Kundenrezension

25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen John Blackthorn und der Shogun Toranaga, 11. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Shogun [UK Import] (DVD)
'Shogun' ist ein Meisterwerk wie man es selten findet. In groben Zügen hält sich der extrem spannende Film an die historischen Fakten. John Blackthorn war in Realität der englische Navigator William Adams, der aus eigenem Entschluss nicht mehr nach England zurückkehrte. Richard Chamberlain zeigt sich hier wieder in einer Glanzrolle. Toranaga ist tatsächlich auch eine bedeutende Persönlichkeit der japanischen Geschichte unter dem Namen Tokugawa Ieyasu gewesen.

Der Film dürfte die damaligen japanischen Verhältnisse zu Beginn des 17. Jahrhundert durchaus einigermaßen richtig wieder wiedergeben haben, wenn man mal die unglaublich teuren, handangefertigten Garderoben unberücksichtigt lässt. Die Wertevorstellungen der Samurais sind dem westlichen Menschen einigermaßen verständlich nahegebracht. Manches aber ist für uns heute schockierend. Toranaga wollte eigentlich nicht Shogun werden, aber er entkam diesem Schicksal nicht. Dabei dürfte Blackthorn/Adams eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben. Die historische Entscheidungsschlacht im Oktober 1600, in der Toranaga siegte, wurde nicht gezeigt, aber die schlimmen Intrigen um den 7-köpfigen Regentschaftsrat des noch nicht regierungsfähigen Tenno oder Kaisers. Sowohl im Film wie auch in der Historie wurde Blackthorn der erste europäische Samurai in Japan. Er bekam den japanischen Namen 'Anjin'san'. Nicht eingeleuchtet hat mir am Ende des Films, dass Blackthorn Schiffe bauen musste, die anschliessend wieder auf Befehl des Shoguns zerstört wurden. Historischer Fakt war, das er für den Shogun 2 Schiffe baute, die dann auch benutzt worden sind. Die Liebe zwischen Blackthorn und seiner Dolmetscherin war im Film mehr als unglücklichlich, ein Epos unsterblicher Liebe. Davon weiss Adams Biografie nichts, hingegen aber, dass er später die Tochter des Burgherren von Edo (Tokyo) geheiratet und mit ihr einen Sohn und eine Tochter hatte. Adams starb 1620, 6 Jahre nach dem Tode des Shoguns Tokugawa Ieyesu in Hirado. Japan erlebte nach dessen großen Sieg von 1600 Frieden und Fortschritt, die Samurais aber verloren an Bedeutung. Nach dem Tode von Ajin-san schloß Japan seine Tore für 250 Jahre für alle Ausländer. Daran hatte Anjin-san selbst entscheidenden Anteil. Noch heute gibt es in Tokyo(Edo)ein Viertel, das den Namen 'Anjin-Cho' (Navigator-Viertel), das an ihn erinnert. Und jährlich gibt es immer noch am 15. Juni ihm zu Ehren eine öffentliche Feier.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.04.2010 21:51:39 GMT+02:00
Wintergriller meint:
Es ist nicht so, daß Blackthorn ein Schiff bauen "muß", er baut es aus freien Stücken vor allem für sich, da er noch immer plant, sein altes Leben zumindest teilweise wieder aufzunehmen, er ist im Herzen ein Seemann geblieben und will u.a. das Schwarze Schiff kapern und eine Flotte aufbauen.
Der Shogun kann dies z.Zt. jedoch nicht zulassen, er braucht die Katholiken noch eine ganze Weile als Handelsvermittler mit dem verfeindeten China und fesselt durch die geheime Zestörung von Blackthornes Schiff einerseits diesen an Land um die Portugiesen nicht zu behelligen, andererseits
haben diese dann keinen Anlass mehr ihn zu töten und er sichert ihn sich für die Zukunft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2014 13:35:14 GMT+01:00
Cornelius V meint:
Ja, stimmt. Leider finde ich dieses Ende der Serie sehr enttäuschend! In der Serie wirkt es irgendwann schon wieder so, als möchte Blackthorn zurück in seine Heimat... aber so ist er dazu verdammt, bis an sein Lebensende auf dieser "Insel" zu bleiben. Kein schönes Ende für die Serienfigur. Abgesehen davon, wirkt das Ende der Serie -eigentlich fast die letzten 2 Stunden- eher wie sehr hastig heruntergefilmt, ohne dass auf die einzelnen Charaktere noch besonders Rücksicht genommen wird... Schlußendlich hatte ich bei diesem Ende eher das Gefühl, dass den Produzenten das Geld oder die Lust ausgegangen ist...

Veröffentlicht am 15.02.2014 13:10:27 GMT+01:00
Rainer Hosoya meint:
Also Ich finde Ihre Rezession sehr umfangreich und gut zumal sie auch auf die Originale Geschichte im hintergrund hinweisen. Ich habe auch eine Rezession verfasst ( vor längerer Zeit ) zu diesem Film und ich finde mit der bezeichnung Meisterwerk treffen Sie ins schwarze :)
War sehr schön Ihre ausführungen zu lesen , vielen Dank !

Veröffentlicht am 19.02.2014 15:10:21 GMT+01:00
TinaLand meint:
Danke für die tolle geschichtliche Wiedergabe, macht fast schon wieder Lust den biographischen Roman von Clavell zu lesen.
Die Japaner haben das Fischerdorf für die Kurz-Serie selbst gebaut, Originalgetreu mit den selben Materialien und Holzfixierungen wie anno damals. Normalerweise werden solche Filmschauplätze nach dem letzten Dreh wieder abgebaut, doch dieses Dorf soll immer noch stehen.
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