seine wundervoll arrangierten Melodien zum Träumen einläd, aber auch eine perfekte Bühne für erstklassige Performances von den beiden bietet. "Children are the future" steht dem in Sachen Qualität in keinster Weise nach und auch das dreckige "Survivor" mit Feature Pacha Man, der dem ganzen durch seinen jamaikanischen Akzent ein wenig Summer-Flair verleiht, hat seine Reize. Bevor wir zum Ende von "Magnum Opus" durch das Outro kommen, welches sozusagen eine Fortsetzung des Intros ist, bietet uns Cronite noch "Ridin through the night" auf. Ein langsames Stück, das mit tiefsinnigen Lyrics, drückenden/düsteren Melodien sowie gescrewten Hook einen super Abschluss liefert und Cronite nochmals zu eine Topleistung am Mic aufruft.

Cronite's drittes Studioalbum "Magnum Opus" zeigt einmal mehr die Weltklasse des Nürnberger MC's mit bosnisch-kroatischen Wurzeln. Die Platte ist von Anfang bis Ende grandios produziert und man kommt in keinster Weiße auch nur annähernd auf die Idee einen Track zu skippen. Das was Toni am Mic veranstaltet kann man wieder nur mit jeder Menge Respekt und Lob überschütten, dazu noch alles in englischer Sprache was im deutschen Rapgeschäft eher die Ausnahme darstellt. Sein sensationelles Songwriting verleiht dem ganzen viel Tiefe sowie Logik und ist kein 0815 gepose nach dem Motto "Ich bin der coolste, hab Autos, Schmuck und Frauen" etc. Gerede, aber das war ja schon immer Cronites Markenzeichen gegen den Strom/Trend zu laufen und einfach soviel wie möglich Herz und Seele für die Liebe zur Musik in sein eigenes Ding hineinzustecken.

NBG/F-Town

PeAcE
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