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Kundenrezension

176 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschaffe dein eigenes Abenteuer!, 20. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls V: Skyrim - Legendary Edition (Computerspiel)
Für all die, die nicht lange lesen wollen hier eine Kurzzusammenfassung:

"TES5:Skyrim" ist ein Spiel, das einen schnell in den Bann zieht und den Spieler in eine unglaublich atmosphärische Welt entführt, wo jeder so spielen kann, wie ER/SIE es möchte! Es besticht durch gigantischen Umfang, vielschichtige Abenteuer, unzählige Quests und der Freiheit eine riesige Welt so zu erkunden wie man selbst möchte, kurzum: Ein Meisterwerk, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann! Da kann man ruhig über leichtere Schwächen bei der Hauptstory, dem konsolerischen Inventar und im Kampfsystem hinwegsehen.
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Und hier meine Bewertung für die, die gerne mehr wissen wollen:

Mittlerweile ist es fast 2 Jahre her, dass "Skyrim" auf den Markt kam und mittlerweile dürfte kaum ein Name aus dem RPG-Gaming-Franchise mehr Leuten bekannt sein als "The Elder Scrolls 5: Skyrim" inklusive seiner diversen Erweiterungen. Fünf Jahre nachdem der Vorgänger "Oblivion" erschienen ist kehrt man nun zurück nach "Tamriel" um Abenteuer zu erleben und das Land vor einer neuen Bedrohung zu bewahren. In der hier vorhandenen "Legendary Edition" sind nun sowohl das Hauptspiel, als auch alle Erweiterungen schön zusammengepackt und warten auf mutige Drachenjäger, Abenteuer, Magier, Helden und Schurken um "Himmelsrand" (dt. Übersetzung von "Skyrim") zu erforschen. Ich denke zwar, dass es mittlerweile schon unzählige Rezensionen über das Thema gibt und es m.M.n. gleichzeitig kaum in einer einzigen Rezension untergebracht werden kann, trotzdem möchte ich einmal "kurz" (Ansichtssache…) auf die wichtigsten Punkte eingehen:
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Die Welt von Himmelsrand
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Wie in der "The Elder Scrolls"-Reihe üblich, beginnt man das Spiel als Gefangener, im Gegensatz zu den Vorgängern allerdings weder auf einem Schiff noch in einem Kerker: Als man zu sich kommt befindet man sich zusammen mit einigen Mitgefangenen auf einer fahrenden Kutsche. Schnell bringt man in Erfahrung, dass man auf dem Weg zu seiner eigenen Hinrichtung ist, so sieht natürlich ein guter Start in den Tag aus. Allerdings geht das Ganze noch einmal gut, denn kurz bevor der Henker ausholen kann um uns einen Kopf kürzer zu machen, stört ein ungebetener Gast die "Party": Ein Drache erscheint, der Erste seit Jahrhunderten und legt gleich einmal das ganze Dorf in Schutt und Asche. Nur mit Mühe und ein bisschen Hilfe kann man überhaupt fliehen und steht am Ende der circa einstündigen Einführung vor einer riesigen, frei erkundbaren Welt. Keine Vorgaben, keine Linearität, hier kann jeder der sein, der er möchte und ganz unterschiedlich an Aufgaben herangehen. Egal ob Schurke, Magier oder Krieger, egal ob Händler oder Achemist, egal ob rechtschaffen oder kriminell: Jeder schreibt seine eigene Geschichte.

