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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: Die Bücherdiebin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Einerseits...andererseits- schwer zu sagenBei Rezensionen tu ich mich in der Regel leicht. Bei diesem Buch allerdings fällt mir ein abschließendes Urteil ziemlich schwer. Auf der einen Seite ist es ein Buch, das man bestimmt nie vergisst, da die eigentliche Geschichte interessant ist und ein etwas anderes Bild vom Dritten Reich zeichnet als das, was man sonst so kennt. Besonders die letzten 50 Seiten sind sehr bewegend, womit ich aber leider auch schon bei der Schwäche des Buches angekommen bin. Für meinen Geschmack wird die Geschichte zu rührselig, um nicht zu sagen beabsichtigt theatralisch geschrieben, sorry, an manchen Stellen war mir das wirklich zu viel. Da das Buch ja in zwei verschiedenen Versionen erschienen ist, einmal als Buch für Erwachsene und einmal als Jugendbuch, versuchte ich mir während des Lesens einzureden, dass die ständigen Erläuterungen und Kommentare vielleicht, je nach Leser, notwendig sind, aber mich selbst hat dieser Stil enorm gestört. Ich fühlte mich regelrecht belästigt durch die ewigen Unterbrechungen, die den Lesefluss hemmten und mir so gut wie nichts brachten. Auch die Idee, den personifizierten Tod als Erzähler fungieren zu lassen, verlor recht schnell ihren Reiz und bewirkte eher eine Art Widerwillen in mir. Dieses Gejammere des Tods über die viele Arbeit, die er mit dem Abholen der Seelen hat, sollte zwar zeigen, wie grausam der Krieg ist und wie viele Menschen ihr Leben verloren, aber ob Jugendliche dieses Stilmittel brauchen, um die Sinnlosigkeit zu verstehen, wage ich zu bezweifeln. Zwischendurch dachte ich des Öfteren: So blöd sind Jugendliche auch wieder nicht und sollten besser ernst genommen werden. Dass der Roman, wie einige Rezensenten bemängeln, eher eine Ansammlung von Fragmenten ist, empfinde ich nicht so. Einige Kriegsgreuel schlaglichtartig zu beleuchten hat mit fragmentarischem Erzählen nichts zu tun. Der Autor beschränkt sich nur auf einzelne Szenen, die für die Gesamtgeschichte, bzw. deren Aussage, wichtig ist und lässt überflüssige Zwischenszenen weg, die man beim Lesen sowieso automatisch im Geiste ergänzt. Es fehlt also nichts. Trotz meiner zwiespältigen Kritik, habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben und würde es auch weiter empfehlen. (Ich weiß, das mutet etwas seltsam an, aber es ist eben nicht immer alles schwarz oder weiß). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Gebraucht & neu ab: EUR 2,28
Rezensentin / Rezensent
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