Kundenrezension

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sternenkrieger und noch etwas mehr, 29. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Old Man's War (Taschenbuch)
An seinem 75. Geburtstag tritt John Perry den Kolonialen Streitkräften bei, was nicht so absurd ist, wie es klingt. Nur Menschen ab 75 werden rekrutiert, diese aber wieder jung gemacht, wodurch sie buchstäblich ein zweites Leben erhalten. Sollten sie es überleben - wofür die Chancen 1:3 stehen - können sie sich auf einer der menschlichen Kolonien niederlassen. Doch davor müssen sie diese Kolonien gegen eine Unzahl feindlicher und gefährlicher Aliens verteidigen.

Das Vorbild, Heinleins "Starship Troopers", ist unverkennbar, doch hat Scalzi hier nicht einfach eine Hommage geschrieben, sondern die Grundideen dieses Buches weiterentwickelt. So kämpfen Perry und seine Kameraden nicht gegen die obligatorischen insektoiden Aliens, sondern gegen eine ganze Menge unterschiedlicher Rassen, was nicht nur die Kämpfe, sondern auch die Geschichte abwechslungsreich macht.
Darüber hinaus ist es für Perry unvermeidlich, sich früher oder später Gedanken zu machen über das, was die Kolonialen Streitkräfte da tun und ob es nicht auch andere Möglichkeiten gibt. Ein interessanter Aspekt ist auch, dass sämtliche Rekruten zwar Freiwillige sind, doch eigentlich nur beigetreten sind, um noch einmal jung zu sein. Ob es den Preis wert ist?

Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, durchsetzt mit feinem Humor, vor allem Perrys Anfang als Rekrut. Die Charaktere bleiben ein wenig zweidimensional, mit Ausnahme nur von Perry selbst, der mit seiner sympathischen Art allerdings vieles wettmacht. Und, wie es nun einmal in dieser Armee so ist, die meisten seiner Freunde bleiben einfach nicht lange genug am Leben, um sie besser kennenlernen zu können, was dem ganzen auch eine etwas melancholische Note verleiht.

John Scalzi ist eine vielversprechende Ergänzung zu den Autoren von Military Science Fiction und ein Name, den man sich merken sollte.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.10.2009 10:06:00 GMT+02:00
Filmfreak meint:
Ich finde den Vergleich zu Starship Troopers unpassend. Zwar gibt es gewisse Stryelemente, die scheinbar ähnlich sind, jedoch ist die Message des Buches eine ganz andere. ST war eindeutig pro-militaristisch und sah den Krieg als eine Notwendigkeit an (den satrischen Unterton, den die Verfilmung versprühte, gab es im Roman NICHT). Hingegen finde ich, Scalzi geht hier eher in Richtung Joe Haldeman. Oder kommt das nur mir so vor?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2009 18:36:45 GMT+02:00
kyrrdis meint:
Ich sehe die Parallelen, Du siehst sie nicht, wo ist das Problem? Wieso ist das dann gleich "unpassend"?
Und wenn Du Dir die Mühe machst, Scalzis Blog nach "Heinlein" zu durchsuchen, magst Du eine böse Überraschung erleben. Er mag ihn offensichtlich.

Veröffentlicht am 08.11.2009 18:55:54 GMT+01:00
Filmfreak meint:
Wer sagt das es ein Problem gibt? Sie äußern Ihr Meinung und ich tue das ebenfalls. Nur weil wir verschiedener Meinung sind, gibt es automatisch ein Problem? Dies ist in der Tat eine bedauerliche Sichtweise.

"unpassend" daher, weil Sie in der Begründung Ihrer Behauptung gleich den Gegenbeweis liefern. Sie schreiben Scalzi hätte die Grundideen von Heinlein weiterentwickelt. Das würde bedeuten: Krieg ist nicht nur unvermeidbar, sondern auch die beste und einzig wahre Lösung für Konflikte. Alle, die nicht beim Militär waren, sollten keinerlei Verantwortung in der Gesellschaft tragen dürfen. Und natürlich müsste das alles absolut ernst gemeint sein. Dann wäre das nach Heinlein. Sie schreiben aber selbst, das den Protagonisten Zweifel kommen und dass er sich darüber Gedanken macht. Bei Heinlein gab es das nicht. Die einzigen Ansätze, bei denen sich der Protagonist Gedanken gemacht hat, führten nach wenigen Sätzen zu langem Philosophieren, wie sinnvoll Züchtigungen und Hinrichtungen doch sind. Wo genau genau sehen Sie bei Scalzi eine Weiterentwicklung der Gutheißung einer "Militär-Demokratie", wie sie Heinlein propagierte? Ich bleibe dabei, die Rahmenhandlung ist zwar ähnlich - genau wie bei Dutzenden anderen SF Romane, die Sie dann auch betrachten müssten - die Intention der beiden Romane hingegen, ganz und gar nicht.

Übrigens: "Whatever" kenne ich schon lange. Daher wird es für mich - entgegen ihrer Mutmaßungen - keine Überraschung geben. Er hatte noch andere Autoren, die Ihn beeinflusst haben - z.B Dick. Das sagt aber nichts darüber aus, dass seine Romane mit denen seiner Vorbilder zu vergleichen sind - und schon gar nicht dass seine Romane Weiterentwicklungen seiner Vorbilder sind. Wenn dies der einzige Beweis sein soll, steht er auf wackeligen Füßen. Oder welchen Roman Dicks hat er Ihrer Meinung nach mit "Old Man's War" weiterentwickelt?

Wie dem auch sei. Wir haben wohl einfach nur unterschiedliche Ansichten was Heinleins ST angeht. Aber wenigstens stimmen wir darin überein, dass Old Man's War gut ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2009 20:47:21 GMT+01:00
kyrrdis meint:
Sie lesen Aussagen in meine Rezension hinein, die ich nie geschrieben habe. Sei's drum. Einigen wir uns auf Nichteinigkeit, statt um die Bedeutung von Wörtern zu streiten.
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