Kundenrezension

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu langatmig und handlungsarmes Prequel / Reboot, 3. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Langatmig wenn nicht gar einschläfernd zieht sich die 1. Staffel dieser Serie dahin, die zugleich als Prequel und Reboot der Hannibal Lecter-Geschichte gesehen werden kann. Alleine diese Prämisse ist ein zweischneidiges Schwert, da man als Zuschauer ja weiß, dass Hannibal irgendwann geschnappt wird und einsitzen wird, auch wenn das Ganze ins 21. Jahrhundert verlegt wurde...

Die Handlung kommt dabei nur schleppend voran, was das größte Problem einer Serie ist, wenn man des Ausgang bereits kennt. Einschläfernd und langweilig gestaltet sich der Psycho-Plot rund um Will Graham, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit erhält als Hannibal selbst, der mehr im Hintergrund die Fäden zieht.

Überzeugend ist lediglich Mads Mikkelsens Interpretation der Hannibal Lecter-Figur, die wie bekannt ja Nordosteuropäische Wurzeln im Baltikum hat und somit sein europäischer Akzent wirklich passt. Ich persönlich finde Mikkelsens Lecter fast interessanter als Hopkins, da er nicht so aufgesetzt und überdreht wie ein Ohrwurm wirkt...

Das war's dann aber auch... der Rest der 1. Staffel war inhaltsarm und einschläfernd, Vorfreude auf die nächsten Staffeln vermag gar nicht aufzukommen. Da der Ausgang bekannt ist, wird eine so ausführliche Vorgeschichte auf die Dauer einfach nur langweilig und einschläfernd: wer möchte schon ein 100stündiges Prequel zur Jungfernfahrt der Titanic sehen oder die letzten Tage von Hiroshima im 24-Style erleben?

Es wäre besser gewesen, dieses Konzept als knackige Mini-Serie zu servieren als hier einen sich ewig hinziehenden Brei zu verwirklichen, der keinen Appetit auf mehr macht...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.01.2014 14:09:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.01.2014 16:59:04 GMT+01:00
Gut geschriebene Rezension, die recht treffend meine eigenen Eindrücke widerspiegelt: dafür Daumen hoch!

Als ich die ersten Folgen Hannibal gesehen habe, war ich zunächst sehr angetan: knackig brutal, gute Schauspieler (v.a. der von Ihnen erwähnte Mads Mikkelsen). Aber nach den ersten drei Folgen kommt dann immer wieder dasselbe: der Brutalität wird jeweils noch einer drauf gesetzt, Suche nach dem Mörder, dazwischen ein bisschen Psychospiel mit Hannibal, fertig... Da fehlt dann irgendwann der Reiz. Obwohl ich es nicht tragisch finde, dass man den Ausgang schon kennt. Das war ja von Vornherein klar. Ich finde die Serie auch nicht schlecht (die 3 Sterne treffen es gut), aber mir fehlt einfach von (fast) allem etwas: mehr Tiefe in der Story, mehr Spannung, interessantere Wendungen, nur die schauspielerische Leistung ist wirklich gut. Wenn man dann den Vergleich zieht mit dem derzeit Besten (Breaking Bad), was auf dem Markt ist, dann hinkt Hannibal doch ein gutes Stück hinterher...

PS: Was mich auch stört, sind die zunehmenden Eingebungen und Visionen von Will Graham. Was anfangs noch interessant ist, fängt ab einem bestimmten Zeitpunkt (bei mir ca. ab der Hälfte der 1. Staffel) an zu nerven, weil es so Überhand nimmt.

Veröffentlicht am 05.01.2014 12:54:47 GMT+01:00
SoulFly meint:
Natürlich sind Rezesionen immer subjektiv und geben den persönlichen Geschmack wieder, das ist klar, aber ich denke, dass man vielleicht das eigentliche Konzept der Serie missverstanden haben kann, wenn man diese als einschläfernd und langatmig bezeichnet oder aber man lässt sich gar nicht auf sie ein...