Viele "TES-Spieler" erinnern sich sicher noch an die Geschichte aus dem vierten Teil (Oblivion) rund um den Kaiser und "Mehrunes Dagon", den daedrischen Prinzen der Zerstörung. Diese dümpelte leider meistens nur vor sich hin und, trotz schöner Ideen (z.B. Mancar Camorans "Paradies") kam sie nie wirklich in Fahrt. Das ist in hier anders: Diese ist zwar auch hier nicht immer genial und wirkt stellenweise in die Länge gezogen, allerdings dabei trotzdem noch um einiges besser als im Vorgänger. Aber um ehrlich zu sein, die "Elder-Scrolls"-Reihe lebte nie von den Hauptgeschichten, das Wichtigste waren hunderte Abenteuer, Quests, Gegenstände, Monster und Verliese, die einem in einer weitläufigen Welt begegnen. Und auch hier ist "Skyrim" absolute Referenz: Unzählige Feinde, verlassene Höhlen oder Schlösser oder Aufgaben, die oftmals schön von 08/15 "Töte dies", "Hol mir das" abweichen und wenn doch, dann sind sie in tolle Geschichten verpackt oder drehen sich um Mythen oder Legenden. Denn die Geschichte und Atmosphäre ist in "Skyrim" der meiner Meinung nach fantastisch, selten hat man eine Welt erlebt, in der man mehr von vergangenen Helden und Legenden aber auch von Göttern und Dämonen mitbekommt. Seien es Statuen und Relikte, alte mythische Waffen aus Büchern, geheime Orte oder eben auch Religionen und Kulte. Denn diese spielen nämlich auch eine wichtige Rolle, gibt es doch die alten Götter, "Talos", dessen Anbetung verboten wurde, und die Kulte der "Daedra" (Diese sind eigentlich mächtige finstere Dämonen, allerdings sind nicht alle absolut böse), jeder Kult mit eigenen Riten, Kultstätten und Anhängern. Vieles von alledem, seien es Abenteuer, Legenden oder Religiöse Mythen bekommt man durch Gespräche mit, durch Schreine, Grab- und Denkmäler auf der Reise oder eben aus einem der zahlreichen, toll geschriebenen, Bücher, die in der Welt verstreut auf einen Leser warten. Denn auch Lesen wird in dem Spiel belohnt, so warten neue Aufträge oder Fertigkeitsverbesserungen auf den fleißigen Scholaren.

Zu der Faszination von "Skyrim" trägt auch die geniale Atmosphäre bei, die von der stimmigen Welt erzeugt wird. Sie wimmelt von Hunderten unterschiedlichen Dungeons, von Festungen über Höhlen und Zwergen-Ruinen zu Gräbern, Türmen und Heiligen Stätten, alle fügen sich zusammen mit unzähligen Dörfern und großen Städten perfekt zusammen. Hier wimmelt es von Händlern und NPCs, die ganze Welt steckt voller Leben und kleiner, wunderschöner Details wie fliegende Schmetterlinge, spielenden und tobenden Kindern, sich unterhaltenden Bürger oder plötzlichen Geschehnissen. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken im riesigen Himmelsrand.
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Das Levelsystem
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Im Gegensatz zum Vorgänger hat sich einiges verändert: Die Attribute wie Stärke, Geschicklichkeit etc. wurden abgeschafft, genauso wie die "Pseudo-Klassen"-Wahl mit Haupt- und Nebenfertigkeiten zu Anfang des Spiels. Auch wurden viele Fähigkeiten verändert, beispielsweise fällt nun die Unterscheidung "Schwert" & "Stumpfe Waffe" weg, stattdessen gibt es "Einhändige Waffen" & "Zweihändige Waffen", was m.M.n. eine sinnvolle Änderung darstellt. So kann man, wenn man z.B. einen "Barbaren" mit zwei einhändigen Waffen spielt, auch mal ein Schwert und eine Axt tragen ohne große Einbußen fürchten zu müssen. "Redekunst" und "Handel" wurden zusammengelegt und z.B. die neue Fertigkeit "Verzauberung" eingefügt, die das Verzaubern von Gegenständen deutlich interessanter gestaltet. Auch die Sternzeichen fallen nun weg, hier bleiben nur die altbekannten Sternzeichen-Steine noch übrig.

