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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Titanfall lässt es krachen, 13. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Titanfall - Steelbook Edition (exklusiv bei Amazon.de) - [Xbox One] (Videospiel)
Gestern Mittag ist auch bei mir, der von vielen Xbox One Besitzern heiß erwartete Shooter Titanfall, angekommen. Nach anfänglichen Installationsproblemen, klar, Microsoft muss mich mal wieder ärgern, und einem kurzen Gespräch mit dem Support, ging es auch schon los. Anfangs folgt eine kleine Einführung, die wohl erklären soll, warum es die "Geschichte" rund um die Titans überhaupt gibt.

Das Übliche: Ausweitung der Menschheit in den Raum, darauf folgender Kontrollverlust in den weit entfernten Systemen, die Grenzland genannt werden und die Rebellion einer abgespaltenen Gruppe, die sich selbst Miliz nennt. Die IMC, die andere Gruppe, findet das natürlich gar nicht so prickelnd und ein Krieg entsteht.

Das Spiel

Was ist zu Titanfall zu sagen? Eigentlich eine ganze Menge. Ich bin wenig geübt in Online Shootern, da ich eigentlich der eingeschriebene Offline-Gamer bin. Titel wie CoD oder Battlefield hab ich nie bis niemals, jemals online gezockt. Aber dann, auf der Gamescom letzten Jahres, spielten wir ein Spiel an, welches mich dazu bewegte, doch mal einen Blick in die sagenumwobene Welt der Onlinegamerei zu werfen: Titanfall.
Ein Shooter mit hoher Geschwindigkeit, der Campern das fürchten zu lernen weiß und ab und zu auch auf Teamplay sinnvoll zu setzen vermag. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Titanfall zu spielen. Entweder die "OnlineKampagne", oder einfach das Typische, was man auch aus anderen Spielen kennt, ein schnelles Spiel halt. Die Kampagne unterscheidet sich dabei kaum von den normalen MP-Matches. Mit Ausnahme, dass anfangs immer ein hübscher Eingang in die Schlacht vorgeführt wird. Etwa, indem wir auf einem Schlachtkreuzer im Weltall über einem Planeten beginnen, kurz gebrieft werden und dann mit einer Dropkapsel auf den Planeten droppen.
Hin und wieder werden euch in eurem HUD kurze Meldungen zwischen den, nennen wir sie mal Hauptpersonen, vorgeführt, die ich für meinen Teil in der rasanten Hitze des Gefechts kaum beachtet habe. Die erzählen sowieso nur, warum ihr gerade auf dieser Map seid und wie wichtig es ist die Schlacht und den Krieg zu gewinnen und bla bla. Das macht die Sache realistischer, ist für das Gameplay aber auch ziemlich überflüssig.

Wie schon in anderen Titeln, erzielt ihr mit dem beenden von Herausforderungen, Ausschalten von Gegnern, Assists, Hacken von Computern oder Robotern und vielem mehr, Erfahrungspunkte. Je höher euer Level, desto mehr Waffen, spezielle Ausrüstungskits für euren Soldaten oder Titan und Klassen könnt ihr euch aneignen.
Was hier ein bisschen nervt ist, wenn der Server abbricht, und ihr in diesem Match richtig gut Punkte verdient habt, die gewonnen Punkte verloren gehen. Das Spiel tut bei einem Serverabbruch so, als wärt ihr nie im Match gewesen. Das ist mir vier Mal passiert und hat mir einen raschen Levelanstieg vermiest, aber was soll man machen.
Außerdem gibt es noch sogenannte, ich glaube sie heißen "Burncards". Vor dem Kampf wählt ihr drei aus, die ihr mit aufs Feld nehmen könnt. Nach jedem Tod kann man eine auswählen und den darin enthalten Bonus erwerben, bis man wieder erledigt wird. Darunter finden sich Dinge wie "Mächtige Waffen", die ihr so nicht bekommen könnt, "Stimpacks", "EPBoosts" und so weiter. Das bringt euch einen kleinen Vorteil, wenn dieser auch nicht wirklich tragend ist. Nach jedem Match bekommt ihr wieder ein paar Karten kostenlos für den nächsten Kampf dazu in eurer "Kartendeck".

Mir hatte die Idee gut gefallen.

