Kundenrezension

25 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer sagt was? Die Community kontert den Sarrazin, 2. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Manifest der Vielen: Deutschland erfindet sich neu (Broschiert)
Hatice Akyün, Bekir Alboga, Katajun Amirpur haben eine Stimme gefunden und erzählen, warum Thilo Sarrazin falsch liegt. Imran Ayata, Gabriele Boos-Niazy, Neco Celik sind Deutsche. Die Autoren, Regisseure, Musiker geben Einblicke in Gefühle, Erfahrungen und wissenschaftliche Erhebungen, mit denen sie alle auf den Bestseller "'Deutschland schafft sich ab"' reagiert haben. Ihre Antwort ist das 'Manifest der Vielen'. Darin geben Sineb El Masrar, Pegah Ferydoni, Naika Foroutan laut. Sie stellen sich der breiten Akzeptanz der Sarrazin-Thesen, die von bräsigen Menschen an Floskeln abgehängt werden. Nüchtern muten sie an: '"Das wird man ja wohl noch sagen dürfen."' Gefährlich sind sie.

Ferdos Forudastan, Kübra Gümüsay, Abdul Hadi Hoffmann sorgen sich um ihre Heimat. Deutschland. Sarrazin fürchtet um Deutschland. Sarrazin hat Angst. Doch Angst ist bei allen Herausforderungen in einer Gesellschaft ein schlechter Ratgeber. Denn: Angst verengt die Wahrnehmung. Angst schafft Tunnelblicke. Der Angsterfüllte hat nur noch zwei Handlungsmöglichkeiten. Entweder unsichtbar machen, klein, den Kopf einziehen. Hoffentlich erwischt der Islam, der Terror, der Türke den Nachbarn, den anderen. Oder: Laufen! Lauf den engen, dunklen Tunnel entlang. Kein links, kein rechts. Kein denken, nur rennen. Menschen wie Sarrazin rennen den Tunnel schon eine Weile entlang. Wer ihnen jetzt folgt, hört ihr Geschrei aus der Schwärze weiter vorn: "'Rennt, ihr Narren!'" Keiner von ihnen wird dort jemals ein warmes Licht finden.

Miyesser Ildem, Lamya Kaddor, Yasemin Karakasoglu handeln aus Liebe. Liebe ist vielfingrig und öffnet den Menschen. Ein liebender Mensch geht aufrecht, ein liebender Mensch ist groß, ein Liebender ist schön. In solch einer hellen Welt wird gesungen, getanzt, gelacht. Der Nachbar wird davon angesteckt, ein bunter Mischmasch von allem. Deutschland kann von Navid Kermani, Mely Kiyak, Ali Kizilkaya lernen. Das Manifest hat den Nagel auf den Kopf getroffen! Ein türkisches Sprichwort?

Niemand will in einen Tunnel gezerrt werden, wenn er stattdessen lieben kann. Die Zukunft von Deutschland ist nicht alternativlos. Fereshta Ludin, Aiman Mazyek, Jasmin Ramadan stehen für Werte. Werte der Gemeinschaft. Täuschen und anprangern ist der Stil anderer. Hetzer und Blender sind die Gefahr für Deutschland. Nicht Aylin Selcuk, Ekrem Senol, Hilal Sezgin.

Im Berliner Theater Maxim Gorki wurde das Manifest der Vielen vor ausverkauftem Haus, vor gut 400 Menschen, vorgestellt. 80 Millionen hätten hineingehört. Statt Carmen Nebel, Rosamunde Pilcher, Tatort sollte wenigstens die Aufzeichnung ein einziges Mal um Viertel nach Acht im Fernsehen ausgestrahlt werden. Ali Sirin, Riem Spielhaus, Ilija Trojanow würden mehr bewegen als alle Integrationsdebatten, alle Talkshows, alle Traumschiffe, die mit uns für ein Happy End in die weite Welt hinausfahren müssen. Tunnelläufer wie Sarrazin schaffen Deutschland ab. Schaffen unser Leben ab. Das erschreckt und muss aufrütteln. Deniz Utlu, Feridun Zaimoglu, Volkan T sind hellwach. Sie bauen Deutschland neu auf. Unser Leben.
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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.03.2011 15:27:16 GMT+01:00
M. Botts meint:
Ich bin ein bisschen verwundert über diese Rezension. Ich war auch bei der Buchprämiere, und "Ali Sirin, Riem Spielhaus, Ilija Trojanow" habe ich da nicht auf der Bühne gesehen. Auch würde ich den Text von Jasmin Ramadan nicht unbedingt als "für Werte stehend" bezeichnen.

