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Kultfilme müssen nicht immer perfekt sein, 22. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes [VHS] (Videokassette)
Und man darf dies auch sagen. Hoffe ich. Indiana Jones, Jäger des verlorenen Schatzes ist wahrscheinlich einer DER Abenteuerfilme überhaupt und trägt den Titel eines Kultfilms. Aber warum eigentlich? Ich denke, es ist zum einen die Musik, denn der Raiders March von John William geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Es sind die Stunts, die nach heutigem Maßstab natürlich mehr witzig sind (allein die Schlägereien erinnern fast an die Bud Spencer Filme) und es ist wohl der junge Harrison Ford, der im Schlapphut und dem halb zerfetzten, aufgeknöpften Hemd immer eine gute Figur macht. Aber was unterscheidet diesen Film von einem B Movie? Er stammt von Steven Spielberg... Fazit: Dann muss er einfach gut sein. Jeder Song von Elvis war ebenfalls ein Ohrwurm (sarkastisch ausgedrückt). Jetzt zur eigentlichen Kritik. Auch wenn man es mir nach der oben genannten Einleitung nicht ganz abnehmen wird, aber ich finde den Film sogar ganz in Ordnung. Deswegen muss er aber nicht der Allgemeinheit gefallen. Es gibt viele Dinge, die mich trotzdem an Indiana Jones stören. Zum ersten das typische Klischee, was hier bereits schon angesprochen wurde. Der Kerl überlebt einfach alles. Das muss er ja auch, schließlich ist er der Held, die Hauptfigur, ähnlich James Bond. Der Tempel gleich am Anfang sieht derart künstlich aus, als er zusammenstürzt und in jeder Einstellung fällt die Steinplatte einmal schneller runter und dann wieder langsamer. Die Schießerei in der Bar in Nepal sieht seltsam zusammengestückelt und irgendwie krampfhaft aus. Warum bewegen die sich alle eigentlich wie in Trance? Und bleiben dabei auch noch völlig ruhig? An den Actionszenen in der Wüste später habe ich nicht mal was auszusetzen. Aber wie zum Geier schafft es Harrison Ford, sich an einem U Boot festzuhalten, das taucht und mehrere Seemeilen zurücklegt? Genauso am Ende, als er und Karen Allen Zeuge der Macht der Bundeslade werden. Fragt sich niemand, wie sie von dieser Insel runterkommen? Die paar Nazis die mitgekommen sind, das waren doch wohl nicht alle vom Stützpunkt? Zumal, im zweiten Teil erfahren wir, dass Indy nicht mal ein Flugzeug fliegen kann, aber ein U Boot fahren, das ist drin. Teilweise wirkt der Film auch absolut nicht fließend. Es wird alles zu gehackt erzählt und man hat das Gefühl, in einer Serie wäre dieser Stoff vielleicht besser aufgehoben, zumal man am Ende, wenn der "Held" sich in einer völlig aussichtslosen Lage befindet, das Ganze immer noch mit einem eleganten Cliffhanger hätte rausreißen können. In den späteren Indy Filmen funktioniert es tatsächlich fließender, wobei zwischendurch das alte Problem doch noch aufblitzt. Für Fans alter Abenteuerfilme eigentlich schon zu empfehlen. Zumal ich finde, man sollte ihn mal gesehen haben, um sich ein richtiges Urteil bilden zu können. Mein Favorit ist der Zweite. Der Erste ist meiner Meinung nach der erste halbwegs gelungene Übungsversuch. Vielleicht so ähnlich wie der erste Star Wars Film.
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Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes [VHS] B00004RLXD
Harrison Ford
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Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes [VHS]
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Kultfilme müssen nicht immer perfekt sein
Und man darf dies auch sagen. Hoffe ich. Indiana Jones, Jäger des verlorenen Schatzes ist wahrscheinlich einer DER Abenteuerfilme überhaupt und trägt den Titel eines Kultfilms. Aber warum eigentlich? Ich denke, es ist zum einen die Musik, denn der Raiders March von John William geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Es sind die Stunts, die nach heutigem Maßstab natürlich mehr witzig sind (allein die Schlägereien erinnern fast an die Bud Spencer Filme) und es ist wohl der junge Harrison Ford, der im Schlapphut und dem halb zerfetzten, aufgeknöpften Hemd immer eine gute Figur macht. Aber was unterscheidet diesen Film von einem B Movie? Er stammt von Steven Spielberg... Fazit: Dann muss er einfach gut sein. Jeder Song von Elvis war ebenfalls ein Ohrwurm (sarkastisch ausgedrückt).
Jetzt zur eigentlichen Kritik. Auch wenn man es mir nach der oben genannten Einleitung nicht ganz abnehmen wird, aber ich finde den Film sogar ganz in Ordnung. Deswegen muss er aber nicht der Allgemeinheit gefallen. Es gibt viele Dinge, die mich trotzdem an Indiana Jones stören. Zum ersten das typische Klischee, was hier bereits schon angesprochen wurde. Der Kerl überlebt einfach alles. Das muss er ja auch, schließlich ist er der Held, die Hauptfigur, ähnlich James Bond. Der Tempel gleich am Anfang sieht derart künstlich aus, als er zusammenstürzt und in jeder Einstellung fällt die Steinplatte einmal schneller runter und dann wieder langsamer. Die Schießerei in der Bar in Nepal sieht seltsam zusammengestückelt und irgendwie krampfhaft aus. Warum bewegen die sich alle eigentlich wie in Trance? Und bleiben dabei auch noch völlig ruhig? An den Actionszenen in der Wüste später habe ich nicht mal was auszusetzen. Aber wie zum Geier schafft es Harrison Ford, sich an einem U Boot festzuhalten, das taucht und mehrere Seemeilen zurücklegt? Genauso am Ende, als er und Karen Allen Zeuge der Macht der Bundeslade werden. Fragt sich niemand, wie sie von dieser Insel runterkommen? Die paar Nazis die mitgekommen sind, das waren doch wohl nicht alle vom Stützpunkt? Zumal, im zweiten Teil erfahren wir, dass Indy nicht mal ein Flugzeug fliegen kann, aber ein U Boot fahren, das ist drin.
Teilweise wirkt der Film auch absolut nicht fließend. Es wird alles zu gehackt erzählt und man hat das Gefühl, in einer Serie wäre dieser Stoff vielleicht besser aufgehoben, zumal man am Ende, wenn der "Held" sich in einer völlig aussichtslosen Lage befindet, das Ganze immer noch mit einem eleganten Cliffhanger hätte rausreißen können. In den späteren Indy Filmen funktioniert es tatsächlich fließender, wobei zwischendurch das alte Problem doch noch aufblitzt.
Für Fans alter Abenteuerfilme eigentlich schon zu empfehlen. Zumal ich finde, man sollte ihn mal gesehen haben, um sich ein richtiges Urteil bilden zu können. Mein Favorit ist der Zweite. Der Erste ist meiner Meinung nach der erste halbwegs gelungene Übungsversuch. Vielleicht so ähnlich wie der erste Star Wars Film.
Mister Pink
22. Januar 2012
- Insgesamt:
5

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