Gameplay

Und nun zum tragenden Punkt. Wie bereits erwähnt, Titanfall ist schnell, und zwar richtig schnell. Nach nur ein paar Minuten hat man die Steuerung derart verinnerlicht, dass es nur noch auf und ab geht. An Wänden entlang, über Dächer. Man befindet sich die ganze Zeit nur in Bewegung. Campen wird dadurch fast unmöglich, da jederzeit von fast jeder Seite jemand in deinen Rücken fallen kann. Es ist ein genialer Anblick, wenn man durch Explosionen rauscht, Titans fallen vom Himmel und krachen auf die Erde, die Sonne blendet dich, während du versuchst die letzten paar Meter zu deinem eigenen Titan zu überbrücken, der gerade auf einer Gruppe feindlicher Infanteristen gelandet ist und diese unter sich zermalmt hat. In manchen Situationen kommt man in einen richtig positiven Stress, soll heißen, man spürt das Gefecht. Wenn man zugleich Jäger und Gejagter ist, auf einem Geschwindigkeitsniveau, welches andere Shooter erst Mal nachmachen müssen. In Titanfall passt es perfekt rein.
Gut finde ich auch, dass die Titans auf keinen Fall übermächtig sind. Eine kleine Gruppe Infanteristen oder ein geschicktes Manöver eines Einzelnen reicht aus, um einen aufs Korn zu nehmen und zu zerstören, dennoch geht von den mechanischen Riesen immer ein hohes Maß an Respekt aus. Sich einem allein zu stellen ist fast Selbstmord, aber möglich. Die Balance ist da einfach perfekt.
Und vor allem, jeder kann einen Titan bekommen. Selbst meine Oma, wenn sie mal den Controller in die Hand nehmen würde. Es läuft ein Countdown ab, den man höchstens mit BurnCards oder dem Kill von Gegnern abkürzen kann. So kommen geübte Spieler schneller zu ihrem Metallriesen, aber auch ungeübte müssen nicht darauf verzichten. Ist der Titan vernichtet, beginnt der Countdown von neuem.
Während der Vernichtungssequenz seid ihr durch schnelles Drücken von "X" dazu in der Lage, euch per Schleuderzitz gut dreißig Meter in den Himmel zu ballern. Während ihr fallt, ist es möglich sich zu entscheiden, versuche ich auf dem Titan zu landen, der mich zerstört hat, um ihm die Haube abzureißen und zu versuchen, seine inneren Systeme zu zerballern, oder lande ich erst mal ein Stück abseits vom Geschehen, in Sicherheit?
Das Spiel bleibt einfach fast immer rasant und ungebremst.

Grafik

Grafisch macht Titanfall eine Menge her. Es ist bei weitem nicht das, was wir uns unter Next-Gen vorstellen, aber da sind die Erwartungen dank der Medien auch schon ein wenig zu hoch geschraubt, glaube ich. Kurz hab ich mir mal einige Ecken genauer angesehen und entdeckte verwaschene Texturen und einiges mehr. Aber ganz ehrlich, wenn man im Spiel in Hektik daran vorbeirennt und nur darauf achtet, ob gerade jemand neben, über, oder im Tarnmodus hinter mir steht, sieht in Titanfall einfach alles gestochen scharf aus. Die Lichteffekte sind bombastisch und wirkten auf mich bei einer untergehenden Sonne fast wie in echt. Explosionen, Qualm und Rauch nehmen dir überzeugend die Sicht. Es reicht einfach alles für ein fantastisches Erlebnis.

Sound

Richtig gut. Und ich meine richtig. Ich spiele mit einem Turlte Beach PX22 und das reicht schon aus für einen Hammer Sound. Die Waffen klingen genial, gerade für Modern Warfare Hersteller. Explosionen in nah und fern klingen überzeugend und alles funktioniert flüssig.

Unterpunkte

Einige regten sich darüber auf, dass in Titanfall nur 6vs6 Matches zur Verfügung stehen würden. Der Spielspaß sei dadurch getrübt, und hey, Battlefield prahlt mit seinen 64iger Kämpfen auf riesigen Maps. Und vor allem, was soll der Mist mit den KI-gesteuerten Minions, die den Rest füllen sollen?
Dazu sei gesagt, das ist für mich ein Geniestreich erster Klasse. Allein schon wenn der Kampf beginnt und man, zwar nur zu sechst, aber mit zehn Minions in den Kampf rennt. Da interessiert es dich nicht mehr, ob das richtige Spieler oder KI's sind. Die Minions kämpfen nicht nur, oder dienen als Kanonenfutter für einen schnellen Kill oder weniger gute Zocker, wenn auch um einiges schlechter und ungefährlicher als die richtigen Gegner, sie verleihen dem Spiel etwas, was kein Battlefield, CoD oder sonst ein Shooter für mich geschafft hat: Authentizität