Veröffentlicht am 02.03.2011 15:30:21 GMT+01:00
cavaille meint:
Träum weiter. Das Erwachen wird böse genug sein.

Veröffentlicht am 02.03.2011 15:38:05 GMT+01:00
cavaille meint:
Ich überlege, ob der Beitrag wohl als Satire gemeint ist...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.03.2011 13:34:53 GMT+01:00
kay hensel meint:
Da haben sie, M. Botts, ganz recht. Auf der Bühne hatten an dem Abend nicht alle Autorinnen und Autoren ihren Auftritt. Ihre Beobachtung widerspricht meiner Aussage aber nicht, wenn ich behaupte: Alle Schreiber waren dort im Maxim Gorki präsent. Jeder auf seine Weise.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2011 16:19:49 GMT+01:00
GD meint:
So wie Nord-Amerika sich neu erfand, als die weißen Siedler einfielen...

Veröffentlicht am 09.03.2011 18:40:32 GMT+01:00
Ich habe diesen Beitrag zuerst für eine Satire gehalten und gebrüllt vor Lachen.. "Liebe ist vielfingrig"... "ein liebender Mensch ist groß "... köstlich, wirklich urkomisch. Dann beschlichen mich erste Zweifel. Zum Schluss dachte ich: er meint es tatsächlich ernst. Armes Deutschland.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2011 16:43:47 GMT+01:00
Rob meint:
Ich finds ganz schön geschrieben, die Rezension jedenfalls.

Veröffentlicht am 18.03.2011 08:50:31 GMT+01:00
Frank Torsten meint:
Na ja - zumindestens Naika Foroutan (von den anderen kenne ich nix schriftliches) scheint etwas zuviel vom warmen Licht genascht zu haben ;=)

Wenn ihre Humboldt-Uni-Studie (Einfach mal lesen. Taschenrechner rausholen, und ihren mathematischen Ausflügen in eine selbstgeschaffene Parallelwelt folgen) ein Hinweis auf ihre schriftstellerischen Qualitäten sein soll ... ja, dann wird mir auch warm ums Herz.

Also Täuschen und Blenden beherrscht sie schonmal perfekt ;=)

Veröffentlicht am 14.04.2011 23:38:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.04.2011 00:32:40 GMT+02:00
Ach, diese armen, verfolgten und unterdrückten Muslime... Lauter Akademiker(innen), Buchautor(inn)en, Journalist(inn)en, die im ach so islamophoben Deutschland Karriere gemacht haben und sich so waaaaaaaahnsinnig diskriminiert fühlen.

MIR KOMMEN DIE TRÄNEN!!!

>>> Die Zukunft von Deutschland ist nicht alternativlos. Fereshta Ludin, Aiman Mazyek, Jasmin Ramadan stehen für Werte. Werte der Gemeinschaft. <<<

Danke, aber ich bevorzuge die Werte des Individuums.

Veröffentlicht am 15.04.2011 11:05:26 GMT+02:00
"Mitten in Deutschland wird gegen Muslime gehetzt, dazu aufgerufen, sie zu verfolgen, zu berauben und zu töten?" Auszug aus dem Klappentext. Hört da jemand Stimmen. In Deutschland gibt es hervorragende Psychater und kostenlose Krankenversorgung, auch für Migranten und Asylanten. EIN PEINLICHES BUCH mit dem immergleichen Gejammer und völlig an der Realität vorbei. Wo leben diese Leute, die im Buch zu Wort kommen. Die Benachteilugungsbrille absetzen oder in ein islamisches Land ihrer Wahl - empfiehlt ihnen ihr Arzt und Apotheker.
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