Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Der Traum vom fliegen, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: On Air (Audio CD)
Nach dem Split des "Alan Parsons Project" veröffentlicht "Alan Parsons" sein zweites Solo - Projekt am 24. September 1996. Die Aufnahmen fanden vom Dezember 1995 - Juni 1996 statt.
Das Songwriting stammt auch wie beim Vorgänger "Try Anything Once" überwiegend aus femder Feder. Größtenteils ist auf "On Air" Mitmusiker "Ian Bairnson" (Guitars, Bass, Synthesizer) dafür verantwortlich.

Für das ausgezeichnete Cover - Design wurde wieder "Storm Thorgerson" (gestaltete auch die Cover von Pink Floyd) beauftragt. Das Booklet ist zwar nicht allzu umfangreich, enthät jedoch alle Lyrics und wieder ein paar beeindruckende Photographien.

Ist "Alan Parsons" nach dem eher schlechten "Try Anything Once" mit "On Air" ein gutes Stück Musik gelungen ??? Ein ganz klares "Ja" !!!

Musik soll nicht nur gefallen. Musik soll Emotionen wecken, die Phantasie anregen, Erinnerungen festhalten. Musik soll den Zuhörer ergreifen können um mit ihm auf andere Ebene zu fliegen. Das alles kann "On Air" bieten.

"On Air" handelt vom fliegen, oder vieleicht sollte man eher sagen: Der Traum vom fliegen !!!

Und mit dem Opener "Blue, Blue Sky - Part 1" verspürt man auch schon den Wunsch den blauen Himmel berühren zu wollen (Someday I'll touch the blue blue sky), bevor das laute vorbeifliegen eines Düsenjet sich mit den Idyllischen Naturgeräuschen vermischt.

Und mit "Too Close To The Sun" ertönt auch schon ein großer musikalischer Höhenflug. Ein wunderschöner, federleichter, chilliger Song. Zu nah an die Sonne gerät man damit nie, und der Song bleibt auf nahezu gleich hohem Niveau. Überzeugend der sehr angenehme Mittelteil. Da möchte man wirklich nur noch abheben. So interpretiert man musikalisch ein "Freiheitliches Gefühl". Sehr, sehr schön !!!

Das nächste Highlight folgt sogleich. "Blown By The Wind" ist nicht mehr ganz so federleicht wie "Too Close Too The Sun", jedoch genauso wunderschön und chillig. Ausgezeichnete "Lyrics" !!! Und vieleicht sollte man das auch mal wörtlich nehmen und sich ab und zu vom Winde durchs Leben tragen lassen, nicht wissend wo man landen wird ("We are blown by the wind, Just like clouds in the sky"). Superb !!!

"Cloudbreak" ist das erste Instrumental des Albums. Mit dem verstummen des startenden Doppeldecker - Flugzeuges (genial) befindet man sich auch sofort weit oben, und der Song durchbricht sanft die Wolken. Einladend zum träumen und geniessen. Ein gutes Instrumental von im gewohnten Parsons - Sound, das sich musikalisch gut ins Konzept des Albums einfügt.

Weiter geht es in Schwindelerhöhende Regionen, so das man nicht mehr nach unten blicken kann. "I Can't Look Down" ertönt etwas straffer und Rockiger. Anschwillend in immer größere Höhe. Der Refrain ist Atemberaubend.

"Brother Up In Heaven" wurde von "Ian Bairnson geschrieben und ist seinem Cousin und Hubschrauberpilot "Erik Mounsey" gewidmet, der 1994 29 jährig unfreiwillig vom Himmel herunter geholt wurde. (A boy flies for freedom, But dies for the peace). Sehr eindringlicher, emotionaler Song. Taschentücher bereit legen !!!

"Fall Free" ist auch etwas geradliniger und ähnlich aufgebaut wie "I Can't Look Down". Kommt jedoch nicht ganz an "I Can't Look Down" heran. Trotzdem sehr hörenswert.

Da das Album von Luftfahrt handelt kommt auch die Raumfahrt nicht zu kurz. "Apollo" ist das zweite Instrumentalstück des Albums. Das über 6 minütige Stück ist eine Paarung der Instrumental - Stücke "Lucifer" und "Mammagamma" des "APP". Hört man "Apollo" im Gesamtdurchgang ist es ganz OK. Das schwächste Stück des Albums. Trotzdem angenehmer, eingängiger Rhytmus. Klingt nicht zu überladen und gleitet daher in seiner Zügigkeit trotzdem mit Leichtigkeit nach vorne (oben).

Für die Vocals auf "So Far Away" hat man den Mann engagiert der "Ride Like The Wind" gesungen hat: "Chistopher Cross" ! Sehr gute Wahl. Ein weiteres Highlight des Albums.

"One Day To Fly" überzeugt mich leider nur Streckenweise. Der Orchesterpart im letzten drittel des Songs erinnert mich stark an einen anderen "APP" Song.

Mit "Blue, Blue Sky" wird das anfängliche Thema wieder aufgenommen und das Album findet damit einen sehr würdigen Abschluss. Der Traum vom fliegen, der Wahrheit wurde, mit all unseren technischen Möglichkleiten. Nur der Mensch selbst kann nicht fliegen. Das können wir nur in unserer Phantasie und ganz besonders dann, wenn man einen solch "Superben" Soundtrack wie "On Air" zur Verfügung hat !!!

"Mr.Parsons" hat mit "On Air" bewiesen das er es doch noch drauf hat. Das Konzept des Albums wurde musikalisch sehr, sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt. Hier ist ein musikalisch federleichtes Album entstanden. "On Air" ist das beste Album von "Alan Parsons" nach "Pyramid" 1978. Und das lag 1996 fast 20 Jahre zurück. Die etwas schwächeren Stücke "Apollo" und "One Day To Fly" trüben den Genuss nicht. Dafür sind viel zu viele Entschädigungen auf dem Album vorhanden. Insgesamt erklingt "On Air" in typischem "Parsons - Sound" und bietet auch genügend Abwechslung.

Sie fliegen in Urlaub, oder Sie machen einen Flug im Heißluftballon, Segelflugzeug o.ä. ??? Vergessen Sie nicht dieses Album und hören Sie es "nur für sich selbst" beim Flug. Lassen Sie sich verzaubern. Bei zukünftigem hören dieses Albums werden Sie sich stets in besonderem Maße an das Ereignis und die Bilder die Ihre Augen erfassten erinnern.

Ganz großes Kino für die Ohren !!!!
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