Sie rennen herum, "geben mit Ansage vor", ein Gebäude zu sichern. Manchmal rennt man an einem vorbei, der gerade einen anderen, der verletzt am Boden liegt, verarztet. Sie teilen dir mit, wenn sie einen Gegner entdeckt haben. Kurz um, sie machen auf geschickte und einfache Art und Weise das ganze Feld realistischer. Es sind einfache Fußsoldaten und man selbst spielt einen "Piloten", der dazu ausgebildet worden ist, Titans zu steuern. Minions sind nämlich dazu nur selten in der Lage, sie können zum Beispiel selbst keine Titans rufen, sondern nur die 12 echten Spieler. Aber darauf hätte man echt mal früher kommen können. So fühlt sich auch ein Anfänger nicht gefrustet, wenn er ab und zu ein paar KI's über den Haufen ballern kann.

Die Titansteuerung geht sauber von der Hand. Und man spürt sofort, wie eingeschränkt man plötzlich ist. Sprang man eben noch von Dach zu Dach, ist man nun an den Boden gefesselt und in seinen Bewegungen schwer fällig. Angriffen von oben bist du damit fast immer hoffnungslos ausgeliefert und musst auf den Schutz deiner Teamkollegen hoffen. Man tauscht Beweglichkeit gegen Feuerkraft. Die in den HUD eingebaute KI gibt einem meist hilfreiche Tipps. So sagt sie dir zum Beispiel, wenn deine Hülle zu stark beschädigt ist, du an einem wichtigen Knotenpunkt angelangt bist, oder sogar, wenn du dich in einem ungleichen Kampf befindest.
Ein feindlicher Titan vor und einer hinter dir, kommt schon mal die Meldung: Achtung, Sie sind zwei zu eins unterlegen. Sodass ich zum Beispiel schon einmal planen kann, ob ich mich dem Kampf stelle oder versuche, in raschen Sprintschüben hinter der nächsten Ecke in Deckung zu gehen und auf Verstärkung zu hoffen. Es gibt einfach dutzende Möglichkeiten einen Kampf anzugehen. Dennoch muss man dank Titanfalls hohem Tempo schnell sein, sonst pulverisiert dich der Gegner.

Negatives

Das einzig negative wurde bereits von einigen schon angesprochen. Die Langzeitmotivation. Per DLC oder sonstwie, man sollte in den nächsten Monaten das Spiel erweitern. Ich bin jetzt nach knapp 10 Stunden Spielzeit fast auf Level 30. Das bedeutet, ich hab kaum noch Dinge freizuschalten und jede Map schon mindestens drei Mal gesehen. Um Titanfall weiterhin interessant zu halten, sollten dringend Inhalte nachgeschoben werden. Vielleicht eine Kampagnenerweiterung oder einfach nur neue Waffen, Maps und Level. Nach Level 50 ist nämlich Schluss, dann gehts nicht mehr höher.

Was auch ziemlich nervig ist, ist die Zeit zwischen den Matches. Sicher kann man sich dann in Ruhe ausrüsten, BurnCards auswählen oder die eigene Klasse frisieren. Aber wenn man alles fertig hat, dauert es immer noch 50 Sekunden, plus Ladezeiten, bis es weiter geht. Gerade noch vollgepumpt mit Zockerlust und Tempoadrenalin, rutscht da einem die Laune mal schnell in den Keller.

Fazit

Titanfall hat sich auf ein neues Feld gewagt und für mich dort auf ganzer Linie überzeugt. Es ist nicht selten vorgekommen, da sagte ich mir, so noch dieses eine Match und dann mach ich wieder was sinnvolles. Und als das Match vorbei war, dachte ich, hmm, jetzt bist du fast auf Level 16, also gut noch eins. Am Ende hab ich dann noch vier hinterher geschoben. Will damit sagen, es macht irre viel Spaß. Wenn auch unter dem Punkt, dass wenn es so bleibt, wie es ist, ich mir nicht vorstellen kann, dass es noch zwei Monate lang Suchtfaktor hat. Denn spätestens ab dann, hat man alles gesehen, alles freigeschaltet und keine Motivation mehr.

Aber hier hält man den ersten, richtigen Top-Titel für die One, jetzt mal abgesehen von dem Zombiegefetze, in der Hand, so sehe ich das zumindest. Ein Spiel muss vor allem eines: Spaß machen und vielleicht auch ein wenig fesseln, und das tut es. Mit einem Satz: Wenn ihr Lust habt, mal etwas zu zocken, das so viel Kracht wie Battlefield und drei Mal so schnell ist wie CoD, seid ihr bei Titanfall an der richtigen Adresse. Entscheiden müsst ihr natürlich wie immer selbst. :)
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