Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Kundenrezension

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Sternstunde...., 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Handel: Tamerlano (Audio CD)
Diese Neuaufnahme von "Tamerlano", einer der schönsten Händelopern überhaupt ist eine Enttäuschung nahezu auf allen Ebenen. Mein Vorrezensent muß wohl eine völlig andere Einspielung gehört haben. Es existieren auf dem Markt eine bekanntere und exzellente Aufnahme unter John Eliot Gardiner mit hervorragenden Solisten. Eine unglaublich schöne, hochinteressante und individuell gestaltete Aufnahme mit herausragenden griechischen Solisten, darunter ganz besonders hervorstechend die hochmusikalisch und stimmschön singende Mary-Ellen Nesi unter dem ungewöhnlich inspirierten Dirigenten George Petrou kam 2007 auf den Markt. Eine direkte Empfehlung für diese beiden Aufnahmen sei hiermit ausgesprochen. Wer einen wirklich gelungenen Tamerlano hören möchte, sollte um diese neu vorliegende Aufnahme jedoch einen großen Bogen machen. Sie funktioniert, trotz einiger durchaus schöner Einzelstellen einfach nicht, es kommt keinerlei wirkliche musikalische Atmosphäre noch ein stimmiges Gesamtbild auf. Max Emanuel Cencic, einer der souveränsten und besten Countertenöre unserer Zeit, der diese Aufnahme wohl für sein eigenes Ego produziert hat, hat sich hiermit einen schlechten Dienst erwiesen. Leider kann er in der Rolle des "Andronico" nicht überzeugen und ist somit eine Fehlbesetzung mit seinem eher hell timbrierten Timbre, das sich bestens für strahlendere und siegreichere Barock Helden eignet. Cencic vermag es hier einfach nicht, der Figur ein Gesicht zu geben, er bleibt der Rollle all die Sinnlichkeit, Audrucksfähigkeit, den Schmerz und die Souveränität schuldig, die beispielsweise von Michael Chance in der älteren Aufnahme mit Gardiner so überzeugend dargestellt wurden. Auch Mary-Ellen Nesi singt und vor allem gestaltet diese Rolle unter George Petrou unvergleichlich besser. Die elegischen Arien sind hier uninspiriert und schnell heruntergesungen. Überzeugen kann Cencic jedoch wiederum in den lebhaften Koloraturarien des 2. Aktes, die seiner Stimmfarbe und Stimmführung eher passend sind. Unterboten wird das ganze aber von einem völlig abgesungenen, von mir jedoch einst sehr geschätzten Tenor John Mark Ainsley, hier in einer seiner schwächsten Aufnahmen. Man erkennt hier sein einst so unvergleichliches Timbre seiner äußerst gelungenen "Hyperion" Aufnahmen von Händel Oratorien aus den 90er Jahren leider nicht wieder. Von musikalischem Singen und technischer Souveränität weit und breit nichts mehr zu hören. Bemüht quält er sich mit seiner inzwischen brüchigen lyrischen Stimme durch die heldischen Arien des Bajazet und nimmt ihnen somit ihre ganze Majestät und Kraft. Eine völlig Fehlbesetzung. Eine Enttäuschung dieser Aufnahme ist aber auch Karina Gauvin für alle diejenigen, die ihre sanft timbrierte und schlank geführte wunderschöne Stimme der letzten Jahre geschätzt haben. In dieser Aufnahme, vor allem im gesamten 1. Akt ist Sie nur noch ein Schatten Ihrer selbst. Die Stimme von Gauvin klingt hier müde, gequält, aufgequollen, einfach nicht mehr souverän und das Timbre erinnert nur noch von fern an früher. Gauvin bietet somit an zahlreichen Stellen die Karrikatur ihrer eigenen Stimme an. Schön gesungen und an die Leistung früherer Jahre erinnernd nur Ihre große Arie "Cor di padre" und das zusammen mit Max Emanuel Cencic ausdrucksvoll gestaltete Duett "Vivo in te" aus dem 3. Akt. Leider hat sich auch diese einst hochbegabte Sopranistin wie viele Sänger im modernen, schnelllebigen Opernbetrieb in unzähligen Aufnahmen und Aufführungen in den letzen Jahren verheizen lassen und somit ihr wertvolles Kapital verschleudert und ist auf dem besten Wege es durch Überbelastung zu ruinieren. Es tut weh dies zu hören. Selbst das bemühte aber nicht wirklich inspirierte Dirigat von Riccardo Minasi kann diese Aufnahme nicht tragen, es ist eher durchschnittliche, schon oft gehörte Barockroutine, nicht mehr. Die Aufnahmetechnik bietet einen gut ausbalancierten jedoch leicht metallischen Klang. Einzig Xavier Sabata mit seinem tonschönen Countertenor und die souverän und ansprechend singende Ruxandra Donose meistern Íhre Aufgaben äußerst solide, können hiermit diese Aufnahme aber auch nicht retten, da das Hauptaugenmerk von "Tamerlano" auf den großen Arien der zuvor rezensierten Protagonisten liegt. Wer die Ausnahmesänger Max Emanuel Cencic, Karina Gauvin und Xavier Sabata jedoch in Bestform erleben möchte, dem sei die 2012 bei DECCA erschienene Aufnahme von Händels "Alessandro" unter dem fabelhaften Dirigat von George Petrou mit dem Ensemble Armonia Atenea ans Herz gelegt. Dieser "Alessandro" mit der ebenfalls schön singenden Julia Lezhneva bereitet Freude pur und ist in der Tat eine kleine Händel Sternstunde....Vorliegende Aufnahme leider nicht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen
Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.03.2015 14:21:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2015 14:37:53 GMT+01:00
Dave meint:
Ich war ebenfalls mit dieser neuen Aufnahme recht enttäuscht. Heute habe die Traumaufnahme dieser Oper angehört - einen Live-Mitschnitt von 1972 !
Bajazet: Alexander Young, Andronico: Janet Baker, Tamerlano: Maureen Lehane, Asteria: Norma Burrowes, Irene: Patricia Kern, Leone: Brian Drake. English Chamber Orchestra dirigiert von Sir Anthony Lewis. Ein wahrer Hörgenuss von Anfang bis Ende und die Aufnahme ist technisch einwandfrei.
Die Aufnahme von Ponto (PO-1058) bekommt man von Amazon.co.uk und sie kostet weniger als €10!
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Ort: München

Top-Rezensenten Rang: 1.684.287