Summa summarum heißt das zwar, dass viele Rollenspielelemente gestrichen wurden, allerdings bleibt das Spiel trotzdem sehr schön tiefgängig, eingängig und so fällt z.B. das "Zwangsleveln" bei bestimmten Fertigkeiten weg (Wer erinnert sich nicht daran, wie es war, wenn man in "Oblivion" z.B. Stärke oder Konstitution gezielt erhöhen wollte…). Auch sind nun von Haus aus z.B. "Dual-Wielding" (Kampf mit zwei Einhandwaffen) sowie "Finishing-Moves" im Spiel enthalten, die die Kämpfe deutlich abwechslungsreicher gestalten. Die Kämpfe machen zwar Spaß, sind aber immer noch recht simpel, wobei die neuen Schreie immerhin eine interessante neue Komponente darstellen. Damit der RPG-Anteil trotzdem noch schön komplex bleibt, wurde ein "Perk-System" eingeführt, ähnlich wie bei "Fallout 3/New Vegas". Bei jedem Level-Up erhält man einen solchen Punkt, den man auf spezielle Zeichen bei den einzelnen Fertigkeiten verteilen kann, bspw. "Stärke von Giften +25%", "Verkaufspreise +10%" etc. Durch die unzähligen Perks kann man immer noch seinen eigenen tollen Charakter kreieren.

Diesen erstellt man zu Anfang in dem wohlbekannten, ziemlich umfangreichen Editor aus den bekannten Rassen. Die optischen Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig und kein Charakter wird jemals exakt so aussehen wie ein anderer, da Spieler wirklich bei jedem noch so kleinen Detail die große Freiheit haben. Seien es Haare, Bart, Narben, Augen, Nase, Kinn, Stirn, Wangenknochen, Kriegsbemalung oder Muskulatur, alles kann man einstellen und individualisieren, klasse.
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DLC (Downloadable Content)
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Insgesamt gibt es drei DLCs:

1. Dawnguard

Schon nach kurzer Zeit bekommt man es in Himmelsrand zu hören: Die "Dämmerwacht", eine Festung voller Vampirjäger südöstlich von Rifton, wurde zurück ins Leben gerufen und sucht Kämpfer um gegen die wachsende Vampirbedrohung in Himmelsrand anzukämpfen. Genau das ist das Thema der Erweiterung "Dawnguard", in dessen Verlauf man sich in eine Schlacht zwischen Menschen, bzw. Werwölfen und Vampiren stürzt, wobei die Seite auf der man kämpft wählbar ist. Es warten neue Gegenstände, Zauber und Waffen auf den Helden (neu hinzugekommen: Armbrüste), sowie spezielle Talentbäume für Vampirfürsten und Werwölfe. Die Geschichte dürfte einen ca. 6-8 Stunden unterhalten, wobei jede der beiden Seiten unterschiedlich verläuft und somit auch der Anreiz da ist, nach dem Durchspielen noch die Andere Seite auszuprobieren. Die Anfangs vorhandenen, unzähligen Bugs sind mittlerweile auch so gut wie verschwunden, mir ist jedenfalls nichts Tragisches mehr aufgefallen. Alles in allem ein netter DLC, der mir viel Spaß bereitet hat. Mit einer Armbrust Vampire "pfählen" ist einfach unglaublich unterhaltsam!

Bewertung: 8/10

2. Heartfire

Wer kennt das nicht? Morgens hat man noch 3 Orks geköpft, Mittags ein Lager voll Banditen ausgeräuchert und Abends schnell noch ein, zwei Drachen abgeschlachtet, das Ganze ohne richtig wach zu werden. Was soll man als Held dann noch groß machen wenn selbst die stärksten Monster vor einem Kuschen? Stimmt, ein neues Ungeheuer muss her. Das macht "Heartfire" möglich, denn hier kann man sich sogar gleich mehrere davon direkt ins Haus holen. Oder um es präziser zu sagen, diese Erweiterung ermöglicht es einem eine eigene Familie zu gründen: Man heiratet eine von vielen möglichen Partnern/innen und kann bis zu zwei Kinder adoptieren. Die ganze Meute bringt man dann in sein schon vorhandenes Haus oder baut auf einem von drei Plätzen eine recht schicke neue "Villa" und verschönert diese mit Ausbauten regelmäßig. Von dem ganzen Prozess hat man, neben der Abwechslung, noch kleinere Vorteile wie selbstgekochte Mahlzeiten der Frau (garantiert ohne Gift … hoffentlich!) oder zufällige Beutefunde von Kindern (Auch wenn ich mich immer noch wundere, wie meine kleine "Tochter" an einen Säbelzahntigerzahn kam … einfach nicht weiter drüber nachdenken wo sie war, dann passt das schon!). An sich ganz nett, für mich als Abenteurer allerdings etwas mager, da hätten sie die Häuser gerne noch mit mehr Geheimnissen, Verstecken o.ä. ausbauen können. Auch die Interaktionsmöglichkeiten mit den "Ungeheuern" sind nicht wirklich vielschichtig, da kann man mit Mods noch deutlich nachlegen.

