Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...und nichts als die Wahrheit!, 18. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hinter dem Mond (Taschenbuch)
Ja, auch mir ist es schon vorgekommen, das ich ein Buch nicht zuende lesen wollte. Dann aber doch eher Bücher, bei denen nach ca. 50 Seiten bereits das Ende vorhersehbar war.
Genau DAS, wird bei Michael Köhn aber nie passieren, weil er immer nochmal eine Schippe drauflegt, uns überrascht oder einen mit der puren Realtität konfrontiert, das einem die Spucke weg bleibt.
Natürlich kann man sein Werk kritisieren, das bleibt jedem überlassen, aber...wenn man es nicht "wirklich" gelesen hat???
Zugegeben, die Cut-up-Technik ist gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man nicht konstant konzentriert bei der Sache bleibt, da ich aber bereits "Mördertage" (dabei handelt es sich um das gleiche Taschenbuch, in einer etwas kürzeren Fassung) gelesen hatte, machte mir das keinerlei Probleme.

Was erwartet den Leser?
Man könnte es ein Drama nennen, wenn beispielsweise "Yasar" (Deutscher/Staatenloser/Kurde), das Gehbehinderte 13jährige Mädchen zum wiederholten Male vergewaltigt, besonders wenn sie sagt: "Es tut heute so weh!"
Zu Brutal? Sicher! Aber so traurig das auch ist, es ist das was draußen und in der Realtität passiert!
Es ist ein Drama um Liebe, Leidenschaft und Macht, aber auch nach der Sehnsucht...dem ganzen entfliehen zu können.
Jeder hat seine eigenen Vorstellungen vom Knast, auch jene die, wie ich, noch nie dort waren.
Michael Köhn erzählt detailliert und realtistisch, wie es ist, oder mindestens wie es sein könnte, und das schohnungslos.
"Yasar" ist all das was wir nicht sehen wollen, und schlimmer noch. Er vergewaltigt auch die Frau von Lanz (dem Schließer), der Rache will, und...vielleicht bekommt er sie ja auch...ich will aber auch nicht zu viel verraten, und jenen, die genügend Geduld aufbringen, alles vorwegnehmen.

Es ist ein hartes, brutales Buch, nichts für zartbesaidete, aber auch echt und realistisch, und...wenn mich nicht alles täuscht, sogar (teilweise) autobiographisch.
Wer Mainstream erwartet, wird enttäuscht sein, alle die mit dem was in der Welt nunmal passiert, klar kommen, werden sich bestätigt darin sehen, das die Welt in der wir alle leben, nicht immer so friedlich ist wie es scheint...leider.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.05.2013 07:33:03 GMT+02:00
Michael Köhn meint:
Michael Koehn: Ich freue mich sehr, Robert - denn/weil (auch) mein Schreibstil den Leser wie den Schreiber fordert ist die authenzitäre 'Wirklichkeit' - wie auch schon mein Verleger (LaGrand- Verlag) kritisch anmerkte; dem ich für sein Vertrauen danke wie dir und den Lesern die noch kommen mögen, um sich in dieses leicht wahnsinnige Abenteuer zu stürzen ...
Wobei wir auch bei meinem damaligen Angebot (bei fb) sind, dass da hieß: """gut, überredete ;-) - ich 'verschenke' unter den ersten fünf bei amazon zu 'Hinter dem Mond' erscheinenden rezensionen (mindestens fünf komplette sätze in dt. sprache sind erforderlich) unabhängig der stern(be)wertung per würfelentscheid meinen absoluten privatdruck (neu - ich habe 3 davon) von 'Horrors Einsamkeit', einem vorläufer zu 'Aspergers- Tage- Buch- Auszüge 2012' (als e-book steht dieser text auch bei amazon ein) und den dann, wenn es sein muss, auch sehr gerne mit widmung ;-) """ SEXUELL GEPRÄGT (Ich - Autist)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2013 20:30:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.05.2013 20:32:46 GMT+02:00
Robert Lamour meint:
Leichte Kost, etwa in Filmen oder eben in Büchern, ist das was wir als erstes wieder vergessen, wohingegen, wenn wir uns durch etwas kämpfen und durchbeißen müssen, weil wir wissen das es gut ist, werden wir belohnt und behalten es auch für ewig in Erinnerung.
Ich mochte das Buch, sonst hätte ich die Rezi nicht so geschrieben, aber es hat mich auch aufgeregt, das Leute (die nichts dafür bezahlt haben), und das Buch nicht einmal zuende gelesen haben, Kritik üben wollen.
Es ist schwere Kost, die Du anbietest, keine Frage, und es wird immer Kritiker geben, Menschen denen es nicht gefällt, was ja auch legitim ist, aber zuerst sollte man es gelesen haben, und erst danach darf man auch Kritik üben.

Falls ich tatsächlich bei der Verlosung dabei bin, würde ich mich sehr wohl über eine Widmung freuen, und über das Buch sowieso, weil ich mich weder mit Kindle noch E-Books anfreunden kann. Ein Buch in der Hand ist immer noch ein besonders schönes Gefühl. :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2013 16:41:02 GMT+02:00
Manda meint:
Lieber Robert, ich freu mich mit und für Michael über deine gute, fundierte Rezi! Ich sehe es auch so wie du, wer nicht gelesen hat oder nur angelesen, sollte sich eher enthalten :-) Ich gebe einem Buch immer mindestens 100 Seiten, wenn ich nicht gut reinfinde oder es mir nicht so gefällt.
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