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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension bezieht sich auf: Geliebte Objekte: Symbole und Instrumente der Identitätsbildung (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
den Ansatz des Buches, die persönlichen Beziehungen zu Dingen nicht nur als Problem im Sinne von Kompensation zu anderen sozialen Beziehungen zu sehen, fand ich sehr interessant. Leider verliert sich das Buch all zu sehr in der Rezeption von anderen theoretischen Ansätzen zum Selbstbild etc. Überdies hat man mitunter beim Lesen das Gefühl, dass hier Binsenweisheiten sehr breitgetreten werden. Sicherlich versucht Habermas das Thema möglichst umfassend abzuhandeln und als wissenschaftliche Arbeit ist das durchaus in Ordnung. Als Suhrkamp Taschenbuch für ein breiteres interessiertes Publikum ist es in dieser Form zum Teil ungeeignet.Trotzdem findet man zwischen den ermüdenden Passagen durchaus auch interessante Ansätze zur Konstruktion unseres eigenen Selbst im Bezug auf Gegenstände. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
05.04.2011 17:38:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2011 17:39:20 GMT+02:00
J. Trusheim meint:
Sie machen im gewissen Sinne die Stärke des Buches zu seiner Schwäche. Es ist eine Habilitationsschrift und hat als solche gar keinen Anspruch, allgemein interessant zu sein. Das Thema ist es aber tatsächlich und es wäre sehr zu wünschen, Habermas würde eine populärwissenschaftliche Darstellung folgen lassen. Hätte er aber eine nur vom wissenschaftlichen Standpunkt aus wichtige Arbeit geschrieben, würde ihm wohl kaum der Vorwurf gemacht werden, ermüdend zu schreiben.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
05.04.2011 18:32:13 GMT+02:00
Gregor Samsa meint:
nun ja ich habe ja nichts anderes gesagt las dass es als wissenschaftliche Arbeit durchaus legitim ist, derart umfassend und eben zum Teil langweilig zu schreiben, aber es hätte vielleicht einer Überarbeitung vor der Herausgabe als Buch bedurft. Insgesamt reduziert sich wissenschaftliche Literatur, so mein Eindruck, zunehmend auf die Rezeption von schon Gedruckten statt tatsächlich interessante und originelle Ansätze zu präsentieren. Das macht der Wissenschaftsbetrieb, der genau auf dies Gleichförmigkeit aus ist. Und von daher ist Habermas selbst sicher kein Vorwurf zu machen. Trotzdem hätte das ja überaus interessante Thema eine ebensolche Abhandlung verdient.
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