Gerade weil man genau weiß, wie es mit Hannibal Lecter endet und vor allem was er macht und wie, ermöglicht es dieser Serie ein lupenreiner Suspense-Knaller zu werden, was sie in meinen Augen auch vermag!
Es geht hier gar nicht darum, ein Prequel zu den nachfolgenden Filmen auf die Leinwand zu bringen, sondern in die Gedankenwelt dieser so vielschichtigen, angsteinflößenden aber eben auch interessanten Figur des Dr. Lecter einzutauchen.
Und "seine" Welt wird mMn in der Serie nahezu perfekt dargestellt. Sein Charakter lebt eben mehr in der geistigen Welt, "ernährt" sich von den seelischen Abgründen anderer und lebt nebenbei selbst ein diabolisches und perverses "Hobby" aus...
Die Visionen und Wahnvorstellungen von Graham geben dieser Vision auf geistiger Ebene ein opulentes aussehen und vertiefen so die Präferenz der Serie, sich mehr in den Köpfen der Protagonisten herumzutreiben...
Die Serie setzt bewusst auf diese Optik und das Zugpferd des psychologischen denkens.
Die Dialoge sind für meinen Geschmack auf extrem hohem, anspruchsvollen Niveau und heben sich daher erfreulicherweise von dem üblichen, bedeutungslosem Mittelmaß des Mainstreams ab.
Die Tiefe mancher Gespräche mag anstregend sein, aber genau das soll es ja auch...die Figur des Dr. Lecter ist es selbst ja auch.
Und genau das mag die Krux der Serie sein...gerade weil sie dadurch nicht "Everybodys Darling" sein kann und will, wird sie die Gemüter spalten - was sie ja auch tut!

Der Liebling der Massen kann Hannibal also nicht werden, aber vielleicht ist gerade das ein ganz besonderer Ritterschlag für die Serie, weil sie so zeigt, dass sie eben etwas ganz besonders im Serienuniversum ist.

Langweilig ist die Serienadaption von Hannibal daher gewiss nicht, allein schon die atmosphärisch dichte Beziehung der beiden Hauptdarsteller bietet genug Stoff sich rundum bestens unterhalen zu fühlen...

Naja, wie schon gesagt über Geschmack lässt sich streiten...den meinen wollte ich hier nur mal so als Kontrast darbieten.

Ach ja, bei einem Punkt stimme ich dir voll und ganz zu...Mads Hannibal schlägt den von Hopkins...und das mag was heißen!!!

Veröffentlicht am 05.01.2014 14:08:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.01.2014 14:12:51 GMT+01:00
amazon fan meint:
War es denn wirklich und 100%ig die Prämisse der Macher dieser Serie, zugleich als Prequel und Reboot der Hannibal Lecter-Geschichte gesehen zu werden ???? War es nicht vielleicht eher ein Paradigmenwechsel von Außen- zu Innenansichten? Sowohl beim Hannibal als auch auf der Seite der Verfolger? In letzterem Sinne hätte man es nämlich kaum besser machen können; dann ist die entscheidung: Dialog versus Action einfach geboten! ... aber auch das ist rein subjektiv ;-) ☼
tschuldigung, SoulFly, hab gerade erst nach meinem "Senf" den deinigen gelesen .... da steht ja schon alles, was ich sagen wollte :-)))))))))))))) und wenn schon mal zwei zum gleichen (nicht selben) Ergebnis kommen, kanns nicht ganz falsch sein ☼☼♣

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2014 14:19:57 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.01.2014 23:38:36 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 23:41:23 GMT+01:00
@amazon fan:

Zunächst einmal kurz zu der Identifikation Hannibal vs. Walter White: Was mir bei Breaking Bad u.a. immer sehr gut gefallen hat, war die Nachvollziehbarkeit der Handlungen (mit allen Konsequenzen) des Heisenberg. Man konnte (fast) alles verstehen, was ihn zu seiner "Karriere" getrieben hat. Daher das Gelingen der Identifikation. Bei Mikkelsens Hannibal tue ich mir da deutlich schwerer. Was treibt ihn eigentlich zu seinen psychopathischen Handlungen? Ist es die Gier auf Menschenfleisch? Was ist es eigentlich? Das wurde (bisher) in Hannibal für meine Geschmack zu wenig thematisiert. Aber mir ist die Identifikation auch nicht immer so wichtig. Denn die Figur des Hannibal funktioniert ja trotzdem. Lobend habe ich das oben angemerkt. Es ist auch die Frage, ob es prinizpiell lohnenswert ist, sich mit Hannibal (ob die des Hopkins oder die von Mikkelsen) als Figur zu identifizieren... ;)

Die Thematik "Psychologiebesessenheit als Problemlöser" habe ich nicht ganz verstanden: Kritisieren Sie die Hörigkeit der Amerikaner bezüglich der Psychologie als Profession, die in der Kissenszene dargestellt wird? Oder den Versuch des BB-Regisseurs mittels der Kissenszene diese Hörigkeit, wie sie wohl meinen "plump" darzustellen?
Meine Meinung dazu: die Szene wurde herrlich ironisch dargestellt und soll den Glauben "der" Amerikaner an bestimmte psychologische Techniken vermitteln. Ich empfand sie tatsächlich auch als lustig, aber eben nicht billig. Subjektiv, verteufelt subjektiv... ;)

Generell verstehe ich nicht ganz weshalb sie BB das Kriterium "Filmkunst" entziehen? Hört sich ein bisschen an wie "Hauptsache dagegen"... ;) Sicher, man muss kein Fan von BB werden, aber, dass hier etwas Innovatives geschaffen wurde, das geben sie in ihrem ersten Abschnitt sogar selbst zu. Das ist schon mind. ein Kriterium für "Filmkunst" (so wie ich das verstehe)...