Bewertung 6/10

3. Dragonborn

"Dragonborn" führt unseren Helden zurück nach "Solstheim", eine kalte Insel, die einigen Spielern vielleicht noch aus einer gewissen "Morrowind"-Erweiterung bekannt vorkommt. Der alte Charme kehrt hier mit "Chitinpanzern" und "heimeligen" Lagern schnell zurück, doch man ist nicht der Aussicht oder des Tourismus wegen gekommen: Immer wieder trachten besondere Kultisten nach dem Leben unseres Helden, Anhänger von "Miraak", der sich selbst das wahre Drachenblut nennt und uns für einen Betrüger hält. Das lässt unser Drachenblut natürlich nicht auf sich sitzen und reist nach "Solstheim" um diesem Mythos auf den Grund zu gehen. Es erwartet einen eine große, toll gestaltete Insel mit unzähligen neuen Dungeons, Gegnern, Waffen, Rüstungen und Aufgaben, die locker 20 Stunden+ beschäftigen kann. Auch erwarten einen einige neue "Drachenfertigkeiten" wie z.b. "Drachenverwandlung" und das Fliegen eines Drachen, die aber leider spektakulärer klingen als sie in Wahrheit sind. Trotzdem m.M.n. die Stärkste der drei Erweiterungen, die einen klasse unterhält und für Abenteuerer viel Neues bietet.

Bewertung: 9/10

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Grafik
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Das Gesamtbild von "Skyrim" ist einfach brilliant: Wunderschöne, schneeverhangene Berge, tiefe Täler über denen Nebel liegt, düstere Sümpfe und Katakomben oder saftig grüne Wälder, hier findet man, je nach Region von Himmelsrand, total unterschiedliche Gebiete. Die Grafik ist durchweg klasse, nur bei genauem Hinsehen sind einige Texturen etwas verwaschen und man erlebt ein paar Clipping-Probleme. Steht man allerdings bei Nacht auf der Spitze eines Berges, im Tal wabert weißer Nebel und über einem erkennt man leuchtende Polarlichter und die großen Monde über "Cyrodill", ist das einfach ein beeindruckender Anblick. Die Charaktermodelle und Kreaturen sind ebenfalls schön gestaltet und viele der Rüstungsteile bestechen durch tolle Details, nur manche Haare wirken etwas lieblos. Die Animationen sind meistens passend, nur selten wirkt es etwas gekünstelt, aber das ist ebenfalls etwas das man verzeihen kann, denn trotz allem wird ein stimmungsvolles Bild abgeliefert. Aber was rede ich da, für die "Grafikfetischisten" (Nicht als Beleidigung gemeint!) gibt es auch noch unzählige Mods und High-Res-Texturen-Packs, mit denen "Skyrim" einfach nur wunderschön aussieht und mit jedem 2013-er Game locker mithalten kann. Vor allem die Leuchteffekte, die Sonne über den Hügeln und Wiesen oder leuchtende Pilze, Nebel etc. in dunklen Höhlen, es ist einfach klasse gemacht und unglaublich atmosphärisch!
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Sound
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Läuft man durch die Wildnis hört man das Schnauben von Pferden, das Summen von Bienen oder Insekten, das Rascheln von Hirschen oder Füchsen im Dickicht, die Welt wirkt wirklich lebendig! Aber auch die menschliche Bevölkerung von "Skyrim" ist nicht stumm und hat viel zu erzählen, denn alles, wirklich ALLES, ist vertont und das auch noch mit einer meistens sehr guten und passend klingenden deutschen Synchronisation (natürlich gibt es ein, zwei Ausnahmen und Wiederholungen, aber bei den sicher ca. 1000 Charakteren sei das verziehen…). Als Beispiel für die guten Synchronstimmen sei einfach mal die Stimme des Anführers der "Dämmerwacht" genannt. Allein schon der Dialekt hier wirkt einfach perfekt passend. Die Menschen unterhalten sich, Kunden feilschen, Verkäufer preisen ihre Waren, die Barden singen und oftmals bekommt man Gespräche zwischen Bürgern und Bewohnern mit, einfach hervorragend. Oder dringt man z.B. in einen Banditenunterschlupf ein, kann man hören, wie sich diese oftmals unterhalten: Der eine beschwert sich über seine Frau, die ihn sitzen gelassen hat, der Zweite lacht darüber und der Dritte erzählt eine Geschichte von seinem letzten Kartenspiel, einfach fantastisch, so wird Leben erzeugt. Auch im Kampf können sowohl Geräusche, als auch die immer wieder eingeworfenen Kommentare voll überzeugen. Zusammenfassend sind sowohl Stimmen als auch Sounds m.M.n. einfach hervorragend und sorgen dafür, dass Himmelsrand noch stimmiger und überzeugender wirkt.
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Umfang
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Nun, wie soll man den Umfang von "Skyrim" möglichst gut beschreiben. Ich probiere es mal anhand eines Reisetagebuches:

