Kundenrezension

39 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut unterirdisch!, 15. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Leben des heiligen Augustinus (DVD)
Wer sich auch nur ein bisschen für die Materie interessiert, wird von diesem Film maßlos enttäuscht sein. Die Tiefe von Augustinus' Denken, sein jahrelanges Ringen um den wahren Glauben, seine Auseinandersetzungen mit anderen christlichen Schulen und den Gnostikern wird nur oberflächlich gestreift. Daß Augustinus z.B. gegen Ketzer staatliche Gewalt für notwendig hielt und diese auch gegen die Donatisten einsetzte, wird wie viele andere "Schattenseiten" säuberlich unter den Teppich gekehrt.
Das verwundert allerdings nicht, da der ganze Film von seinen miserablen Machern zeugt. Die Handlung ist plakativ, oberflächlich und platt, die Dialoge teilweise so dümmlich, daß sich einem völlig der Sinn entzieht. Das kommt besonders albern bei den Versuchen, die brillante Rhetorik des Augustinus darstellen zu wollen. Seine Reden haben keinerlei Feuer oder Überzeugungskraft, geschweige denn argumentatives Geschick, was die darauf folgenden, überzogen-positiven Reaktionen der Zuhörer umso peinlicher macht.
Ebenso ist der Versuch, die heidnische Denkweise der christlichen gegenüber zu stellen (und letztere als überzeugender zu gestalten) kläglich gescheitert. Die Christen wirken entweder dumm-dreist (Ambrosius), prämenstruell (Lucilla) oder salbungsvoll-aufopfernd (Monika). Den VERSTAND haben alle anscheinend bei der Taufe abgegeben. An der Stelle sei gesagt, daß ich selbst überzeugter Christ bin, man mir daher keine Vorbehalte gegen den Glauben unterstellen kann. Allerdings heißt "Christ sein" nicht "blöd sein".(An der Stelle seien die apologetischen Werke von C.S. Lewis empfohlen)
Wenn Lucilla also nicht verstehen will, daß entweder Soldaten sterben damit die Stadt Hippo vielleicht überlebt, oder stattdessen eben alle sterben; wenn Augustinus verlangt, die berüchtigten Vandalen als "Nächste" mit offenen Armen zu empfangen, dann offenbart dies allenfalls die Naivität des Drehbuchautors. So bescheuert war der historische Augustinus nicht, der einen Krieg gegen einen ungerechtfertigten Angriff sogar als gerecht bezeichnete.
Unterm Strich ist unklar was der Film sein will, für ein Historiendrama ist er zu langweilig, für einen Geschichtsstreifen zu oberflächlich und verfälschend und als Glaubenszeugnis zu wenig überzeugend.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.09.2011 15:58:19 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.09.2011 16:05:33 GMT+02:00
Ich kann ihre negative Rezension nicht teilen und möchte nur Folgendes hinzufügen:
Sicher kennen Sie die Schriften-eben die Bekenntnisse- des hl. Augustinus und sicher wird Ihnen auch nicht entgangen sein, dass man filmisch versucht hat, sich an diesen Bekenntnissen zu orientieren.
Ebenfalls möchte ich Ihnen den Hinweis geben, dass Papst Benedikt diesen Film,zwar in gekürzter Fassung, vor Erscheinen im Fernsehen gesehen und als gut befunden hat und sicher wissen Sie auch, dass gerade Papst Benedikt als einer DER Kenner des hl. Augustinus überhaupt gilt. Auf solch eine Beurteilung bzw. Bemerkung gebe ich sehr viel.
Sie können selber mal bei kath.net nachlesen oder die Rezension bei Weltbild de., die nicht ein Leser geschrieben hat.
Vielleicht hilfreich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.09.2011 18:04:35 GMT+02:00
J. Oliver meint:
Liebe Maria-Elisabeth,

Was Sie als Argumente aufführen ist zwar alles richtig, ändert aber nichts an meiner Rezension. Bei dieser zählt nun mal der persönliche Eindruck, mit dem ich offensichtlich nicht alleine dastehe, und nicht die Meinung von Experten. Wie in meinem Beitrag vielleicht schon angeklungen ist, nehme ich mir die Freiheit selbst zu denken, und weiß mich da sowohl bei Augustinus als auch beim Heiligen Vater in guter Gesellschaft. Bitte bedenken Sie auch, daß kath.net nicht den Anspruch auf Objektivität erhebt, und Weltbild.de natürlich sein Produkt verkaufen will. Von daher werden Sie die ehrlichsten Rezensionen nun mal vom "Endverbraucher" erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

J.Oliver

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.09.2011 20:53:20 GMT+02:00
Lieber J.Oliver,
vielen Dank für den freundlichen Beitrag.
Haben Sie keine Sorge, ich kann Ihre Argumente sehr wohl stehen lassen, dennoch wollte ich lediglich Sie ermuntern bzw. ermutigen, einmal -zumindest den Beitrag von kath.net -nachzulesen. Dass dort nicht der Anspruch auf Objetktivität gelegtworden sei, würde ich in diesem Fall nicht sagen. Bedenken Sie, dass es lediglich um Informationen ging, eben dass der Papst diesen Film gesehen und für gut befunden hat, ja mehr noch, dass er dazu ermutigt hat. Wenn Sie Gelgenheit haben, einmal selbst es nachzulesen???
Selbstverständlich heißt das nicht, dass Sie nicht selbst denken dürfen, im Gegenteil. Aber: Selbst wenn ich vom Leben des Hl. Augustinus so Manches kenne, so muss ich dennoch sagen, dass sog. "Experten" auf diesem Gebiet, und dazu zählt wahrlich der Hl. Vater- mir schon in richtiger Weise ein Hilfe sind, eben weil sie bzw. ER solch einen Film tiefer beurteilen kann- und wenn sich dann meine subjektive Meinung damit deckt, so freue ich mich darüber.
Somit würde ich mich freuen, wenn Sie ihre Gedanken noch einmal überdenken könnten, ja vielleicht mit dem neuen Hintergrund sich den Film nochmals anschauen könnten.
Aber fassen Sie es nicht als ein Muss auf.
Mit freundlichen Grüßen,
M.Elisabeth

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2012 13:11:10 GMT+02:00
gojushiho meint:
Hi Oliver,
sie haben gar nicht erwähnt, dass der Film überhaupt nicht das Thema Islam anschneidet, der im Wesentlichen eine Erfindung Augustinus ist, um Jerusalem unter die Kontrolle des Vatikan zu bringen, was mislang und andererseits helfen sollte, nichtvatikantreue Christen zu beseitigen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2015 21:58:35 GMT+02:00
MaxK meint:
Der Film wurde ja praktisch für den Papst gemacht, so dermaßen kritisch mit der eigenen blutigen Vergangenheit will man als Katholik ja nicht umgehen ;)
Sorry aber der Film ist eindeutig pro-katholisch, das Arianer Christen sind wird z.B völlig vergessen zu sagen ebenfalls das die Vandalen Arianer sind.
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