Interessant fand ich auch ihr Zitat mit den "billigen" Überraschungen. Vielleicht sind sie ja solch ein abgebrühter Serienjunkie, dass sie jede Wendung im Voraus kennen... ;) Allerdings hat mich BB tatsächlich immer wieder so derbe überrascht, wie selten etwas vorher im TV. Wobei man bei ihren teils etwas wirren Ausführungen nicht immer genau weiß, wann Ironie und wann nicht... Irgendwie sind wir aber jetzt vom eigentlichen Thema abgekommen... ;)

In diesem Sinne...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 00:18:36 GMT+01:00
Ihre Beiträge haben dazu beigetragen, dass ich mir BB jetzt endlich auch geholt habe... Ich hatte die Serie bislang nie gesehen, aber jetzt werde ich ihr mal eine Chance geben... Soll ja wirklich gut sein...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 00:22:16 GMT+01:00
"War es denn wirklich und 100%ig die Prämisse der Macher dieser Serie, zugleich als Prequel und Reboot der Hannibal Lecter-Geschichte gesehen zu werden ???? War es nicht vielleicht eher ein Paradigmenwechsel von Außen- zu Innenansichten?"

Interessanter Ansatz...vielleicht ist nur meine persönliche Erwartungshaltung an die Serie anders, da ich sie gerne als "echtes" Prequel hätte...Egal... Aber selbst wenn es um Hannibals Innenansicht geht, überzeugt mich die Serie eben nicht, da der Fokus ja kaum auf Hannibal selbst liegt sondern extrem auf der Figur des Will Graham. Dessen Psyche nimmt ein Vielfaches mehr Zeit in Anspruch als Hannibals, was ich bei einer Serie dieses Namens dann schon ziemlich daneben finde. Egal, ich werde die Serie doch weiterverfolgen, in der Hoffnung, dass die 2. Staffel deutlich besser wird...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 10:15:22 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.01.2014 23:38:51 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 13:00:10 GMT+01:00
@amazon fan: "Wobei man bei ihren teils etwas wirren Ausführungen nicht immer genau weiß, wann Ironie und wann nicht..." -> meinten Sie das als persönliche Unterstellungen? Wenn ja, wollte ich Sie damit natürlich nicht beleidigen.

Sie haben aber schon selbst erwähnt, dass ihre Äußerungen tlw. provokant sind (z.B. billiger = einfacher). So gesehen sollte Sie auch ein bisschen was einstecken können... ;) Denn ich versuche, wenn sich mein Gegenüber darauf einlässt, eigentlich immer mit Argumenten zu arbeiten.

Anmerken möchte ich noch einmal, dass es - meiner Meinung nach - auf keinen Fall einfacher ist BB als Geschichte zu erzählen. Denn das ist eine neue innovative Story, auf die die Drehbuchautoren selbst gekommen sind. Künstler werden ja meistens deswegen als Genies gefeiert, weil sie etwas Neues entwerfen. Natürlich ist es auch eine tolle Leistung etwas bereits Dagewesenes umzustrukturieren (Hannibal) und daraus wieder etwas "Neues" zu machen. Trotzdem finde ich es etwas merkwürdig, wenn Sie argumentieren, es sei eine größere Leistung etwas "Altes" neu zu gestalten, als etwas gänzlich Neues zu schaffen. Deshalb habe ich auch nicht verstanden, weshalb Hannibal für Sie offenbar Kunst ist, BB aber nicht...

Insgesamt möchte ich noch einmal zu Hannibal anfügen: Ich fand die ersten Folgen wirklich gut. Im Zwischenteil verlagert sich dann leider viel zu viel hin zum Schema "krasser Mord, Eingebung Will Grahams, Suche nach dem Mörder" und verliert die interessanten psychologischen Ansätze. Die letzten 3-4 Folgen steigt das Niveau dann wieder richtig an und wird zum Ende hin richtig spannend und gut. Wäre der Leerlauf in der Mitte nicht gewesen, würde Hannibal von mir mind. ein "gut" erhalten. Die letzten paar Folgen haben mein Interesse aber insofern wieder geweckt, dass ich auf die 2. Staffel gespannt bin. Insgesamt und da möchte ich "Scamander Riker" gerne beipflichten, wäre es stimmiger, wenn der Fokus mehr auf der Figur Hannibal gelegen hätte und weniger auf Will Graham und seinen wirklich inflationären Visionen. Vielleicht in Staffel 2...

@Scaramander Riker: Wagen Sie einen Blick in BB hinein, Sie werden nicht enttäuscht werden... ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 14:25:29 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.01.2014 23:39:02 GMT+01:00]
‹ Zurück 1 2 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent