Kundenrezension

32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verlangen regiert, 22. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Fremd (Limited Edition im Buchformat) (Audio CD)
ASP macht kein Geheimnis daraus, dass der neue Zyklus "Fremder" ein quasi direkter Nachfolger zu "Der Schwarze Schmetterling" ist und dies wird bereits bei der Covergestaltung mehr als deutlich. Hier wird nämlich niemand Geringeres als eben der besagte Schmetterling in all seiner Pracht dargestellt. Da wir es also mit einer zusammenhängenden Novelle zu tun haben, die ihren Anfang vor nunmehr 11 Jahren nahm, werde ich nicht nur die Musik bewerten, sondern auch etwas auf die Texte eingehen und versuchen, sie in Relation zur ASPs Geschichte zu setzen.
Um hierbei eines vorweg zu nehmen: Meines Erachtens gibt es hier viel Licht, aber auch über diesem Licht liegt auch etwas Schatten.

Den Beginn macht der Titel "A Prayer for Sanctuary", welches recht unscheinbar ruhig und vor allem elektronisch beginnt, nach etwas mehr als der halben Spielzeit jedoch dem metallischen Rock verfällt. ASPs Gesang hat bei diesem Titel den bereits bekannten, sakralen Charakter. Textlich haben wir es hier mit einer Anrufung, einer Beschwörung zu tun, sich endlich zu befreien.
Ein recht schwermütiger Song, der bei einigen Hörern wohl ein paar Anläufe brauchen wird, bis er endgültig zündet.

Danach folgt sogleich die erste Single-Auskopplung "Wechselbalg", eine sehr ASP-typische, vorwärts treibende Hymne. Inhaltlich ist das Stück als erste Single sehr geschickt gewählt worden, denn der Kampf gegen das fremde Ich / den schwarzen Schmetterling im Inneren der Seele scheint verloren und der noch immer namenlose Protagonist erwacht in einer fremden Welt. Doch was kommt nun?

Darauf gibt der nächste Titel "Eisige Wirklichkeit" noch keine Antworten. Stattdessen wird geschildert, wie ASPs Alter Ego die neue, die eisige Wirklichkeit wahrnimmt. Dabei stellt man fest, dass wohl schon "Die Ruhe vor dem Sturm" aus dem Album "Weltunter" einen Ausblick auf diese fremde Welt gegeben hat, denn es werden ganz ähnliche Bilder heraufbeschworen.
Ebenso wie die Single, so ist auch dieses Lied sehr treibend, mit schnellen Rhythmen und eingängigen Melodien.

Weiter geht es mit "The Mysterious Vanishing of the Foremar Family", ein recht ruhig beginnendes Lied, welches sich nach einiger Zeit in eine Midtempo-Nummer wandelt. ASPs Gesang hat hier Erinnerungen an den Krabat-Liederzyklus wachgerufen, vor allem im Refrain.
Der Titel wird als "A Real Gothic Tale" angepriesen und das ist keinesfalls übertrieben. Es geht hier um die titelgebende Foremar-Familie, die in einem Herrenhaus lebte und plötzlich verschwand. Konkret gibt es keine Verbindung zum schwarzen Schmetterling, zum Thema dieses Albums passt die Geschichte aber wie die Faust auf's Auge, denn es wird auch vom geistig erkrankten Cousin erzählt, der von der Familie als Fremdkörper angesehen und isoliert, gefangen gehalten wurde. Zweifellos muss sich auch der Cousin fremd gefühlt haben. Das Ende der Geschichte bleibt wie im Titel versprochen rätselhaft, es werden nur Hinweise geliefert - wenn es denn überhaupt Hinweise sind.

Lied Nr. 5 - "Rücken an Rücken". Hier lassen sich wieder direktere Bezüge zur Hauptgeschichte herstellen. Allerdings wurde das hier behandelte Thema schon zur Genüge besungen, nur diesmal mit dem besonderen Augenmerk auf "fremd". Es geht wieder einmal um das erzwungene Bündnis zwischen dem Protagonisten und dem Schmetterling, seinem zweiten Ich. Es geht um den gemeinsamen Kampf, ohne sich dabei gegenseitig akzeptieren zu wollen. ASP singt hier aus Sicht des Schmetterlings und gibt diesem eine Seele. Exemplarisch sei hier kurz die letzte Strophe zitiert:
- Der Rettungsplan, ich kam Dich holen.
So, wie ich gelobte!
Wir haben uns der Welt gestohlen,
wenn der Sturm auch tobte.
Vom Regen in die Traufe.
Flohen, dachten, es kann glücken. -
In diesen wenigen Zeilen hat der schwarze Schmetterling meines Erachtens mehr Profil, mehr Persönlichkeit bekommen als im gesamten 1. Liederzyklus. Eine grandiose Leistung!

Nun kommen wir zum Herzstück dieses Albums, zum 17-minütigen monumentalen Epos "Angstkathedrale", welches in der Canterbury Version zu hören ist. In den ersten fünf Strophen singt ASP sehr monoton, schwer, im wahrsten Sinne des Wortes Angst einflößend. Die Gitarrenwände sind doomig, erdrückend, unheilschwanger. Dann, nach knapp der halben Spielzeit, kommt ein instrumentaler Akustikpart, der sich mehr und mehr in eine ASPsche Rocknummer verwandelt, dann der Schritt zurück zum Doom, nur kurz!, schließlich wieder die Rocknummer, nur um anschließend einen verrückten Mix aus beidem zu liefern und am Ende wieder die erdrückende Schwere des Dooms, nur noch mit leichten Rockattitüden versehen.
Musikalisch ist ASP hier ein Meisterwerk gelungen, ein geniales Monument. Schwer zugänglich, aber großartig arrangiert. Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, aber Einsamkeit ist ein ganz großes Thema hier. Bei "Angstkathedrale" habe ich mich auch an die "Ballade von der Erweckung" erinnert gefühlt, wenngleich völlig unterschiedliche Atmosphären vorherrschen. Bei der "Ballade von der Erweckung" war die Stimmung eher orientalisch / naturverwoben und dadurch trotz aller Traurigkeit recht leichtfüßig. Bei "Angstkathedrale" geht es schonungslos tief in die Abgründe einer jeden menschlichen Seele.

"Schön, schön, schön" ... dass es dieses Lied gibt? Hier geht es um die Schwarze Szene und vor allem die, die sich dieser dazugehörig fühlen und doch keine Ahnung davon haben. In ähnlicher Weise wurde das Thema auch schon im Klassiker "Einheitsschritt" der Band ISECS behandelt. Für jeden "echten Goth" ist dieses Lied von ASP ein Ohrenschmaus und dennoch ist es irgendwie entbehrlich. Clubtauglich ist es aber allemal.

Das achte und somit vorletzte Stück heißt "FremdkörPerson, erstens". ASP setzt sich hier kritisch mit dem Protagonisten sowie dem schwarzen Schmetterling auseinander. Zwei Charaktere, vom Schicksal verbündet und doch so fremdartig zueinander, so gegensätzlich.
Musikalisch eines der ruhigeren Lieder mit einem sehr schönen akustischen Intro mit mittelalterlichem Flair, welches von einer tollen Flötenmelodie getragen wird.

Nun kommen wir leider schon zum Ende: "Unverwandt". Ein unglaublich melancholisches, 10-minütiges Stück. ASP hat sich hier wohl beim Mythos über Phönix, dem Feuervogel, bedient und diesen auf seine eigene Geschichte übertragen. Der immerwährende Kreislauf zwischen Erwachen und Ruhen, zwischen Kampf und Frieden.
Musikalisch gesehen ebenfalls eher ruhig, mit vielen Instrumentalparts und immer wieder zaubert sich ein phantastisches Geigenspiel in die Gehörgänge. Wunderschön.

Fazit zur Musik:
Wie bereits eingangs erwähnt, bietet der erste Teil vom Fremder-Zyklus viel Licht, aber auch ein wenig Schatten.
Das Licht sind die einmaligen Kompositionen, die wunderbaren Texte sowie der wie ich finde nochmals verbesserte Gesang von ASP (er singt jetzt hin und wieder auch etwas höher).
Der Schatten ist die fehlende Weiterführung der Hauptgeschichte. Gerade nach "Wechselbalg" und "Eisige Wirklichkeit" möchte man unbedingt wissen: Wie geht es weiter? Aber da kommt nichts mehr. Andererseits beschäftigt sich ASP stattdessen intensiv mit dem Inneren seiner Charaktere, lässt sie dadurch glaubhafter und nachvollziehbarer erscheinen. Das ist natürlich sehr positiv!
Außerdem ist ja gerade das Schöne an ASPs Texten, dass man sie nicht zwingend in Relation zur Hauptgeschichte setzen muss, sondern sie auch völlig frei und unabhängig voneinander interpretieren kann.

Da die Rezension schon sehr ausführlich ist, werde ich die Gestaltung der Limited Edition sowie die Bonus-CD nur kurz anschneiden.
Die LE ist sehr hochwertig verarbeitet, das geht schon aus der Produktbeschreibung hervor und wer ASP und seine Liebe zum "Gesamtpaket Musikalbum" kennt, der muss sich sowieso keinerlei Sorgen machen. Das Booklet ist ein wahrer Augenschmaus. Dies beginnt bei der sehr ästhetischen Schriftart und endet mit den vielen zusätzlichen Texten, die nur durch den richtigen Lichteinfall deutlich werden.
Auch die Bonus-CD ist ein absolutes Must-have. Alleine die alternativen Versionen zu "Unverwandt", "Angstkathedrale" sowie "The Mysterious Vanishing of the Foremar Family" sind absolut hörenswert, da sie völlig anders instrumentiert wurden, sehr viel ruhiger und akustischer sind. Außerdem gibt es ein Cover eines 80er-Jahre-Hits ("Wouldn't it be good"), einen Remix zu "Wechselbalg" sowie zwei Live-Videos.

Jetzt bin ich aber wirklich am Ende angekommen. Das hier war meine mit Abstand ausführlichste Besprechung zu einem Musikalbum. Ich hoffe, ihr habt bis hierher durchgehalten und kauft euch jetzt dieses großartige Album.
Vielen Dank für's Lesen.

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Auszug aus "Angstkathedrale":
- Und alle sind längst vergangen,
und Tränen laufen dir
über deine Wangen,
unkontrolliert.
Verlangen
regiert. -

(Das Verlangen nach dem nächsten Kapitel aus dem Fremder-Zyklus)
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.10.2011 11:21:51 GMT+02:00
Mephitis meint:
Sehr schön geschrieben, auf alles wirklich wichtige eingegangen...die, meiner meinung nach, beste rezension bisher.

Veröffentlicht am 23.10.2011 14:40:50 GMT+02:00
P. Timo meint:
richtig gute Rezension :>

Veröffentlicht am 26.10.2011 12:19:37 GMT+02:00
Em Ka meint:
Huhu,
wow, besser hätte ich es nicht sagen können!
Wirklich tolle Rezensiion!
Danke dafür =).

LG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2011 23:57:54 GMT+02:00
Vielen Dank für das positive Feedback :)

Veröffentlicht am 22.10.2013 10:17:18 GMT+02:00
Füchschen meint:
Danke für die ausführliche Rezension. Deine Interpretationen kann ich zum Teil nicht alle nachvollziehen. Sicher nimmt auch fremd im weitesten Sinne Bezug auf den Schmetterlingszyklus. Die Lieder allerdings alle in dieses Schema pressen zu wollen halte ich für nicht richtig. ASPs Texte funktionieren immer auf mehreren Ebenen und können ohnehin nicht auf eine Bedeutung reduziert werden. Wechselbalg hat für mich zum Beispiel viel mehr Bezug zu "Bald Anders" als zum Schmetterling, bei Rücken an Rücken sehe ich viel Gesellschafts- und Sozialkritik, sowie die Aufarbeitung des Auseinanderbrechens der Band. "Schön schön schön" ist in meinen Augen ASPs Kritik an der Schwarzen Szene, die sich zu sehr einschnürt und sich für so exquisit hält, dass keiner mehr in ihr bestehen kann... sich sozusagen von innen heraus selbst tötet. ... nur um ein paar Beispiele zu nennen. Auch wenn der Schwarze Schmetterling weiterlebt, ist der alte Zyklus abgeschlossen. Bei dem neuen Zyklus soll es nach ASPs eigener Aussage keine weiteren Kapitel der Schmetterlingssaga sondern vielmehr einzelne Geschichten zu verschiedenen Themen, die ihn bewegen geben... er schildert sein eigenes "Fremd-sein" in der Welt. Daher wird man, meiner Meinung nach, den Liedern nicht gerecht, wenn man in ihnen nur den Schmetterling sucht und sie darauf reduziert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.10.2013 16:59:53 GMT+02:00
Hallo Füchschen,
Es stimmt, die meisten Titel habe ich in Bezug auf den Schmetterling beschrieben, jedoch nicht das komplette Album, wie Du scheinbar denkst.
Bei "Angstkathedrale" beispielsweise wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass mich der Titel an ein früheres Lied von ASP erinnert, nicht, dass die Schmetterlings-Story weitergeführt wird.
Bei "Schön schön schön" habe ich im Grundton genau das Gleiche geschrieben wie Du in Deinem Kommentar.
Bei "The mysterious Vanishing of the Foremar Family" habe ich ganz konkret geschrieben, dass es eben keinen Bezug auf den Schmetterling gibt.
Und in meinem Fazit findest Du genau das, was Du selbst geschrieben hast: ASPs Texte sind immer vielseitig interpretierbar. Jeder Hörer kann aus seiner Musik das mitnehmen, was er aus ihr heraushört. Insofern ist Deine Interpretation z.B. Zu "Rücken an Rücken" ebenso richtig wie das, was ich geschrieben habe.
Dass ich mich in meiner Rezension vorrangig auf den Schwarzen Schmetterling konzentriert habe, hat letztlich zwei Gründe:
1. Hätte ich alle möglichen Interpretationsmöglichkeiten berücksichtigt, wäre meine Bewertung unlesbar und viel zu lang geworden.
2. Soweit ich mich erinnern kann, hat ASP im Vorfeld durchaus die Aussage getroffen, dass sich im neuen Zyklus auch weiterhin Bezüge zum Schmetterling herstellen lassen. Eine Quelle kann ich jedoch nach der langen Zeit nicht mehr benennen.

Trotzdem möchte ich Dir herzlich für Deinen Kommentar danken. Es kommt nicht oft vor, dass man in den Kommentaren so ausführliche Rückmeldungen zu lesen bekommt.
Danke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2013 14:37:16 GMT+02:00
Füchschen meint:
Zunächst einmal: Gerne! Ich mag die Band sehr und habe gesehen, dass du dir viel Mühe mit der Rezension gegeben hast. Vielleicht habe ich mich auch nicht ganz richtig ausgedrückt. Ich wollte nicht sagen, dass meine Interpretationen "richtiger" sind, wenn es so etwas überhaupt gibt, sondern nur, dass die Lieder vielschichtig gedacht sind. (das hatte ich eben in deinem Fazit nicht deutlich genug gefunden) Du hast Recht, dass der Schmetterling auch in den neuen Alben weiterlebt, aber eben nicht mehr wie bisher in einzelnen Kapiteln einer zusammenhängenden Geschichte. Ich denke unsere Meinungen schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich ganz gut. Ich wollte mit meinem Beitrag hauptsächlich darauf hinweisen, dass deine sehr schöne, ausführliche Bewertung für neue Hörer den Anschein erwecken könnte, es ginge in den Liedern fast nur um den Schmetterling... Natürlich hast du auch andere Lieder erwähnt und kannst nicht die ganze Bandbreite an Interpretationen liefern (wie gesagt, das kann wahrscheinlich nicht mal ASP selbst), aber ich hätte mir einfach gewünscht, dass noch deutlicher rauskommt, dass es eben viele Interpretationsmöglichkeiten gibt und deine (sowie meine natürlich auch) nur eine von vielen denkbaren ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2013 20:05:22 GMT+02:00
Keine Sorge, ich hatte keinesfalls den Eindruck, dass Du Deine Interpretationen für "richtiger" hältst. Sollte ich den Eindruck erweckt haben, entschuldige ich mich dafür. Ich hatte nur den Eindruck, dass Du meine Rezension missverstanden hast, da Du selbst einige Punkte erwähnt hattest, die ich in meine Rezension berücksichtigt hatte.
Ich gebe Dir in allem, was Du zuletzt geschrieben hast, absolut recht. Insbesondere, was die Fortführung des Schmetterlings im neuen Zyklus betrifft. Gerade beim aktuellen Album "Maskenhaft" merkt man ja ganz deutlich, dass dieser nur noch im Hintergrund vorhanden ist. Vielmehr geht es jetzt um die Gefühlswelt von Asp selbst, wobei Bezüge zum Schmetterling natürlich weiterhin vorhanden sind, nur eben subtiler und nicht mehr in Form einer fortgeführten Geschichte. Für Asp ist wohl jetzt die Zeit gekommen, sich vom Schmetterling langsam aber sicher zu verabschieden und sich dem geneigten Hörer stattdessen selbst zu öffnen.
Ach so, ehe ich es vergesse: Ich hoffe, ich habe bei meiner ersten Rückmeldung an Dich nicht den Eindruck erweckt, ich wäre beleidigt gewesen oder ähnliches. Denn das war definitiv nicht der Fall. Im Gegenteil, ich habe mich ehrlich über Deinen Kommentar gefreut :)
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