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Kundenrezension

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtbares Unentschieden, 24. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Four (Audio CD)
Es ist ja nicht so, dass Bloc Party nicht zu überraschen wüßten. Gut, die Überraschung Nummer eins bestand eigentlich darin, dass es das Album mit dem Ceranfeld (Kochplatte, haha) überhaupt in Produktion geschafft hat – nach all dem Geplänkel der letzten Monate hatte man ja den Eindruck, Kele Okereke müsse sich arbeitsrechtlich in die Rolle des charimatischen Bandleaders zurückklagen – erst hatte er keine so große Lust, dann wollten die Kollegen nicht mehr so recht, man hat selten ein alberneres Verwirrspiel erlebt. Mittlerweile haben sich aber alle wieder mächtig lieb und können so auf die ihnen angelegenere Weise irritieren: Nicht wenige hatten nach den wiederholten Soloausflügen von Okereke („The Hunter“) die endgültige Hinwendung der Band zu vollumfänglicher Synthetik erwartet – Okereke mag das Dancezeugs und ist sogar richtig gut damit unterwegs, dazu haben die Kolleginnen Beth Ditto und Karen O, mit ihren Kapellen aus ähnlicher Spur gestartet, den Dreh mittlerweile vollzogen, so what?

Aber nichts da. Neben den bewährten, hyperventilierenden Gitarrenloops – sehr fein hier die erste Single „Octopus“, auch „Truth“ und „3x3“sind nach dem quirligen Muster gestrickt – stößt man aber auf „Four“ durchaus auf Schwerverdaulicheres. Stoner-Rock, Metal-Sequenzen, ist es wahr? Tatsächlich regieren bei einem Stück wie „Kettling“ unverkennbar die rauhen Saiten, „Coliseum“ wiederum holt sich den Electroblues von „Personal Jesus“ zu Hilfe, Okereke jault und kreischt psychotisch zum Herzerweichen, und auch die zweite Hälfte von „Team A“ gerät eher harsch als gefällig – textlich geht es dabei mit wütender Anklage, Autoagression und bissigem Geheul zwar rätselhaft, aber eher grob zur Sache.

Schon aus diesem Grunde hätte der krachende Synthiepunk von „We Are Not Good People“ eigentlich an den Anfang des Albums gehört („This Is A Warning“ – aha), andererseits kommen auch die Londoner nicht raus aus ihrer Haut und so muß dem Stammpublikum nicht bange werden – sie können auch noch süß. „V.a.l.i.s.“, „Day Four“ und „The Healing“, allesamt aus Zuckerwatte, mal leicht verdaulich, mal klebrig. Der Kontrapunkt dazu in Sachen Arrangement - "Real Talk", mit verhallten Banjosequenzen, Falsettgesang und feinem Stop & Go der beste Song des Albums. Die Mischung wirkt in der Summe irgendwie unentschieden, seltsam zerrissen und macht die Platte zwar zu einem interessanten, aber nicht sehr konsequenten Wurf. Vielleicht kann man es am besten mit einem ehrenwerten Versuch umschreiben, die Hintertür noch offen, aber nur noch mit einem Fuß drinnen. Wohin die Reise geht, wird dann wohl Nummer fünf zeigen. mapambulo:blog
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.08.2012 11:14:34 GMT+02:00
T. Weidner meint:
Für mich kann eine Rezi am Erscheinungstag nicht aussagekräftig sein, um ein ALbum in der Gesamtheit beurteilen zu können bedarf es mehr- bis zigmaligem Hören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.08.2012 23:00:37 GMT+02:00
ROTT meint:
Amazon sollte eine Rezension erst zwei Jahre nach VÖ zulassen, dann gibt es nur fundierte Meinungen.

@Martin: schön!

Veröffentlicht am 27.08.2012 13:21:58 GMT+02:00
Noctim meint:
Kann mich der Kritik nur anschließen: Wer ein geschlossenes Werk wie "A Weekend In The City" erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Die Platte wirkt diffus, teilweise willkürlich. Man merkt zudem, dass die ruhigeren Klänge der Band deutlich besser liegen. Bei den lauteren Tracks vermisse ich eingängige, harmonische Tonfolgen und vor allem versuppt Okerekes Stimme in den üppigen Arrangements spürbar.

Die Stilmixe bringen Abwechslung, hinterlassen aber kein Statement. Manchmal fühlt man sich an Jagger erinnert, manchmal an Damon Albarn und an die Gorillaz. Dann zetrümmert eine wilde Metal-Einlage einen bis dahin recht groovigen Country-Track. Schade. Übers Ziel hinausgeschossen.

Das Album wirkt wie eine Box voller Musik-Styropor, durch das man sich durchwühlen muss, um an den eigentlichen Inhalt zu gelangen. Ein paar Perlen sind auf jeden Fall zu finden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.09.2012 16:22:10 GMT+02:00
1Topf4U meint:
Ich hatte das Album schon eher bekommen, was bei Preorder ja mal häufiger vorkommt. Ich hatte das am Erscheinungstag bestimmt schon 20 Mal gehört. Warum soll das beim Rezensenten nicht auch so gewesen sein?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.09.2012 16:23:55 GMT+02:00
1Topf4U meint:
@ Noctim: Ich kann das absolut bestätigen, dass es sich weniger wie ein geschlossenes Werk anhört. Mittlerweile hat sich das aber bei mir gelegt, wobei ich die Zusammenstellung am Anfang immer noch sehr hakelig empfinde, aber der Ausklang über die beiden Bonus-Tracks sehr gelungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2012 00:41:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2012 00:48:56 GMT+02:00
@T.Weidner: man kann heutzutage viele Alben im pre-release-stream, Tage, wenn nicht sogar Wochen vor dem Release anhören. Kostenlos, in voller Länge und so oft man will!!!
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Mapambulo
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