1.Level 1, 0 Stunden Spielzeit: Habe gerade das Abenteuer angefangen, bin natürlich direkt wieder ein Häftling, na klasse.

2.Level 7, 4 Stunden Spielzeit: Wow, gerade meinen ersten Drachen erlegt und eine tolle Waffe gefunden! Natürlich bin ich wieder total überladen, erst einmal den Müll beim Schmied entsorgen und dann weiter Schätze jagen gehen.

3.Level 13, 10 Stunden Spielzeit: Ich habe jetzt schon eine der 9 größeren Städte erforscht, viele Aufträge erledigt und ein paar Ruinen geplündert.Dabei hab ich einige neue Waffen gefunden, ich muss unbedingt einmal "Verzaubern" und "Schmiedekunst" weiter hochleveln, meine Sachen sind einfach zu schwach! Dafür habe ich jetzt gemerkt wie sehr "Bogenschießen" und "Schleichen" Spaß macht. Die Banditen vorhin haben sich aber zu Tode gelacht als ich mich angeschlichen habe, das klang wohl wie ein Elefant. Hätte ich diese verdammten Eisenstiefel vielleicht ablegen sollen?

4.Level 24, 23 Stunden: Grade gegen Vampire gekämpft, danach ein paar Stunden geschlafen. Die Sonne fühlt sich plötzlich merkwürdig an, natürlich habe ich keinen Trank dafür dabei … hoffentlich finde ich noch einen Schrein bevor ich mich verwandle!

5.Level 47, 51 Stunden: Ich habe drei der größeren Städte so gut wie abgeschlossen und einige Titel erhalten. Auch bin ich mittlerweile ein bekannter Abenteurer im Spiel und die Leute erkennen mich und meine Heldentaten. Muss aber immernoch meine Schmiedekunst nach oben bringen und auch einmal meine Zauberresistenz steigern, diese verdammten Magier sind einfach nur nervig und verwandeln mich zu schnell in Holzkohle.

6.Level 49, 54 Stunden: Habe mich vorhin in einer dieser merkwürdigen Zwergen-Ruinen verlaufen und bin dann auf so einen nervigen Zwergenzenturio getroffen, der mit mir kurzen Prozess gemacht hat, ich konnte mich nur knapp im Schatten verstecken. Ich sollte versuchen mich anzuschleichen und mit einer vergifteten Waffe aus dem Hinterhalt anzugreifen und damit einen offenen Kampf zu vermeiden. Mit meiner leichten Rüstung bin ich nur Kanonenfutter…

7.Level 53, 57 Stunden: Heute habe ich einfach entspannt und ein bisschen Wild gejagt, das Fleisch habe ich verkauft und das Leder verarbeitet. Habe darüber leider die Zeit vergessen und war dann im Dunkeln tief im Wald. Konnte meinen Weg gerade noch freikämpfen, meine neue Axt hat dort Wunder gewirkt.

