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Kundenrezension

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Armes Schweden ...., 7. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Feind im Schatten: Kurt Wallanders 11. Fall (dtv Unterhaltung) (Taschenbuch)
... wenn es tatsächlich so wäre, wie in diesem Roman dargestellt.

Dass die Krimihandlung selbst nicht besonders mitreißend ist, wurde schon in anderen Rezensionen ausgeführt. Anstrengender waren jedoch die Schilderungen der Personen.

Diese sind nahezu alle Varianten des gleichen Themas: Das Leben hat wenig zu bieten, an dem man sich einfach freuen kann und für das man dankbar sein darf.

In dem ganzen Buch gibt es keine einzige Gegenfigur, der es irgendwie vergönnt wäre, zufrieden auf ihr Leben zu blicken oder das Leben mit Humor - und sei es Galgenhumor - zu nehmen. Das fand ich nicht nur unrealistisch, sondern beim Lesen auch unglaublich ermüdend.

Da ist zum Beispiel die Enkelin, Klara, die wohl als Lichtblick gedacht ist. Sie zaubert jedoch kaum ein spontanes Lächeln auf die Gesichter ihrer Familie, zumindest keines, das nicht sofort philosophisch hinterfragt würde und in einer abstrakten Reflexion mündet, dass Klara irgendwie "die Zukunft" repräsentiert. Ansonsten besteht ihre Hauptaufgabe eher darin, durch ihr Weinen Telefonate zu unterbrechen.

Auch ihre Mutter Linda, die doch (anscheinend) ihre große Liebe gefunden hat und mit immerhin 36 Jahren ein gesundes Kind zur Welt bringt, fühlt sich durch diese Situation vor allem belastet.

Der Hund Jussi, zu Beginn anscheinend ein Welpe, bringt auch nicht wirklich Freude ins Leben, seine großen Szenen bestehen darin, dass er sich einen Dorn in die Pfote tritt, krank wird, im Zwinger sitzt und zu den Nachbarn gebracht wird.

Baiba Leipa scheint sich sogar zunächst mit ihrem Leben und Sterben ausgesöhnt zu haben, aber auch sie darf nicht in Würde sterben.

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen: Die Familienidylle des amerikanischen Kollegen von Enkes wird als Fotofassade hinterfragt, der schwedische Kollege, der sein Leben zu genießen scheint, erschießt sich urplötzlich, usw.

Am meisten geärgert hat mich vielleicht sogar die Figur Signe von Enkes. Hier lässt Mankell wirklich nichts aus, um deutlich zu machen, dass manche Menschen aber über wirklich gar keine Lebensqualität verfügen: Signe hat nicht nur keine Arme, keine Stimmbänder, einen Hirnschaden und eine stark eingeschränkte Sehkraft, nein, sie leidet (aus medizinisch unklaren Gründen) bei jedem Atemzug.
Dabei hatte ich, als zuvor von ihrem Lebenswillen gesprochen wurde, sogar die Hoffnung, dass Mankell hier die Einseitigkeit seiner Darstellung unterbrechen würde, und Signe in ihrer eigenen Welt und auf eigene Art Zufriedenheit empfinden könnte.

Ich gehe davon aus, dass nahezu alle positiven Rezensionen von Lesern stammen, die Wallander, wie er in den vorherigen Büchern dargestellt wurde, liebgewonnen haben. Nimmt man aber allein diesen Band, ist Wallanders Auseindandersetzung mit dem Altwerden nicht nur deprimierend, sondern auch langweilig eindimensional.
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.12.2014 00:05:26 GMT+01:00
Caroline Pida meint:
Mein Cousin lebt mit seiner Familie in Schweden und unsere Nachbarn verbringen die kompletten Sommerferien dort (beide Lehrer). Alle sind von der Fröhlichkeit und Schönheit dort begeistert. Aber die Krimis aus Schweden sind vor allem geprägt von besonders grausamen Morden und ewig zweifelnden deprimierten Kommissaren. Kennen Sie vielleicht einen fröhlichen Schweden Krimi mit einem positiv gestimmten Kommissar?

Veröffentlicht am 06.10.2015 09:40:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.10.2015 09:40:18 GMT+02:00
Melrose meint:
@ Caroline Pida: Krimis von Viveca Sten, die auf den Schäreninseln spielen, die atmen Astrid-Lindgren-Saltkrokan-Ferienluft. Auch wenn Krimis per se sich immer mit Mord und Totschlag auseinandersetzen, so sind diese doch sommerluftig wie sie eben sein können. Oder Camilla Läckberg. Es gibt nicht NUR deprimierende Schwedenkrimis und die selbstmitleidig-deprimierte Art von Wallander hat auch mich zunehmend genervt, aber sowas von! Ich stimme Oudeis 100%ig zu.
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