Kundenrezension

54 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Leser als Krähe?, 27. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: A Song of Ice and Fire 4. A Feast for Crows. (A Song of Ice & Fire) (A Song of Ice & Fire) (Taschenbuch)
Ich habe lange auf diese Fortsetzung gewartet und sie dann doch nicht sofort gelesen, als ich erfuhr, dass dies nur die Hälfte der urspünglich geplanten Geschichte ist. Da Martin in der anderen Hälfte aber steckengeblieben zu sein scheint und "Song of Ice and Fire" - jedenfalls die ersten drei Bände - auf den Olymp der Fantasy Literatur gehört, habe ich mich schließlich doch ... durchgebissen. Dass mich hier niemand falsch versteht: Martin kann immer noch schreiben wie kaum ein anderer, seine Charaktere sind vom Feinsten. Aber. Großes ABER. Diese 800 Seiten bringen das Epos keinen Schritt voran. Kein Höhepunkt, keine Weiterentwicklung. Das Königreich Westeros dümpelt vor sich hin, man leckt die Wunden der vorangegangenen Schlachten. Manches Neue wird vorbereitet, aber am Ende ist man eigentlich immer noch genau da, wo man am Ende des dritten Bandes auch schon war, 800 Seiten vorher. Und manchmal wirds dann auch langweilig. Briennes Geschichte etwa, die über zig Kapitel letztlich nur erzählt, wie sie einer falschen Spur folgt, was man aber von vornherein weiß. Das ist unverzeihlich. Da fühlt man sich als Leser zeitweilig wie eine Krähe auf einem Kadaver, der zu lange im Wasser gelegen hat und unangenehm aufgequollen ist. Bleibt zu hoffen, dass doch noch Leben in diesem - grandiosen! - Stoff ist. Und dass Martin noch einmal die Kurve kriegt.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.05.2011 22:12:34 GMT+02:00
So unterschiedlich sind die Geschmäcker, ich finde eines der herausragenden Merkmale der Martin-Romane ist gerade, das die Charactere auf Basis einer realistischen Informationsgrundlage handeln und eben nicht ständig alle den News-Ticker des Weltgotts abonniert haben und über alles bestens informiert sind. Das es dadurch wie in der Realität dann mal Fehlentscheidungen gibt, die schlicht auf Mißinformation beruhen, oder eben jemand einer Spur folgt die nicht dahin führt wo Er/Sie denkt oder eben ins Leere, gibt den Büchern die Substanz die mich ab dem ersten Band in Ihren Bann gezogen hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2012 21:05:24 GMT+01:00
Die Kritik der meisten Leser ist nicht, dass Brienne einer falschen Spur folgt.
Sondern, dass und wie George R. Martin so viele Seiten mit diesem Teil der Handlung" füllt.

Das ganze Buch bietet vergleichsweise wenig an äußerer UND innerer Handlung.
Und leider gleicht das der Author nicht durch besonders interessante Ansichten, Einsichten oder Stilmittel aus.
Was das angeht ist das Buch so gut oder schlecht wie seine Vorgänger, nur eben mit weniger Neuigkeiten auf mehr Seiten. Die Kapitel mit Brienne sind das perfekte Beispiel dafür...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2012 13:15:03 GMT+02:00
HCM meint:
Zuerst fand ich die Brienne Kapitel auch fast schon störend. Inzwischen habe ich "Feast" mehrfach gelsen und bin mittlerweile anderer Meinung. In diesen Kapiteln werden einige Erzählstränge abgeschlossen, z.B. das Schicksal der "Brave Companions" oder auch von Tyrions Squire Pod. Dazu gibt es ein paar Hinweise auf den Verbleib des Hounds. Zudem werden Catelyn und Dondarrion neu in Stellung gebracht.
Das ist natürlich nicht ganz so spektakulär wie in den Vorgängerbänden, weil es auch nicht das ganz große Ereignis gibt, auf das alles hinausläuft. Im Wesentlichen werden sowohl in "Feast" wie auch in "Dance" die einzelnen Fraktionen in Stellung gebracht für die Endphase der Serie.

Veröffentlicht am 13.08.2012 09:08:53 GMT+02:00
mikado66 meint:
Ich glaube es wird vergessen das der Krieg auch im Mittelalter etwas ist, was man nicht unbedingt zwei Mal täglich konsumieren muss. Für mich ist es kein Problem mal auch ein wenig ohne riesige Schlachten auszukommen. Im Buch erfährt man viel persönliches über Cersei und Jamie, und man kriegt einen schönen, detailierten Einblick in die bedeutung von Macht auf dem Iron Throne. Bestimmt nicht langweilig. Und was Brienne angeht...hätte nicht sein müssen, aber ehrlich - wenn ihr dabei schon die Geduld verliert..och Gottchen..

Auf jeden Fall finde ich es total Übertrieben darauf zu hoffen dass "Martin noch einmal die Kurve kriegt". Wenn es keinen Grund für Schlachten gibt (trotzdem gab es Schlachten), wieso soll Martin dann welche reinschreiben? Vertraut ihm doch ein wenig!

Veröffentlicht am 11.12.2013 12:41:18 GMT+01:00
CrazyHorse meint:
Also ich habe das Buch jetzt fast durch und muss sagen, dass ich das ganz anders empfinde. Gerade Briennes Geschichte finde ich sehr spannend und unterhaltsam. Klar weiß man von Anfang an, dass sie einer falschen Spur folgt aber das Besondere bei Martin sind ja die unerwarteten Wendungen. Von daher schwingt in jedem Kapitel immer die Frage mit, wie es mit ihr wohl weitergeht und wo das alles hinführen wird. Briennes Geschichte ist hier nur stellvertretend für alle Erzählstränge in diesem Buch bzw. dem ganzen Epos.

Gegen Ende des Buchs spitzt sich Briennes Geschichte ja dann auch wieder zu. Wie es fast schon zu erwarten war. Und wieder einmal war es so, dass ich eigentlich vor dem Einschlafen noch schnell ein Kapitel lesen wollte und nach diesem Kapitel dann so aufgewühlt war, dass ich die Nacht nicht mehr schlafen konnte... typisch Martin eben :-)
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