8.Level 57: 62 Stunden: Heute Mittag das Erste Mal richtig versucht zu zaubern, habe aus Versehen meine Begleitung in Brand gesetzt, den Eintrittstest für die Akademie der Magier allerdings trotzdem bestanden. Mal sehen was jetzt noch so kommt, ich versuche meiner Begleitung gerade noch aus dem Weg zu gehen. Sie hatte vorhin so komisch mit ihrer Axt gefuchtelt, keine Ahnung wieso sie meinte "Renn oder die landet in deinem Gesicht" …

9.Level 79, 83 Stunden: Mittlerweile hab ich fünf Städte abgeschlossen und 3 der Gruppierungen beendet. Die Hauptquest habe ich dabei komplett abseits gelassen, dafür unzählige Höhlen und Festungen geplündert und mittlerweile ein ordentliches Vermögen zusammengespart. Damit werde ich mir ein schönes Haus bauen. Vielleicht sollte ich auch einmal eine Frau suchen, diese süße Jägerin aus "Weißlauf" wäre da vielleicht keine schlechte Wahl! Bloß diese komische Werwolf-krankheit macht mich fertig, dauernd wachsen mir Haarbüschel aus den Ohren, beim letzten Mal Schneiden mit der Ork-Axt hab ich mir das halbe Ohr abgesäbelt. Gott sei Dank war ein Heiler in der Nähe!

… Hier sind einige Seiten unleserlich. Sieht aus als hätte ein Chaurus sie gegessen…

27.Level 1xx, 203 Stunden: Nimmt das denn gar kein Ende, ich bin immer noch nicht fertig! Dauernd kommen neue Leute, die irgendetwas von mir wollen, Töte diese zehntausend Leute, finde das Heilige unauffindbare Schwert des unbesiegbaren Drachenmegamördermetzgers, werde Kaiser von Chi-Na (Noch nie von gehört, liegt das vielleicht außerhalb von "Tamriel"?), blablabla. Am Horizont erblicke ich gerade eine Ruine die ich nicht kenne … habe gleich mal den Schwierigkeitsgrad höher gesetzt, will ja zeigen was ich kann. Muss ….. plündern …. Gold ….. Waffen …… Giiiiiiiiiiiiiiiier ….

Das war natürlich nur Spaß, die Stundenzeiten sind aber durchaus realistisch. 200, 300 Stunden in Himmelsrand verbringen? Kein Problem, da hat man wenn man will durchaus genug zu tun. Und fertig ist man auch dann noch nicht, es gibt sicher immer noch versteckte Quests und Abenteuer, ungesehen Winkel und noch stärkere Gegenstände und Kombinationen. Mit "Skyrim" kann man sich monatelang beschäftigen, wenn man dann noch die "Mods" dazuzählt, mit ihren unzähligen zusätzlichen Abenteuern ist die Spielzeit eigentlich unendlich lang!

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Steam
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Ja, auch bei der "Legendary Edition" von Skyrim wird "Steam" benötigt, das ja einen sehr geteilten Ruf besitzt. Ich war auch nie ein großer Steam-Freund (um ehrlich zu sein, "Skyrim" war mein erstes Steam-Spiel) kann mich aber nicht beklagen: Schnelles Patchen und unkompliziertes Mod-Installieren, Starten und Spielen ist auch kein Problem. Wegen Servern o.ä. brauch man sich sowieso keine Gedanken machen, da "Skyrim" komplett offline spielbar ist! Im Endeffekt kann ich mich also mit "Steam" arrangieren, das Ganze ist also kein wirklicher Negativpunkt für mich und ich habe lieber 1000x "Steam" als z.B. "Origin" oder etwas wie den "Starforce"-Kopierschutz von "Flat-Out 2", der ein Spielen unter Windows 7 total verhindert!

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Installation
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Obwohl eine DVD beiliegt wird noch ein beigelegter Code benötigt, da die DLCs bei der Installation erst über "Steam" heruntergeladen werden müssen (jedenfalls bei mir). Dies führt dazu, dass zwischen DVD einlegen und erstem Spielstart schon einmal, je nach Bandbreite, einige Zeit vergehen kann, schade mir wär es lieber gewesen, alles wäre auf einer DVD drauf wie z.B. bei der "Fallout 3 GOTY" oder bei der späteren "Borderlands GOTY". Aber darunter soll das Spiel nicht leiden und das bisschen Zeit kann ich auch noch investieren!

