hält sich zu sehr an die Konventionen,
24. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Spiel unter Freunden (Taschenbuch)
Im Norden der USA hat im ländlichen Wisconsin ein Sheriff an zwei aufgefundenen Leichen in einer Kirche zu Knabbern, während nicht weit entfernt in Minneapolis mehrere Ermittler einen Killer jagen, der seine Taten haargenau einem Computerspiel nachstellt. In den Fokus der Behörden gerät dabei immer mehr eine Gruppe von Spieleentwicklern, zumal deren Vergangenheit auf hölzernen Füßen zu stehen scheint.
"Spiel unter Freunden" stellt den hoch gelobten Beginn einer bis dato 5-teiligen Serie dar, die für das Mutter-/Tochter-Autorenpaar gleichzeitig den internationalen Durchbruch bedeutete. Nachvollziehbar ist die Begeisterung jedoch nicht unbedingt.
In Sachen Spannung kann den Autorinnen kein Vorwurf gemacht werden, Längen werden vermieden, die Identität des Täters wird erst im buchstäblich letzten Moment gelüftet.
Problematisch ist eher, dass Serienmörder-Thriller bei all der Massenware, die den Markt überschwemmt, zwangsläufig unoriginell wirken. Nahezu alle Facetten, die das Autorenduo in den Plot einbaut, kennt man in ähnlicher Form bereits aus anderen Geschichten. Außerdem sind die Charaktere, wie in diesem Genre üblich und im Gegensatz zu den wohlwollenden Anpreisungen eines Schreiberkollegen, alles andere als glaubwürdig geraten.
Schließlich kommt noch der leicht puritanisch wirkende Schreibstil hinzu, der etwas heuchlerisch und vor allem - verglichen mit der Konkurrenz - zu brav wirkt.
Darüber hinaus hat die Realität viele Aspekte der Handlung, obwohl erst knapp 8 Jahre alt, längst überholt.
Herausgekommen ist am Ende nicht mehr und nicht weniger als ein ordentlicher, durchschnittlicher Serienmörderkrimi.
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