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Modding
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Einer der Gründe wieso die "The Elder Scrolls"-Reihe so beliebt ist dürften die Mods sein. Mods sind "Modifikationen", die so ziemlich alle Aspekte des Spiels verändern können, da geht es von Grafik und Textur-Mods, über verbesserte User-Interfaces, Bugfixes, neuen Quests, Städten, Waffen und Rüstungen bis zu kompletten Überarbeitungen von z.B. dem Kampfsystem. Vielfältig und schnell zu installieren über "Steam" oder z.B. den "Nexus Mod Manager", einfach klasse! Hier kann man das Spiel anpassen wie man will.
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Bugs
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Seit der Veröffentlichung des Hautspiels und der Erweiterungen sind viele offizielle und inoffizielle Patches erschienen, nun kann man definitiv sagen: Für so gut wie jeden Bug/Fehler/Glitch o.ä. gibt es einen Fix oder es wird in einer Fixsammlung behoben. Selbst mit der neusten offiziellen Patch-Version, die sich über „Steam“ installiert sind es nur noch Kleinigkeiten wie manchmal kleinere Übersetzungsfehler, mit Fan-Patches wie z.B. dem "Skyrim Directors Cut" auf "Sharesoft" ist das Spiel eigentlich Bug frei und perfekt zu genießen. Über schlimme Fehler muss man sich also keine großen Gedanken machen. Vor allem, da man kleinere Fehler bei der Größe und Freiheit die das Spiel bietet, auch mal in Kauf nehmen kann!
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Fazit
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"Skyrim" ist für mich ein Monument in Sachen Rollenspiele, bietet es doch mehr Freiheiten und Umfang als dutzende andere Genrevertreter zusammen. Es ist wunderschön, atmosphärisch, lässt sich beliebig anpassen und bietet Stoff für Wochen oder Monate. Rollenspielerherz, was willst du mehr? Meiner Meinung nach sollte jeder, der auch nur ein bisschen was für Mittelalter, RPGs oder Fantasy übrig hat Skyrim zumindest mal austesten: Man wird es sicher nicht bereuen! Ich hoffe mit der Rezension konnte ich wenigstens einen kleinen Einblick in eine große Welt gewähren und vielleicht sogar etwas Interesse für dieses Spiel wecken! Sicher gibt es noch viele Punkte, die man erwähnen könnte, vom tollen Chor im Startmenü über die Vielfalt an alchemistischen Zutaten, den diversen Krankheiten, den Eigenheiten des Kampfsystems, dem stetig veränderbaren Schwierigkeitsgrad oder der jederzeit möglichen Funktion zu speichern, "Skyrim" ist eine Welt für sich und unglaublich schwer in eine Rezension zu quetschen. Hier sollte jeder selbst das Schwert, den Bogen oder den Zauberstab in die Hand nehmen und die Reise in das Abenteuer beginnen...
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Kommentare

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Von 4 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.10.2013 13:58:25 GMT+02:00
Hugi meint:
Toll! Sehr ausführliche Rezi, der ich auch bei den Teilen, die ich kenne, uneingeschränkt zustimmen kann. Vielen Dank!

Veröffentlicht am 23.10.2013 04:59:43 GMT+02:00
Tja, mit dieser Rezension können anscheinend nur Wenige etwas anfangen, da sie mit dem Lesen überfordert sind.
Ich habe mich vom langen Text nicht abschrecken lassen und finde ihn sogar sehr, sehr interessant.
Tolle Rezension, tolles Spiel.
Danke für diese ausführliche Bewertung !

Veröffentlicht am 05.11.2013 02:17:45 GMT+01:00
ShoopDaWhoop meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2013 17:47:48 GMT+01:00
Warum schauen Sie sich Rollenspiele an, wenn Sie sie hassen ? Das begreife wer will....
ich jedenfalls nicht !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2013 22:46:45 GMT+01:00
ShoopDaWhoop meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2013 19:39:19 GMT+01:00
N. Velte meint:
Wenn ich das so lese denke ich mir: Wieso haben sie 40 Stunden gespielt? Epische Geschichten mit Grauzonen, Moralität und diversen Entscheidungsmöglichkeiten mit tiefgründigen Konsequenzen waren noch NIE Hauptbestandteil der TES-Saga. Sucht man Geschichten, mit Motivation, Hintergrund und Tiefgang sollte man den Fokus lieber auf alte Perlen wie "Baldur's Gate I + II" oder eventuell "Dragon Age: Origins" oder das hoffentlich bald erscheinende "Project Eternity" legen. Ach und "Planescape: Torment" nicht vergessen!

TES stand immer für Abenteurer sein, für freies Erforschen und Erkunden, das stand definitiv im Vordergrund! Ich gehe mit bestimmten Erwartungen an ein "TES"-Game heran und das ist z.B. eine riesige frei erkundbare Welt voller unzähliger Quests, Gegenstände und Interaktionsmöglichkeiten. Ich möchte selbst als Händler beginnen, dann zum Dieb werden und zuletzt als Assassine mich an unzähligen Leuten rächen. Das bietet Skyrim für mich.

Vielleicht sollten Sie dann eher eine andere Art von Rollenspielen den Vorzug geben und die TES-Reihe in der Zukunft eher mal beiseite lassen... ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2013 18:25:49 GMT+01:00
Maja meint:
Was heisst Steam und was kostet denn das zusätzlich, daß man sich dort anmelden muß? Das wäre ja für Käufer auch interessant zu wissen. Nicht jeder, wie ich z.B. , kennt Steam und weiß etwas über die Zusatzkosten - sofern denn welche anfallen - Leider gibt's auch nur eine Supportanfragemöglichkeit, wenn man bereits registriert ist. Ich möchte aber gerne VORAB wissen, was kostet mich eine Registrierung bei Steam und habe ich dadurch lfde. Kosten wie z.B. Mitgliedsbeitrag etc.
Ansonsten sehr schöne und ausführliche Erklärung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2013 19:59:03 GMT+01:00
N. Velte meint:
Dann fangen wir einfach einmal mit dem Wichtigsten an: Steam ist und bleibt an sich ein vollkommen KOSTENLOSER Dienst. Kaufen Sie die "Legendary Edition" von Skyrim und installieren Sie (zsm. mit Steam), können Sie ganz normal spielen, es fallen keinerlei Kosten an. Steam an sich ist ein Online-Vertriebsdienst für Videospiele, d.h. man kann online spiele kaufen (Das wiederum kostet natürlich Geld).

Mitgliedsbeiträge sind also keine vorhanden. Die einzigen Vorteile sind für den Publisher der Kopierschutz, da das Spiel an den Account gebunden wird und für den Spieler, dass er immer auf seine Spielebibliothek zugreifen kann, Patches und Updates unkomfortabel sofort installiert werden wenn sie erscheinen und man mit einem Klick in Skyrim Mods herunterladen und aktivieren kann (Sehr gute Einbindung der Community!). Darüber hinaus gibt es noch Erfolge die man freischalten kann. Nachteile sind, dass man Spiele nicht ohne weiteres vom Account trennen kann und na ja ... mehr fällt mir gerade nicht ein. Es ist immerhin kein so Spionage-Kopierschutz-Programm wie z.B. EAs "Origin" und ich sehe nach einigen Monaten Benutzung die Vorteile als sehr nützlich an.

Falls Sie noch fragen haben, einfach sagen was Sie noch interessiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.11.2013 12:34:26 GMT+01:00
Maja meint:
Hallo N. Velte,
vielen Dank für die Erklärung zu Steam, kannte ich vorher noch nicht. Gibt es dazu irgendeine Seite, die man sich ansehen könnte oder muß man erst das Spiel gekauft haben?
Ich bin an dem Spiel interessiert, da ich u.a. Figuren in Poser und Cinema 4d erstelle.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 09:01:31 GMT+01:00
N. Velte meint:
Hallo Maja,

keine Ursache. Da würde ich die offizielle Steam Seite einmal empfehlen bzw. für Informationen klassischerweise auf Wikipedia verweisen. Einfach bei Google einmal Steam angeben, dann gibt es auch neben der offiziellen Seite und Wikipedia einige Seiten die den Nutzer mit Informationen versorgen.
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